DE4425852C2 - Frontkarosseriebauteil für ein Kraftfahrzeug - Google Patents

Frontkarosseriebauteil für ein Kraftfahrzeug

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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Frontkarosseriebauteil für ein Kraftfahrzeug und insbesondere auf ein geschweißtes Verlängerungselement an der Verbindungsstelle zwischen einem Lampenträgerpaneel und einer Kotflügelschürze.
Fig. 4 bis Fig. 7 zeigen ein herkömmliches Frontkarosseriebauteil eines Kraft­ fahrzeugs. In Fig. 4 bezeichnet die Ziffer 1 den Motorraum, 2a und 2b kennzeichnen ein Paar Lampenträgerpaneele, die sich auf beiden Seiten vor dem Motorraum 1 befinden, 3a und 3b kennzeichnen ein Paar Kotflügelschürzen, von denen sich jeweils eine an der linken und rechten Seite des Motorraums 1 befindet, 4 kenn­ zeichnet ein Haubenverschlußelement, an dem ein Schloßelement befestigt wird, mit dem dann eine hier nicht abgebildete Motorhaube im geschlossenen Zustand ver­ schlossen wird, 5 kennzeichnet eine Trennwand zum Abtrennen des Motor­ raums 1 von der Kabine, und die Ziffer 6 kennzeichnet eine obere Abdeckplatte, die sich am oberen Teil der Instrumententafel 5 befindet.
Das erwähnte Haubenverschlußelement 4 ist zwischen den oberen Teilen der Kotflügelschürzen 3a, 3b befestigt, und seine beiden Enden 4a, 4b stoßen an die oberen Teile der Lampenträgerpaneele 2a, 2b und sind mit diesen ent­ sprechend der Darstellung in Fig. 4 und Fig. 5 durch Schweißen oder andere Methoden verbunden. Somit ist das Haubenverschlußelement 4 zwischen den vor­ deren Teilen der Kotflügelschürzen 3a, 3b befestigt. Zwischen den unteren Teilen der Lampenträgerpaneele 2a, 2b ist entsprechend der Darstellung in Fig. 5 ein Querelement 7 installiert. Damit bilden die Lampenträgerpaneele 2a, 2b, das Haubenverschlußelement 4 und das Querelement 7 zusammen eine Fronteinheit 8.
Die Kotflügelschürzen 3a, 3b umfassen einen Schürzenkörper 10, ein Schürzenseitenelement 11 (inneres seitliches Schürzenpaneel) und ein Verlänge­ rungselement 12 (äußeres seitliches Schürzenpaneel), das so angeordnet ist, daß es mit dem Vorderende 11a des Schürzenseitenelements 11 zusammenpaßt und mit diesem verbunden ist. Die Vorderenden 11a der Kotflügelschürzen 3a, 3b sind entsprechend der Darstellung in Fig. 5 bis Fig. 7 jeweils mit einem der paarweise angeordneten Lampenträgerpaneele 2a, 2b verbunden und verschweißt.
Im Detail sieht das so aus, daß das Vorderende 11a des Schürzenseiten­ elements 11 von der Hinterseite der Lampenträgerpaneele 2a, 2b so in die Öffnung 14a, 14b der Lampenträgerpaneele 2a, 2b eingeführt wird, wie das durch den Pfeil R in Fig. 5 gekennzeichnet ist, bis es aus der Frontseite der Lampen­ trägerpaneele 2a, 2b herausragt (siehe Fig. 6). Fig. 7 zeigt daß der gebogene Abschnitt 15 der Kotflügelschürze 3a, 3b mit der Hinterseite der Lampenträger­ paneele 2a, 2b verbunden wird. Mit dem Abschnitt, aus dem das Vorderende 11a herausragt, wird ein U-förmiges Verlängerungselement 12 so verbunden, daß diese beiden Teile einen Abschnitt mit geschlossenem Querschnitt bilden, und der gebogene Abschnitt 12a des Verlängerungselements 12 wird mit der Frontfläche 17 der Lampenträgerpaneele 2a, 2b verbunden.
