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Verfahren zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln.
Es ist bekannt, dass gewisse Kohlenwasserstoffe durch Behandeln mit Seifen oder mit sulfonierten Fettsäuren und Alkalien in mehr oder weniger wasserlösliche oder emulgierbare Form gebracht werden und als Wasch-und Reinigungsmittel Verwendung finden. Man hat auf diese Weise Benzin, Mineralöle, Benzol und seine Homologen und Terpentinöl in Wasser löslich oder emulgierbar gemacht. Die technische Verwendbarkeit solcher Lösungen ist jedoch sehr beeinträchtigt durch die leichte Brennbarkeit dieser Stoffe und die Feuergefährlichkeit ihrer Dämpfe.
J. Stockhausen (Patent Nr. 31754) ist es gelungen, den Tetrachlorkohlenstoff in wasserlösliche Form zu bringen und damit einen wichtigen Fortschritt auf diesem Gebiete zu erzielen, da dieser Stoff nicht brennbar und daher ungefährlich ist. Auf ähnliche Weise gelang es auch, die Homologen des Tetrachlorkohlenstoffes, das Dicbloräthylen,
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haben jedoch verhältnismässig niedrige, zumeist unter dem Siedepunkte des Wassers liegende Siedepunkte, so Tetrachlorkohlenstoff Sp. 78 , Dichloräthylen Sp. 550, Trichlor- at. byien Sp. 88 , und ihre wässerigen Mischungen lassen daher das Lösungsmittel beim Erhitzen bzw. Kochen entweichen.
Die höher chlorierten Glieder der Äthylen- und Äthanreihe haben wohl höhere Siedepunkte, zersetzen sich jedoch beim Erhitzen mit Wasser in mehr oder weniger hohem Grade unter Abspaltung von Salzsaure; zudem sind sie erheblich kostspielig.
Die kernsubstituierten Chlorderwate der Benzolkohlenwasserstoffe, die sich gegen- über allen bisher für die Hersteliung wasseröslicher Wasch- und Reinigungsmittel angewandten Lösungsmitteln durch bedeutend höhere Siedepunkte bei absoluter Beständigkeit gegen kochendes Wasser und Unentnammbarkeit oder schwere Entflammbarkeit auszeichnen, waren bisher auf ihr Verhalten gegen beifen und auf ihre Emulgierfähigkeit noch nicht geprüft worden.
In Verfolgung des Ertindungsgedankens wurde nun durch Versuche gefunden, dass das Dichlorbenzol. dus den hohen Siedepunkt von 17 brs. t/t, in ganz hervorragender
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bare klare Mischungen in allen Verhältmssen herstellen lassen, wodurch ein weiterer Vorzug vor den bisher verwendeten Präparaten gegeben ist.
Die Verwendung von Dichlorbenzol gestattet also die Herstellung von Wasch-und Reinigungsmitteln, die in offenen Gefässen heiss bis siedend, ohne Zersetzung zu erleiden, angewandt werden können, zugleich gefahrlos sind und insbesondere in heisser Lösung erheblich wirksamer als alle bisher bekannten Präparate; zudem sind sie billiger und in den verschiedensten Mischungsverhältnissen herstellbar.
Für die Herstellung von Waschmitteln in fester Form ergibt das neue Verfahren der Verwendung von Dichlorbenzol einen besonderen Vorteil. Die Fähigkeit des Dicblor- benzols, mit Seifen feste Lösungen zu bilden, hat sich als so überraschend gross erwiesen,
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Die entstehenden Produkte können opak, durchscheinend oder völlig durchsichtig hergestellt werden. Iufolge des hohen Siedepunktes des Dichlorbenzols sind sie gut haltbar, indem aie das Lösungsmittel nicht leicht abdonsten lassen und im Gegensatze zu Benzin-,
Petroleum-oder Terpentinseifen sind sie nicht feuergefährlich.
Die durch vorliegende Erfindung herstellbaren Präparate weisen somit in flüssiger wie in fester Form eine Vereinigung technisch wichtiger Eigenschaften auf, die vereint zu erzielen, biser nicht möglich war. Durch die neue Erfindung ist also ein sehr erheblicher technischer Fortschritt erreicht, der um so wichtiger ist, als das Entfetten und Reinigen von Textilmaterialien, Geweben usw. mittels Kohlenwasserstoffen und Chlorkohlenwasserstoffen in wässeriger Lösung heute eine grosse industrielle Bedeutung erlangt hat.
Die Art der Herstellung der neuen Präparate wird durch nachstehende Beispiele erläutert.
Beispiel l. Herstellung eines 15% Dichlorbenzol enthaltenden flüssigen Präparates :
33 kg eines sulfonierten Öles, das mit Alkali bis zur schwach sauren Reaktion verseift worden ist, werden in 15 kg Dichlorbenzol gelöst und sodann mit Wasser auf
100 kg verdünnt.
Beispiel 2. Herstellung einer 200/0 Dichlorbenzol enthaltenden harten Seife :
100 leg Kokosfettsäure werden in 65 kg Dichlorbenzol gelöst und zu 160 kg Natronlauge von 18"Be, die im Kessel erhitzt wird, allmählich zugesetzt.
Beispiel 3. Herstellung einer 30% Dichlorbenzol enthaltenden festen Rizinus- olseife :
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28 Bé zugesetzt. Unter Umrühren wird bis zum Eintritte der Reaktion erwärmt und dann die Heizung abgestellt bzw. gekühlt.
Beispiel 4. Herstellung einer 500/0 Dichlorbenzol enthaltenden festen, harten Seife :
50 kg Dichlorbenzol werden bis 900 erhitzt und dann 50 kg reine Kernseife ein- getragen, die sich rasch völlig klar lösen. Die Lösung gelatiniert beim Erkalten und erhärtet zu einer festen, harten, seifenartigen Masse.
Beispiel 5. Herstellung eines 80% Dichlorbenzol enthaltenden flüssigen Prä- parates :
20 kg eines sulfonierten Öles, das mit Alkali bis zur schwach sauren Reaktion ver- seift worden ist und das mindestens 75% Fettsäure enthält, werden in 80 Dichlorbenzol zu einer klaren Lösung aufgelöst.
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