DE43732C - Maschine zum Anfertigen und Bedrucken von Briefumschlägen, Papiersäcken und dergl - Google Patents

Maschine zum Anfertigen und Bedrucken von Briefumschlägen, Papiersäcken und dergl

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Publication number
DE43732C
DE43732C DENDAT43732D DE43732DA DE43732C DE 43732 C DE43732 C DE 43732C DE NDAT43732 D DENDAT43732 D DE NDAT43732D DE 43732D A DE43732D A DE 43732DA DE 43732 C DE43732 C DE 43732C
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DE
Germany
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paper
machine
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT43732D
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English (en)
Original Assignee
B. WOLF in Philadelphia, 506 Minor Street, Staat Pennsylvania, V. St. A
Publication of DE43732C publication Critical patent/DE43732C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F1/00Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
    • B41F1/26Details
    • B41F1/265Conveying webs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei dieser Maschine kann das zur Anfertigung der Umschläge oder Säcke dienende Papier in Bezug auf die Druckform oder den Satz so eingestellt werden, dafs sich der Druck je nach Bedürfnifs auf beliebigen Stellen des Umschlages herstellen läfst, ohne deshalb die Thätigkeh der Maschine unterbrechen zu müssen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine, Fig. 2 eine Draufsicht der Papierführungsvorrichtungen im vergröfserten Mafsstabe, Fig. 3 ein Schnitt nach x-x7 Fig. 2, ebenfalls im vergröfserten Mafsstabe, Fig. 4 eine Seitenansicht der Papiereinstellungsvorrichtung, Fig. 5 ein Querschnitt durch einen Theil der Maschine nach y-y, Fig. ι (vergröfsert), Fig. 6 eine Seitenansicht der Führung für den um die Trockentrommel laufenden Draht und Fig. 7 eine Vorderansicht des Messers.
A ist der vor der Umschlag- oder Sackmaschine angeordnete Tisch, der mit den Ständern B zum Tragen der zum Anfertigen der Umschläge etc. dienenden Papierrolle, sowie mit den Führungsrollen C versehen ist. Derselbe ist ferner mit der Oeffnung D zur Aufnahme der Druckform E versehen, welche mit der Stange F verbunden ist, die in einem am Tisch A hängenden Joch F1 geführt und durch eine Herzscheibe G bethätigt wird; die Welle G1 der letzteren wird durch entsprechende Antriebsvorrichtungen gedreht, so dafs eine Bewegung der Druckform auf den oberhalb der Oeffnung D befindlichen Drucktiegel H zu und von demselben weg hervorgerufen wird. An Stelle der Herzscheibe G kann aber auch eine beliebige andere Antriebsvorrichtung für den Satztiegel E in Anwendung kommen.
Das von der Rolle zwischen den Ständern B sich abwickelnde und durch die Rollen C geführte Papier läuft über den Tisch A weg und unter dem Fundament über der Oeffnung D her und empfängt in seiner Ruhelage den erforderlichen Aufdruck von dem emporsteigenden Satztiegel E, indem die entsprechende intermittirende oder aussetzende Bewegung des Papierstreifens auf geeignete Weise hervorgerufen wird.
Nachdem das Papier auf diese Weise bedruckt ist, wird es unter einer auf dem Tisch A gelagerten Rolle / her und über eine höher gelegene Trommel K hinweg, dann wieder unter einer Rolle L her geleitet, worauf es die Kleister- oder Gummirrollen M berührt, die ebenfalls über dem Tisch A angeordnet sind. Die Achse der Trommel K ist in den Gleitbüchsen N gelagert, die in vertical geschlitzten Hangelagern P geführt wird; an den letzteren sind die durch die Büchsen N hindurchgehenden Schrauben O wirbelartig befestigt, so dafs die Trommel gehoben und gesenkt werden kann und das auf letzterer ruhende Papier die Verticalbewegiingen derselben mitmacht. Auf diese Weise kann das Papier zurückgeschoben oder vorgerückt und so in Bezug auf den Satztiegel genau eingestellt werden, um den Druck je nach Belieben am Kopf, am unteren Theil oder in der Mitte des Umschlages oder Papiersackes erscheinen zu lassen, ohne dabei die Arbeitstheile der Papiersack- oder Umschlagmaschine oder die Thätigkeit der letzteren zu beeinflussen.
