DE445646C - Verfahren zur Herstellung von reinem, salzsaurem Hexamethylentetramin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reinem, salzsaurem Hexamethylentetramin

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DE445646C
DE445646C DEK84925D DEK0084925D DE445646C DE 445646 C DE445646 C DE 445646C DE K84925 D DEK84925 D DE K84925D DE K0084925 D DEK0084925 D DE K0084925D DE 445646 C DE445646 C DE 445646C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D487/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00
    • C07D487/12Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00 in which the condensed system contains three hetero rings
    • C07D487/18Bridged systems

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von reinem, salzsaurem Hexamethylentetramin. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von salzsaurem Hexamethylentetramin in reiner, für therapeutische Zwecke verwendbarer Form.
  • Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß man unreines oder vorgereinigtes Hexamethylentetramin in wasserfreier Lösung, z. B. in Chloroform, durch Behandeln mit gasförmigem Chlorwasserstoff unter Vermeidung von zur Bildung von Zersetzungsprodukten Anlaß gebender Erwärmung in salzsaures Hexamethylentetramin überführt.
  • In Ausführung des Verfahrens kann man z. B. derart- vorgehen, daß man eine konzentrierte wässerige Hexamethylentetramin-1ö sung durch Behandeln von Formaldehyd mit Ammoniak herstellt. Diese Lösung scheidet beim Abkühlen das bereits bekannte Hydrat aus, welches beim Erwärmen auf über r5° in fast reines Hexamethylentetramin und in konzentrierte Hexamethylentetraminlösung zerfällt. Das so gewonnene Hexamethylentetramin kann nach dem Abpressen und Auswaschen mit wasserentziehenden Mitteln, z. B. mit konzentriertem Alkohol, Aceton usw., in der Kälte vorgetrocknet werden.
  • Zur Darstellung des chlorwasserstoffsauren Salzes wird das so gewonnene Hexamethy 1-entetramin in einem wasserfreien Lösungsmittel, zweckmäßig in Chloroform, gelöst und trocknes Salzsäuregas in die Lösung eingeleitet. Dabei sind höhere Temperaturen zu vermeiden, da diese zur Bildung von Zersetzungsprodukten Veranlassung geben können. Bei Beobachtung dieser Vorschrift scheidet sich das salzsaure Hexamethylentetramin in ganz hervorragender Reinheit ab. Ein Überschuß an Salzsäuregas ist gleichfalls zu vermeiden, da das salzsaure Hexamethylentetramin sonst unangenehme hygroskopische Eigenschaften annimmt. Gegebenenfalls kann man diese etwa vorhandenen hygroskopischen Eigenschaften auch dadurch beseitigen und das salzsaure Produkt dadurch haltbar machen, daß man es durch Zusatz von reinem Hexamethylentetramin neutralisiert. Das Salz kann im Vakuum oder unter Atmosphärendruck bei gelinder Temperatur getrocknet werden.
  • Durch klinische Untersuchungen wurde festgestellt, daß das chlorwassersaure Salz gegenüber dem freien Hexamethylentetramin eine bedeutend erhöhte therapeutische Wirksamkeit besitzt. Diese beruht darauf, daß das neue Produkt einerseits nicht auslaugend auf die Darmwände wirkt, während andererseits in den Nieren- und Harnwegen ein Zerfall des Produkts in Formaldehyd und Ammoniumchlorid erfolgt, so daß die desinfizierende Wirkung des ersteren in statu nascendi voll zur Geltung kommt.
