DE291379C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
- D21C9/00—After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
- D21C9/08—Removal of fats, resins, pitch or waxes; Chemical or physical purification, i.e. refining, of crude cellulose by removing non-cellulosic contaminants, optionally combined with bleaching
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Wood Science & Technology (AREA)
- Paper (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 291379 KLASSE 55 Ä. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Mai 1914 ab.
Bei der Herstellung von Papier aus einem Gemische von Zellulose und Holzmasse oder
aus Zellulose allein ist man immer mehr oder weniger Unannehmlichkeiten und Betriebs-Störungen
ausgesetzt, weil sich das Harz auf Saugkasten, Siebtuch, Zylinder oder anderen Teilen der Papiermaschinen absetzt. Wenn
man nicht schnell arbeitet, ist die Schwierigkeit bei gut gekochter Zellulose klein; bei den
modernen schnellauf enden Papiermaschinen dagegen tritt das Harz in sehr unangenehmer
Weise auf. Bei der Herstellung dünnerer Papiere hat das Harz selbst beim langsamen
Gang immer Schwierigkeiten verursacht.
Viele Versuche, das Harz unschädlich zu machen, sind nur teilweise gelungen. So hat
man z. B. Kaolin verwendet, um das Harz unschädlich zu machen. Es hat sich aber einerseits gezeigt, daß dieser Stoff, in kleinen
Mengen verwendet, wenig oder gar keine Hilfe leistet, während anderseits die Beschaffenheit
des Papiers, welches hergestellt werden soll, oft nicht die Verwendung von größeren Mengen
Kaolin erlaubt.
Nach einem anderen Verfahren wird bei der chemischen Herstellung von Zellulose eine
Aufschlämmung von Talkum im Kocher selbst zugesetzt, wobei die Masse im Kocher unter
schwachem Druck und unter Erhitzung behandelt wird. Hierdurch entsteht ein Entharzen
sowie ein Bleichen der Masse. Dieses Verfahren bedingt die Anwendung einer verhältnismäßig
großen Menge von Talkum. Es ist auch aus dem Grunde kostspielig und zeitraubend,
weil die Lauge, nachdem die Masse gekocht ist, erst entleert und der Deckel wieder
auf die Kochvorrichtung, die gewöhnlich umlaufen soll, gelegt werden muß, wonach
die Talkummilch einzupumpen und die Masse dem Dampfdruck auszusetzen ist.
Die vorliegende Erfindung . bezweckt nicht nur ein Entharzen der Masse, sondern ein
Unschädlichmachen des Harzes mit Hilfe eines Füllstoffes, wie Talkum, Kaolin, Asbestpulver,
Schwerspat o. dgl., was dadurch geschieht, daß der Füllstoff der Zellulose erst dann zugesetzt
wird, wenn diese den Kocher verlassen hat und abgelaugt und ausgewaschen ist, aber
zweckmäßig ehe das Verdünnungswasser zugesetzt wird.
Es wurde nämlich von vornherein angenommen, daß die Wirkung des Talkumzusatzes
sich ziemlich verschieden gestalten würde, je nach dem Fäbrikationsstadium, in welchem derselbe stattfindet, sowie nach der
Form, worin der Zusatz erfolgt. Durch systematische Versuche ergab sich ein überraschendes Ergebnis, wenn das Talkum außerhalb
des Kochers in demjenigen Punkt des Verfahrens zugesetzt wurde, wo die Masse nach den
Sichtern geht oder sich in ihnen befindet. Der Grund zu dieser-Erscheinung ist ziemlich
sicher darin zu suchen, daß die Umhüllung der Harzteilchen in wesentlichem Grade durch
diejenige Behandlung befördert wird, die in den Sichtern stattfindet. Außerdem zeigte
es sich, daß die Anwendung des Talkums in
ίο trockenem Zustand am vorteilhaftesten war.
