DE44122C - Neuerung an Amalgamatoren - Google Patents

Neuerung an Amalgamatoren

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DE44122C
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Germany
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amalgamation
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ring
mercury
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44122D
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English (en)
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S. TH. DAHL in Boemmelöen, Norwegen
Publication of DE44122C publication Critical patent/DE44122C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/10Obtaining noble metals by amalgamating

Landscapes

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Underground Or Underwater Handling Of Building Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Neuerung an Amalgamatoren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Januar 1888 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, anstatt wie früher bei einem gröfseren Betrieb mehrere Amalgamatoren benutzen zu müssen, mit einem Apparat, ohne den Gang des Processes zu beeinträchtigen, das erwünschte Quantum behandeln zu können.
Bei früher angewendeten Apparaten, wie z. B. bei denjenigen von Molley und H um bolt, ist die Gröfse des Apparates begrenzt, weil der Unterschied zwischen der Schnelligkeit in der Mitte und an der Peripherie der Amalgamatorpfanne so grofs ist, dafs bei gröfseren Dimensionen keine gleiche Vertheilung der Masse und folglich auch keine vollkommene Amalgamirung mehr stattfinden kann. Bei geringerer Geschwindigkeit verstopft sich der Apparat in der Mitte und bei gröfserer Geschwindigkeit zerreifst das Quecksilber an der Peripherie der Pfanne, und Verluste entstehen.
Um diese Uebelstände zu vermeiden und eine gleiche Vertheilung der Masse und folglich eine gleiche Amalgamirung zu erreichen, wird in meinem Apparat anstatt der ganzen Kreisfläche nur der äufsere (ringförmige) Theil derselben als Amalgamirungsfläche benutzt, wodurch der Unterschied zwischen der Geschwindigkeit am Einströmungs- und Ausströmungspunkt möglichst vermindert ist. In dieser Weise wird nicht nur eine gleichmäfsige Amalgamirung erreicht, sondern man kann auch den Apparat so grofs bauen, wie ihn der Bedarf erfordert.
Der Apparat ist auf beiliegender Zeichnung als Zwillingsapparat dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι den Apparat in Seitenansicht mit theilweisem Schnitt. Fig. 2 zeigt den Apparat im Grundrifs.
A ist der Apparat, bei welchem die Masse (das in Wasser vertheilte Erz) unter Druck eingeführt wird, B der Apparat, bei welchem die Masse ohne Druck eingeführt wird.
Der untere Theil meines Apparates besteht im Gegensatz zu denjenigen von Hum bolt, Molley und Anderen am besten aus Mauerwerk, das mit Cement abgeputzt ist. Der Antrieb erfolgt durch konische Zahnräder a, welche auf der Triebachse b befestigt sind und ihre Drehung auf die verticalen Achsen c c übertragen, welche in Bodenpfannen dd ruhen, die in dem Unterbau des Apparates befestigt sind; an diesen Achsen c sind ein oder mehrere Arme e angebracht, welche an verticalen Führungsstangen f cylindrische Ringe g aus Holz oder anderem isolirenden Material tragen. Die Ringe c laufen in ringförmigen Vertiefungen h des Unterbaues und tauchen bis zu einer gewissen Tiefe in Quecksilber ein, welches sich in den Vertiefungen h befindet.
Bei dem Apparat A, wo die Masse mit Druck eingeführt wird, hat der Ring g auf seiner unteren Kante einen Absatz i, welcher bewirkt, dafs die Masse genöthigt wird, aufser den Quecksilbersäulen bei dem Einlauf k und dem Auslauf / noch eine Quecksilbersäule bei i zu passiren. Der Absatz i1 in dem Unterbau ist nur zu dem Zweck, Quecksilber zu ersparen, angebracht.
Der erforderliche elektrische Strom wird am zweckmäfsigsten durch eine Dynamomaschine erzeugt, und wird derselbe durch eine Bürste m auf einen kupfernen Ring η geleitet, welcher
isolirt auf der Welle c befestigt ist. Von hier aus geht der Strom durch einen Leitungs-. draht ο nach einem am inneren, unteren Rand des Ringes g angeordneten kupfernen Ring p. Der elektrische Strom geht nunmehr durch das in der Rinne /; befindliche Quecksilber und wird durch einen am unteren, äufseren Rand der Rinne h angeordneten kupfernen Ring q und einen mit demselben verbundenen Leitungsdraht zur Dynamomaschine zurückgeführt. Der elektrische Strom bewirkt, dafs das Quecksilber rein und immer zur Amalgamation geeignet bleibt. Die Masse wird durch einen Trichter r in ein im Unterbau angebrachtes Rohr s geleitet, welches zu mehreren Amalgamatoren führen kann.
Dieses Rohr steht wieder mit einer oder mehreren Röhren t in Verbindung, welche in horizontale Röhren i1 ausmünden, von denen wieder Rohre u nach unten auf den Boden der Rinne h führen. In den Verbindungsstücken zwischen, den Röhren 111 und u sind Hähne oder Stöpsel eingeschaltet, um die Reinigung bei eintretenden Verstopfungen zu erleichtern, und um diese Verstopfungen sichtbar zu machen, sind in die Röhren iJ, welche t und u mit einander verbinden, Glasröhren mit Gummischlauchstücken eingeschaltet.
Bei dem Apparat B, wo die Masse ohne Druck zugeführt wird, besitzt der Ring g auf seiner unteren Fläche keinen Absatz, sondern ist vollständig eben. Der Ring wird hier so tief gesenkt, dafs er eben das Quecksilber berührt, worauf er mittelst der Schrauben ν an den Armen e befestigt wird. Die Masse wird in einen Behälter n> eingeführt, welcher rund um die verticale Achse c des Apparates angebracht ist und auf dem Kreuz e ruht. Von diesem Behälter aus fliefst die Masse durch die Röhre χ nach unten in die kreisförmige Rinnejr im Mauerwerk des Unterbaues und von hier über den Rand der Rinne in die Rinne h des Unterbaues, wo sie durch die Centrifugalkraft unter den Ring gelangt und schliefslich, nachdem sie diesen passirt hat, bei \ als Amalgam wieder austritt.
Die Vortheile dieses Apparates vor den bekannten sollen im Wesentlichen die folgenden sein:
ι. Der Gang des Processes ist von der Gröfse des Apparates unabhängig.
2. Die Masse kann sowohl mit als ohne Druck zugeführt werden.
3. Billige Anlage, da der ganze untere Theil aus Mauerwerk besteht und somit an Ort und Stelle angefertigt werden kann.
4. Grofse Productionsfähigkeit und leichte Bedienung.
5. Eintretende Verstopfungen können leicht bemerkt und beseitigt werden, so dafs sie nicht wesentlich auf den Gang des Processes einwirken können.

