DE690655C - Verfahren zum Schmierigmahlen von Papierstoff - Google Patents

Verfahren zum Schmierigmahlen von Papierstoff

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DE690655C
DE690655C DE1938L0094570 DEL0094570D DE690655C DE 690655 C DE690655 C DE 690655C DE 1938L0094570 DE1938L0094570 DE 1938L0094570 DE L0094570 D DEL0094570 D DE L0094570D DE 690655 C DE690655 C DE 690655C
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DE
Germany
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pulp
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Expired
Application number
DE1938L0094570
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Fritz Ruehlemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lehmann Fa J M
Original Assignee
Lehmann Fa J M
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
    • D21B1/00Fibrous raw materials or their mechanical treatment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zum Schmierigmahlen von Papierstoff Zur Herstellung von Pergaminpapieren wird der Zellstoff in Holländern mit Eteinzeugwalzen so lange gemahlen, bis eine Hydratation des Zellstoffs eintritt, d. h. der Zellstoff muß sehr schmierig werden. Dieses 1llahlen im Holländer erfordert sehr viel Zeit und demnach auch viel Kraft; weiter tritt hierbei eine starke Faserverkürzung ein.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung bezweckt eine Hvdratation des Zellstoffs im kontinuierlichen Betrieb mit .einem Bruchteil des bisherigen Zeit- und Kraftaufwandes.
  • Man hat zwar schon versucht, Papierstoff in kontinuierlichem Betrieb in Holländern oder in Hammerschlagmühlen aufzubereiten; es ist jedoch bei diesen Verfahren die Hydratation des Zellstoffs mit einem Durchlauf durch die Vorrichtung nicht erreicht worden.
  • Das vorliegende Verfahren zum Schmierigmahlen von Papierstoff besteht darin, daß der Papierstoff, auch in* Form von Altpapier, Pappen, Abfällen. Preßspan o. d.,-I., in stark wäßriger Aufschwemmung von etwa 30,10 und darurnter in einmaliäem Durchgang durch eine Hammerschlagmühle geführt wird, deren Schlagzeug mit eriva 75 m pro Sekunde Umfangsgeschwindigkeit' und mehr läuft und deren Mantel aus geschlitzten oder gelochten Blechen von etwa i mm Durchmesser oder weniger besteht.
  • Es ist bekannt, Papierstoff in einmaligem Durchgang in Hammermühlen mit einer Schlitzbreite von 3 mm bei einer Umlaufgeschwindigkeit von 6o bis i2o m pro Sekunde zu arbeiten; die Stoffdichte wird dabei mit 50"o angegeben, wobei aber auch Konzentrationen unter- und oberhalb dieser Zahl verwendet werden können.
  • Im zu dem vorliegenden Verfahren wird dabei für die Konzentration von 50/0 und darunter mit der Umlaufgeschwindigkeit von 6o m pro Sekunde und für die Konzentration von 50,'o und darüber mit der höheren Umlaufgeschwindigkeit von z. B. i 2o m pro Sekunde gearbeitet. Es läßt sich bei dieser Arbeitsweise unter Verwendung von Schlitzbreiten von 3 mm eine Hydratation des Zellstoffs nicht erreichen. Wenn der Stoff nach dem bekannten Verfahren durch die Mühle mit 3 mm Schlitzbreite geführt wird, so gibt er das Wasser schnell ab und sammelt sich in dem Mühlengehäuse als dicker Stoffbrei an. Der Stoffbrei wird durch die rotierenden Hämmer durch die öffnungen, die sich im Mantel des Gehäuses befinden, hindurchgepreßt. Beim Hindurchpressen des Stoffs durch die öffnungen des Mantels bilden sich infolge der hohen Stoffdichte Stoffknoten, die sich schwer lösen lassen, so daß man gezwungen ist, den Stoff im Kreislauf mehrmals durch die Mühle zu schicken, bis die Knoten zerstört sind. Hierbei tritt wiederum eine Zerstörung der Fasern ein; außerdem ist es nicht zu vermeiden, daß der Stoff feinste Faserlmoten enthält.
  • Durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung werden die vorgeschilderten Nachteile vermieden.
  • Wesentlich ist, daß der Durchmesser der einzelnen Schlitzlochung g oder Rundlochung höchstens chva i mm beträgt, so daß das Wasser nicht schnell abläuft und keine wesentliche Stof"tverdickung im Mühleninnern eintritt.
