AT133450B - Expansionsschalter. - Google Patents
Expansionsschalter.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Die Erfindung bezieht sich auf die sogenannten Expansionssehalter. bei denen im Augenblick des Schaltens zunächst ein Überdruck des aus der Sehaltflüssigkeit entstehenden Dampfes entsteht, der kurz darauf expandiert und dadurch eine Loschwirkung auf den Schaltlivhtbogen ausübt bzw. das Wiederzünden des Bogens verhindert. Bei diesen bekannten Schaltern wird im Gegensatz zu den üblichen Ölschaltern eine wesentlich geringere Flüssigkeitsmenge verwendet. Infolgedessen ergibt sieh beim Schaltvorgang eine grössere EMI1.2 Sehaltkontakte durch den Flüssigkeitsspiegel aus der Flüssigkeit herausgezogen. Diese Vorgänge bedingen, dass die verwendete Isolierflüssigkeit in stärkerem Masse der Gefahr einer Entzündung ausgesetzt ist und dass ein Fliissigkeitsverlust, z. B. durch Herausspritzen oder Verdampfen, schädlicher ist als bei Schaltern nach der Bauart der Ölsehalter. An die Isolierflüssigkeit werden daher Anforderungen gestellt, denen die bisher verwendeten Flüssigkeiten kaum in befriedigendem Masse gewachsen sind. Nach der Erfindung wird in Expansionssehaltern eine Isolierflüssigkeit benutzt, die ganz oder zum Teil aus einem halogenierten Kohlenwasserstoff besteht, dessen Verhältnis vom Siedepunkt zu Stockpunkt (in absoluten Wärmegraden) über 1,7 liegt. Im wesentlichen kommen nur aliphatische, halogenierte Kohlenwasserstoffe in Frage. Derartige Isolierflüssigkeiten sind z. B. das Dibrommethan mit einem Siedepunkt von +98'C, einem Stockpunkt von-57 C und einem Verhältnis dieser beiden in absolute Wärmegrade umgerechneten Werte von 1,72, ferner das Dibromäthylen mit einem Siedepunkt von +110 C, einem Stockpunkt von-53 C und einem Fliissigkeitsintervall von 1,74. Die halogenierten Kohlenwasserstoffe werden entweder für sieh allein angewandt oder es werden mehrere halogenierte Kohlenwasserstoffe miteinander oder mit ändern Isolierflüssigkeiten, insbesondere Öl, gemischt. Für Ölschalter ist bereits vorgeschlagen worden, das übliche Isolieröl durch Tetrachlorkohlenstoff oder Pentachloräthan zu ersetzen. In den Ölsehaltern haben sieh aber diese Flüssigkeiten nicht bewährt. Die Flüssigkeiten entwickeln hier grosse Mengen Salzsäure, welche die Kontaktteile und die übrigen EMI1.3 Die Erfindung beruht demgegenüber auf der Erkenntnis und der Beobachtung, dass die Mängel derhalogeniertenKohlenwasserstoffebeiihrerAnwendunginExpansionsschalterninwesentlichgeringerem Masse auftreten und sich auch praktisch ganz vermeiden lassen, derart, dass es möglich und vorteilhaft ist, ihre gegenüber Öl beträchtlich verminderte Entzündbarkeit betriebsmässig auszunutzen. Die Bauart der Expansionsschalter in der Weise, dass der Behälter der Flüssigkeit nicht dauernd abgeschlossen ist, sondern mit der Aussenluft in Verbindung kommt, hat nämlich zur Folge, dass ein Teil des aus der Flüssigkeit entstehenden Chlorwasserstoffes sieh nicht in der Flüssigkeit löst, sondern EMI1.4 machen, dass man der Flüssigkeit einen Stoff zusetzt, der Chlorwasserstoff zu binden vermag. Dazu eignen sich z. B. ausser Ätzkalk, wasserfreier Soda u. dgl. aroniatisvhe Basen, wie Pyridin, und Chinolin. Die Stoffe werden entweder der Isolierfiüssigkeit unmittelbar zugefügt oder man tränkt mit ihnen <Desc/Clms Page number 2> - in ähnlicher Weise, wie es bei Isolierölen zur Aufnahme konservierender Mittel bekannt ist-einen besonderen