DE828722C - Schaltungsanordnung zum wahlweise erfolgenden Anruf von Abzweigstellen einer Gesellschaftsleitung in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung zum wahlweise erfolgenden Anruf von Abzweigstellen einer Gesellschaftsleitung in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen

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DE828722C
DE828722C DEP9041A DEP0009041A DE828722C DE 828722 C DE828722 C DE 828722C DE P9041 A DEP9041 A DE P9041A DE P0009041 A DEP0009041 A DE P0009041A DE 828722 C DE828722 C DE 828722C
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Artur Flad
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q5/00Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
    • H04Q5/02Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems
    • H04Q5/06Signalling by amplitude or polarity of DC

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Alarm Systems (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung zum wahlweise erfolgenden Anruf von Abzweigstellen einer Gesellschaftsleitung in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen Die Erfindung bezieht sich auf Fernmeldeanlagen mit Gesellschaftsleitungen, bei denen der Anruf der Abzweigstellen wahlweise durch Anlegen von Spannungen verschiedener Größe an die gemeinsame Leitung in einer Hauptstelle erfolgt.
  • Bei bekannten .Anordnungen dieser Art sind den einzelnen Abzweigstellen polarisierte Empfangsrelais zugeordnet, welche durch Rufströme verschiedener Richtung über die eine oder beide Sprechadern der gemeinsamen Leitung in verschiedenen Kombinationen erregt werden. Hierbei ist jedoch die Zahl der auswählbaren Abzweigstellen sehr gering.
  • Weiterhin sind auch schon Anordnungen für Gesellschaftsleitungen bekannt, bei denen den polarisierten Relais an den Abzweigstellen Glimmlampen vorgeschaltet sind, so daß ein Stromfluß über die Empfangsrelais nur beim Anlegen von Spannungen bestimmter Größe erfolgt. Auch diese bekannten Anlagen haben den Nachteil, daß nur eine sehr beschränkte Anzahl von Abzweigstellen an die gemeinsame Leitung angeschlossen werden kann. Man hat daher bei einer der bekannten Schaltungen dieser Art eine mehrmalige Auswahl mit Strömen verschiedener Richtungen vorgeschlagen, was jedoch einen verhältnismäßig großen Aufwand an Schaltmitteln sowohl für die einzelnen Abzweigstellen als auch für die Sendeeinrichtung an der Hauptstelle bedingt.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die Zahl der an die gemeinsame Leitung anschaltbaren Abzweigstellen trotz geringsten Aufwandes an Schaltmitteln für die einzelnen Abzweigstellen wesentlich zu erhöhen, was dadurch erreicht wird, daß jeder Abzweigstelle ein oder zwei polarisierte Empfangsrelais zugeordnet sind, welche teils über vorgeschaltete Glimmlampen, teils direkt mit einer oder beiden Sprechadern der gemeinsamenLeitung in für jedeAbzweigstelle unterschiedlicher Weise in Verbindung stehen.
  • Bei der Anordnung nach der Erfindung sind also die Anrufempfangseinrichtungen der einzelnen Abzweigstellen äußerst einfach und übersichtlich ausgebildet, wodurch eine billige und doch absolut sicher arbeitende Anlage geschaffen wird. Um alle Kombinationsmöglichkeiten für die Anrufrelais der Abzweigstellen ausnützen und somit eine größtmögliche Zahl von Stationen an die gemeinsame Leitung anschließen zu können, wird nach einer Weiterbildung des allgemeinen Erfindungsgedankens den nur über eine Ader der Leitung anzurufenden Abzweigstellen ein neutrales Hilfsrelais zugeordnet, das unmittelbar an die andere Ader der Leitung angeschaltet ist. Dieses Relais spricht beim Anlegen von Spannungen beliebiger Höhe und Richtung an und unterbindet die Einschaltung des Anrufzeichens.
