DE446589C - Verfahren zur Reinigung und Farbverbesserung von Ton - Google Patents

Verfahren zur Reinigung und Farbverbesserung von Ton

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DE446589C DEF59481D DEF0059481D DE446589C DE 446589 C DE446589 C DE 446589C DE F59481 D DEF59481 D DE F59481D DE F0059481 D DEF0059481 D DE F0059481D DE 446589 C DE446589 C DE 446589C
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    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
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Description

  • Die Priorität der Anmeldung in Großbritannien vom 7. August 1-92q. ist in Anspruch genommen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Reinigung von Ton und zur Verbesserung seiner Farbe. Viele Stoffe, die als Bleicher und Farbverbesserer für Ton vorgeschlagen worden sind, z. B. Oxalsäure, sind mit Hinblick auf ihre Kosten für den rationellen Großbetrieb unbrauchbar. Ein Gegenstand der Erfindung ist die Beschaffung verbesserter Mittel für die Reinigung von Ton.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung -ist ein Verfahren zur Behandlung von Ton dadurch gekennzeichnet, daß der Ton in wässeriger Aufschlämmung der gleichzeitigen Einwirkung mehrerer wasserlöslicher Reduziermittel ausgesetzt wird.
  • Es wurde gefunden, daß ein Bleichmittel für Ton, wie Oxalsäure, das Verfahren ökonomischer und wirkungsvoller gestaltet, wenn es -in Verbindung mit reduzierenden Mitteln eines bestimmten Typs, die weiterhin als Aktivatoren bezeichnet werden sollen, verwendet wird. Beispielsweise braucht man zur Erzielung desselben Bleicheffektes bei Verwendung eines verhältnismäßig teuren Bleichmittels, wie Oxalsäure, viel weniger von diesem, wenn man gemäß der Erfindung arbeitet. Bei der Verwendung eines solchen Bleichmittels in Verbindung mit einem anderen wasserlöslichen Reduziermittel ist sogar die Gesamtmenge der benötigten Reagenzien geringer als die nötige Menge des einzelnen Reagens, wobei jedoch der gleiche Bleicheffekt erzielt wird. Es gibt auch gewisse Tone, auf welche die einzelnen Reagenzien der in Frage stehenden Klasse keine bemerkenswerte Einwirkung ausüben. Beispielsweise bewirkt bei manchen Tonen Oxalsäure allein keine Verbesserung der Farbe, auch Natriumsulfid, für sich allein angewendet, nicht. Wenn aber diese beiden Reagenzien zusammen verwendet werden, so ist eine unmittelbare Farbverbesserung zu bemerken.
  • Wenn ein Ton mit einer wässerigen Lösung von Natriumsulfid oder von Calciumsulfid in Natronlauge behandelt wird, so wird die Farbe des Tones beim Stehen grün oder schwarz. Diese Farbe wird durch starke Säuren, wie Schwefel-, Salpeter- oder Salzsäure oder durch Persalze oder durch Wasserstoff-Peroxyd, zum Verschwinden gebracht. Doch kehrt in fast jedem Falle der Ton zu seiner ursprünglichen Farbe zurück, die er vor der Bleichung besaß. Wird anderseits der mit einem Sulfid behandelte Ton mit einer reduzierenden Säure behandelt, z. B. mit Oxalsäure, so wird die grüne oder schwarze Färbung zerstört, der Ton ist in derselben Zeit gebleicht und behält seine verbesserte Farbe auch nach der Trocknung.
  • Die obigen Wirkungen werden natürlich durch die Eigentümlichkeiten der verschiedenen Tone beeinflußt; ein gegebenes Reagens muß nicht notwendigerweise auf dieselbe Weise oder bis zum selben Grade auf verschiedene Tone wirken, doch kann mit Hinblick auf diese Tatsache ge. sagt werden, daß die kombinierte Einwirkung der Reagenzien größer ist als die Summe ihrer Einzelwirkungen.