Wenn das Papier die Gummirrollen M erreicht, so wird es an gegenüberliegenden Seiten gummirt und dann unter das Messer geleitet, welches ihm die Form des Papiersackes oder Briefumschlages giebt; die Seiten des zurechtgeschnitlenen Stückes werden dann emporgebogen, worauf dasselbe gefaltet und zusammengeprefst wird, so dafs die Seiten des Umschlages durch den aufgetragenen Gummi verbunden werden. Der geformte Umschlag wird alsdann auf die Trommel übergeführt, auf welcher der offen bleibende Verschlufslappen gummirt und der Umschlag getrocknet wird.
Das Messer jR hat die dem Umschlag oder Sack zu gebende Form und ist an dem Kopf 5 angebracht, auf welchen mittelst der im Maschinenrahmen gelagerten Kurbelwelle T eine steigende und fallende Bewegung übertragen wird. Die Kurbelwelle bethätigt den Schlitten U im Kreuzkopf V, der unten an den den Kopf 5 tragenden Armen F1 sitzt. Mit der Kurbelwelle ist ferner der Gelenkarm W mit Schiebklaue X verbunden, welche letztere in das Sperrrad Y eingreift, um eine aussetzende Bewegung auf die Vorschubwalze Z zu übertragen, die sich in einer Aussparung A1 im Tisch A so dreht, dafs sie mit ihrem Umfang ein wenig oberhalb des letzteren vorsteht. Ueber der Walze Z liegt die Walze B1, um den Vorschub des Papieres zu bewirken.
Der Tisch ist an seiner Oberfläche mit den Vertiefungen C versehen, in welche die Seiten des Papieres hineingedrückt und hochgebördelt werden, so dafs dieselben hoch zu stehen kommen, ehe sie über den die vordere Fläche des Umschlages bildenden Theil gefalzt werden, da die Seiten des den Rücken des Umschlages bildenden Theiles gummirt sind und deshalb an den vorerwähnten emporgebogenen Seitentheilen des vorderen Theiles ankleben, wodurch der Umschlag oder Papiersack gehörig geklebt wird. Um die Seiten zu pressen und hochzubördeln, sind am Kopf S die hängenden Schienen D1 angebracht, welche in die Vertiefungen C des Tisches A eintreten und das Papier in dieselben hineindrücken, wodurch dessen Kanten emporgebördelt werden. Nachdem dies geschehen, wird der Kopf 5 gehoben und rücken die Falzer E1 gegen die emporgebördelten Papierseiten vor, wonach der Kopf herab- und über den vorderen Theil des Umschlages gedrückt wird. Die Falzer E1 gleiten auf dem Tisch A in horizontaler Richtung und sind mit den eingelenkten Armen F2 versehen, welche mit Kniehebeln G2 an dem auf dem Tisch stehend angeordneten Ständer gelenkig befestigt sind. An den Kniehebeln G2 sind die Gelenkstangen H] angebracht, die andererseits drehbar mit den Kniehebeln J1 verbunden sind und von denen die oberen Gclenkstangen mit den Ansätzen oder Nasen K' des auf- und abgehenden Kopfes 5 in Berührung treten. An den Innenseiten der Kniehebel G2 sind die Arme L1 befestigt, welche Stellbolzen α tragen und an denen die durch Federn bceinflufsteii Nasen M' eingelenkt sind, die mit den Nasen K1 des Kopfes 5 auf folgende Weise in Eingriff gelangen: Wenn der Kopf S herabgeht, so wird das Papier in die erforderliche Form geschnitten und gehen die Nasen