  • In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungs-1-)-eispiel-e der Erfinid'ung dargestellt. Die Fig. i zeigt eine Ausführung für eine Gesellschaftsleitung mit zwölf Abzweigstellen (im folgenden kurz mit Station bezeichnet). Nach der in Fig. 2 dargestellten Schaltungsweise der einzelnen Stationen können bis zu achtzehn verschiedene Stationen über die gemeinsame Leitung wahlweise angerufen werden. Die Fig. 3 zeigt eine Abänderung der Empfangsschaltung eines Teiles der Stationen nach Fig. 2, deren Zweck später erläutert wird.
  • Der Übersichtlichkeit halber sind in den Zeichnungen nur die Anrufempfangseinrichtungen der Stationen, nicht dagegen die Sprecheinrichtungen dargestellt. Die Schaltung der Hauptstelle, von der aus die Anschaltung der unterschiedlichen Rufpotentiale an die gemeinsame Leitung erfolgt, kann beliebiger Art sein. Sie ist nur in Fig. 3 prinzipiell angedeutet.
  • In Fig. i sind mit a und b die beiden Sprechadern der Gesellschaftsleitung und mit S i, S 2,
    Station S i . . . + 120 Volt an a-Ader
    - S 2...+ 120 - - b-Ader
    - S 3...-120 - - a-Ader
    - S 4...-120 - - b-Ader
    - S 5...+ 120 - - die aus den Adern a und b gebildete Schleife
    - S 6...-120 - - - - - - - - - - -
    - S 7...+ 6o - - a- und -1- 6o Volt an b-Ader
    - S 8...- 6o - - a- - -6o - - b-Ader
    - S 9...+ 6o - - a- - -6o - - b-Ader
    - S io. . .- 6o - - a- - +6o - - b-Ader
    - Sii...Wechselstrom an a-Ader
    - S12 ... - - b-Ader
    Ein Ansprechen der Relais R i bis R 6 beim Anlegen der niedrigen Spannungen (6o Volt) an die eine oder beide Adern der gemeinsamen Leitung ist durch die Vorschaltung der Glimmlampen G i S 3 ... S 12 deren Stationen bezeichnet. R stellen die polarisierten Relais, G die diesen vorgeschalteten Glimmlampen dar. W 1, W 2, W 3 ... W 12 sind die als Gleichstromwecker ausgebildeten Anrufzeichen der einzelnen Stationen. Unter der Annahme, daß die Station S i angerufen werden soll, wird über die Sendeeinrichtung der nicht dargestellten Hauptstelle eine positive Spannung von etwa 120 Volt an die Ader a der gemeinsamen Leitung angelegt. Die Glimmlampe G i mag eine Zündspannung von 8o Volt besitzen. Sie wird also beim Anlegen der hohen Spannung an die a-Ader zünden, so daß das nur auf eine positiv gerichtete Spannung ansprechende Relais R i seinen Anker anzieht und über seinen Kontakt r i einen Lokalstromkreis für den Wecker W i schließt. Daran erkennt der Teilnehmer der Station S i, daß er von der Hauptstelle gewünscht wird und schaltet seinen Sprechapparat in bekannter Weise durch Abnehmen des Fernhörers ein. Gleichzeitig wird auch das direkt mit der Ader a der gemeinsamen Leitung an der Station S 7 verbundene polarisierte Relais R 7 zum Ansprechen kommen. Dies bleibt jedoch ohne Wirkung, da der Wecker W 7 nur über die Kontakte r 7 und r 8 beider Relais R 7 und R 8 eingeschaltet werden kann. Zum Anruf der Station S7 muß vielmehr an beide Adern a und b der Leitung eine positive Spannung angelegt werden. Wird die Station S 2 gewünscht, so ist das Anlegen einer hohen positiven Spannung an die Ader b der einer erforderlich. Darauf zündet die Glimmlampe G 2, das Relais R 2 spricht an und schaltet über seinen Kontakt r 2 den Wecker W 2 ein. Gleichzeitig wird auch das unmittelbar an der b-Ader liegende Relais R 14 an der Station S io erregt. Eine Einschaltung des Weckers W io kann jedoch nicht erfolgen, da sein Stromkreis am Kontakt r 13 geöffnet bleibt. Um den Anruf der Station S io zu bewirken, muß außer der positiven Spannung auf der b-Ader noch eine negative Spannung an die a-Ader angelegt werden.