Trägerstoff, z. B. Siliea-Gel, Ton, Bimsstein oder aktive Kohle, dell man mit Hilfe von durchlässigen Taschen in den Flüssigkeitsbehälter einhängt. Bei Anwendung eines Gemisches von Öl mit einem halogenierten Kohlenwasserstoff ist die Menge des in der Flüssigkeit bleibenden Chlorwasserstoffes noch wesentlich geringer. so dass die Anwesenheit EMI2.1 bilden sich nämlich infolge der hohen Temperaturen aus dem Öl Stoffe, wie At-ethylen, Äthylen, die sich mit den aus dem halogenierten Kohlenwasserstoff ausgeschiedenen und in der Flüssigkeit gelösten geringen Mengen Chlorwasserstoff wieder zu einem halogenierten Kohlenwasserstoff verbinden, der dem ursprÜnglich angewandten gleich oder in seiner Wirkung ähnlich ist. Man kann diesen Vorgang durch Zusetzen von Beschleunigern begünstigen. Dazu eignen sich z. B. komplexe Eisensalze, die in der EMI2.2 Chinolin. Durch derartige Massnahmen kann das unzulässige Ansteigen des Chlorwasserstoff gelt altes vermieden werden. Man könnte jedoch noch als Vorsichtsmassnahme der Flüssigkeit einen Farbstoff, z. B. Bromthymolblau, Methylorange, Kongorot usw., zusetzen, der bei Änderung des Säuregehaltes seine Farbe ändert. Es empfiehlt sieh, solche aliphatischen halogenierten Kohlenwasserstoffe zu wählen, deren Siedepunkt über 1000 C liegt und deren Dampfdruck bei 70 C höchstens 1/10 Atm. beträgt. Dadurch wird verhütet, dass sich bei der im Betrieb des Sehalters möglichen Höchsttemperatur ein unzulässig hoher Dampfdruck bildet, der den Anlass zu Störungen oder Beschädigungen geben konnte. Bei Anwendung derartiger halogenierter Kohlenwasserstoffe ist ferner ein zu starkes Verdampfen der Isolierflüssigkeit nicht zu befürchten. Man verwendet z. B. vorteilhaft perchlorierte Athane, wie z. B. Acetylentetrachlorid. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Expansionsschalter mit einer Isilierflüssigkeit, die ganz oder zum Teil aus einem halogenierten EMI2.3
Claims (1)
- einem Gemisch zweier oder mehrerer halogenierter Kohlenwasserstoffe besteht.3. Expansionssehalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierflüssikeit aus dem Gemisch eines oder mehrerer halogenierter Kohlenwasserstoffe mit Isolieröl besteht. EMI2.4 (z. B. aus Bimsstein, aktiver Kohle, Ton, Silica-Gel), die mit einem Stoff getränkt sind. der Chlorwasserstoff zu binden vermag.6. Expansionsschalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierflüssigkeit ausser einem Stoff, der Chlorwasserstoff zu binden vermag, noch ein Katalysator zugesetzt ist.7. Expansionssehalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator ein komplexes Eisensalz verwendet wird.8. Expansionsschalter nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator ein komplexes Eisensalz mit Pyridin oder Chinolin verwendet wird.9. Expansionsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass seiner Isolierflüssigkeit ein Farbstoff, z. B. Bromthymolblau, Methylorange, Kongorot usw., zugesetzt ist, der bei Änderung des Säuregehaltes seine Farbe ändert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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|---|---|
| AT (1) | AT133450B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1121162B (de) * | 1952-09-03 | 1962-01-04 | Calor Emag Elektrizitaets Ag | Elektrischer Stromunterbrecher mit Lichtbogenloeschung in Fluessigkeit |
-
1932
- 1932-02-16 AT AT133450D patent/AT133450B/de active
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