DE437050C - Sicherung fuer Fernsprechleitungen - Google Patents

Sicherung fuer Fernsprechleitungen

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DE437050C
DE437050C DEW69028D DEW0069028D DE437050C DE 437050 C DE437050 C DE 437050C DE W69028 D DEW69028 D DE W69028D DE W0069028 D DEW0069028 D DE W0069028D DE 437050 C DE437050 C DE 437050C
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Germany
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armature
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current
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DEW69028D
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KARL WALTHER DIPL ING
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KARL WALTHER DIPL ING
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/02Details ; arrangements for supplying electrical power along data transmission lines
    • H04L25/08Modifications for reducing interference; Modifications for reducing effects due to line faults ; Receiver end arrangements for detecting or overcoming line faults

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

Die den Klappenschrank oder Vielfachumschalter bedienenden Beamten bei den Fernsprechämtern sind vielfach plötzlich auftretenden Starkströmen ausgesetzt, die durch den Kopffernhörer hindurchgehen und dem Beamten, nicht selten auch dem Teilnehmer einen kräftigen Schlag versetzen und dadurch Unfälle, unter Umständen sogar schwere Verletzungen der angeschlossenen Personen herbeiführen.
Bisherige Abhilfe wurde durch die Fritter sicherung angestrebt, die jedoch als unzuverlässig bezeichnet werden muß. Ferner wurden bisher im Fernsprechwesen alle Leitungen vor der Zimmereinführung durch ein Sicherungskästchen geschützt, das meist zwei Feinsicherungen, zwei Grobsicherungen und einen Luftleerblitzableiter enthielt. Diese Sicherung ist ungenügend, unzuverlässig und muß, wie alle Sicherungen, beim Durchbrennen neu ersetzt werden. Man hat auch versucht, Fernsprechleitungen durch Einbauen einer elektromagnetischen Schaltvorrichtung zu sichern, deren Anker die Streckenleitung beim Durchfluß eines Starkstromes unterbricht und gleichzeitig die zum Hörer führende Leitung erdet. Eine solche Einrichtung erfüllt jedoch den beabsichtigten Zweck nur unvollkommen, weil die Ursachen der Starkstrombildung meist in der abgeschalteten Streckenleitung liegen und, falls in dieser die Überspannungen noch nicht beseitigt sind, durch das infolge Stromloswerdens der Schaltvorrichtung sofort wieder einsetzende Anschalten der Streckenleitung doch noch ein Stromstoß zu den Hörern gelangen kann. Die Erfindung vermeidet diesen Nachteil dadurch, daß bei der Verstellung des Ankers der Schaltvorrichtung die Streckenleitung unter Abschluß der Sprechleitung so lange an Erde gelegt bleibt, bis die Überspannungen vollständig ausgeglichen sind. Erreicht wird dies dadurch, daß der Strom, ganz gleich, ob Sprech- oder Zusatzstrom, stets über den Anker der Schaltvorrichtung geführt ist und dieser Anker unter dem Einfluß einer Hilfskraft steht, die nach der Ableitung des Starkstromes sofort die Normallage der Schaltvorrichtung wieder einstellt. Hierbei läßt sich die Einrichtung leicht so anbringen, daß sie sowohl die Hin- als auch die Rückleitung beeinflußt bzw. die Streckenleitung für sich und die Leitung zu den Kopfhörern für sich erdet. Weiterhin ist der Erfindung gemäß durch verstellbare Anordnung der Magnetkerne in bezug auf die zugehörigen Anker dafür gesorgt, daß die Einrichtung ohne weiteres für verschiedene Betriebsspannungen verwendbar ist.
Auf der Zeichnung ist in schematischer Weise eine Ausführungsform der neuen Einrichtung veranschaulicht. Es zeigt Abb. 1 die Schaltung bei normalem Stromablauf, Abb. 2 die Schaltung bei Unterbrechung durch Starkstrom. Abb. 3 zeigt die Schaltung für ein Endamt, Abb. 4 eine Einzelheit.
Bei der in Abb. 1 und 2 schematisch dargestellten Einrichtung ist a, a' die zum Kopffernhörer oder zur Maschine führende Hinleitung und b V die Rückleitung, in welche die Sicherungsvorrichtung gegen Starkstrom eingebaut ist. Diese Sicherungsvorrichtung besteht aus einem um seine Achse 1 leicht drehbaren Teil 2, der unter dem Einfluß einer Feder 3 steht. An diesem Teile 2 sind zwei Arme 4 und 4' befestigt, deren äußere Enden Kontaktstücke tragen, die stets, auch beim Verschwenken der Arme, durch kraft- bzw. zwangsschlüssige Verbindung mit den Kontakten 5 und 5' Fühlung behalten. Die Kontakte 5 und 5' sitzen an Ankern 6 und 6' von Elektromagneten 7, 7', von denen der Elektromagnet 7 in die Hinleitung et, der Elektromagnet 7' in die Rückleitung b eingeschaltet ist.
Die Elektromagnete 7, 7' sind so beschaffen, daß sie bis zu 2 Volt Spannung nicht ansprechen. Ferner sind sie zweckmäßig so gebaut, daß sie bei einem bestimmten Strom arbeiten, dessen Stärke unter Umständen ein- go regelbar ist. Bei Gleichstrom verwendet man gewöhnliche Elektromagnetkerne, bei Wechselstrom polarisierte Elektromagnetkerne.