  • Die zum Anruf der einzelnen Stationen gemäß Fig. i erforderliche Anschaltung von Spannungen unterschiedlicher Richtung und Stärke veranschaulicht die nachfolgende Tabelle: bis G 6 verhindert. Durch die zum Anruf der Stationen S 5 und S 6 an die aus den Adern a und b gebildete Leitungsschleife angelegten hohen Spannungen (12o Volt) verschiedener Richturig können die Relais R 1 bis R .4 ebenfalls nicht beeinflußt werden, da zu ihrem Ansprechen die Anschaltung einer geerdeten Spannungsquelle an die eine Ader (a oder b) erforderlich ist. Mit der oben beschriebenen Ausgestaltung und Schaltung der Anrufempfangseinrichtungen an den einzelnen Stationen ist ein wahlweiser Anruf von zehn Stationen möglich. Durch die in Fig. 1 angedeutete Verwendung von Wechselstrom zum Anruf kann die Zahl der an die gemeinsame Leitung anschaltbaren Stationen auf zwölf erhöht werden. Der Station S 11 ist zu diesem Zweck ein Wechselstrom-Relais WR 1, das über einen Kondensator C 1 mit der a-Ader verbunden ist, und der Station S 12 ein Wechselstrom-Relais WR 2 mit vorgeschaltetem Kondensator C 2 zugeordnet, das mit der b-Ader verbunden ist.
  • Die Relais R 1 bis R 14 können konstruktiv als polarisierte Relais ausgebildet sein; jedoch ist auch die Verwendung neutraler Relais möglich, denen Trockengleichrichter verschiedener Polung vorgeschaltet werden.
  • Wie aus der vorstehenden Beschreibung und aus der Darstellung der Fig. 1 ersichtlich, ergibt sich bei Anwendung des Erfindungsgedankens eine äußerst einfache Schaltungsweise für die Anrufeinrichtungen der einzelnen Abzweigstellen und ein sehr geringer Aufwand an Schaltmitteln. Durch kleine Zusätze an einigen Stationen läßt sich jedoch die Zahl der an die gemeinsame Leitung anschaltbaren Abzweigstellen noch wesentlich erhöhen.
  • Eine solche Ausführung ist in Fig. 2 dargestellt, in der finit a und b wieder die beiden Sprechadern einer Gesellschaftsleitung und mit S 1 bis S 18 die verschiedenen Stationen bezeichnet sind. Unterschiedlich gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 1 ist im wesentlichen nur die Anordnung je eines neutralen Hilfsrelais an den Stationen S 1 bis S 4 und S 9 bis S 16, die in der Zeichnung mit N 1 bis 1" 4 bzw. H 9 bis H 16 bezeichnet sind. Der Zweck dieser Relais besteht, wie im nachfolgenden näher auseinandergesetzt werden wird, in der Unterbindung eines Anrufes beim Ansprechen des oder der betreffenden polarisierten Relais an nicht gewünschten Stationen.
