DE438982C - Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen

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DE438982C
DE438982C DEC35978D DEC0035978D DE438982C DE 438982 C DE438982 C DE 438982C DE C35978 D DEC35978 D DE C35978D DE C0035978 D DEC0035978 D DE C0035978D DE 438982 C DE438982 C DE 438982C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/06Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing amino as the only directing group

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen. Bisher sind Azofarbstoffe, die sich zum Färben von Celluloseestern eignen, aber für den praktischen Gebrauch zu schwer löslich sind, entweder in Form ihrer Bisulfitverbindungen nach dem brit. Patent 2o4280 (19z3) oder dem Patent 392526 oder als N-Alkyl-<,)-sulfosäuren gemäß den brit. Patenten 1978o9 (1923), 20o873 (1923) und 2122029 (1924) oder des Patentes 395636 (1924) angewendet worden. Diese löslichen Derivate werden im Färbebad bei höherer Temperatur dissoziiert, wodurch die Färbung ermöglicht wird.
  • Es ist nun gefunden worden, daß unlösliche oder schwer lösliche Azofarbstoffe, die weder Sulfo-, noch Carboxylgruppen enthalten und die zu Celluloseestern, besonders zu Celluloseacetat, eine ausgesprochene Affinität besitzen, ohne Beeinträchtigung dieser letzteren in stabile, lösliche Derivate übergefiihrt werden können, wenn man in das Farbstoffmolekül den Rest des Glykols oder des Glyzerins einführt.
  • Dies kann z. B. in der Weise geschehen;, daß man Aminoarylglykoläther oder Aminoarylglyzerinäther, die weder Sulfo- noch Carboxylgruppen enthalten, aber sonst in beliebiger Weise substituiert sein können, mit geeigneten Azokomponenten, die ebenfalls keine Sulfo- oder Carboxylgruppen besitzen, kuppelt.
  • Die so erhaltenen neuen Farbstoffe sind bei guter Löslichkeit durch eine ausgesprochene Affinität für Celluloseester, besonders für Celluloseacetat, ausgezeichnet, so daß man mit ihrer Hilfe ohne Anwendung von für die Faser schädlichen Temperaturen volle und sehr egale Färbungen erzeugen kann. in denjenigen Fällen, wo die Farbstoffe diazotierbare Aminogruppen enthalten, können die direkten Färbungen auf der Faser diazotiert und mit geeigneten Entwicklern gekuppelt werden.
  • Von den Farbstoffen der obenerwähnten Patente sind die nach dem beschriebenen Verfahren erhaltenen Farbstoffe gänzlich verschieden; während bei ersteren durch die Darstellung der Derivate eine vorübergehende Löslichkeit bezweckt wird und die Färbung dadurch zustande kommt, daß diese löslichen Verbindungen im Färbebad dissoziieren, bleiben bei den neuen Farbstoffen die Glykol-. bzw. Glyzerinreste während des Färbevorganges im Farbstoffmolekül erhalten, wodurch ein gleichmäßiges An- und Durchfärben erleichtert wird. Beispiel i.
  • 22,8 kg Glyzerin-2-amino-4-iiitrophenyläther, F. P.'1 14 °, dargestellt aus Glyzerin-2, 4-dinitrophenyläther (B. B. 12, 766; Journ. Chem. Soc. London i 19, 1035, Chem. Zentralblatt 1921, 111. 1114) durch partielle Reduktion, werden in ioo 1 Wasser und 24 kg Salzsäure aufgelöst und bei o bis 5° mit 6,9 kg Natriumnitrit diazotiert. Die klare D@azolösung läßt man bei o° zu einer Lösung von 16 kg p-Xylidinc'hlorhydrat in 20o 1 Wasser zulaufen; idie Kupplung beginnt sofort, und der neue Farbstoff scheidet sieh als orangebrauner, bald gallertartig werdender Niederschlag aus. Nach einiger Zeit wird vorsichtig Sodalösung zugegeben, bis Kongopapier nur noch schwach anzeigt, wodurch die Kupplung beendigt und der Farbstoff kristallinisch wird. Derselbe stellt nach dem Filtrieren und Trocknen ein braunviolettes Pulver dar und ist als Chlorhydrat im Gegensatz zum Farbstoff aus dem entsprechend konstituierten Nitranisidin OCHg: NH2: N02 =I: 2:4 und p-Xylidin in heißem Wasser leicht löslich.
