DE445932C - Musterblatt zum UEbertragen von Zeichnungen o. dgl. auf andere Stoffe mittels Waerme und Druckfarbe dazu - Google Patents

Musterblatt zum UEbertragen von Zeichnungen o. dgl. auf andere Stoffe mittels Waerme und Druckfarbe dazu

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DE445932C
DE445932C DEM94663D DEM0094663D DE445932C DE 445932 C DE445932 C DE 445932C DE M94663 D DEM94663 D DE M94663D DE M0094663 D DEM0094663 D DE M0094663D DE 445932 C DE445932 C DE 445932C
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M3/00Printing processes to produce particular kinds of printed work, e.g. patterns
    • B41M3/12Transfer pictures or the like, e.g. decalcomanias

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  • Inks, Pencil-Leads, Or Crayons (AREA)
  • Thermal Transfer Or Thermal Recording In General (AREA)

Description

  • Musterblatt zum Übertragen von Zeichnungen o. dgl. auf andere Stoffe mittels Wärme und Druckfarbe dazu. Die Erfindung bezieht sich auf -.Aufplättmusterblätter.
  • Derartige Blätter wurden meist bisher durch ein Verfahren hergestellt, bei dem man eine Druckfarbe benutzte, die infolge ihrer Beschaffenheit auf einer etwas höheren Temperatur als die gewöhnliche gehalten wurde, um sachgemäß wirken zu können. Bei Verwendung einer solchen Druckfarbe und den üblichen Verfahren konnte nur eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Übertragungsblättern pro Stunde hergestellt werden, was naturgemäß die Kosten entsprechend vergrößerte. Bisher hat man die Schwierigkeiten des Verfahrens, bei dem die Farbe erwärmt werden mußte, dadurch zu beseitigen versucht, daß man als Farbstoff Anilinfarbe verwendete, die bei ihrer Übertragung auf Stoffe, wie z. B. Seide, festhaftete und nicht ausgewaschen werden konnte.
  • Bei der Erfindung macht man Gebrauch von einer Druckfarbe, mittels welcher die Übertragungsblätter kalt gedruckt werden können und die Übertragung selbst, die auf irgendeinem Stoff gemacht wird, wieder verschwindet, wenn dieser Stoff in der gewöhnlichen Weise gewaschen wird.
  • Zur Erzielung der genannten Wirkung wird eine Druckfarbe verwendet, die man zweckmäßig in der folgenden Weise herstellt. Gewöhnliches handelsübliches Kolophonium wird bis zum Flüssigwerden erhitzt. Ebenso erhitzt man in einem besonderen Behälter mineralisches Paraffin (das handelsübliche Paraffin), bis es flüssig wird. Alsdann vermischt man die beiden Stoffe durch Ineinandergießen unter beständigem Umrühren. Als Zusatz zu dem Harz und dem Paraffin werden Kakaobutter und Hammeltalg in einem Behälter zusammengeschmolzen, bis sie flüssig werden und darauf mit der Mischung aus Harz und Paraffin durch Ineinandergießen unter beständigem Umrühren gemischt. Die sich aus dem vorher Beschriebenen ergebende Mischung wird dann entweder von Hand oder in irgendeiner besonderen Vorrichtung, z. B. einer Farbenmühle mit Kraftantrieb, zerrieben und ihr zweckmäßig während des Zerreibens eine solche Menge Farbstoffe zugesetzt, daß sich die gewünschte Farbe und Nuance für das Übertragungsmuster ergibt, wenn es auf den gewünschten Stoff abgezogen wird.
  • Der bei dem Verfahren benutzte Farbstoff bildet einen sehr wichtigen Bestandteil der Erfindung. Es hat sich gezeigt, daß ein mineralischer Farbstoff am geeignetsten ist, weil die Zusammensetzung desselben so ist, daß, wenn auch bei dem gewöhnlichen Umgehen mit den Übertragungsblättern im getrockneten Zustande keine Verwischung des Musters eintritt, auch feuchte Finger eine solche Verwischung nicht bewirken, doch ein kräftiges Waschen des Stoffes, auf den das Muster übertragen wird, den Farbstoff aus dem Material entfernt. Es hat sich herausgestellt, daß wenn ein mineralischer Farbstoff, d. i. ein solcher, der sich beim Färben nicht mit dem Zeugstoff verbindet, benutzt wird, nur mechanisch auf diesem gehalten und durch Waschen wieder entfernt wird. Beim Druck mit Pulvereinstäubung ist Mineralfarbe üblich.
  • Nach dem sachgemäßen Zerreiben der Mischung wird die Viskosität so gestaltet, daß sie sich mit der besonderen Art der benutzten Presse und der Druckwalzen sachgemäß verwenden läßt. Um dies zu erreichen, wird durch Erwärmung flüssig gemachtes Harz (Kolophonium) so lange zugesetzt, bis sich beim Versuch die gewünschte Viskosität ergibt.
  • Die zur Herstellung der Druckfarbe benutzten Mengen sind etwa die folgenden: -30 g Hammeltalg, 30 g Kakaobutter, i2o g Paraffin, ißo g Harz (Kolophonium), zusätzliches Harz in genügenden Mengen, mineralischer Farbstoff in genügenden Mengen.
  • Es kann irgendein gewünschter mineralischer Farbstoff verwendet werden, der die gewünschte Farbe gibt. Wenn es sich um einen »Offsettdruck« handelt, so kann die Harzmenge etwas vergrößert werden, und im allgemeinen wird die Viskosität der Druckfarbe durch die Art der Druckwalze geregelt, die in der Presse, bei der die Farbe benutzt wird, vorhanden ist.
  • Die in der vorher angegebenen Weise hergestellte Druckfarbe ist bei den gewöhnlichen Plattenpressen verwendbar. Das sonstigeDruckverfahren ist das übliche.
  • Was die Farbe betrifft, so verwendet man für gelb zweckmäßig chromgelb und für blau ultramarin.
  • Das Übertragungsblatt wird in der üblichen Weise verwendet.

Claims (2)

  1. PATrNTANSP1tÜCi11?-i. Musterblatt zum Übertragen von Zeichnungen o. dgl. auf andere Stoffe mittels Wärme, gekennzeichnet durch eine solche Zusammensetzung der zum Aufdruck der Zeichnung auf das Musterblatt dienenden Druckfarbe, daß der Aufdruck ohne Erwärmung der Druckfarbe bzw. der Druckwerkzeuge erfolgen und die übertragene Zeichnung durch Waschen wieder entfernt werden kann.
  2. 2. Druckfarbe für das Musterblatt nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe aus Kakaobutter, Hammeltalg, Paraffin, Harz und einem mineralischen Farbstoff in solchen Verhältnismengen zusammengesetzt ist, daß sich bei gewöhnlicher Temperatur die zum Drucken erforderliche Zähflüssigkeit ergibt.
DEM94663D 1925-05-23 1926-05-26 Musterblatt zum UEbertragen von Zeichnungen o. dgl. auf andere Stoffe mittels Waerme und Druckfarbe dazu Expired DE445932C (de)

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