  • Soll beispielsweise die Station S 5 angerufen \\-erden, so erfolgt in der nicht dargestellten Hauptstelle die Anschaltung einer hohen positiven Spannung (z. B. 120 Volt) an die beiden Sprechadern a und b. Die Glimmlampen G 51 und G 52 zünden, so daß die polarisierten Relais R 51 und R 52 ansprechen. Über die Kontakte r 51 und r 52 wird der Wecker W 5 eingeschaltet. Gleichzeitig werden an den Stationen S 1 und S 2 die Relais R 1 und R 2 erregt und würden die Anrufwecker W 1 und W 2 einschalten. Um diese Fehlrufe zu vermeiden, sind , die neutralen Relais N 1 und N 2 vorgesehen, welche beim Anlegen von Spannungen beliebiger Höhe und Richtung ansprechen und durch Öffnen ihrer Kontakte n 1 und n 2 die Stromkreise für die Wecker W 1 und W 2 unterbrechen. Zum Anruf der Station S'6 wird an der Hauptstelle eine hohe negative Spannung an die beiden Sprechadern a und b angeschaltet, wodurch die Glimmlampen G 61 und G 62 zünden und die entsprechend polarisierten Relais R 61 und R 62 ihre Anker anziehen. Über die Kontakte r 61 und r 62 erfolgt die Einschaltung des Weckers W 6. Das gleichzeitige Ansprechen der Relais R 3 und R4 an den Stationen S3 und S4 ist unwirksam, da an diesen Stationen auch die neutralen Relais N 3 und N 4 erregt werden, welche mit ihren Kontakten n 3 und n 4 die Stromkreise für die Wecker W 3 und W 4 auftrennen. Ein Fehlanruf der Stationen S 11, S 12 und S 14, deren Anrufrelais R 11, R 12 bzw. R 15 und R 16 ebenfalls auf Spannungen negativer Richtung an den Adern a und/oder b ansprechen, wird durch die Hilfsrelais H 11, H12 und H14 verhindert, welche beim Vorhandensein hoher Spannungen auf den Adern a und b über .die Glimmlampen G 11, G 12 und G 15, G 16 ansprechen und durch Öffnen ihrer Kontakte h 11, h 12 bzw. 1 h 14 und 2 h 14 die polarisierten Relais R 11, R 12, R 15 und R 16 abschalten. Um ein kurzzeitiges Anschlagen der Wecker W 11, W 12 und W 14 zu verhindern, können die polarisierten Relais der Stationen S 11, S 12 und S 14 mit leichter Anzugsverzögerung ausgerüstet werden.
  • Der Anruf der Stationen S 9 bis S 16 erfolgt nach der Ausführungsform gemäß Fig. 2 durch Anlegen von niedrigen Spannungen (z. B. 6o Volt) verschiedener Richtung an die eine oder beide Adern der gemeinsamen Leitung. So wird beispielsweise die Station S 9 durch Anschaltung einer niedrigen positiven Spannung an die a-Ader gerufen. Hierbei spricht das polarisierte Relais R 9 an und schließt an seinem Kontakt r 9 den Lokalstromkreis für den Anrufwecker W 9. Die gleichzeitige Erregung der Relais R 13 und R 17 an den Stationen S 13 und S 15 bleibt dabei ohne Wirkung, da die Stromkreise der Wecker W 13 und W 15 dieser Stationen nur über die in Reihe liegenden Kontakte r 13-r 14 bzw. r 17-r 18 geschlossen werden können. So muß beispielsweise zum Anruf der Station S 15 eine niedrige positive Spannung auf der a-Ader und eine gleich hohe negative Spannung auf der b-Ader vorhanden sein. Ist dies der Fall, so sprechen die Relais R 17 und R 18 an und schalten über ihre Kontakte r 17 und r 18 den Wecker W 15 ein.
  • Die gleichzeitige Erregung der Relais R 13 und R 16 bleibt wirkungslos, da die Stromkreise der Wecker W 13 und W 14 an den Kontakten r 14 und r 15 offen bleiben. Ein Ansprechen der Relais R 9 und R 12 an den Stationen S 9 bzw. S 12 ist durch die gleichzeitig erfolgende Erregung der Wicklungen II der neutralen Hilfsrelais H 9 und H 12 verhindert, welche an ihren Kontakten h 9 und h 12 die Relais R 9 und R 12 von der a- bzw. b-Ader abschalten. Um die Sicherheit gegen Fehlanrufe zu erhöhen, kann beim Anlegen einer Wahlspannung an die eine der beiden Adern gleichzeitig die andere Ader geerdet werden.
  • Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung ergibt, wird durch die Anordnung eines einzigen neutralen Hilfsrelais mit einer oder zwei Wicklungen an den Stationen S 1 bis S 4 und S 9 bis S 16 eine Ausnutzung fast sämtlicher Kombinationsmöglichkeiten verschieden hoher Spannungen unterschiedlicher Richtungen und damit eine ganz erhebliche Erhöhung der Zahl an eine gemeinsame Leitung anschaltbarer Abzweigstellen erzielt. Dabei dienen die über eine vorgeschaltete Glimmlampe mit einer Ader der gemeinsamen Leitung verbundenen Wicklungen der Hilfsrelais zur Verhinderung des Ansprechens der betreffenden polarisierten Relais auf gleichgerichtete hohe Spannungen und die unmittelbar mit einer Leitungsader verbundenen Wicklun-
    Station S Z . . . + 120 Volt an a-Ader
    - S 2...+ 120 - - b-Ader
    - S 3...-120 - - a-Ader .
    - S 4...-120 - - b-Ader
    - S 5...+ 120 - - a- und + 120 Volt an b-Ader
    - S 6...-120 - - a- - -12o - - b-Ader
    - S 7...+ 120 - - a- - -120 - - b-Ader
    - S 8...-120 - - a- - + 120 - - b-Ader
    - S 9...+ 6o - - a-Ader
    - S Zo.. . + 6o - - b-Ader
    - S ZZ.. .- 6o - - a-Ader
    - S 12... - 6o - - b-Ader
    - S13...+ 6o - - a-Ader und + 6o Volt an b-Ader
    - S14...- 6o - - a-Ader - -6o - - b-Ader
    - S 15... + 6o - - a-Ader - -6o - - b-Ader
    - S 16... - 6o - - a-Ader - +6o - - b-Ader
    - S17 ... Wechselstrom an a-Ader
    - S 18... - - b-Ader.
    Durch Anlegen verschieden hoher Spannungen unterschiedlicher Richtungen können also sechzehn verschiedene Stationen wahlweise gerufen werden, wobei an jeder Station für den Wahlruf nur zwei Relais erforderlich sind. Bei Verwendung von Wechselstrom zum Anruf ist eine Erhöhung der Zahl anschaltbarer Stationen auf achtzehn möglich.
  • Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist gegenüber der in Fig. 2 gezeigten Schaltung nur eine Änderung der Stromkreise an den Stationen S9 bis S 16 erfolgt. Die Anrufempfangseinrichtungen der übrigen Stationen entsprechen den in Fig.2 dargestellten.
  • Bei Gesellschaftsleitungen spielt die wahlweise Anschaltung transportabler Fernsprecheinrichtungen, sog. Streckenfernsprecher, ein;- große Rolle. Bei der Errichtung von Gesellschaftsleitungsanlagen ist daher gerade auf den störungsfreien Betrieb bei Verwendung von Streckenfernsprechern besonders zu achten. Diese Apparate werden im allgemeinen mit Netzanschluß betrieben. Um auch bei Ausfall des Netzes einen Anruf zur Hauptstelle zu ermöglichen, wurden die Streckenfernsprecher bisher mit Induktoren ausgerüstet, welche die Apparatur jedoch sehr verteuern und deren Gewicht erheblich erhöhen. Zwecks Ersparnis solcher Induktoren in den Streckenfernsprechern könnte der Anruf zur Hauptstelle durch Anlegen von Erde über eine Ruftaste der transportablen Apparatur an die eine der beiden Sprechadern erfolgen. In diesem Fall ist dann an der Hauptstelle ein Anrufrelais mit dieser gen der Hilfsrelais zur Verhinderung des Ansprechens der betreffenden polarisierten Relais beim gleichzeitigen Anlegen von niedrigen Spannungen beliebiger Richtungen an beide Adern der gemeinsamen Leitung.
