DE44360C - Verstellbare Körperform für Confectionszwecke - Google Patents
Verstellbare Körperform für ConfectionszweckeInfo
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- A41H—APPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- A41H5/00—Dress forms; Bust forms; Stands
- A41H5/01—Dress forms; Bust forms; Stands with means for adjustment, e.g. of height
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung betrifft eine verstellbare Körperform für Confectionszwecke,
bei welcher die einzelnen Theile unabhängig von einander eingestellt werden können.
Auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulichen' die Fig. 1, 2 und 3 Verticalschnitte nach
x-x, y-γι ^-\ der Fig. 8 (wobei in Fig. 3 die
eine Schulter in ganz abnormer Lage gezeichnet ist);
Fig. 4 zeigt eine innere Ansicht der vorderen Brusttheile der Körperform in Verbindung mit
den nach x1-x1 bezw. x2-x2 und χ3-λγ3 der
Fig. ι geschnittenen Verstellvorrichtungen,
Fig. 5 eine innere Ansicht der Rückentheile der Körperform in Verbindung mit den nach
xi-xi bezw. x5-x5 der Fig. 1 geschnittenen
Gelenkstangen,
Fig. 6 einen der seitlichen Zwischenpanzertheile der Körperform, von innen gesehen, in
Verbindung mit den nachjK'-j^1 waay^-y2
der Fig. 2 geschnittenen Gelenkstücken,
Fig. 7 den zwischen den Rückenpanzertheilen gelegenen Zwischenpanzertheil, von
innen gesehen, in Verbindung mit den nach ^1-^1 und ^2-f2 der Fig. 3 geschnittenen Gelenkstücken;
Fig. 8 und 9 zeigen Horizontalschnitte der Körperform nach w-w (in Fig. 1) bezw. nach
W1 w1 (in Fig. 3),
Fig. 10, 11 und 12 die Vorder-, Seiten-
und Hinteransicht der Körperform in ihrer Anwendung für Herren kleider, während
Fig. 13 eine Ansicht der Körperform in ihrer Anwendung für Damenkleidungsstücke
darstellt.
Nach diesen Darstellungen besteht die Körperform aus vier vorderen Hauptpanzertheilen P0 1
und P2,1 und vier hinteren P0 2 und P11 2 in
Verbindung mit zwei seitlichen P3, zwei vorderen P0 4 und P„4 und zwei hinteren P0 5
und PK 5 Zwischenpanzertheilen, ferner aus zwei
mehrtheiligen inneren Schulterblättern P6, zwei äufseren Schulterdeckplatten P7 und den halsbildenden
Panzerblechen Ps.
Diese Panzertheile sind entsprechend dem menschlichen Körper (für den männlichen nach
Fig. ι bis 12 und für den weiblichen nach
Fig. 13) gestaltet und entweder aus Metallgufs oder aus Blech hergestellt. Die Hauptpanzertheile
P0 1P11 1 und P0* Pn 2, Fig. 4 und 5, sind
stärker gehalten als die Zwischenpanzertheile Pz pt und P5, Fig. 6 und 7, von denen die
seitlichen P3 mit einander vollkommen symmetrisch sind, während die Zwischenplatten P4
und P5 sowohl in der Form, als auch bezüglich der Lage der Trennungslinie von einander
verschieden sind, indem die letztere bei der zweitheiligen Vorderplatte P4 in der Höhe
der Taillengegend liegt, während diejenige von P5 sich unmittelbar unter dem Schulterblatt
befindet.
Die Zwischenpanzerplatten P3 P4 und P5
sind mit Schlitzen M3 und M5 versehen, durch welche (an den anliegenden äufseren
Panzerplatten befestigte) Stifte M1 und M2 hindurchgreifen, deren Köpfe sich im Innern
an die Zwischenpanzerplatten anlegen, so dafs alle Panzerplatten gegenseitige Beweglichkeit
behalten, während sie zugleich doch zusammen ein geschlossenes Ganzes bilden.
