DE564489C - Verfahren zur Herstellung tuerkischrotoelartiger Produkte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung tuerkischrotoelartiger Produkte

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DE564489C
DE564489C DEC37597D DEC0037597D DE564489C DE 564489 C DE564489 C DE 564489C DE C37597 D DEC37597 D DE C37597D DE C0037597 D DEC0037597 D DE C0037597D DE 564489 C DE564489 C DE 564489C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom

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  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung türkischrotölartiger Produkte In dem Hauptpatent 553 503 ist ein Verfahren zur Sulfonierung von Fetten, Ölen und ihren entsprechenden Säuren unter Schutz gestellt, das sich von den üblichen Verfahren dadurch unterscheidet, daß die Sulfonierung bei Gegenwart von organischen Säureanhydriden oder -chloriden geschieht. Der Gedankengang für diese technische Regel war der, bei der Sulfonierung Substanzen gegenwärtig zu haben, die das bei dem Veresterungsprozeß entstehende Wasser binden und so eine rückverseifende Wirkung ausschalten. Man hat auf diese Weise eine restlose Sulfonierung durchführen können. Diesem Gedankengang entsprechend hat man, wie das Beispiel im Hauptpatent zeigt, im wesentlichen auf z lsol Ricinolsäure z Mol Essigsäureanhydrid angewandt.
  • Die weiteren Arbeiten auf diesem Gebiete haben nun gezeigt, daß Sulfonierungsprodukte von wesentlich anderen bzw. gesteigerten Eigenschaften erzielt werden, wenn man die zugesetzten Mengen organischer Chloride oder Anhydride, beispielsweise Essigsäureanhydrid, erheblich steigert und z. B. gleiche Gewichtsteile Ricinolsäure und Essigsäureanhydrid anwendet.
  • Es wurde festgestellt, daß dann wesentlich mehr Schwefelsäure organisch gebunden wird, und es entstehen Produkte, die vergleichsweise in ihren Wirkungen den im Benzolring substituierten ein- oder mehrringigen Sulfonsäuren entsprechen. Es kann vermutungsweise aus der großen Menge organisch gebundener Schwefelsäure der Schluß gezogen werden, daß bei dieser Arbeitsweise nicht nur eine Veresterung, also eine Bindung des Schwefelsäureesters, durch die Hydroxylgruppe erfolgt, daß vielmehr in der aliphatischen Kette Methylenwasserstofie durch den Schwefelsäurerest substituiert werden. Die so erhaltenen Produkte können ähnlich wie die obenerwähnten aromatischen Sulfonsäuren für textilistische und sonstige Zwecke verwendet werden, weil ihre Kalk- und Magnesiasalze löslich sind und sie selbst nicht aus ihren Säuren abgeschieden werden. Ebenso eignen sich diese Stoffe als Dispersionsmittel, um wasserunlösliche Körper, wie z. B. Kohlenwasserstoffe, Halogenkohlenwasserstoffe, höhere cyclische und heterocyclische Basen, in Lösungen, Pseudolösungen oder Emulsionen überzuführen. Auch als direkte Reinigungsmittel können die so erhaltenen Sulfonierungsprodukte für sich allein oder als Zusatz bei Reinigungsoperationen, wie Waschen, Beuchen, Bleichen u. dgl., verwendet werden. Dank ihres bedeutenden Netz- und Durchdringungsvermögens können sie überall da verwendet werden, wo es sich darum handelt, einen schwer durchdringbaren Stoff, wie Filz, Leder u. dgl., zu durchdringen und ihm in seinem ganzen Querschnitt Behandlungsmittel zuzuführen. Ihre Netzfähigkeit macht sich überall da geltend, wo es sich darum handelt, schwer netzbare Oberflächen, wie Metallflächen, Pulver u. dgl., für wäßrige Flüssigkeiten leicht netzbar zu machen. Die freien Säuren schäumen ebenso wie ihre Alkaliverbindungen, so daß sowohl in sauren, neutralen wie alkalischen Lösungen von dem Schäumen Gebrauch gemacht werden kann. Besonders wichtig ist aber auch die Eigenschaft, daß die nach dem Verfahren hergestellten Präparate im Gegensatz zu den obenerwähnten aromatischen Sulfonsäuren durch hohe Salz- und Alkalikonzentration nicht ausgesalzen werden. Das macht sie als Zusatz zu Mercerisationslaugen sowie bei der Veredlung von vegetabilischen Fasern durch Behandlung mit starken Säuren wertvoll. Infolge ihrer großen Dispersionswirkung eignen sich schließlich die nach dem Verfahren hergestellten Präparate auch als Fettspalter.
  • Das Verfahren soll im folgenden in einigen Bespielen erläutert werden.
  • Beispiel Herstellung des sulfonierten Öles selbst; 30o kg Ricinolsäure werden mit 3oo kg Essigsäureanhydrid vermischt. In diese Mischung, die vorläufig sich rasch in zwei Schichten trennt, wird nun langsam Schwefelsäure eingerührt. In Kürze wird die Mischung homogen und klar, und die Temperatur steigt sprunghaft an. Nach dem Abkühlen der Mischung auf etwa ?,o' wird mit dem Einrühren von Schwefelsäure unter Kühlung so lange fortgefahren, bis 30o kg Schwefelsäure zugegeben sind. Das Reaktionsprodukt ist hierauf vollständig wasserlöslich und erweist sich auch als klar löslich in verdünnten Säuren. Der Schwefelsäureüberschuß -wird nun durch Vermischen mit Glaubersalzlösung und Abziehen des sauren Waschwassers entfernt und das Sulfonat in üblicher Weise neutralisiert. Man erhält ein Olprodukt, das sich in zo°/oiger Schwefelsäure noch klar löst, das sich ebenso in 30 °/o Natronlauge nicht aussahen läßt und das gegen Säure sowie gegen verseifende Agenzien überhaupt beständig ist, d. h. ein Produkt, das weder beim Erhitzen mit Säure noch mit Lauge Schwefelsäure abspaltet. Durch zoo kg des erhaltenen Öls können 5o kg Butylalkohol klar gelöst werden, und beim Eingießen in Wasser bleibt der Butylalkohol in Lösung.
  • Es kann auch die klare Lösung aus zoo kg des nach dem Beispiel hergestellten Öls und 25 kg heterocyclischer Basen für textilistische Zwecke verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ausführungsform des durch das Hauptpatent 553 503 geschützten Verfahrens zur Herstellung türkischrotölartiger Produkte durch Sulfonierung von Fetten und Fettsäuren bei Gegenwart von organischen Anhydriden und Chloriden, dadurch gekennzeichnet,.daß mehr als z Mol Anhydrid oder Chlorid auf z Mol Fett bzw. Fettsäure, insbesondere gleiche Gewichtsmengen öl und Anhydrid oder Chlorid, verwendet werden.
DEC37597D 1925-12-17 1925-12-17 Verfahren zur Herstellung tuerkischrotoelartiger Produkte Expired DE564489C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1062512B (de) * 1954-05-24 1959-07-30 Schoenebecker Brunnenfilter G Absperrorgan, insbesondere Absperrhahn

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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