DE806876C - Verfahren zur Bereitung von Selen, dem zur Erhoehung der Leitfaehigkeit geringe Mengen von Stoffen zugesetzt sind - Google Patents

Verfahren zur Bereitung von Selen, dem zur Erhoehung der Leitfaehigkeit geringe Mengen von Stoffen zugesetzt sind

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DE806876C
DE806876C DEP20780A DEP0020780A DE806876C DE 806876 C DE806876 C DE 806876C DE P20780 A DEP20780 A DE P20780A DE P0020780 A DEP0020780 A DE P0020780A DE 806876 C DE806876 C DE 806876C
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selenium
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DEP20780A
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Adrianus Jacobus Dekker
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Koninklijke Philips NV
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Philips Gloeilampenfabrieken NV
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    • H10DINORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
    • H10D48/00Individual devices not covered by groups H10D1/00 - H10D44/00
    • H10D48/01Manufacture or treatment
    • H10D48/04Manufacture or treatment of devices having bodies comprising selenium or tellurium in uncombined form
    • H10D48/043Preliminary treatment of the selenium or tellurium, its application to foundation plates or the subsequent treatment of the combination
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Description

Es ist bekannt, daß dem Selen, das z. B. zur Anfertigung lichtempfindlicher Widerstände, photoelektrischer Zellen, Gleichrichterzellen bestimmt ist, zwecks Erhöhung der Leitfähigkeit geringe Mengen von Stoffen zugesetzt werden.
Manche dieser Zusatzstoffe sind hygroskopisch oder zersetzen sich an der Luft. Es wurde festgestellt, daß infolge dieser Änderung die Brauchbarkeit als Zusatzstoff nachlassen kann.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu vermeiden. Nach der Erfindung ist dies dadurch möglich, daß ein Zusatzstoff, der hygroskopisch ist oder sich an der Luft zersetzt, in Form einer nichthygroskopischen und sich nicht an der Luft zersetzenden komplexen Verbindung verwendet wird, aus der bei Erhitzung auf hohe Temperatur der Zusatzstoff entsteht. Unter einer komplexen Verbindung wird hier eine Verbindung verstanden, die durch Kombination des Zusatzstoffs mit einem anderen Stoff aufgebaut ist.
Die Erfindung ist besonders wichtig für die Leitfähigkeit erhöhende Halogenide, die bei Behandlung mit Wasser oder einem Alkali in ein Oxyd übergehen. Diese Halogenide hydrolysieren in manchen Fällen an der Luft, so daß ohne die Anwendung der Erfindung mit dem Halogenid gleichzeitig schädliches Oxyd, Wasser, Salzsäure in das Selen geraten. Durch Kombination mit anderen Haloge-
niden, wie Alkalihalogeniden oder Ammoniumhalogeniden, lassen sich leicht an Luft beständige Komplexe bilden.
Die komplexe Verbindung kann als solche dadurch mit dem Selen vermischt werden, daß sie mit dem geschmolzenen Selen gerührt wird. Im Selen wird sie dabei gewöhnlich infolge der hohen Temperatur in ihre Komponenten zerfallen. Mit dem eigentlich wirksamen Zusatzstoff gelangt dann auch die andere
ίο Komponente in das Selen. Bei Anwendung z. B. von (NH4)2S7nBr6 wird das Selen neben SnBr4 auch (NH4)Br enthalten; (NH4)Br löst sich aber im Selen, und überraschenderweise erhöht sich die Leitfähigkeit, so daß dies keinen Nachteil darstellt.
Alan kann auch die komplexe Verbindung erhitzen und den entwickelten Dampf mittels eines über die komplexe Verbindung geleiteten Gasstroms in das geschmolzene Selen einführen. Dabei wird die komplexe Verbindung wieder in ihre Komponenten aufgeteilt.
Diese Ausführungsform der Erfindung macht es möglich, daß bei Anwendung einer komplexen Verbindung nahezu nur der Zusatzstoff in das Selen gelangt. Zu diesem Zweck genügt es, wenn die Komponente, mit welcher der Zusatzstoff kombiniert wird, eine Flüchtigkeit hat, die soviel kleiner ist als die des Zusatzstoffs selbst, daß nur letzterer verdampft und vom Gasstrom mitgenommen wird, während die Komponente zurückbleibt; dies ist z. B.
der Fall mit K2TiCl6. Diese Ausführungsform ist besonders geeignet bei Anwendung eines großen Teiles der obenerwähnten Halogenide, da manche von ihnen verhältnismäßig flüchtig sind.
Es ist auch möglich, den Zusatzstoff dadurch in das Selen einzuführen, daß ein Gemisch von Selen und einer erfindungsgemäß angewendeten komplexen Verbindung destilliert wird, wenn die bei der Erhitzung aus der Verbindung erhaltene wirksame Komponente bei der Destillationstemperatur ungefähr die gleiche Flüchtigkeit hat wie das Selen. Auch hierbei kann wieder erreicht werden, daß praktisch nur der Zusatzstoff in das Selen gelangt, wenn die andere Komponente eine genügend geringere Flüchtigkeit hat.

Claims (4)

Patentansprüche;
1. Verfahren zur Bereitung von Selen, dem zur Erhöhung der Leitfähigkeit eine geringe Menge eines hygroskopischen oder sich an Luft zersetzenden Stoffes zugesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzstoff in Form einer nicht hygroskopischen und sich an Luft nicht zersetzenden komplexen Verbindung, die durch eine Kombination des Zusatzstoffes mit einem anderen Stoff aufgebaut ist, verwendet wird und die Verbindung durch Erwärmen auf hohe Temperatur zum Zerfall gebracht wird, wobei sich der Zusatzstoff wieder bildet und wobei während der Erwärmung wenigstens der sich bildende Zusatzstoff mit dem Selen in Berührung gebracht bzw. vermischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der die Leitfähigkeit erhöhende Zusatzstoff in Dampfform dem Selen zugesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente, mit welcher der Zusatzstoff zu einer komplexen Verbindung kombiniert ist, eine Flüchtigkeit hat, die soviel geringer als die des Zusatzstoffs selbst ist, daß bei Erhitzung der komplexen Verbindung und η0 Überführung des entwickelten Dampfes mittels eines Gasstroms in das Selen praktisch nur der Zusatzstoff mitgeführt wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Selen ein kornplexes Halogenid zugesetzt wird, das aus einem die Leitfähigkeit erhöhenden Halogenid, das an Luft hydrolysiert, und einem oder mehreren anderen Halogeniden aufgebaut ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch der Verbindung und Selen gemeinsam destilliert werden.
DEP20780A 1945-10-01 1948-11-05 Verfahren zur Bereitung von Selen, dem zur Erhoehung der Leitfaehigkeit geringe Mengen von Stoffen zugesetzt sind Expired DE806876C (de)

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FR937080A (fr) 1948-08-06
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GB634167A (en) 1950-03-15

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