In der Achse der Körperform ist eine verticale Schraubenspindel A angeordnet, welche
oben und unten (innerhalb der Körperform) entgegengesetzt gerichtete Gewinde hat, auf
welchen Muttern B und C aufgeschraubt sind.
Diese Muttern stehen durch Kniegelenke rf3 e3/3 bezw. i4e4/4 und d'° e5/5 oben und
unten mit den Zwischenpanzerplatten P3 P4 und P5 in Verbindung. Diese letztere ist jedoch
nur bei den vorderen und hinteren Zwischenplatten P4 und P5 (durch Federn F4
und F5) zwangläufig, bei den seitlichen
Zwischenplatten P3 dagegen durchaus unzwanglä'ufig.
Andererseits sind die Theile jeder Haupt-, panzerplatte an je zwei oder mehr Stellen
durch (später zu beschreibende) Verstellvorrichtungen mit je einer kräftigen Flachschiene Z)1
bezw. D'2 zwangläufig verbunden, während
diese ihrerseits durch Gelenkstangen oder dergleichen bl elfl g] b* e'2f~ g2, von welchen sich
event, einzelne Gelenkbolzen gl g'2 in festen
Geradführungen bewegen, mit den beiden Muttern B und C derart in zwangläufiger Verbindung
stehen, dafs sie (wenn diese Muttern sich beim Drehen der Spindel A vermittelst
eines Handrades H oder dergleichen gegen einander bewegen oder sich von einander entfernen)
gleichmäfsig nach aufsen gedrückt oder einwärts gezogen werden.
Bei dieser Bewegung zwingen die Schienen D1 und D2 vermittelst der oben erwähnten
(noch näher zu beschreibenden) Stellvorrichtungen die Hauptpanzerplatten P1P'2,
selbst an ihrer Bewegung theilzunehmen und sie auf die mit ihnen zusammenhängenden
Zwischenplatten p<> pi p& zu übertragen, wobei
die Bewegung der vorderen und hinteren Zwischenplatten P4 und Ρδ durch die Federn F4
und Fb unterstützt wird.
An der Schulter befinden sich (zwischen den vorderen und hinteren Hauptpanzerplatten P0 1
und P0 2) die beiden (aus je einer ungeraden Anzahl vermittelst Scharniere an einander
hängender Plattenstreifen bestehenden) inneren Schulterblätter P0, welche in ihrer Querrichtung
Schlitze haben, durch welche Bolzen h6 hindurchgreifen, die in den Panzerplatten P0 1
und P0'2 befestigt sind und unterhalb der
Schulterblätter Rollen ga tragen, gegen welche sich die Schulterblätter anlegen. Zugleich ist
an den beiden mittleren Plattenstreifen der Schulterblätter je eine η - form ige Eisenschiene
U befestigt, deren beide Schenkel mit Längsschlitzen ii versehen sind, in welchen die
Achse einer an dem Steg des η-Eisens anliegenden Rolle R6 geführt wird, deren beide
Stirnzapfen in Lagern ruhen, welche an einem Bügel K6 befestigt sind, der auf die Spindel A
lose aufgesteckt ist, sich gegen einen Bundring derselben anlegt und durch Stifte kß (die an
der oberen Mutter B befestigt sind) in seiner Richtung gehalten wird.
Zufolge dieser Einrichtung bewirkt das Auseinandergehen der Seitenpanzertheile eine geringere
Schrägstellung der inneren Schulterblätter P6, während das gleichzeitige Entfernen
der vorderen Panzertheile von den hinteren ein Hochheben der an Scharnieren herabhängenden
Schulterblättertheile (entsprechend der Verdickung der Schultern) veranlafst. Eine entgegengesetzte
Bewegung der äufseren Panzerplatten hat entgegengesetzte Bewegungen der Schulterblätter zur Folge.