  • Für die Darstellung des chlorwasserstoffsauren Salzes ist es nicht notwendig, von einem reinen oder vorgereinigten Hexametliylentetramin auszugehen, vielmehr liegt ein besonderer Vorteil des vorliegenden Verfahrens darin, daß man ein beliebiges, auch stark verunreinigtes Hexamethylentetramin Lenutzen kann, ohne daß die Reinheit des Endproduktes vermindert wird. Man verwendet zweckentsprechend ein solches wasserfreies Lösungsmittel, wie z. B. Chloroform, in dem die Verunreinigungen möglichst unlöslich sind, so daß diese vor dem Einleiten des Chlorwasserstoffs in das Lösungsmittel zum größten Teil durch Filtrieren entfernt werden können. Die in dem Lösungsmittel löslichen Verunreinigungen bleiben beim Ausfällen des chlorwasserstoffsauren Hexamethylentetramins in der Chloroformlösung zurück. Neben Chloroform kommen als Lösungsmittel Methyl und Äthylalkohol, Essigester oder Aceton in Betracht.
  • Aus der Literatur ist bereits bekannt, das Chlorhydrat des Hexamethylentetramins durch Einleiten von -gasförmiger Salzsäure in eine heiße, absolut alkoholische Lösung des Hexamethylentetramins herzustellen. Bei dieser Arbeitsweise tritt, wie oben bereits angedeutet, leicht Spaltung in Formaldehyd und Ammoniak ein. Beim Einleiten von Salzsäure bilden sich daher neben dem Chlorhydrat des Hexamethylentetramins Ammoniumchlorid und Formaldehyd. Man erhältalso ein Produkt, das nicht den Vorschriften des Arzneibuches entspricht und daher therapeutisch unverwendbar ist. Beispiele i. Hexamethylentetraminlösung, hergestellt durch Einwirkung von Ammoniak (gasförmig oder wässerig) auf Formaldehyd (wässerig oder polymer), wird, wenn nötig, unter Aufrechterhaltung eines Ammoniaküberschusses bis zur beginnenden Kristallabscheidung eingedampft, auf Zimmertemperatur erkalten gelassen, filtriert und durch Außenkühlung mit Salzsole unter Rühren (um Zusammenbacken zu vermeiden) auf etwa i bis ro°, vorteilhaft auf 2 bis 5° C abgekühlt. Nach einiger Zeit scheidet sich das Hydrat des Hexamethylentetramins in großehtwickelten Kristallen ab. Die Kristalle werden von 'der Flüssigkeit durch Abschleudern getrennt, auf etwa 30° erwärmt und das abgeschiedene Hexamethylentetramin von der Mutterlauge abfiltriert. Das Hexamethylentetramin wird ausgepreßt und mit wenig reinem kalten konzentrierten Alkohol gewaschen. Das abgepreßte Produkt wird in möglichst wenig konzentriertem Alkohol in der Kälte gelöst und trocknes Salzsäuregas eingeleitet, wodurch reines salzsaures Hexamethylentetramin gefällt wird, welches nach dem Abpressen im Vakuum von Alkohol befreit wird.
  • z. iooo g technisches, fein gepulvertes. trockenes 69prozentiges Hexamethylentetramin werden zur Lösung mit 6 1 Chloroform eine Viertelstunde kräftig verrührt, filtriert un,d in die Chloroformlösung so lange trockenes Salzsäuregas eingeleitet, bis keine Abscheidung mehr erfolgt. Das rein weiß ausgeschiedene Hexamethylentetraminhydrochlorid wird abfiltriert, gepreßt, gepulvert und getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von reinem, salzsaurem Hexamethylentetramin, dadurch gekennzeichnet, daß man unreines oder vorgereinigtes, z. B. aus dem Hydrat durch Erwärmen ausgefälltes Hexamethylentetramin in einem wasserfreien Lösungsmittel löst, die Lösung unter Vermeidung von die Bildung von Ammoniumchlori'd und Formaldehyd begünstigender Erwärmung mit gasförmigem Chlorwasserstoff behandelt und gegebenenfalls einen etwa vorhandenen überschuß an Halogenwasserstoff durch Zusatz der äquivalenten Menge freien Hexamethylentetramins neutralisiert.
DEK84925D 1923-02-07 1923-02-07 Verfahren zur Herstellung von reinem, salzsaurem Hexamethylentetramin Expired DE445646C (de)

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