Somit werden die Lampenträgerpaneele 2a, 2b zwischen dem gebogenen Abschnitt 15 der Kotflügelschürzen 3a, 3b und dem gebogenen Abschnitt 12a des Verlängerungselements 12 gehalten. In diesem Zustand werden die drei ein­ zelnen Elemente durch Schweißpunkte S₁ miteinander verbunden, wodurch das Frontbauteil der Fahrzeugkarosserie entsteht.
Das herkömmliche Frontkarosseriebauteil eines Kraftfahrzeugs entsprechend der obigen Beschreibung weist allerdings die im weiteren beschriebenen Nachteile auf, da das Punktschweißen ausgeführt wird, nachdem die Lampenträgerpaneele 2a, 2b zwischen die Kotflügelschürzen 3a, 3b und die Verlängerungselemente 12 eingefügt wurden. Wird das Fahrzeug mittels eines am Verlängerungs­ element 12 befestigten Abschlepphakens (nicht abgebildet) abgeschleppt, sind die Kotflügelschürzen 3a, 3b und das Verlängerungselement 12 einer Zugkraft ausgesetzt, die in eine Richtung wirkt, welche durch den Pfeil F in Fig. 7 gekenn­ zeichnet ist (Richtung Fahrzeugfrontseite). Diese Zugkraft wirkt als Trennkraft (Reißkraft) an den Schweißpunkten S₁. Aus diesem Grund kommt es zum Brechen der Schweißpunkte S₁ und es kann passieren, daß das Verlängerungselement 12 von den Lampenträgerpaneelen 2a, 2b getrennt wird. Das Problem dieser Konstruktion besteht damit in einer ungenügenden Befestigungssicherheit des Verlängerungselements 12.
Darüber hinaus werden zur Montage der Fahrzeugteile im Frontbereich des Motorraums 1 insgesamt fünf Teile, das heißt eine Fronteinheit 8 aus den Lampenträgerpaneelen 2a, 2b, dem Haubenverschlußelement 4 und dem Quer­ element 7, die bereits im voraus zusammengebaut wurden, ein Paar Kotflügel­ schürzen 3a, 3b sowie ein Paar Verlängerungselemente 12 benötigt, die getrennt für den Zusammenbau vorbereitet werden müssen. Deshalb stellt die aufwendige Montagearbeit ein weiteres Problem dar.
Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Frontkarosseriebauteil für ein Kraftfahrzeug bereitzustellen, bei dem keine Reiß­ kraft zu einer Abtrennung des den Abschlepphaken tragenden Verlängerungs­ elements führen kann, und das so gestaltet ist, daß die Montagearbeit des Frontbau­ teils des Kraftfahrzeugs vereinfacht wird.
Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe erfolgt entsprechend den Merkmalen des Patentanspruchs.
Bei dem erfindungsgemäßen Front­ karosseriebauteil für Kraftfahrzeuge ist der äußerste Endabschnitt des ein Schürzenseitenelement bildenden Teils einer Kotflügelschürze in eine Öffnung der an beiden Seiten des Frontkarosseriebauteils des Fahrzeugs befindlichen Lampen­ trägerpaneele eingeführt und ragt dann aus der Frontseite des Lampenträger­ paneels heraus. Das Lampenträgerpaneel, die Kotflügelschürze und ein Verlängerungselement sind so zusammengeschweißt, daß sich das Verlänge­ rungselement am äußersten Endabschnitt des herausragenden Schürzenseiten­ elements befindet. Zunächst wird das Verlängerungselement mit der Kotflügelschürze so verbunden, daß der hintere Endabschnitt des Verlänge­ rungselements mit dem vorderen Endabschnitt der Kotflügelschürze verschweißt ist, und anschließend die Kotflügelschürze so an das Lampenträgerpaneel geschweißt, daß die Verbindungsstelle zwischen dem Verlängerungselement und der Kotflügelschürze im wesentlichen in Richtung der Längsachse des Fahrzeugs verläuft, so daß beim Einwirken einer längswirken­ den Belastung auf das Verlängerungselement die Belastung als Querkraft auf den geschweißten Abschnitt zwischen Verlängerungselement und Kotflügelschürze wirkt und eine Trennung des geschweißten Abschnitts effektiv verhin­ dert wird.
