DE662230C - Verfahren zum Erhoehen der Austauschfaehigkeit von Basenaustauschern - Google Patents

Verfahren zum Erhoehen der Austauschfaehigkeit von Basenaustauschern

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DE662230C
DE662230C DEP68368D DEP0068368D DE662230C DE 662230 C DE662230 C DE 662230C DE P68368 D DEP68368 D DE P68368D DE P0068368 D DEP0068368 D DE P0068368D DE 662230 C DE662230 C DE 662230C
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glauconite
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/20Silicates
    • C01B33/36Silicates having base-exchange properties but not having molecular sieve properties
    • C01B33/46Amorphous silicates, e.g. so-called "amorphous zeolites"

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Description

  • Verfahren zum Erhöhen der Austauschfähigkeit von Basenaustauschern Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verbesserung von basenaustauschenden Stoffen, wie z. B. Glaukonit, Traß, Bimsstein, Ton, Thuringit u. dgl., nach welchem ein neues. Material zur Wasserenthärtung gewonnen wird, dessen Körner stark porös sind und im allgemeinen ein geringeres Gewicht je Volumeneinheit gegenüber unbehandelten Stoffen zeigen. Vor .allem besitzt. der so gewonnene neue Stoff bei seiner Verwendung zur Wasserenthärtung einen hohen Austausch, der bei den gleichen angewendeten Kochsalzmengen zur Regeneration z. B. bei Glaukonit um etwa 50% größer ist als derjenige des unbehandelten Stoffes und der außerdem bei Erhöhung der zur Regeneration angewendeten Salzmenge eine sehr erhebliche Zunahme zeigt.
  • Nach dem Verfahren der Erfindung werden die Basenaustauscher, insbesondere Glaukonit, auf Temperaturen von etwa 5oo bis 70o° oxydierend oder reduzierend erhitzt und anschließend mit starken, heißen Alkalilaugen vom spezifischen Gewicht von etwa 1,25 und darüber behandelt. Die Behandlung mit der Lauge kann unter Druck erfolgen. Zweckmäßig wird an diese Vorbehandlung eine Stabilisierung mit Lösungen von Aluminiumsalzen und von Natriumsilicat angeschlossen, wobei die Reihenfolge der Behandlung mit diesen Lösungen beliebig sein kann.
  • Es ist schon bekannt, für die Wasserenthärtung zu verwendenden Glaukonit oder ähnliche Mineralien zunächst einer Erhitzung und anschließend einer Behandlung mit neutralen oder alkalisch reagierenden Salzen oder auch mit Alkalien bei erhöhter Temperatur zu unterwerfen. Für die erste Stufe sind hierbei Temperaturen von i 5o bis 25o° und für die zweite Stufe u. a. 5- bis ioo/oige Natriumhydroxydlösungen vorgeschlagen worden. Nach diesem Verfahren gelingt es wohl, das Austauschvermögen von unreinem Glaukonit etwas zu verbessern; bei reinemAusgangsmaterial ist eine solche Nachbehandlung jedoch praktisch wirkungslos. Nach dem vorliegenden Verfahren gelingt es jedoch, den nutzbaren Austausch von beispielsweise Glaukonit um 5o bis ioo% oder mehr zu steigern. Zur Erzielung dieser Wirkung ist wesentlich, daß das Material auf bedeutend höhere Temperaturen- erhitzt wird als bei dem älteren Verfahren, und daß zur Behandlung des vorerhitzten Austauschers eine starke Natronlauge verwendet wird. Laugen bis zu etwa i 5 % bewirken keine nennenswerte Steigerung des Austauschvermögens. Daher wird im Sinne der Erfindung praktisch mit Laugen vom spezifischen Gewicht von etwa 1,25 und höher gearbeitet.
  • Nach einem anderen vorbekannten Verfahren wird Glaukonit unter nichtoxydierenden Bedingungen auf Temperaturen von Zoo bis 5oo° erhitzt, worauf sich eine Behandlung mit schwachen alkalischen Lösungen anschließen kann. Auch durch eine solche Behandlung läßt sich der Austauschwert des Glaukonits nicht wesentlich steigern; unter Umständen liegt dieser Wert beim Erhitzen bis zu der nach dem älteren Verfahren vorgesehenen oberen Grenze von 5oo° und bei einer Nachbehandlung mit heißer, verdünnter Natronlauge sogar niedriger als bei dem als Ausgangsmaterial verwendeten reinen Glaukonit.