  • Die starke Stoffverdünnung von höchstens etwa 3o;'o Fasergehalt hat den Vorteil, daß bei der Umfanggesch«2ndigkeit des Schlagkörpers von mindestens etriva 7 5 m j e Sekunde sich kein verdickter Stoff in dem Gehäuse der Mühle ansammelt und demnach auch keine Knotenbildung beim Durchpeitschen. der Stoffaufschwemmung durch die gelochten Bleche entstehen kann.
  • Sollen bei gleichzeitiger Hydratation des Zellstoffs die Faserlängen bestens erhalten bleiben, dann wählt man Schlitzlochung.
  • Zur Steigerung der Hydratation des Zellstoffs werden zweckmäßigerweise Bleche mit runden Löchern verwandt.
  • Bei der vorgeschilderten Arbeitsweise wird erreicht, daß der Zellstoff bei einmaligem Durchgang durch die Hammerschlagmühle mit geringstem Kraftaufwand genügend verschleimt wird, um zur Herstellung von Pergaminpapier verwandt werden zu können.
  • Im Gegensatz zu dem bekannten Stand der Technik tritt bei dem neuen Verfahren. der Vorteil, in Erscheinung, daß bei starker Hydratation des Zellstoffs die Faserlängen teilweise sehr gut erhalten bleiben.
  • An und für sich ist es auch schon bekannt, in Hammermühlen mit einer Stoffdichte von ii/y,% zu arbeiten, wobei es sich aber um ein Fasermaterial für die Herstellung von Bauplatten handelt, das für die Papierfabrikation ungeeignet ist. Bei diesem bekannten Verfahren handelt es sich auch nicht um eine Hydratation des Fasermaterials, sondern nur um ein weitgehendes Zerfasern der Pflanzenteile.
  • Durch das vorliegende Verfahren werden optimale Verfahrensbedingungen durch Vereinigung von vier Kombinationsmaßnahmen offenbart, die in jedem Falle das Gelingen einer einwandfreien Schmierigmahlung für die Herstellung von Pergaminpapieren sicherstellen; während des Arbeitens der Maschine herrschen dauernd die gleichen Mahlbedingungen, und damit ist die Gleichmäßigkeit der Hydratation gegeben.
  • Man kann nach dem neuen Verfahren auch Altpapier, insbesondere holzhaltiges Altpapier, Pappenabfälle, Preßspan u. dgl., mit geringstem Kraftaufwand, in kürzester Zeit und kontinuierlich unter vollkommener Erhaltung der Faserlängen so aufschließen, daß es sofort einen verarbeitungsfähigen schmierigen Papierhalbstoff ergibt.
  • Weiterhin ist es möglich, nach dem neuen Verfahren den beim Sortieren von Holzschliff anfallenden Grobstoff im Wasserschlag durch Fibrillierung der Faserbündel in einen langfaserigen Holzstoff aufzuschließen. Dabei wird der Grobstoff vorher mit Chemikalien, welche die Inkrusten des Holzstoffs lockern und lösen, beispielsweise schwache Natronlauge, kalt oder heiß bei Temperaturen bis zu ioo° behandelt, und der weitere mechanische Aufschluß in der Hammerschlagmühle erfolgt, ohne daß die Chemikalien zuvor ausgewaschen werden. Auf diese Weise erhält man einen langfaserigen Halbzellstoff für die Papierfabrikation.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Schmierigmahlen von Papierstoff, dadurch gekennzeichnet, daß der Papierstoff, auch in Form von Altpapier, Pappenabfällen, Preßspan o. d,-,I., in stark wäßriger Aufschweinmung von nur etwa 30/0 und darunter in einmaligem Durchgang durch eine Hanimerschlagmühle geführt wird, deren Schlagzeug mit etwa 75 m pro Sekunde Umfanggesch%rzndigkeit und mehr läuft und deren Mantel aus geschlitzten oder gelochten Blechen von etwa i arm Durchmesser oder weniger besteht. a. Verfahren zur Herstellung von Halbzellstoff für die Papierfabrikation nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit Chemikalien, welche Inkrusten lockern und lösen, vorbehandelter Grobstoff von Holzschliff ohne vorherige Auswaschung der Chemikalien behandelt wird.
DE1938L0094570 1938-04-03 1938-04-03 Verfahren zum Schmierigmahlen von Papierstoff Expired DE690655C (de)

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DE (1) DE690655C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1024336B (de) * 1953-10-13 1958-02-13 Aschaffenburger Zellstoffwerke Verfahren zum Defibrieren von unvollstaendig aufgeschlossenem Pflanzenmaterial

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1024336B (de) * 1953-10-13 1958-02-13 Aschaffenburger Zellstoffwerke Verfahren zum Defibrieren von unvollstaendig aufgeschlossenem Pflanzenmaterial

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