DE437050C - Sicherung fuer Fernsprechleitungen - Google Patents
Sicherung fuer FernsprechleitungenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L25/00—Baseband systems
- H04L25/02—Details ; arrangements for supplying electrical power along data transmission lines
- H04L25/08—Modifications for reducing interference; Modifications for reducing effects due to line faults ; Receiver end arrangements for detecting or overcoming line faults
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Description
Die den Klappenschrank oder Vielfachumschalter bedienenden Beamten bei den
Fernsprechämtern sind vielfach plötzlich auftretenden Starkströmen ausgesetzt, die durch
den Kopffernhörer hindurchgehen und dem Beamten, nicht selten auch dem Teilnehmer
einen kräftigen Schlag versetzen und dadurch Unfälle, unter Umständen sogar schwere Verletzungen
der angeschlossenen Personen herbeiführen.
Bisherige Abhilfe wurde durch die Fritter sicherung angestrebt, die jedoch als unzuverlässig
bezeichnet werden muß. Ferner wurden bisher im Fernsprechwesen alle Leitungen vor der Zimmereinführung durch
ein Sicherungskästchen geschützt, das meist zwei Feinsicherungen, zwei Grobsicherungen
und einen Luftleerblitzableiter enthielt. Diese Sicherung ist ungenügend, unzuverlässig und
muß, wie alle Sicherungen, beim Durchbrennen neu ersetzt werden. Man hat auch versucht,
Fernsprechleitungen durch Einbauen einer elektromagnetischen Schaltvorrichtung
zu sichern, deren Anker die Streckenleitung beim Durchfluß eines Starkstromes unterbricht
und gleichzeitig die zum Hörer führende Leitung erdet. Eine solche Einrichtung erfüllt jedoch den beabsichtigten Zweck
nur unvollkommen, weil die Ursachen der Starkstrombildung meist in der abgeschalteten
Streckenleitung liegen und, falls in dieser die Überspannungen noch nicht beseitigt
sind, durch das infolge Stromloswerdens der Schaltvorrichtung sofort wieder einsetzende
Anschalten der Streckenleitung doch noch ein Stromstoß zu den Hörern gelangen kann.
Die Erfindung vermeidet diesen Nachteil dadurch, daß bei der Verstellung des Ankers
der Schaltvorrichtung die Streckenleitung unter Abschluß der Sprechleitung so lange an
Erde gelegt bleibt, bis die Überspannungen vollständig ausgeglichen sind. Erreicht wird
dies dadurch, daß der Strom, ganz gleich, ob Sprech- oder Zusatzstrom, stets über den
Anker der Schaltvorrichtung geführt ist und dieser Anker unter dem Einfluß einer Hilfskraft
steht, die nach der Ableitung des Starkstromes sofort die Normallage der Schaltvorrichtung
wieder einstellt. Hierbei läßt sich die Einrichtung leicht so anbringen, daß sie
sowohl die Hin- als auch die Rückleitung beeinflußt bzw. die Streckenleitung für sich und
die Leitung zu den Kopfhörern für sich erdet. Weiterhin ist der Erfindung gemäß durch
verstellbare Anordnung der Magnetkerne in bezug auf die zugehörigen Anker dafür gesorgt,
daß die Einrichtung ohne weiteres für verschiedene Betriebsspannungen verwendbar
ist.
Auf der Zeichnung ist in schematischer Weise eine Ausführungsform der neuen Einrichtung
veranschaulicht. Es zeigt Abb. 1 die Schaltung bei normalem Stromablauf, Abb. 2
die Schaltung bei Unterbrechung durch Starkstrom. Abb. 3 zeigt die Schaltung für ein
Endamt, Abb. 4 eine Einzelheit.
Bei der in Abb. 1 und 2 schematisch dargestellten Einrichtung ist a, a' die zum Kopffernhörer
oder zur Maschine führende Hinleitung und b V die Rückleitung, in welche die
Sicherungsvorrichtung gegen Starkstrom eingebaut ist. Diese Sicherungsvorrichtung besteht
aus einem um seine Achse 1 leicht drehbaren Teil 2, der unter dem Einfluß einer Feder
3 steht. An diesem Teile 2 sind zwei Arme 4 und 4' befestigt, deren äußere Enden
Kontaktstücke tragen, die stets, auch beim Verschwenken der Arme, durch kraft- bzw.
zwangsschlüssige Verbindung mit den Kontakten 5 und 5' Fühlung behalten. Die Kontakte
5 und 5' sitzen an Ankern 6 und 6' von Elektromagneten 7, 7', von denen der Elektromagnet
7 in die Hinleitung et, der Elektromagnet 7' in die Rückleitung b eingeschaltet
ist.
Die Elektromagnete 7, 7' sind so beschaffen, daß sie bis zu 2 Volt Spannung nicht ansprechen.
Ferner sind sie zweckmäßig so gebaut, daß sie bei einem bestimmten Strom arbeiten, dessen Stärke unter Umständen ein- go
regelbar ist. Bei Gleichstrom verwendet man gewöhnliche Elektromagnetkerne, bei Wechselstrom
polarisierte Elektromagnetkerne.