Durch dieses Verfahren wird auch ein anderes Ergebnis erreicht, als wenn man nach
einem auch bekannten Verfahren nicht gekochten Strohstoff mit Talkum behandelt, wo weder
ein Entharzen noch ein Unschädlichmachen des Harzes eintreten kann, weil Strohstoff
überhaupt Harz nicht enthält. Die Talkumbehandlung bezweckt in diesem Falle nur ein
Bleichen der Masse, was jedoch mit dem neuen, sich auf die Herstellung von chemischer
Holzzellulose beziehenden Verfahren nicht beabsichtigt wird.
Nachdem die Masse in der beschriebenen Weise mit dem Füllstoff behandelt worden
ist und somit das schädliche klebrige Harz infolge seiner Umhüllung mit Talkum usw.
seine Klebrigkeit verloren hat, wird die Zellulose in gewöhnlicher Weise weiter behandelt,
indem sie durch den Sandfang und die Siebe nach den Entwässerungsmaschinen geht. Etwas
Talkum bleibt im Sandfang liegen, wodurch zwar etwas Harz ausscheidet, indem es zu
Boden sinkt; die hauptsächliche Wirkung beruht aber auf der oben erwähnten Behandlung
der Masse in den Separatoren.
Bei der Herstellung von einseitig glatten Papieren, die auf den sogenannten Yankymaschinen
mit einem großen Zylinder und bisweilen kleinen Nebenzylindern erfolgt, wird das Papier in der Weise glatt, daß das hauptsächliche
und jedenfalls letzte Trocknen durch den großen Zylinder stattfindet. Es ist somit
von wesentlicher Bedeutung, daß dieser große Zylinder durchaus glatt bleibt. Das ist jedoch
sehr schwierig, weil der Zylinder von Harz und anderen Stoffen, die sich festsetzen,
nicht rein gehalten werden kann. Wenn man einen Zusatz von Talkum, wie oben erwähnt,
benutzt, halten sich die Zylinder vollständig blank, das Papier wird viel schöner und von
scharfer Glätte; und eben weil der Talkumzusatz in den Separatoren erfolgt, ehe der
Masse schon Wasser zugesetzt wird, braucht man eine bedeutend kleinere Menge von Talkum
(Kaolin, Schwerspat o. dgl.), als bisher verwendet wurde.
Bei dem neuen Verfahren werden 8 Prozent Talkum als geeignete Mengen der Zellulose
zugesetzt. Das Verfahren an sich ist sehr einfach, indem die Kochvorrichtung wie früher
j arbeitet, und das Talkum während der späteren Verarbeitung der Zellulose zugefügt
wird, ohne diesen Vorgang zu behindern oder irgendeine Verunreinigung der Lauge oder
deren Nebenprodukte zu verursachen.
An Stelle des Talkums können auch andere mineralische Stoffe, wie Kaolin, Asbestpulver
oder andere Füllstoffe, verwendet werden.
Claims (2)
1. Verfahren zum Unschädlichmachen des Harzes der für die Papierfabrikation bestimmten
Holzzellulose mit Hilfe eines Füllstoffes, wie Talkum, Kaolin, Schwerspat 0. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der
Füllstoff der Zellulose erst dann zugesetzt wird, wenn diese den Kocher verlassen hat
und abgelaugt und ausgewaschen ist, aber zweckmäßig ehe das Verdünnungswasser zugesetzt wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Talkum
usw. in einem Verhältnis von etwa 8 Prozent der Zellulosemasse zur Verwendung
kommt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE291379C true DE291379C (de) |
Family
ID=546262
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT291379D Active DE291379C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE291379C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE740833C (de) * | 1940-08-19 | 1943-10-29 | Chem Fab Joh A Benckiser G M B | Verfahren zur Verhuetung von Harzausscheidung bei der Papierherstellung |
-
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- DE DENDAT291379D patent/DE291379C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE740833C (de) * | 1940-08-19 | 1943-10-29 | Chem Fab Joh A Benckiser G M B | Verfahren zur Verhuetung von Harzausscheidung bei der Papierherstellung |
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