Die Verlängerungselemente werden bereits vor der Montage der Lampenträgerpaneele an die Kotflügelschürzen geschweißt und diese dann paarweise mit den Lampenträger­ paneelen zu einer Fronteinheit zusammengebaut, wodurch die Haltevorrich­ tungen vereinfacht werden können, die für die Montage des Frontabschnitts der Fahrzeugkarosserie erforderlich sind.
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine auseinandergezogene Perspektivdarstellung eines Frontkaros­ seriebauteils eines Kraftfahrzeugs entsprechend der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine Perspektivdarstellung des Hauptteils des Frontkarosseriebau­ teils eines Kraftfahrzeugs entsprechend der vorliegenden Erfindung;
Fig. 3 eine Teildarstellung entlang der Linie III-III aus Fig. 2;
Fig. 4 eine Perspektivdarstellung eines herkömmlichen Frontkarosserie­ bauteils eines Kraftfahrzeugs;
Fig. 5 eine auseinandergezogene Perspektivdarstellung eines herkömm­ lichen Frontkarosseriebauteils eines Kraftfahrzeugs;
Fig. 6 eine Perspektivdarstellung des Hauptteils des herkömmlichen Front­ karosseriebauteils eines Kraftfahrzeugs; und
Fig. 7 eine Teildarstellung entlang der Linie VII-VII aus Fig. 6.
In den Darstellungen von Fig. 1 bis Fig. 3 werden die Bauteile mit denselben Ziffern gekennzeichnet wie die im wesentlichen gleichen Teile in Fig. 4 bis Fig. 7, und auf eine nochmalige detaillierte Beschreibung der Elemente wird verzichtet.
Fig. 1 zeigt das Frontkarosseriebauteil eines Kraftfahrzeugs entsprechend der vorliegenden Erfindung. Bei dieser Ausführungsform wird ein Verlängerungselement 12 bereits vor der Endmontage mit den Kotflügelschürzen 3a, 3b zusammen­ gebaut und verschweißt.
Das Verlängerungselement 12 besteht aus einem ebenen Basisabschnitt 20 und den gebogenen Abschnitten 21, 22, die jeweils an den oberen und unteren Enden des Basisabschnitts 20 in eine gebogene Form gebracht werden, wie das in Fig. 2 gezeigt wird. Das Verlängerungselement 12 ist passend zum Vorderende 11a eines Schürzenseitenelements 11 der Kotflügelschürzen 3a, 3b aufgebaut. Der oben erwähnte gebogene Abschnitt 21 wird durch Schweißpunkte S₂ an einen oberen Wandabschnitt 23 des im wesentlichen U-förmigen Schürzen­ seitenelements 11 geschweißt. Der untere Kantenabschnitt 24 des Verlänge­ rungselements 12 wird durch Schweißpunkte S₃ an den freihängenden unteren Abschnitt 25 des Schürzenseitenelements 11 geschweißt.
Der hintere Endabschnitt 26 des Verlängerungselements 12 wird ent­ sprechend der Darstellung in Fig. 2 und Fig. 3 mit dem vorderen Endabschnitt 27 des Schürzenkörpers 10 der Kotflügelschürzen 3a, 3b verbunden. Die Verbin­ dungsstelle P zwischen dem hinteren Endabschnitt 26 und dem vorderen End­ abschnitt 27 verläuft im wesentlichen in Richtung der Längsachse der Fahrzeugkarosserie und ist durch mehrere Schweißpunkte S₄ verschweißt.
Das Verlängerungselement 12 wird bereits vor der Montage an den Kotflügel­ schürzen 3a, 3b befestigt, und anschließend wird die Fronteinheit 8 an die Fahr­ zeugkarosserie angebaut. Durch das Verlängerungselement 12 und das Vorder­ ende 11a des Schürzenseitenelements 11 entsteht ein Abschnitt mit geschlosse­ nem Querschnitt 30, wodurch gleichzeitig eine Verstärkung der Struktur erreicht wird.
Die so konstruierten Kotflügelschürzen 3a, 3b werden links und rechts vom Motorraum 1 eingebaut, und die Fronteinheit 8 wird mit den Kotflügelschürzen 3a, 3b in der unten beschriebenen Weise verbunden.
