DE616179C - Verfahren zum Wasserdichtmachen von Papier und anderen Faserstoffen - Google Patents
Verfahren zum Wasserdichtmachen von Papier und anderen FaserstoffenInfo
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- DE616179C DE616179C DEC46526D DEC0046526D DE616179C DE 616179 C DE616179 C DE 616179C DE C46526 D DEC46526 D DE C46526D DE C0046526 D DEC0046526 D DE C0046526D DE 616179 C DE616179 C DE 616179C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21H—PULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D21H17/00—Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
- D21H17/61—Bitumen
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Description
- Verfahren zum Wasserdichtmachen von Papier und anderen Faserstoffen Zum Wasserdichtmachen von Papier oder ' anderen Faserstoffen verwendet man Asphalt oder Bitumen oder auch Teer in Form von Emulsionen. Diese Emulsionen sind zum Teil mit den üblichen Emulgatoren, Seifen, Leim und Ton hergestellt. Hierbei arbeitet man im allgemeinen so, daß man die Emulsion in einem bestimmten Verhältnis der in Wasser ,aufgeschwemmten Papier- oder anderen Fasermasse im hollergang, im Holländer oder m einer Mischmaschine zusetzt und die Papiermasse in der üblichen Weise auf Papiermaschinen. verarbieitet.
- Verwendet man Emulsionen, die Seifen als Emulgator enthalten, so können nur solche Emulsionen Verwendung finden, die einen erheblichen Prozentsatz an Emulgatorenthalten, da Emulsionen mit geringen Mengen Emulgator beim Vermischen mit der Papiermasse vorzeitig brechen. Dadurch wird eine Zusammenballung des Bitumens bewirkt, und es entstehen auf dem fertigen Papier oder der Pappe unschöne Asphaltflecken. Außerdem neigen in diesem Falle die mit den zusammengeballten Asphaltteilchen gemischten Papiermassen bei der Verarbeitung auf der Papiermaschine zum Verschmieren der Filze und Trockenzylinder. Verwendet man Emulsionen, die viel Seifenernulgatorenthalten, so muß man, um überhaupt eine Wasserdichtigkeit zu erzielen, die Emulsion in der Papiermasse durch Ausfällen mit Säuren oder Metallsalzen zersetzen. Auch in diesem Falle tritt die Zusammenballung der Asphaltteilchen und in deren Folge die Verschmierung der Filze und Trockenzylinder ein.
- Es sind auch bereits Bitumenemulsionen verwendet worden, die als Emulgator Ton, und zwar vornehmlich den aus Amerika stammenden Bentonit, enthalten. Bei Verwendung dieser Emulsion treten die vorerwähnten Nachteile nicht ein. Dagegen wird durch den Ton eine Beschwerung des Papiers mit anorganischen Stoffen herbeigeführt, und da außerdem der Ton an sich immer wasserempfindlich bleibt, so wird bei Verwendung derartiger Emulsionen die wasserabstoßende Wirkung des Asphaltes durch den Ton beeinträchtigt.
- Es wurde nun gefunden, daß man zu guten wasserdichten Papieren oder Pappen gelangt und die vorerwähnten Nachteile des Verschmutzens der Filze und Trockenzylinder vermeiden kann, wenn man der mit Wasser angerührten Papiermasse die nach dem Verfahren gemäß Patent 566 670 erhältlichen Bitumenernulsionen zusetzt. Der dort beschriebene Emulgator ist im trockenen Zustand nicht nur gegen Wasser unempfindlich, sondern @er stößt sogar Wasser ab. Infolgedessen- wird nach der Trocknung der mit diesen Emulsionen hergestellten Papiere oder Pappen die wasserabstoßende: Wirkung des Bitumens erhöht und damit eine bessere Wirkung erzielt, als sie durch die mit Ton @emulgierten Emulsionen erreichbar ist. Man kann beispielsweise folgendermaßen verfahren: Zu der im Holländer befindlichen, gut vermahlenen Papiermasse werden 5o % einer der nach dem Verfahren gemäß Patent 566 670 erhaltenen Bitumenemulsionen, berechnet auf die trockene Papiermasse, zugesetzt. Man läßt den Holländer noch etwa 2o Minuten laufen und verarbeitet alsdann die Masse in der üblichen Weise ,auf der Papiermaschine. Nachdem das Papier nach dem Passieren der Trockenzylinder trocken geworden ist, kann es nQch kalandriertoder sauniert werden. Das erhaltene Papier ist entsprechend der Höhe des Zusatzes an Bitumenemulsionen mehr oder weniger wasserdicht. Man kann auch so verfahren, daß man die Emulsion auf die ,auf der Papiermaschine laufende feuchte Papierbahn aufspritzt oder in anderer Weise aufbringt, sie dann durch geeignete Vorrichtungen gleichmäßig verteilt und die so behandelte Papierbahn mit einer unbehandelten Papierbahn in üblicher Weise zusammengautscht.