Jeder der Anker 6, 6' der Elektromagnete 7, 7' ist mit einem rechtwinklig angelenkten
Hackenansatz 8, 8' versehen, dessen Enden Kontakte 9, 9' tragen, denen in geringer
Entfernung die Erdkontakte E, B' gegenüberstehen. An jedem der Anker 6 und 6'
sind weiterhin noch Kontakte 10 und 10' an-
gebracht. Der Kontakt io hat mit α-Leitung,
der Kontakt io' mit der fr-Leitung Fühlung. Sämtliche Kontaktflächen bestehen aus Platin,
um eine große Lebensdauer zu gewährleisten. Auch sind die Massen des ganzen gekuppelten
Hebelsystems in sich ausgeglichen, so daß das durch diese Hebel gebildete bewegliche
Steuerglied leicht verstellt werden kann.
Beim Sprechen treten Ströme von höchstens 0,05 Volt Spannung auf, die folgenden
Lauf nehmen. Der Strom kommt von der Leitung a, geht über 7, 1, 4, 5, 10 und die
Leitung α' zum Kopffernhörer, die Rückleitung erfolgt über V, 7', 1, 4', 5', 10' und b.
Hierbei wird die über die Achse 1 geführte Hinleitung α von der über die gleiche Achse
geführte Rückleitung b durch entsprechende i aufgeschobene Isolierringe isoliert. j
Treten nun in der Sprechleitung plötzlich j Ströme von höherer Spannung auf, so wird j
durch die dadurch bedingte höhere Stromstärke der Anker 6 des Elektromagneten 7 angezogen, wodurch das Steuerglied entgegen j
der Wirkung der Feder 3 in die Lage nach i Abb. 2 übergeführt wird. Es wird dadurch
der Anschluß 10 nach dem Kopffernhörer
unterbrochen, dafür aber der Erdkontakt 9 geschlossen, so daß der Starkstrom ungehindert
und solange seine Ursache fortbesteht, zur Erde abfließen kann. Durch die zwangsschlüssige
Abhängigkeit des Armes 4', des Steuergliedes und des Ankers 6' wird auch die Rückleitung b, b' unterbrochen und in
dieser der Erdanschluß der zum Kopfhörer | führenden Leitung hergestellt.
Die Feder 3 hat nun eine solche Spannung, j
daß sie nach 2 bis 3 Sekunden die Arme 4, 4' j
in die alte Lage zurückbringt und dadurch '■ den früheren Zustand wiederherstellt, so daß
der Teilnehmer die plötzliche Wirkung der | Unterbrechung kaum merkt.
Für das Endamt gestaltet sich die Sicherung insofern einfacher, als die Rückleitung b
sowieso geerdet ist und die Umschaltvorrichtung in der Rückleitung fortfällt. Abb. 3
zeigt die diesbezügliche Anordnung.
Um die Empfindlichkeit der Sicherung veränderlich zu machen und sie für verschiedene
Betriebsspannungen verwenden zu können, sind die Elektromagnetkerne 7, 7' in bezug
auf die zugehörigen Anker mehr oder weniger weit verstellbar. Die Verstellung kann
beispielsweise durch eine Stellschraube 11 erfolgen, die in einem feststehenden Teile 12
geführt ist und an den Magnetkernen -angreift. Die Größe der Verstellung kann an
einer Skala abgelesen werden, auf der am besten gleich die entsprechenden Betriebsspannungen
20-40-60-80 Volt angegeben sind. Letztgenannte Einrichtung wird zweckmäßig beim Telegraphenbetrieb Anwendung
finden. Beim Telephonbetrieb wird die Sicherungsvorrichtung zwischen Apparat und
Fernhörer eingeschaltet, damit der Weckstrom melden kann.
Die neue Sicherung hat den Vorteil, daß sie eine absolute Sicherheit gegen Starkstrom
und Blitz bietet und nach dessen unschädlicher Ableitung sofort wieder betriebsbereit
ist. Die neue Einrichtung kann auch in gewissen Fällen zur Sicherung von empfindlichen
Maschinen benutzt werden und die bisher üblichen Schmelzsicherungen ersetzen.
Claims (5)
1. Sicherung für Fernsprechleitungen u. dgl. mit einer in die Sprechleitung eingeschalteten
elektromagnetischen Schaltvorrichtung, deren Anker die Streckenleitung beim Durchfluß eines Starkstromes
erdet, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom stets über den Anker der Schaltvorrichtung geführt ist und dieser
Anker unter dem Einfluß einer Hilfskraft steht, die nach der Ableitung des Starkstromes
sofort die Normallage der Schaltvorrichtung wieder einstellt.
2. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfskraft gleichzeitig
den Anker einer in der Hinleitung und den Anker einer in der Rückleitung angeordneten elektromagnetischen Schaltvorrichtung
beeinflußt.
3. Sicherung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine
Schaltvorrichtung die Streckenleitung und die andere Schaltvorrichtung die zum Kopfhörer führende Leitung zu erden vermag.
4. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker der Schaltvorrichtung
kraft- oder zwangsschlüssig mit einem unter dem Einfluß einer Feder (3) stehenden beweglichen Steuerglied (2)
verbunden ist. und der Strom von dem Elektromagneten über dieses Steuerglied und zum Anker geführt wird.
5. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetkerne in
bezug auf ihre Anker für verschiedene Betriebsspannungen einstellbar und diese Spannungen auf einer Skala kenntlich gemacht
sind.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW69028D DE437050C (de) | Sicherung fuer Fernsprechleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW69028D DE437050C (de) | Sicherung fuer Fernsprechleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE437050C true DE437050C (de) | 1927-01-19 |
Family
ID=7608266
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW69028D Expired DE437050C (de) | Sicherung fuer Fernsprechleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE437050C (de) |
-
0
- DE DEW69028D patent/DE437050C/de not_active Expired
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