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Einrichtung zur selbsttätigen Sicherung einer genauen Nulleinstellung
für Rechenwerke aller Art. Bei Rechenwerken aller Art, insbesondere auch bei Registrierkassen,
Additions-, Multiplikationsmaschinen usw., kommt es häufig vor, daß bei der Zurückführung
des Rechenwerkes in die Nullstellung Ungenauigkeiten eintreten. Insbesondere ist
dies der Fall bei ausnahmsweise schneller Betätigung des Rechen-,verkes. Durch Summierung
der bei beweglichen Teilen praktisch erforderlichen Toleranzen in den Lagerstellen
der Räder, Klinken usw. kommt es vor, daß bei einer vollen Umdrehung der
die Zahlenräder tragenden Welle eine Ungenauigkeit bis zu 6° entsteht. Bei schneller
Betätigung, also hoher Umlaufsgeschwindigkeit, treten außerdem starke - Fliehkräfte
bzw. starke lebendige Kräfte auf, welche im letzten Augenblick vernichtet werden
müssen und hierdurch die Ungenauigkeit der Einstellung noch vergrößern. Hierdurch
kann es vorkommen, daß eines oder mehrere der Zahlenräder statt auf Null auf die
benachbarte Zahl, also auf die 9 einspringen, wodurch sich bei den folgenden Rechnungen
Fehler ergeben. Insbesondere kann diese fehlerhafte Einstellung bei solchen Registrierkassen
u. dgl. leicht eintreten, bei denen erst im letzten Teil der Kurbeldrehung, wenn
also die Rechenoperation bereits vorüber ist, die Nulleinstellung des Rechenwerkes
erfolgen soll, so daß für diese Bewegung nur noch ein kleiner Kurbelwinkel zur Verfügung
bleibt und daher die Nulleinstellung mit sehr großer Geschwindigkeit vor sich gehen
muß. Die vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Nachteil, zu beseitigen. Die Erfindung
besteht darin, daß die Antriebswelle im letzten Teil ihrer Vorwärtsdrehung zwangmäßig
zunächst eine Überdrehung und sofort darauf eine ungefähr ebenso schnelle zwangläufige
Zurückdrehung der Zahlenradwelle a veranlaßt, wodurch das Spiel im Getriebe und
die schädliche Wirkung der lebendigen Kräfte wieder aufgehoben wird.
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Nach der Überdrehung werden die Differenzen im Getriebe, die durch.
die notwendigen Eingriffstoleranzen unvermeidlich sind und sich. in der Richtung
des Drehsinnes summieren, bei der schnellen selbsttätigen Zurückdrehung bis zu einem
solchen Grade wieder aufgehoben, daß die genaue Nullstellung erreicht wird. Durch
die zwangläufige Rückdrehung entstehen den lebendigen Kräften entgegengesetzt wirkende
Reibungskräfte, die so groß sind, daß die lebendigen Kräfte vollständig aufgehoben
werden, so daß die unter der Spannung von Arretierfedern gehaltenen Zahlenräder
dieser Arretierspannung in die genaue Nullstellung folgen und somit jede sonstige
Abfangeinrichtung unnötig geworden ist.
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Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einer Ausführungsform
in Abb. i bis 3 in drei verschiedenen Stellungen des Getriebes dargestellt.
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Auf der Tragwelle a sind die Zahlenräder b
nebeneinander drehbar
gelagert. Die Einstellung der Zahlenräder zur Ausführung der
Rechenoperationen
erfolgt in bekannter Weise mit Hilfe von Zahngetrieben c, d (Abb. a). Für die Nulleinstellung
dagegen ist parallel zur Tragwelle a noch eine besondere Welle e gelagert.
Auf dieser Nullstellwelle ist ein Zahnsektor f befestigt, der bei Drehung der Welle
mit einem Zahnrad g der Tragwelle a zum Eingriff kommt. Die genannte Tragwelle a
besitzt eine Einkerbung h, in welche eine im Zahlenrad b gelagerte Klinke k eingreift.
Diese wird durch eine Feder i in Eingriff erhalten. Bei den Rechenoperationen drehen
sich die Zahlenräder b in der in Abb. z dargestellten Pfeilrichtung, wobei die Klinke
k über den Umfang der Tragwelle a
hinwegschleift. Bei der Nullstellbewegung
dagegen, die von der Nullstellwelle e aus veranlaßt wird, wird die Tragwelle a in
der eingezeichneten, also derselben Pfeilrichtung gedreht und nimmt mit Hilfe der
Klinke k die Zahlenräder mit. Vor Beginn und nach Beendigung dieser Nullstellbewegung
wird die Tragwelle a durch eine auf ihr befestigte Sicherungsscheibe L dadurch festgehalten,
daß ein sichelförmiger Bogenausschnitt m der letzteren auf dem krellsförmigen Umfang
der Scheibe n anliegt, die mit dem Zahnsektor f fest verbunden ist.
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Bei der beschriebenen Nullstellbewegung der Zahlenräder wird nun nach
der vorliegenden Erfindung im letzten Teil der Bewegung eine fehlerhafte Einstellung
durch folgende Einrichtung vermieden: An der Scheibe iz der Nullstellwelle e ist
ein Kurvenstück o befestigt, das mit einem entsprechenden Kurvenstück p der Scheibe
l zusammenarbeitet. Im letzten Teil der Nullstellbewegung, bevor noch bei solchen
Nullstellgetrieben, die wie die gezeichnete mit Zahnrädern arbeiten, der letzte
Zahn düs Zahnsektors f außer Eingriff mit dem Zahnrad g gekommen ist, gelangen die
beiden Kurvenstücke o und p miteinander zur Berührung und gleiten alsdann bei der
Weiterdrehung der Welle e derart aufeinander ab (Abb. z), daß die Tragwelle a um
einen gewissen Winkel a überdreht wird. Neben dem Kurvenstück o ist in der Scheiben
noch .eine sehnenartige Abschrägung g angebracht, in welche der duxch das Ende der
sichelfÜrmigen Ausnehmung m gebildete Vorsprung eingreift. Sobald die überziehbewegung
vollendet ist und ihren größten Betrag erreicht hat, wird bei weiterer Drehung der
Nullstellwelle e durch das Zusammenwirken der Kurvenstücke o und p einerseits und
der Teile g und r andererseits die Scheibe L und somit die Tragwelle a etwa mit
gleicher Geschwindigkeit wieder zurückgedreht, wobei der Vorsprung p am Kurvenstück
o rückwärts entlanggleitet. Abb. 3 zeigt die nahezu erreichte Nullstellung, die
in Abb. i vollständig erreicht ist. Bei der genauen Nullstellung legt sich die sichelförmige
Ausnehmung m wieder auf den kreisförmigen Umfang der Scheibe n und hält die Tragwelle
a und hierdurch die Zahlenräder in der genauen Nullstellung fest.