DE447342C - Verfahren und Vorrichtung zur selbsttaetigen Regelung des Saftstands in den Verdampf- und Verkochapparaten der Zuckerfabriken - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur selbsttaetigen Regelung des Saftstands in den Verdampf- und Verkochapparaten der Zuckerfabriken

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DE447342C
DE447342C DEN24636D DEN0024636D DE447342C DE 447342 C DE447342 C DE 447342C DE N24636 D DEN24636 D DE N24636D DE N0024636 D DEN0024636 D DE N0024636D DE 447342 C DE447342 C DE 447342C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B25/00Evaporators or boiling pans specially adapted for sugar juices; Evaporating or boiling sugar juices
    • C13B25/06Evaporators or boiling pans specially adapted for sugar juices; Evaporating or boiling sugar juices combined with measuring instruments for effecting control of the process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Control Of Non-Electrical Variables (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung des Saftstands in den Verdampf- und Verkochapparaten der Zuckerfabriken. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung des Saftstands in Verdampf- oder Verkochapparaten der Zuckerfabriken.
  • Die Regelung des Saftstands ist besonders wichtig bei Mehrkörperverdampfapparaten mit senkrechten Röhren, weil die gute Wirkung einer derartigen Anlage zum größten Teil von dem Innehalten einer richtigen Safthöhe in jenen Röhren abhängig ist. Es gibt darum auch verschiedene Vorrichtungen, welche bezwecken, diesen Saftstand selbsttätig zu regeln.
  • Es sind Vorrichtungen bekannt, bei denen der Saftzufluß durch einen Schwimmer geregelt wird, der in einem mit dem Verdampfer durch kommunizierende Röhren verbundenen Behälter angeordnet ist.
  • Ein Nachteil derartiger Vorrichtungen liegt darin, daß die Leitung, durch welche die gesamte Saftmenge geführt werden soll, verhältnismäßig groß in Durchmesser ist. So-. mit fällt auch das Regelventil groß aus, so daß bei einer Verstellung des Ventils sich der Durchlaß um einen erheblichen Betrag ändert. Hierdurch wird eine genaue Einstellung und Regelung so gut wie unmöglich gemacht.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß der Zu- oder Abfluß des Saftes geteilt wird, und zwar in einen nahezu konstanten Strom mit einer unter der normalen Betriebsleistung bleibenden Leistung und in einen Strom mit veränderlicher Leistung, welcher durch das Regelventil auf an sich bekannte Weise in Abhängigkeit vom Saftstande im Verdampfer o. dgl. eingestellt wird. Das Regelventil ist in eine Zweigleitung parallel zu der Zu- oder Abflußleitung des Saftes eingebaut. Diese Zweigleitung kann verhältnismäßig klein gewählt werden, durch das in sie eingebaute Ventil wird tatsächlich eine genaue Regelung der hindurchströmenden Saftmenge erhalten, ohne daß große Schwankungen in der Kapazität auftreten.
  • Das Ventil wird zweckmäßig als Drehschieberventil ausgebildet, und zwar so, daß auch bei geschlossenem Ventil noch immer eine gewisse kleine Menge Saft durchfließt. Hierdurch wird .erreicht, daß auf den abschließenden Flächen keine Kristallisation des Zuckersaftes eintreten kann.
  • Zur Vermeidung einer Kristallbildung im Schwimmerbehälter oder eines Sauerwerdens des Saftes kann der Behälter mit der Saftabflußleitung aus dem Saftfänger oder mit einem von diesem aus gespeisten Saftsammelbehälter verbunden. sein. Auf diese Weise wird der Saft im _ Schwimmerbehälter fortwährend erneuert.
  • In der Zeichnung ist beispielsweise eine Saftstandsregelvorrichtung nach der Erfindung dargestellt.
  • Abb. i ist eine Vorderansicht der Vorrichtung, angeordnet zwischen zwei benachbarten Verdampf apparaten, Abb. 2 eine Aufsicht von Abb. i in größerem Maßstab.
  • Abb.3 ist ein senkrechter Schnitt des Schwimmerbehälters in größerem Maßstab, Abb. 4 ein wagerechter Schnitt des Regelventils in größerem Maßstab, Abb. 5 ein Schnitt nach Linie V-V der Abb. 4.
  • Es sei vorausgesetzt, daß der Saftstand im Körper 2 der Verdampfanlage zu regeln ist. Der Saft wird durch die Leitung 3 aus dem Verdampfkörper i in den Körper 2 hinübergeführt. In dieser Verbindungsleitung 3 ist ein Ventil 4 angeordnet, parallel mit der Leitung 3 läuft eine zweite Leitung 5, welche durch Winkelventile 6 und 7 und das dazwischengelegene Regelventil 8 gebildet ist. Seitlich von dem Verdampfkörper 2 ist ein Schwimmerbehälter 9 angeordnet, welcher durch die Leitung io mit dem Saftraum und durch die Leitung i i mit dem Dampfraum in Verbindung steht.