  • Das vorliegende Verfahren zur Herstellung des neuen Materials wird beispielsweise derart durchgeführt, daß man eine Schicht von gut gereinigtem und gesiebtem Glaukonit mit einem handelsüblichen schweren Brennöl im Sinne einer Anfeuchtung tränkt und die Mischung unmittelbar durch eine Flamme erhitzt, bis eine Temperatur von etwa 65o° erreicht ist. Die Erhitzung, die zweckmäßig in einem von innen geheizten Drehofen erfolgt, soll etwa i bis- 2 Stunden dauern. Der heiße Glaukonit wird dann abgekühlt und in einen mit Dampf geheizten offenen Kessel gebracht, wo er mit starker, auf etwa ioo bis iio° erwärmten Natronlauge etwa 6-o Minuten lang behandelt wird. Nach Ablassen der Natronlauge erfolgt Waschen des Glaukonits; er wird dann mit einer Lösung von käuflichem Wasserglas oder Natriumsilicat von etwa 4°B6 durcheinandergerührt, wieder ausgelaugt und gewaschen, um schließlich in gleicher Weise mit einer Lösung von Aluminiumsulfat oder Alaun von 2,5'B6 behandelt zu werden. Nach erneutem Waschen, bis keine Säurereaktion mehr vorhanden, ist er dann für den Gebrauch im Basenaustauschfilter fertig.
  • Bei der oben geschilderten Behandlung des Glaukonits werden etwa 21 Brennöl auf i o 1 = 14 bis 15 kg gereinigten Glaukonits verwendet. Die Behandlung des reduzierten Materials mit Ätznatron erfordert auf- 11 des reduzierten Materials etwa 21 einer Ätznatronlösung, die etwa o,4kg festes Ätznatron im Liter enthält..
  • Anstatt der obenerwähnten starken Natronlauge kann auch solche von eringerer Stärke verwendet werden, sofern' man die Zeit der Behandlung verlängert oder die Temperatur erhöht, wobei dann zweckmäßig in an sich bekannter Weise unter Druck gearbeitet wird.
  • Bei der Reduktion des Glaukonits unter Anwendung hoher Temperaturen kann an Stelle der Zumischung des reduzierenden Mittels zum Glaukonit, z. B. während des Erhitzens, Öl oder, nachdem die gewünschte Temperatur erreicht ist, reduzierendes Gas in den Ofen eingeführt werden.
  • Bei der beschriebenen Ausführungsform wird käufliches schweres Brennöl als reduzierendes Mittei verwendet; jedoch können auch andere reduzierende Mittel verwendet werden, z. B. leichtere Öle, Wasserstoff, Leuchtgas, Blaugas, Holzkohle und anderes. Alle diese reduzierenden Mittel liefern gleichartige Ergebnisse. Es wurde jedoch festgestellt, daß Schweröl besonders geeignet und billig ist. Bei Verwendung von Holzkohle wird beispielsweise so verfahren, daß man den Glaukonit mit einer Menge von etwa 2 bis i o % Holzkohlepulver vermischt und diese Mischung der oben angegebenen Erhitzung aussetzt. Nach dem Abkühlen wird die Holzkohle bzw. deren Reste durch einen leicht durchführbaren Schlämmprozeß von dem Glaukonit getrennt. Die weitere Behandlung erfolgt wie oben beschrieben.
  • Der gemäß dem oben beschriebenen Verfahren, und zwar unter reduzierender Erhitzung bei höheren Temperaturen usw., hergestellte Glaukonit ist stark magnetisch, und zwar stärker als der ursprüngliche Glaukonit; er ist außerdem porös und besitzt ein entsprechend geringeres Schüttgewicht.
  • Das Schüttgewicht des nach der Erfindung aus Glaukonit hergestellten neuen Stoffes beträgt etwa 415 bis i,2 kg je Liter, während das von gutem unbehandeltem Glaukonit etwa zwischen 1,25 und i,45 kg je Liter liegt. Dieses geringere Schüttgewicht hängt zusammen .mit der größeren Porosität des veränderten Glaukonits. Die Porosität beträgt etwa 3o bis 35% vom Gesamtvolumen, währendbeim gewöhnlichen Glaukonit die Porösität 15 bis 2ö0/6 beträgt. Dabei ist der veränderte Glaukonit trotz seiner verringerten Dichte und seiner erhöhten Austauschfähigkeit gegen heiße oder saure Wässer widerstandsfähig. Er erzeugt auch keinerlei Trübung des Wassers. Das Verhältnis von Ferro- zu.Ferrieisen in dem bei hoher Temperatur unter Reduktion hergestellten Produktes ist höher als in dem Ausgangsmaterial.