- Die Bitumenemulsionen werden nach dem Verfahren des Patents 566 670 in der Weise hergestellt, daß man als Emulgator :die unlöslichen Niederschläge verwendet, die man durch Ausfällen der nach den Verfahren der Patente 163 446 und 171 379 durch Luftbehandlung von Pflanzenteeren gewonnenen alkalilöslichen Erzeugnisse mit Säuren oder mit löslichen Salzen der alkalischen Erden oder Metallsalzen erhalten hat.
- Die nach der vorliegenden Erfindung zu verwendenden Emulsionen besitzen gegenüber den in der Einleitung angeführten, für ähnliche Zwecke verwendeten Eznulsionen den Vorteil, daß sie sich mit kalkhaltigem Brunnenwasser beliebig verdünnen lassen, ohne Bitumenabscheidungen zu geben. Ebensowenig wirken etwa in der Papiermasse noch vorhandene Elektrolyte, vorhandene Säuren oder Metallsalze störend auf diese Emulsionen ein. Im Gegensatz zu den mit Seife hergestellten Emulsionen lassen sich diese Emulsionen mit Papiermasse unbegrenzt lange mischen, ohne Bitumenaus.scheidungen zu ergeben. Infolgedessen ist eine gleichmäßige Verteilung des Bitumens zwischen den Papierfasern gewährleistet. Die Verwendung dieser Emulsionen hat weiter den Vorteil gegenüber den mit Seife emulgierten Bitumenemulsionen, daß ein. Zusatz von ausfällenden Chemikalien überflüssig ist.
- Von den mit Tonen nach Art des Bentonits hergestellten Bitumenemulsionen unterscheiden sich die nach dem vorliegenden Verfahren anzuwendenden Emulsionen dadurch, daß die hierbei verwendeten Emulgatoren nicht anorganischen Ursprungs, sondern. organisch sind. Sie sind also dem mit ihnen emulgierten Bitumen gegenüber nicht heterogen, sondern nahe verwandt. Sie befinden sich in einem durch Wasser stark gequollenen Zustand. Nach dem Trocknen hingegen quellen sie bei Berührung mit Wasser im Gegensatz zu den Tonen nicht mehr auf. Über dies hinaus wirken sie im trockenen-Zustand sogar wasserabstoßend.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verwendung der nach dem Verfahren ' gemäß Patent 566 67o hergestellten Bitumenemulsionen zum Wasserdichtmachen von Papier und anderen Faserstoffen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC46526D DE616179C (de) | 1932-06-11 | 1932-06-11 | Verfahren zum Wasserdichtmachen von Papier und anderen Faserstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC46526D DE616179C (de) | 1932-06-11 | 1932-06-11 | Verfahren zum Wasserdichtmachen von Papier und anderen Faserstoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE616179C true DE616179C (de) | 1935-07-22 |
Family
ID=7026365
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC46526D Expired DE616179C (de) | 1932-06-11 | 1932-06-11 | Verfahren zum Wasserdichtmachen von Papier und anderen Faserstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE616179C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE869147C (de) * | 1942-07-18 | 1953-03-02 | Shell Ag | Verfahren zur Herstellung von wasserdichten Pappen |
-
1932
- 1932-06-11 DE DEC46526D patent/DE616179C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE869147C (de) * | 1942-07-18 | 1953-03-02 | Shell Ag | Verfahren zur Herstellung von wasserdichten Pappen |
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