DE437160C - Verfahren zur Darstellung von halogenhaltigen Alkoholen aus halogenhaltigen Aldehyden - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von halogenhaltigen Alkoholen aus halogenhaltigen Aldehyden

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DE437160C
DE437160C DESCH74176D DESC074176D DE437160C DE 437160 C DE437160 C DE 437160C DE SCH74176 D DESCH74176 D DE SCH74176D DE SC074176 D DESC074176 D DE SC074176D DE 437160 C DE437160 C DE 437160C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C31/00Saturated compounds having hydroxy or O-metal groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C31/34Halogenated alcohols
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C47/00Compounds having —CHO groups
    • C07C47/20Unsaturated compounds having —CHO groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C47/24Unsaturated compounds having —CHO groups bound to acyclic carbon atoms containing halogen

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von halogenhaltigen Alkoholen aus halogenhaltigen Aldehyden. In der Patentschrift 384351 ist ein Verfahren zur Darstellung von Alkoholen aus Aldehyden beschrieben, darin bestehend, daß man auf die Aldehyde :Ethylalkohol in Gegenwart von aktiviertem Magnesium einwirken läßt. Auf halogenhaltige Aldehyde, wie Chloras, Bromas usw., ist dieses Verfahren nicht anwendbar. Ebenso hat sich ergeben, dali ein für halogenfreie Aldehyde geeignetes Verfahren, gemäß dem bei Gegenwart primärer Alkohole mit Hilfe der Alkoholate und Halogenalkoholate des Magnesiums oder von Mischungen dieser Stoffe die Reduktion bewirkt werden kann, bei halogenhaltigen Aldehyden nicht zum Ziel führt. Dagegen hat sich gezeigt, daß sich bei der Einwirkung von Aluminiumalkoholaten auf Halogenhaltige, in primären Alkoholen gelöste Aldehyde überraschenderweise die betreffenden Alkohole in glätter Weise bilden. Es konnte dies uni so weniger angenommen werden, als nach den bisherigen Untersuchungen (vgl. Tischtschenko, Chemisches Zentralblatt 19o6, 1T, S. 1309 und 1552) bei der Einwirkung von Aluminiumalkoliolaten auf unverdünnte Aldehyde oder deren Lösungen in indifferenten Lösungsmitteln unter Verknüpfung zweier Aldehvdmolekiile Säureester entstehen. Wenn man aber nach denn vorliegenden Verfahren die Einwirkung der Aluminiumalkoholate auf die Lösungen der halogenhaltigen Aldehyde in primären Alkoholen vornimmt. so tritt die Bildung der Säureester praktisch vollständig zurück, und es entstehen unter Mitbeteiligung des angewandten Alkohols die den halogenhaltigen Aldehyden entsprechenden halogenhaltigen Alkohole.
  • Die aus den primären Alkoholen im Verlaufe der Reaktion sich bildenden Aldehyde können bei niedrigem Siedepunkt durch Durchleiten eines indifferenten Gasstromes oder durch ständiges Abdestillieren aus dem Reaktionsgemisch entfernt werden.
  • Wie die Aluminiutnalkoholate wirken die Aluminiumhalogenalkoholate (vgl. Bulletin de la sooiete chimique de Paris [3l Bd. 25, S:- 551 und die Patentschrift 27711I) sowie die anhydridartigen alkoxylärmeren Umwandlungsprodukte, wie sie durch Erhitzen der normalen Aluminiumalkoholate für sich (vgl. Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft Bd.53, S.720) oder mit Wasser oder wasserabgebenden Stoffen erhalten werden (Patentschrift 277187) sowie auch 'Mischungen der genannten Verbindungen.