Da aber nicht immer dicke Personen auch weniger herabhängende Schultern haben als
hagere, so ist über den Schulterblättern aufserhalb der Panzerplatten noch je ein besonderes
Schulterblatt P7 angeordnet, welches in der Halsgegend durch Stifte oder dergleichen an
den mittleren Plattenstreifen des inneren Schulterblattes derart (mit Spielraum) befestigt
ist, dafs seine äufsere Kante vermittelst einer Stellschraube p1 mehr oder weniger gehoben
werden kann, um die Neigung der Kleiderformschultern genau mit derjenigen der Schultern
der Personen in Uebereinstimmung zu bringen.
Um auch im Uebrigen die Gestalt der verstellbaren Körperform genau dem Körper der
Personen anpassen zu können, sind die äufseren Panzerplatten derart getheilt, dafs vorspringende
Körperteile — durch Drehen der Panzerplattentheile um die Trennungslinien (der
Panzerplatten) — möglichst getreu nachgeahmt werden können. Deshalb befindet sich die
Trennungslinie der vorderen Panzerplatten in der Taillengegend und die Trennungslinie der
hinteren Panzerplanen unmittelbar unter dem Schulterblatt. Die vorderen und hinteren
Zwischenpanzerplatten sind genau in derselben Höhe getheilt wie die anliegenden äufseren
Panzerplatten; die beiden seitlichen Zwischenpanzerplatten dagegen können ungetheilt bleiben.
Die gegenseitige Drehung der äufseren Panzerplattentheile wird durch Stellvorrichtungen
bewirkt, von denen je eine unmittelbar in der Trennungslinie der äufseren Panzerplatten
situirt ist, während die anderen in geeigneten Entfernungen davon angeordnet sind;
an den Zwischenpanzerplatten sind solche Stellvorrichtungen entbehrlich, weil sie vermöge
ihrer Schlitzverbindungen mit den anschliefsenden äufseren Platten genöthigt werden, sich
deren Verstellung anzubequemen. Die oben und unten an den Panzerplatten situirten Stellvorrichtungen
bestehen bei der auf beiliegender Zeichnung veranschaulichten Construction aus je einem an der äufseren Panzerplatte befestigten
zweitheiligen Kugellager K1 mit einer
Oeffnung nach aufsen, einer Schraube sl mit Vierkantkopf (der durch die erwähnte Lageröffnung
von aufsen her durch passenden Schlüssel zu drehen ist) und einem zwischen
dem Schraubenschaft und dem Vierkantkopf angedrehten Kugelzapfen k1, der zwischen beiden
Theilen des Kugellagers K1 gelagert ist; der Gewindetheil der Schraube geht durch eine
etwas weitere Bohrung der hinter der Panzerplatte befindlichen Flachschiene D1 bezw. D2
hindurch, ist hinter derselben in eine Mutter m1
eingeschraubt, welche seitlich zwei Drehzapfen hat, die in Bohrungen zweier an der Flachschiene
D1 bezw. D- befestigten Lappen nl
ruhen.
Bei den in der Trennungslinie der Panzerplatten situirten Stellvorrichtungen ist das Kugellager
ersetzt durch ein cylindrisches Halslager in einem die beiden Plattentheile scharnierartig
verbindenden Plättchen f; die. Schraube s1 aber hat hinter ihrem Vierkantkopf einen Bund,
der sich gegen das Plättchen t stützt, und der Gewindetheil der Schraube ist direct in
die Flachschiene D1 bezw. D2 selbst oder in eine Verstärkungsplatte derselben eingeschraubt.
Die Theile der Zwischenpanzerplatten können einfach scharnierartig mit einander verbunden
sein.
Die beschriebene Anordnung gestattet, bei jeder Weite der Körperform die einzelnen
Plattentheile durch Drehen der Schrauben sl
(vermittelst eines von aufsen her durch Plattenöffnungen auf die Vierkantköpfe dieser Schrauben
aufzusteckenden Schlüssels) zu verstellen und dadurch auch abnormen Erhabenheiten
an den Körpern der Personen, für welche über der neuen Kleiderform Kleider hergestellt
werden, Rechnung zu tragen.