  • In der beiliegenden. Zeichnung sind Kurven dargestellt, welche die verbesserten Eigenschaften des neuen aus Glaukonit hergestellten Produkts im Vergleich zum gewöhnlichen Glaukonit zeigen.
  • Die voll ausgezogenen. Kurven zeigen das Verhalten des nach der Erfindung hergestellten (obere Kurve) bzw. das des gewöhnlichen Glaukonits (untere Kurve) bei verschiedenen zur Regeneration angewendeten Salzmengen (Gramm Kochsalz je Liter Glaukonit). Die obere und untere gestrichelte Kurve zeigt das Verhalten des neuen Produkts bzw. des bisher üblichen Glaukonits in der Weise, daß der nutzbare Austausch in Abhängigkeit vom Salzverbrauch auf je i kg aus dem Wasser entfernten Kalk (Ca0) dargestellt ist.
  • Die Kurven lassen erkennen, daß der. veränderte Glaukonit bei einer zur Regeneration angewendeten Salzmenge von 22,O g je Liter Glaukonit einen nutzbaren Austausch von 6,oo g Ca0 erreicht, während der gewöhnliche Glaukonit mit der gleichen Menge Salz nur einen Austauschwert von 4,59 Ca0 je Liter besitzt.
  • Weiter zeigt das Diagramm, daß bei Verdoppelung der Salzmenge auf etwa 45,09 je Liter der nutzbare Austauschwert des neuen veränderten Glaukonits von 6 g Ca 0 je Liter auf etwa 9,5g Ca0 je Liter, d. i. etwa um ßo0,'o steigt,.während der des gewöhnlichen Glaukonits nur wenig, nämlich von 4,5g Ca0 je Liter auf 5,2 g Ca0 je.Liter, also nur um etwa 150;o, ansteigt. Die erhebliche Steigerung des Austauschwertes bei erhöhter Salzmenge rechtfertigt diese bei dem neuen Produkt, nicht aber bei dem unbehandelten Glaukonit.
  • Für die gestrichelten Kurven sind die gleichen Werte zugrunde gelegt worden. Hierbei ist jedoch der nutzbare Filtrationsaustausch im Vergleich zu dem zur Entfernung von i,kg Ca0 aus dem Wasser erforderlichen Salzgewicht dargestellt.
  • Die Verbesserung des nutzbaren Austausches, der bei der Herstellung des veränderten Glaukonits gemäß der vorliegenden Erfindung erzielt wird, ist eine bleibende. Das neue Material gelangt bei Verwendung in einem Basenaustauschfilter schnell in den Beharrungszustand, in dem die erhöhte Austauschfähigkeit erhalten bleibt. In diesem Beharrungszustand enthält der veränderte Glaukonit mehr austauschbares Alkali, auf die Gewichtseinheit bzw. Volumeneinheit bezogen, als der gewöhnliche, früher verwendete Glaukonit in seinem Beharrungszustand.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Erhöhen der Austauschfähigkeit von Basenaustauschern, wie Glaukonit, Traß, Bimsstein, Ton, Thuringit u. dgl., durch Erhitzen und anschließende Alkalibehandlung, dadurch gekennzeichnet, daß man das Ausgangsmaterial auf Temperaturen von etwa 5oo bis oo° erhitzt, alsdann heiße Alkalilauge vom spezifischen Gewicht von etwa 1,25 und höher, wenn nötig in an sich bekannter Weise unter Druck, vorteilhaft silicathaltige Lauge, einwirken läßt und gegebenenfalls eine stabilisierende Behandlung mit Aluminiumsalz- und Natriumsilicatlösungen in beliebiger Reihenfolge anschließt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Erhitzung reduzierend, vorzugsweise unter Verwendung von Schweröl, Holzkohle o. dgl., vornimmt.
DEP68368D 1933-06-19 1933-10-22 Verfahren zum Erhoehen der Austauschfaehigkeit von Basenaustauschern Expired DE662230C (de)

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DEP68368D Expired DE662230C (de) 1933-06-19 1933-10-22 Verfahren zum Erhoehen der Austauschfaehigkeit von Basenaustauschern

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