Jeder der Anker 6, 6' der Elektromagnete 7, 7' ist mit einem rechtwinklig angelenkten Hackenansatz 8, 8' versehen, dessen Enden Kontakte 9, 9' tragen, denen in geringer Entfernung die Erdkontakte E, B' gegenüberstehen. An jedem der Anker 6 und 6' sind weiterhin noch Kontakte 10 und 10' an-
gebracht. Der Kontakt io hat mit α-Leitung, der Kontakt io' mit der fr-Leitung Fühlung. Sämtliche Kontaktflächen bestehen aus Platin, um eine große Lebensdauer zu gewährleisten. Auch sind die Massen des ganzen gekuppelten Hebelsystems in sich ausgeglichen, so daß das durch diese Hebel gebildete bewegliche Steuerglied leicht verstellt werden kann.
Beim Sprechen treten Ströme von höchstens 0,05 Volt Spannung auf, die folgenden Lauf nehmen. Der Strom kommt von der Leitung a, geht über 7, 1, 4, 5, 10 und die Leitung α' zum Kopffernhörer, die Rückleitung erfolgt über V, 7', 1, 4', 5', 10' und b. Hierbei wird die über die Achse 1 geführte Hinleitung α von der über die gleiche Achse geführte Rückleitung b durch entsprechende i aufgeschobene Isolierringe isoliert. j
Treten nun in der Sprechleitung plötzlich j Ströme von höherer Spannung auf, so wird j durch die dadurch bedingte höhere Stromstärke der Anker 6 des Elektromagneten 7 angezogen, wodurch das Steuerglied entgegen j
der Wirkung der Feder 3 in die Lage nach i Abb. 2 übergeführt wird. Es wird dadurch der Anschluß 10 nach dem Kopffernhörer unterbrochen, dafür aber der Erdkontakt 9 geschlossen, so daß der Starkstrom ungehindert und solange seine Ursache fortbesteht, zur Erde abfließen kann. Durch die zwangsschlüssige Abhängigkeit des Armes 4', des Steuergliedes und des Ankers 6' wird auch die Rückleitung b, b' unterbrochen und in dieser der Erdanschluß der zum Kopfhörer | führenden Leitung hergestellt.
Die Feder 3 hat nun eine solche Spannung, j
daß sie nach 2 bis 3 Sekunden die Arme 4, 4' j
in die alte Lage zurückbringt und dadurch '■ den früheren Zustand wiederherstellt, so daß der Teilnehmer die plötzliche Wirkung der | Unterbrechung kaum merkt.
Für das Endamt gestaltet sich die Sicherung insofern einfacher, als die Rückleitung b sowieso geerdet ist und die Umschaltvorrichtung in der Rückleitung fortfällt. Abb. 3 zeigt die diesbezügliche Anordnung.
Um die Empfindlichkeit der Sicherung veränderlich zu machen und sie für verschiedene Betriebsspannungen verwenden zu können, sind die Elektromagnetkerne 7, 7' in bezug auf die zugehörigen Anker mehr oder weniger weit verstellbar. Die Verstellung kann beispielsweise durch eine Stellschraube 11 erfolgen, die in einem feststehenden Teile 12 geführt ist und an den Magnetkernen -angreift. Die Größe der Verstellung kann an einer Skala abgelesen werden, auf der am besten gleich die entsprechenden Betriebsspannungen 20-40-60-80 Volt angegeben sind. Letztgenannte Einrichtung wird zweckmäßig beim Telegraphenbetrieb Anwendung finden. Beim Telephonbetrieb wird die Sicherungsvorrichtung zwischen Apparat und Fernhörer eingeschaltet, damit der Weckstrom melden kann.
Die neue Sicherung hat den Vorteil, daß sie eine absolute Sicherheit gegen Starkstrom und Blitz bietet und nach dessen unschädlicher Ableitung sofort wieder betriebsbereit ist. Die neue Einrichtung kann auch in gewissen Fällen zur Sicherung von empfindlichen Maschinen benutzt werden und die bisher üblichen Schmelzsicherungen ersetzen.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Sicherung für Fernsprechleitungen u. dgl. mit einer in die Sprechleitung eingeschalteten elektromagnetischen Schaltvorrichtung, deren Anker die Streckenleitung beim Durchfluß eines Starkstromes erdet, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom stets über den Anker der Schaltvorrichtung geführt ist und dieser Anker unter dem Einfluß einer Hilfskraft steht, die nach der Ableitung des Starkstromes sofort die Normallage der Schaltvorrichtung wieder einstellt.
2. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfskraft gleichzeitig den Anker einer in der Hinleitung und den Anker einer in der Rückleitung angeordneten elektromagnetischen Schaltvorrichtung beeinflußt.
3. Sicherung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Schaltvorrichtung die Streckenleitung und die andere Schaltvorrichtung die zum Kopfhörer führende Leitung zu erden vermag.
4. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker der Schaltvorrichtung kraft- oder zwangsschlüssig mit einem unter dem Einfluß einer Feder (3) stehenden beweglichen Steuerglied (2) verbunden ist. und der Strom von dem Elektromagneten über dieses Steuerglied und zum Anker geführt wird.
5. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetkerne in bezug auf ihre Anker für verschiedene Betriebsspannungen einstellbar und diese Spannungen auf einer Skala kenntlich gemacht sind.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DEW69028D Sicherung fuer Fernsprechleitungen Expired DE437050C (de)

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