K1 über die schrägen Flächen der Nasen M] weg, wobei die letzteren nachgeben und es den Nasen K' ermöglichen, gegen die Bolzen a anzuschlagen. Hierdurch werden die Kniehebel G2 ein wenig bewegt, was eine theilweise Bewegung der Falzer F'2 nach auswärts zur Folge hat. Die Kniehebel werden ebenfalls theilweise gehoben, und zwar infolge ihrer Verbindung mit den Kniehebeln G2 mittelst der Gelenkstangen H1. Nachdem das Ausschneiden und Emporbördeln der Seiten bewirkt ist, geht der Kopf S in die Höhe, wobei die Nasen K' nach oben gegen die Nasen M1 drücken und dieselben emporheben. Hierdurch werden die Kniehebel in entgegengesetzter Richtung herumgeworfen, wodurch die Falzer vorgeschoben werden und das Falzen der emporgebördelten Seiten des Papieres bewerkstelligt wird. Die Kniehebel J1 werden gesenkt, die Nasen M' schnappen ab und gelangen aufser Eingriff mit den Nasen K\ letztere schlagen gegen die oberen Gelenkarme der Kniehebel J1 und heben dieselben, wodurch vermittelst des Zwischenmechanismus die Falzer vor dem Herabgehen des Kopfes und vor Beginn des nächsten Arbeitsvorganges zurückgezogen werden.
Der in die richtige Form geschnittene, gummirte und gefalzte Umschlag oder Papiersack wird unter das mit dem Kopf S verbundene Falzmesser JV1 geschoben und von diesem zwischen die Rollen P1 geführt, um quer gefalzt und an seinen gummirten Theilen zusammengeprefst zu werden, was eine Verbindung der Seiten des Umschlages oder Sackes zur Folge hat. Letzterer wird alsdann durch endlose Tücher Q1 und Drähte Q2 nach der Trommel Rl geführt, wo die Verschlufslappen gummirt und die Umschläge getrocknet werden.
Um das Papier genau richtig nach den Druckvorrichtungen oder direct nach der Falzmaschine zu leiten, ist die in Fig. ι verbildlichte Vorrichtung angeordnet. An dem Tisch A ist die Schraube S1' mittelst der Büchse b wirbelartig befestigt, welch letztere mittelst des Armes c am Tisch befestigt ist; die Schraube tritt frei durch die Büchse hindurch und hat an jeder Seite der letzteren Muttern oder Nasen d. An dem gegenüberliegenden Ende ist die Schraube mit der Büchse e verbunden,
in deren Gewinde sie eingreift. T1 T"2 sind parallele Platten, welche frei auf den Rollen C sitzen, so dafs sie die Seitenkanten des Papieres umfassen; von diesen ist die Platte T1 lose mit dem Kniehebel U1 verbunden, der am Tisch A eingelenkt und mit seinem Arm c an der Büchse b gelagert ist. Die Platte T2 dagegen ist lose mit dem ebenfalls am Tische eingelenkten und an der Büchse e gelagerten Kniehebel V- verbunden. Die Verbindung der Büchsen b c mit ihren bezw. Kniehebeln ist in jedem Falle die gleiche, wie aus Fig. 3 ersichtlich.
An den beiden Armen ist die Feder VF1 so angebracht, dafs beim Drehen der Schraube und beim Ein- oder Auswärtsbewegen des Kniehebels V'2 behufs Einstellens der Platte T2 die Feder W1 den Arm U1 zwingt, dem Arm V2 zu folgen und so die Platten ihre richtigen Stellungen in Bezug auf das Papier einnehmen, welches auf diese Weise stets genau richtig geführt wird.