  • Zum Färben wird die Chlorhydratlösung mit der nötigen Wassermenge verdünnt; irgendwelche Zusätze sind nicht notwendig. Aus diesem Bade, wird Acetatseide in sehr egalen, goldgelben Tönen angefärbt bei vollständiger Erschöpfung des Bades. - Die direkte Färbung geht durch Diazotieren und Entwickeln, mix (3-Naphthol in; ein prachtvolles, blaustichiges Rot über. Beispiele. Der nach Beispiels dargestellte Farbstoff wird abfiltriert, mit Wasser und Salzsäure angerührt und bei o° mit 6,9 kg Natriumnitrit diazotiert. Die D,iazoverbindung des Monazofarbstoffes läßt man alsdann zu einer A_uflö.sung vOR 12.,5 kg m-ToluylendiamiA in ioo 1 Wasser zulaufen und macht mit Soda alkalisch. Es findet sofort Kupplung statt, und die Masse gesteht zu ,einer schwarzen Gallerte; man verdünnt dieselbe mit viel Wasser, macht essigsauer und kocht auf; wobei Umwandlung in eine leicht filtrierbare Form stattfindet. Der trockene Diazofarbstoff stellt ein schwarzgrünes Pulver dar und ist als Chlorhydrat in warmem Wasser leicht löslich. Acetatseide wird tief dunkelrotbraun angefärbt. Beispiel 3.
  • i9,8 kg Glykol-2-amino-4-nitrophenyläther, aus dem durch Einwirkung von 2, 4-Dinitrochlorbenzol auf Glykol erhältlichen Glykol-2, 4-dinitrophenyläther durch partielle Reduktion hergestellt, werden in ioo 1 Wasser und 24 kg Salzsäure aufgelöst und, bei o bis 5° mit 6,9 kg Natriumnitrit diazotiert und mit I I kg m-Toluidin, welches zuvor in ioo 1 Wasser und 12 kg Salzsäure gelöst wurde, gekuppelt. Der Farbstoff scheidet sich in grünlichbraunen, bronzeglänzenden Kriställchen ab und wird äbfiltriert und getrocknet; er bildet ein. dunkelbraunes Pulver. Sein. Chlorhydrat löst sich in heißem Wasser mit gelbroter Farbe; diese Lösung färbt Acetatseide gelb; die gelbe Färbung geht beim Diazotieren und Entwickeln mit (3-Naphthol in ein leuchtendes Rot über..
  • Beispiel 4.
  • 22kg o-Aminop'henoxypropandiolc'hlorhydrat (Bull. Soc. Chim- de France [4J 13. 525, Chem. Zentralblatt, 1913, 1I, 356) werden in ioo 1 Wasser aufgelöst, 12 kg Salzsäure zugefügt und bei o° mit 6,9 kg Natriumnitrit diazotiert. Zu der klaren farblosen. Diazolösung läßt man eine wäßrige Lösung von 23 kg i-Amino-2-naphtholäthyläther, chlorhydrat in 400 1 Wasser zulaufen "und stumpft die Salzsäure durch Zugabe von Natriumacetat ab. Unter Bildung einer tief violetten Lösung findet sofort Kupplung statt, worauf der Farbstoff durch Zugabe von etwa 1o Vol.-Prozent Kochsalz als grünglänzender, etwas harziger Niederschlag ausgefällt werden kann. Nach einigem Rühren wird die Masse völlig fest und leicht filtrierbar. Der nach dem Trocknen als dunkelrotbraunes Pulver gewonnene Farbstoff löst sich als Chlorhydrat in heißem Wasser mit violetter Farbe sehr leicht auf und färbt die Acetatseide kupferrot an. Durch Entwickelung mit (3-Naphthol verwandelt sich das Rot in ein rotstichiges Dunkelblau. Beispiel 5.
  • 22 kg p-Aminophenoxypropandiolc'hlorhydrat oder Glyzerin-4-aminophenylätherchlorhydrai loc. cit. werden, wie im Beispiel 4, mit 6,9 kg Natriumnitrit diazotiert und zur klaren Diazolösung eine etwa 5o° warme Auflösung von 18 kg a-Naphthylaminchlorhydrat in 5oo 1 Wasser zufließen gelassen, wobei -die Temperatur durch Zugabe von Eis auf etwa 5° .gehalten, wird. Durch: ganz allmähliche Zugabe von Natriumacetatlösung wird die Kupplung eingeleitet. Wenn nach 24 Stunden die Diazoverbindung verschwunden ist, wird mit Salzsäure angesäuert und auf 75" erwärmt. Die violette Lösung liefert beim Aussalzen den Farbstoff als grüngoldenes Harz, das nach dem Erkalten abfiltriert und getrocknet ein schwarzblaues Pulver darstellt; das sich in heißem Wasser sehr leicht auflöst. Acetatseide wird orange gefärbt, durch Entwickeln mit (3-Naphthol wird ein tiefes Braunviolett erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung voll Azofarbstoffen, die weder Sulfo- noch Carboxylgruppen enthalten und die sich zum Färben von Celluloseestern, besonders von Celluloseacetat, eignen, darin bestehend, daß man in unlöslichen oder schwer löslichen Azofarbstoffen, die an und für sich Affinität zu Cellulo.seestern, besonders zu Celluloseacetat, besitzen, ein oder mehrere Kernwasserstoffatome durch den Rest des Glykols O # C.H4 # OH bzw. des Glyzerins O # C3H5(OH)2 ersetzt. a. Verfahren nach Anspruch r, gekennzeichnet durch die Verwendung von Aminoarylglykoläther oder Aminoarylglyzerinäther.
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