Claims (4)

Pate nt-Ansprüche:
1. Um bei Amalgamatoren mit horizontalen Amalgamationspfannen, ohne Rücksicht auf deren Gröfse, eine möglichst gleichförmige Schnelligkeit über die ganze Amalgamirungsfläche zu erhalten, die Anordnung eines ringförmigen Behälters h für das Quecksilber und eines in dem Behälter rotirenden Ringköfpers g: wobei das in Wasser vertheilte Erz, statt dem Apparate durch dessen Mitte zugeführt zu werden, der inneren Kante des Behälters h zugeführt wird, die Stelle, wo die Amalgamation ihren Anfang nimmt.
2. Bei Amalgamirungsapparaten nach Anspruch i. die Zuführung der Masse durch Rohre sii1 und u, wie bei A, oder durch Behälter w., Rohre χ und Ueberlaufrinnej*', wie bei B.
3. Bei Amalgamirungsapparaten nach Anspruch ι. die Anordnung eines oder mehrerer Absätze i auf der unteren Fläche des Ringes g, wobei der Boden · des Behälters h mit entsprechenden Absätzen z1 versehen sein kann, um zu erreichen, dafs die Masse, wenn unter Druck zugeführt, eine oder mehrere Quecksilbersäulen passiren mufs.
4. Bei Amalgamirungsapparaten nach den Ansprüchen 1., 2. und 3. ein Unterbau, am, besten aus cementirtem Mauerwerke, dessen mittlerer Theil das Fundament der den Ringkörper g tragenden verticalen Welle c bildet und in welchem ringförmige ■ Vertiefungen y und h angebracht sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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