  • Beispiel s.
  • Ioo g Chloras, in 25o ccin hochprozentigem Alkohol gelöst, werden mit 3o-bis 4o g geschmolzenem Aluminiuniätlivlalkoholat versetzt und unter Durchleiten von Wasserstoff 20 Stunden unter Rückfluß gekocht Nach dein Abdestillieren des Alkohols zersetzt man den Rückstand finit verdünnter Schwefelsäure und destilliert dann den gebildeten Trichlor-:itliyialkohol mit Wasserdampf ab. Das Destillat wird mit Kochsalz aasgesalzen und der Alkohol in der üblichen Weise abgetrennt. Der erhaltene Trichloräthylalkohol bildet einfarbloses, bei 17° erstarrendes 01 vom Siedepunkt iii' bei 170 mm Druck. Die Ausbeute beträgt über 8o Prozent.
  • Beispiele. i oo g Bromal werden in 15o ccm absolutem Alkohol gelöst, mit 35 g geschmolzenen Aluminiumäthylalkoholat versetzt und unter Durchleiten eines indifferenten Gasstroms 8 Stunden auf i io bis i 15°_ erwärmt. Nach dem Abdestillieren des Alkohols- fügt -man verdünnte Schwefelsäure zu und treibt denentstandenen Tribromäthylalkohol mit Dampf ab. Die Hauptmenge des Tribromäthylalkohols scheidet sich unmittelbar ab, den Rest gewinnt man nach Aussalzen der Brühe durch Extraktion.
  • Man reinigt .durch und Llmkristallisieren aus Ligroin und erhält so den Tribromäthylalkohol in farblosen Kristallen vom Siedepunkt 02 his p3° (1o mini und Schmelzpunkt 8o'.
  • BeisPiel3. hlati trägt 250 g Butylchloral in 6oo ccm ab,#olutemAlkohol ein, fügt 125g Aluminiumäthylalkoholat zu und erhitzt unter Durchleiten von Wasserstoff 24 Stunden auf i15'. Nach beendeter Reaktion wird - der Alkohol abdestiliiert und nach Zusatz von verdünnter Schwefelsäure der ß-p-8-Trichlorbutylalkohol mit Dampf abgeblasen. Die Hauptmenge wird kristallinisch abgeschieden und von der wäßrigen Brühe getrennt, während die letztere nach dem Aussahen mit Äther extrahiert wird.
  • Der aus Petroläther umkristallisierte Trichlorbutvlalkohol schmilzt bei 61°. Beispiel 14.
  • 200 g a-Chlorcrotonaldehyd in 65o ccm absolutem Alkohol werden mit ioo g Alumiuiumäthylalko11olat versetzt und unter Durch-leiten von Wasserstoff 15 Stunden am Rückflußkühler gekocht. Nun wird der Alkohol abdestilliert, der Rückstand mit verdünnter Schwefelsäure zerlegt und dann durch Dampfdestillation der gebildete a-Chlorcrotonylalkohol übergetrieben. Die durch Dampfdestillation erhaltene wäßrige Brühe wird ausgesalzenund ausgeäthert. Die getrocknete Ätherlösung liefert nach Abdestillation des Äthers den a - Chlorcrotonylalkohol vom Siedepunkt 158 bis 161 °.
  • Beis-p-ie15. ioo g Bromal werden in 150 ccm Propylalkohol gelöst und mit -40 -g Aluminiumpropylalkoholat versetzt. -Man erhitzt nun 8 Stunden unter Durchleiten von StickstäfF -auf - 12o bis 125°.
  • Damm wird der--Propylälkohol abdestilliert, der Rückstand mit verdünnter Schwefelsäure zersetzt und der gebildete Tribromäthylalkohol mit Dampf übergetrieben. Die Isolierung und Reinigung erfolgt so wie in Beispiel e.

Claims (1)

  1. P@TEN;TANNspRUCS: Verfahren zur Darstellung von halogenhaltigen _Alkoholen aus halogenhaltigen Aldehyden, darin bestehend, daß man auf die Lösungen dieser Aldehyde in . primärenAlkoholen Alkoholate oder Halogenalkoholate des Aluminiums oder Mischungen dieser Stoffe bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur zur Einwirkung bringt.
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