  • Die eine Klasse reduzierender Mittel, Aktivatoren, wird durch die löslichen Salze reduzierender Säuren vertreten.- Beispiele sind: Natrium-Sulfid, Calciumsulfid in alkalischer Lösung, Natriumoxalat, Natriumthiosulfat, Natriumsulfit, Natriumbisulfit, Natriummeabisulfit,. Natriumhyposulfit. -Die Natriumsalze werden. vorgezogen, 'weil, abgesehen von ihren Kosten, gefunden wurde, daß sie allgemeiner anwendbar und wirkungsvoller sind; Kaliumsulfid ist beispielsweise von viel begrenzterer Anwendbarkeit als- Natriumsulfid und versagt bei einer Anzahl von Tonen, die sich erfolgreich mit dem arideren Reagens behandeln- lassen.
  • Die andere Klasse der Bleichreagenzien besteht aus Säuren reduzierender Natur; -wie beispielsweise schwefliger Säure und Oxalsäure. Auf eine Anzahl behandelter Tone blieb Ameisensäure wirkungslos. Vorzüglich eignet sich Oxalsäure mit Hinblick auf ihre weitümfassende Anwendbarkeit und Leichtigkeit der Anwendung. bei guten Resultaten.
  • Der-Ton bann in wässeriger Suspension mit der reduzierenden Säure, z. B. Oxalsäure, in Gegenwart oder nach unmittelbar voräüsgegangener Behandlung- mit dem- zusammenwirkenden Reagens behandelt werden.
  • Beispiel I.
  • Ein Ton wurde in wässeriger Suspension (2o Prozent Ton, 8o Prozent Wasser) -vor der üblichen Preßfiltration. in Absetzbehältereinlaufen gelassen. Es wird eine wässerige Lösung von Oxalsäure und Natriumthiosulfat hergestellt, wobei 4,53 kg Okalsäure und, 6,8o' kg Natriumthiosulfat auf zoz6 kg Ton kommen. Diese Lösung wird mit denn Tonschlick in die Behälter einlaufen gelassen. Den Ton läßt man dann absitzen, bis die Bleichung erreicht ist, was in diesem Falle etwas über 48 Stunden erfordert. Die überstehende Flüssigkeit läßt man ablaufen und trocknet den Ton wie üblich nach dem Abpressen auf einer Filterpresse. Falls gewünscht, kann die überstehende Flüssigkeit nach der Trennung noch einmal zur Behandlung einer frischen Beschickung verwendet werden, nachdem zweckmäßigerweise eines oder beide der benötigten Reagenzien verstärkt worden sind. Beispiel IL Ein Ton wurde auf dieselbe Weise wie in dem vorhergehenden Beispiel mit einer Lösung behandelt, die 7,25 kg Oxalsäure und 7,25 kg 30prozentiges Natriumsulfid auf zoz6 kg Ton enthielt. Nach der Entfernung der überstehenden Flüssigkeit wurde die letztere mehrere Male unter Zugabe einer - genügenden Menge des billigeren Natriumsulfids wieder verwendet, bevor sie erschöpft war.
  • Beispiel III.
  • Auf gleiche Weise wurde ein Tön erfolgreich in wenigen Tagen gebleicht _ durch $ehandlung -mit schwefliger Säure zusammen mit Natriumsulfid und Natriumthiosulfat. z,38 kg 30prozentiges Natriümsülfid, 1,38 kg Natriumthiosulfat sowie 3,62 kg handelsübliche Schwefligsäurelösung kamen auf 0x6 kg Ton, -der als 20prozentige Suspension vorlag.
  • Beispiel IV.
  • Derselbe Ton wie in Beispiel III wurde in wässeriger Suspension mit einer Lösung= von Calciumsulfid in einer Natriumkarbonatlösung und hierauf mit schwefliger Säure behandelt. Das Verhältnis betrug o,45 kg Calciuznsulfid, 3,62 kg Natriumkarbonat und 5,44 kg handelsübliche Schwefligsäurelösung, -Es kann gesagt worden, daß die mit schwefliger Säure- erhaltenen Resultate nicht so gut und- nicht so leicht erliältIieh sind; als wenn Oxalsäure verwendet wird.,

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRÜCHE: -_- z . Verfahren zur Reinigung und Farbverbesserung von Ton, dadurch gekennzeichnet, _ daß der Ton: in wässeriger Suspension gleichzeitig mit mehreren wasserlöslichen Reduziermitteln behandelt wird. 2. - Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß eine reduzierende Säure wie Oxalsäure oder schweflige Säure, in Ver--_ bindung mit dem Salz, einer solchen, -wie Natriumsulfid, @sulfit, -hyposulfit oder -thiosulfät,- verwendet wird. -
DEF59481D 1924-08-07 1925-07-31 Verfahren zur Reinigung und Farbverbesserung von Ton Expired DE446589C (de)

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