Der Abschnitt mit geschlossenem Querschnitt 30, bestehend aus dem Vorderende 11a der Kotflügelschürzen 3a, 3b und dem Verlängerungselement 12, wird in die Öffnungen 14a, 14b der Lampenträgerpaneele 2a, 2b eingeführt, die einen Teil der Fronteinheit 8 bilden. Der Abschnitt mit geschlossenem Quer­ schnitt 30 ragt aus der Vorderseite der Lampenträgerpaneele 2a, 2b heraus. Fig. 3 zeigt wie der im vorderen Endabschnitt 27 des Schürzenkörpers 10 ausgebil­ dete, gebogene Abschnitt 15 mit der Hinterseite 16 der Lampenträgerpaneele 2a, 2b verbunden und durch Schweißpunkte S₅ verschweißt wird.
Darüber hinaus wird entsprechend der Darstellung in Fig. 2 ein Abschlepp­ haken 34 mit einer Eingriffsöffnung 33 durch Schweißpunkte S₆ mit seiner oberen Flanke A an den gebo­ genen Abschnitt 22 an der Unterseite des Verlängerungselements 12, und durch Schweißpunkte S₆ mit seiner rückwärtigen Flanke B an den gebogenen Abschnitt 31 des Schürzenkörpers 10, d. h. an dessen Unterkanten­ abschnitt 32, geschweißt.
Bei einer so konstruierten Fronteinheit verläuft der geschweißte Abschnitt der Schweißpunkte S₄ an der Verbindungsstelle P zwischen dem hinteren End­ abschnitt 26 und dem vorderen Endabschnitt 27 des Schürzenkörpers 10 bezüglich der Zugkraft F in Fig. 3 in Querrichtung, so daß beim Einwirken einer Belastung (Zugkraft) auf den Abschlepphaken 34 beim Abschleppen des Fahr­ zeugs diese Belastung als Querkraft auf den punktgeschweißten Abschnitt wirkt und diese Verbindung der Zugkraft am Abschlepp­ haken 34 widerstehen kann.
Dadurch, daß das Verlängerungselement 12 bereits vorher an den Kotflügelschürzen 3a, 3b befestigt wird, so daß bei der End­ fertigung des Frontbauteils der Fahrzeugkarosserie lediglich die Fronteinheit 8 mit den Kotflügelschürzen 3a, 3b verbunden werden muß, können die Halte­ vorrichtungen für die Endmontage vereinfacht werden.

Claims (1)

  1. Frontkarosseriebauteil für ein Kraftfahrzeug, bei dem der äußere Endabschnitt eines Schür­ zenseitenelements (11), welches Bestandteil einer Kotflügelschürze (10) ist, in eine Öffnung (14a, 14b) eines an jeder Seite einer Fahrzeugkarosserie angeordneten Lampenträgerpa­ neels (2a, 2b) eingeführt und bis zur Frontseite (17) des Lampenträgerpaneels (2a, 2b) durchgesteckt ist und bei dem das Schürzenseitenelement (11) und ein Verlängerungsele­ ment (12) so miteinander verschweißt sind, daß das Verlängerungselement (12) sich am äußeren Endabschnitt (11a) des durchgesteckten Schürzenseitenelements (11) befindet, dadurch gekennzeichnet, daß das Verlängerungselement (12) bereits vor der o. g. Montage mit der Kotflügelschürze (10) durch Verschweißen des hinteren Endabschnitts (26) des Verlängerungselements (12) mit dem vorderen Endabschnitt (27) der Kotflügelschürze (10) und durch Verschweißen des Verlängerungselements (12) mit dem an der Seite der Kotflügelschürze (10) angeordneten Schürzenseitenelement (11) verbunden ist, daß die Verbindungsstellen zwischen dem Ver­ längerungselement (12) und der Kotflügelschürze (10) im wesentlichen in Längsrichtung zur Fahrzeugkarosserie ausgerichtet sind und daß ein Abschlepphakenteil (34) sowohl an die Kotflügelschürze (10) als auch an das Verlängerungselement (12) geschweißt ist.
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