  • Der Schwimmer 12 ist verschiebbar auf einer Stange 13 befestigt. Diese Stange 13 versetzt durch die Bewegung des Schwimmers eine kleine Welle 14 mittels des Hebels 15 in Drehung. Die Welle 14 ragt seitlich aus dem Schwimmerbehälter hervor und trägt dort einen zweiten Hebel 16, welcher eine Stange 17, die an einem Hebel 18 des Regelventils 8 befestigt ist, bewegt. Die Schwimmerstange 13 wird unten am Behälter bei i9 geführt, doch mit so viel Spielraum, daß sie nicht klemmt, wenn bei wechselnder Safthöhe das obere Ende 2o sich über einen Teil eines Kreisbogens bewegt.
  • Im Gehäuse des Regelventils 8 ist eine Führung 21 mit zwei Ventilspitzen 22 angeordnet. Der Durchlaß in jedem Sitz wird von sechs ovalen Öffnungen 23 gebildet. Eine gleiche Anzahl entsprechender Öffnungen ist in den beiden auf eine Ventilstange 25 aufgekeilten Schiebern 24 angebracht. Bei geöffnetem Ventil befinden sich die Öffnungen des Sitzes und des Schiebers einander gegenüber, bei geschlossenem aber gerade zwischen einander, wie in Abb. 4 angedeutet. Durch Drehung der Ventilstange 25 sind diese beiden Stellungen und verschiedene Zwischenstellungen zu erzielen, wodurch der Durchfluß geregelt wird. In jeden Sitz ist weiter noch ein Anschlag 26 eingeschraubt, wodurch die -Bewegung der Schieber beschränkt und die Einstellung zugleich erleichtert wird. In bezug auf die Ab dichtung der Schieber gegen die Sitze sei noch bemerkt, daß die Schieber derart auf die Stange 25 aufgekeilt sind, daß Sitz und Schieber eine geringe Entfernung (z. B. 0,3 bis 0,5 mm) haben. Auch bei geschlossenem Ventil wird deswegen immer ein kleiner, @t enn auch geringer Durchfluß stattfinden, Das obere Ende des Schwimmerbehälters 9 ist durch das Rohr 27 mit einem Sammelgefäß .:8 für Saft aus dein Saftfänger verbunden. Hierdurch wird der Saft im Behälter fortwährend erneuert.
  • Die Wirkung der Vorrichtung ist die folgende: Das Ventil .4 in der Hauptleitung 3 wird derart eingestellt, daß durch diese Leitung eine Saftmenge, welche etwas kleiner ist als diejenige, welche bei normalem Betrieb erforderlich ist, gefördert wird. Öffnet man jetzt die Ventile 6 und 7, so wird durch die Zweigleitung 5 eine Saftmenge hindurchfließen, welche durch die Stellung des Ventils 8 bestimmt ist.
  • Im Behälter 9 wird der Saft sich in einer Höhe, welche der im Körper 2 entspricht, einstellen. Steigt der Flüssigkeitsstand über die normale Höhe, so steigt ebenfalls der Schw immer 12, es werden die Schieber 24 durch die Gestänge und Hebel 13, 15, 14., 16, 17, 18 etwas gedreht und geschlossen. Der Saftzufluß durch die Zweigleitung 5 wird dadurch verringert, der Saftstand sinkt. Senkt sich dagegen der Saftstand im Schwimmerbehälter, so wird der Zufluß mehr geöffnet werden.
  • Die richtige Lage des Schwimmers in bezug auf das Ventil kann man durch Verschiebung des Schwimmers 12 auf der Stange 13 ermitteln.
  • Wäre das Ventil 8 unmittelbar in der Verbindungsleitung angebracht, so wären viel größere Differenzen zu regeln, die Schwankungen im Saftniveau größer und die Regelung weniger genau. Die Ventile 6 und 7 gestatten es, die Zweigleitung 5 zum Reinigen oder Nachsehen des Regelventils 8 abzusperren.
  • In ganz ähnlicher Weise könnte man selbstverständlich auch den Saftstand im Körper i regeln, indem man den Schwimmerbehälter mit i anstatt mit 2 in Verbindung bringt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur selbsttätigen Regelung des Saftstands in den Verdampf-und Verkochapparaten der Zuckerfabriken, dadurch gekennzeichnet, daß der Zu- oder Abfluß des Saftes in einen nahezu konstanten Strom mit einer unter der normalen - Betriebsleistung bleibenden Leistung und einen Strom mit veränderlicher Leistung geteilt wird, welche durch ein Regelventil bestimmt wird, dessen Durchlaß in an sich bekannter Weise in Abhängigkeit von dein zu regelnden Saftstand im Apparat selbsttätig eingestellt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, bei der mit dem Apparat, dessen Saftstand geregelt werden soll, ein Behälter mit Schwimmer in Verbindung steht, welcher ein Regelventil betätigt, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Regelventil (8) in einer Zweigleitung (5) parallel zu der Saftzu- oder -abflußleitung (3) angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der finit dem Dampfraum des Verdampfapparates in Verbindung stehende Raum des Schwimmerbehälters (9) mit der Saftabflußleitung vom Saftfänger oder mit einem von diesem gespeisten Saftsammelbehälter (28) verbunden ist.
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