Einen von den übrigen Theilen der verstellbaren Körperform vollständig unabhängigen
Theil derselben bildet die Halsform. Dieselbe besteht bei der in der Zeichnung dargestellten
Construction, Fig. 2 und 10, aus vier annähernd halbcylindrisch geformten Blechstücken,
welche zu je zweien durch in horizontalen Schlitzen verschiebbare Stifte mit einander vereinigt
und in dieser Vereinigung über eine selbstständige Spannvorrichtung geschoben sind.
Diese letztere besteht aus einer über den glatten oberen Theil der Spindel A gesteckten
Hohlspindel M0, welche an einem Ende Links- und am anderen Ende Rechtsgewinde,
in der Mitte aber einen glatten Theil hat, über den eine sonst beliebig gestaltete Traverse
geschoben ist, welche an zwei oder mehr diametral entgegengesetzten Stellen horizontal
verschiebbare Scharnierstücke n° trägt, die durch Stangen h° und g° mit den auf dem
oberen und dem unteren Gewinde der Hohlspindel M0 aufgeschraubten Muttern m° und mx
in Gelenkverbindung stehen und sich fest gegen die innere Wandung von zwei oder mehr
Theilen der Halsplatten anlegen, zugleich aber auch durch eine Schraube oder dergleichen an
ihnen befestigt sind.
Wird nun diese Hohlspindel M0 durch ein auf ihr befestigtes Handrad H0 in Umdrehung
versetzt, so bewegen sich die Scharnierstücke n° (an der Traverse) unter der Einwirkung der
Muttern m° und mx horizontal aus einander
oder gegen einander, je nach der Bewegungsrichtung dieser letzteren, und veranlassen hierbei
die an ihnen befestigten Blechtheile, an ihrer Bewegung theilzunehmen und eine weitere
oder engere Halsform zu bilden.
Claims (3)
1. eine Anzahl von oberen und unteren, den Rumpf der Körperform bildenden Theilen
(P0 1P11 1 und P0 11P1;2), welche'gelenkartig
an einander hängen und gegenseitig verstellt werden können durch selbstständige Stellvorrichtungen, welche die genannten
Formtheile mit starren Schienen (oder Platten) (D1 und D2J verbinden, die ihrerseits
durch Gelenkstangen, Hebel u. dergl. mit Muttern (B und C) auf einer Spindel
A derartig in zwangläufiger Verbindung stehen, dafs sie bei Drehung dieser Spindel
von einander entfernt und einander genähert werden;
2. Schulterblätter (P7), welche an den oberen, unter 1. genannten Rumpfformtheilen ^P0 1
und P0 2^ vermittelst Stifte, Haken, Schrauben
u. dergl. mit Beweglichkeit derart angehängt sind, dafs sie an den Bewegungen dieser Formtheile theilnehmen,
aber auch durch Stellschrauben (p7) bezüglich ihrer Neigung verstellt werden
können;
3. eine von den übrigen Körperformtheilen vollständig unabhängige Halsform, bestehend
aus mehreren Theilen (Ps), von denen zwei
oder mehrere durch die Wirkung von Kniegelenken (Zz0 n° g°, Fig. 2), welche durch
gegenseitige Bewegung von Muttern (m° mx)
auf einer über die Spindel (A) gesteckten Hohlspindel M0 bei Drehung dieser letzteren
aus einander gedrückt werden oder sich einander nähern.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44360C true DE44360C (de) |
Family
ID=319599
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44360D Active DE44360C (de) | Verstellbare Körperform für Confectionszwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44360C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2436731A (en) * | 1945-10-15 | 1948-02-24 | John H Richa | Garment finishing machine |
| DE1217894B (de) * | 1953-03-14 | 1966-06-02 | Heinz Jasper | Verstellbare Schneiderbueste |
-
0
- DE DENDAT44360D patent/DE44360C/de active Active
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2436731A (en) * | 1945-10-15 | 1948-02-24 | John H Richa | Garment finishing machine |
| DE1217894B (de) * | 1953-03-14 | 1966-06-02 | Heinz Jasper | Verstellbare Schneiderbueste |
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