DE437809C - Verfahren zum Enthaerten von Wasser durch Basenaustausch - Google Patents

Verfahren zum Enthaerten von Wasser durch Basenaustausch

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DE437809C
DE437809C DEB94320D DEB0094320D DE437809C DE 437809 C DE437809 C DE 437809C DE B94320 D DEB94320 D DE B94320D DE B0094320 D DEB0094320 D DE B0094320D DE 437809 C DE437809 C DE 437809C
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glauconite
water
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/20Silicates
    • C01B33/36Silicates having base-exchange properties but not having molecular sieve properties
    • C01B33/46Amorphous silicates, e.g. so-called "amorphous zeolites"

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Enthärten von Wasser durch Basenaustausch. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Enthärten von Wasser durch Basenaustausch und besteht in der Verwendung von Glaukonit. Bei Berührung mit hartem, d. h. kalk- oder magnesiumhaltigem Wasser tauscht der Glaukonit sein Kalium gegen das Calcium oder Magnesium des Wassers aus und enthärtet es dadurch. Da sich dieser Vorgang nur so lange abspielen kann, bis der Kaliumgehalt des Glaukonits, namentlich in den äußeren Schichten der Körner, nahezu oder vollständig erschöpft ist, wird alsdann eine Auffrischung erforderlich, zu welchem Zwecke man den Glaukonit mit der Lösung eines Kali- oder Ammoniumsalzes, z. B. Chlorkalium oder Salmiak, behandelt. Im ersten Falle nimmt der Glaukonit wieder die ursprüngliche Zusammensetzung an, während er sich im zweiten Falle in Ammonium-Eisen-Silikat verwandelt, das indessen weiterhin gleichfalls zum Enthärten von Wasser durch Basenaustausch brauchbar ist.
  • Es ist nun erwünscht, zum Auffrischen auch Kochsalzlösung benutzen zu können. Glaukonit in natürlichem Zustande kann indessen durch Kochsalzlösung nicht in befriedigender Weise aufgefrischt werden, weil sie ihn erweicht. Dadurch wird er unfähig, der Wasserfiltration ohne Schaden zu widerstehen, so daß das durch den Glaukonit gegangene Wasser wolkig oder schmutzig wird. Diesem Mißstand läßt sich gemäß der Erfindung dadurch begegnen, daß man den Glaukonit vor seiner ersten Verwendung auf Zoo bis 8oo -' C erhitzt, was übrigens auch dann von Vorteil ist, wenn man zum Auffrischen ein Kali-oder Ammoniumsalz verwenden will. Die Erhitzung kann in einer oxydierenden, reduzierenden oder neutralen Atmosphäre erfolgen. Durch die Erhitzung verliert der Glaukonit einen Teil seines Wassergehaltes und wird von organischen Verunreinigungen und etwaigen sonstigen bei diesen Temperaturen zerfallenden Beimengungen befreit. Er wird ferner schwerer, fester sowie dichter und ändert seine Farbe in Gelbgrün, Braun oder Schwarz, je nach dem Maße der Erhitzung und der Beschaffenheit der Atmoshpäre, in der man ihn erhitzt. Je -höher die Temperatur oder die Dauer der Erhitzung bemessen wird, um so widerstandsfähiger wird der Glaukonit gegen Ausschwemmen durch das zu filtrierende Wasser. Bei Erhitzung auf höhere Temperaturen als 500- C wird jedoch seine Fähigkeit zum Basenaustausch verringert und hört bei Erhitzung auf iooo ° C praktisch überhaupt auf. Eine Erhitzung in einer oxydierenden Atmosphäre- ergibt eine höhere Widerstandsfähigkeit als eine gleich hohe Erhitzung in einer reduzierenden oder neutralen Atmosphäre. Eine Erhitzung in einer reduzierenden Atmosphäre ergibt eine etwas geringere Austauschfähigkeit als eine gleich hohe Erhitzung in einer oxydierenden oder neutralen Atmosphäre. Wird der Glaukonit auf über 3oo ° C in einer reduzierenden Atmosphäre oder auf weniger als 400' C in einer neutralen Atmosphäre erhitzt, so erhält man eine für die meisten Zwecke der Praxis ausreichende Widerstandsfähigkeit. Zusammenfassend läßt sich also sagen, daß Zoo' C und 8oo ° C die untere und obere Grenze sind, innerhalb deren der Glaukonit zu erhitzen ist, um ihm die für die Praxis erforderliche Widerstands- und Austauschfähigkeit zu verleihen.
  • Je nachdem man zum Auffrischen des Glaukonits nach seiner ersten Verwendung ein Kali-oder Ammonium- oder Kochsalz verwendet, ändert sich weiterhin seine Austauschfähigkeit. Wenn man diese für Kochsalz gleich z setzt, so ist sie für Chlorammonium etwa o,79 und für Chlorkali etwa z,r7. Dabei ist vorausgesetzt, da ß in allen drei Fällen gleiche Kalkmengen innerhalb gleicher Zeiten ausgetauscht werden. Die Entdeckung, daß Glaukonit stabilisiert werden kann und daß dieser stabilisierte Glaukonit austauschfähig ist, war neu.

Claims (1)

  1. PATE XTANSYRL'-CII: Verfahren zum Enthärten von Wasser durch Basenaustausch, gekennzeichnet durch die Verwendung von Glaukonit in natürlichem Zustande oder nach dem Erhitzen auf -2oo ° bis 8oo ° C.
DEB94320D 1914-08-14 1920-06-06 Verfahren zum Enthaerten von Wasser durch Basenaustausch Expired DE437809C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE975924C (de) * 1953-04-08 1962-12-13 Otto & Co Gmbh Dr C Verfahren zur Aufarbeitung von Fluessigkeiten, die bei der Verarbeitung von Kokerei-und Synthesegasen anfallen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE975924C (de) * 1953-04-08 1962-12-13 Otto & Co Gmbh Dr C Verfahren zur Aufarbeitung von Fluessigkeiten, die bei der Verarbeitung von Kokerei-und Synthesegasen anfallen

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