Der endlose Draht Q2 wird durch die Rollen X1 X2 Xs geführt und läuft um die Trommel R'-, um die Umschläge oder Säcke auf letzterer während des Gummirens der Verschlufsklappe und des Trocknens festzuhalten. Die Achse der Rolle X2 ruht in Büchsen, die in den Hängelagern Y1 gehoben und gesenkt werden können, um so je nach Bedürfnifs die Spannung des Drahtes zu regeln. Das Hängelager kann an der Decke oder einem Balken gelenkartig oder auch fest angebracht sein; ebenso kann das Hängelager P der Trommel K drehbar an der Decke oder einem Balken sitzen. Wenn die Trommel gehoben wird, hat das bedruckte Papier Gelegenheit, zu trocknen, ehe es zu Umschlägen oder Säcken zusammengefalzt wird.
Eine Anzahl von Trommeln kann in Verbindung mit der Trommel K angewendet werden , um die vom Papier zu durchlaufende Entfernung zu vergröfsern; dieselben können auch je nach Belieben in festen oder einstellbaren Lagern gelagert sein, wenn nur die Einstellbarkeit der Trommel K beibehalten wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Maschine zum Anfertigen und Bedrucken von Briefumschlägen, Papiersäcken u. dergl., dadurch gekennzeichnet, dafs das Papier hinter dem Druck- bezw. Satztiegel unter eine Rolle (J) und über eine höher liegende Rolle (K) geleitet wird, deren Achse in Gleitbüchsen (N) von Hängelagern (P) ruht, an welchen durch die Büchse N hindurchgehende Schrauben (Q) wirbelartig befestigt sind, zu dem Zwecke, die Trommel heben bezw. senken und so den Druck auf dem Umschlag oder Sack an verschiedenen Stellen ohne Beeinflussung der Maschine selbst ausführen zu können.
  2. 2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine :
    a) die Anordnung einer Einstellvorrichtung vor dem Drucktiegel, bestehend aus einer an dem Maschinentisch mittelst Büchsen (b e) wirbelartig befestigten Schraube (Sl) und auf genanntem Tisch eingelenkten Kniehebeln (U1 bezw. U'2) mit einer Feder (W1) und lose verbundenen Platten (T1 bezw. T2), welche frei auf den das Papier zuführenden Rollen (C) sitzen und die Seitenkanten des Papieres umfassen, zu dem Zwecke, das Papier in Bezug auf den Drucktiegel als Achsenmittel einstellen zu können;
    b) die Anordnung eines ein zum Ausschneiden des Umschlages dienendes Formmesser (R) tragenden Kopfes (S), welcher gehoben und gesenkt wird und mit Schienen (D1) versehen ist, welche das Papier in Vertiefungen (C1) des Maschinentisches pressen, damit dasselbe umgebördelt wird und hierauf von Falzern (E1) bearbeitet werden kann, welche auf dem Maschinentisch in horizontaler Richtung gleiten und mittelst Arme (F2), Kniehebel (G2), Gelenkstangen (H^, Kniehebel (J1) und Nasen (K1) mit dem Kopf 5 in Berührung treten, wobei die mit Ständern des Maschinentisches gelenkig verbundenen Kniehebel G2 Arme (L1) mit Stellbolzen (a) und durch Federn beeinflufste Nasen (M1) tragen und der Kopf S„mit einem Falzmesser (N1) ausgestattet ist, welches in Verbindung mit Rollen (P1) auf den Umschlag einwirkt, nachdem dieser die Falzer E 1 verlassen hat, zu dem Zwecke, den Briefumschlag auszuschneiden und zusammenzufalten ;
    c) die Bewegungsübertragung der das Papier vorschiebenden Walze Z in . der Weise, dafs die den Kopf S1 hebende und senkende Kurbelwelle T mittelst eines Gelenkarmes (W) und einer Schiebklaue (X) die Zähne eines mit der Vorschubwalze Z verbundenen Sperrrades (Y) aussetzend beeinflufst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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