  • Welche Art von Spannungen zum Anruf der einzelnen Stationen nach der Ausführungsform gemäß Fig. 2 erforderlich sind, ergibt sich unter der Annahme, daß als hohe Spannung 120 Volt und als niedere Spannung 6o Volt Verwendung finden, aus der nachfolgenden Tabelle: Ader der Gesellschaftsleitung verbunden, dessen Stromkreis aus einer Gleichstromquelle gespeist wird. Bei einer derartigen Rufschaltung für die Streckenfernsprecher muß man dann aber dafür sorgen, daß kein Fehlanruf durch eine Erdanschaltung an einer der fest angeschlossenen Stationen herbeigeführt werden kann. Diesem Zweck dient die besondere Ausbildung der Anrufkreise an den Stationen S 9 bis S 16 der Fig. 3, in der oben die Einrichtungen der Hauptstelle ZS und darunter die Anrufschaltungen der Stationen S 9 bis S 16 dargestellt sind. Mit M ist das Mikrofon und mit L der Lautsprecher der Hauptstelle bezeichnet, welche über die Verstärker h 1 bzw. V 2 mit einer Gabelschaltung GS verbunden sind. N ist die Nachbildung der Gesellschaftsleitung. Die Gabelschaltung GS steht mit den Primärwicklungen eines Übertragers Ue in Verbindung dessen Sekundärwicklungen an die Adern a und b der Leitung angeschlossen sind. Mit RE ist -die Rufeinrichtung für den wahlweisen Anruf der Stationen bezeichnet, welche beim Betätigen einer der nicht dargestellten Ruftasten, über die die jeweils erforderlichen Rufpotentiale in bekannter Weise an die eine oder beide Adern der gemeinsamen Leitung angelegt werden, über die Kontakte u r und u 2 mit den Adern a und b .der Leitung verbunden wird unter gleichzeitiger Abschaltung der übrigen Einrichtungen der Hauptstelle für die Dauer der Rufsendung.
  • Die Besonderheit der Rufschaltung für die Stationen S 9 bis S 16 besteht darin, daß die an der a-Ader liegenden polarisierten Relais nur so lange mit Erde verbunden werden, wie gleichzeitig das erforderliche Rufpotential an der b-Ader liegt. Das ist aber nur solange der Fall, wie die Rufeinrichtung an der Hauptstelle betätigt und damit deren Anrufrelais Z durch Umlegen des Kontaktes u i von der a-Ader abgeschaltet ist. Soll beispielsweise die Station S io angerufen werden, so wird mit Hilfe der Rufeinrichtung RE an der Hauptstelle ZS eine geringe positive Spannung an die a-Ader und eine hohe positive Spannung an die b-Ader angelegt. Das Relais R i i der Station S io kann zunächst nicht ansprechen, da sein Stromkreis am Kontakt r 12 noch unterbrochen ist. Es wird also die Glimmlampe G i o gezündet und das Relais R 12 zum Ansprechen gebracht. Es schließt nun seinen Kontakt r 12 und legt damit das Relais R i i an Erde, welches jetzt durch die an der a-Ader liegende Spannung erregt wird. Der Kontakt r 12 wird gleichzeitig zur Einschaltung des Anrufweckers
    Station S 9. . . -f- 120 Volt an a- und + 60 Volt an b-Ader
    - S io. . . + 6o - - a- - + I2o - - b-Ader
    - S II . . . -f- I20 - - a- - - 6o - - b-Ader
    - S12...+ 6o - - a- - -120 - - b-Ader
    - S13...-I20 - - a- - - 6o - - b-Ader
    - S14...- 6o - - a- - -12o - - b-Ader
    - S I5. . .- I20 - - a- - + 6o - - b-Ader
    - S 16...- 6o - - a- - +120 - - b-Ader
    Die Rufanschaltung durch einen, transportablen Streckenfernsprecher an die a-Ader der Leitung ist in Fig. 3 zwischen den Stationen S 12 und S 13 angedeutet. Dabei wird über die Ruftaste RT und einen Widerstand Wi Erde angelegt, so daß an der Hauptstelle ZS über den Kontakt u i in seiner dargestellten Ruhelage das Relais Z anspricht, das selbst als Schauzeichen (z. B. Fallklappe) ausgebildet sein kann oder mit Hilfe seines Ankers ein optisches oder akustisches Anrufzeichen einschaltet. Um bei kurzzeitiger unbeabsichtigter Erdanschaltung eine Betätigung des Anrufrelais Z zu vermeiden, wird dieses zweckmäßig als verzögert ansprechendes Relais ausgebildet. Bei Verwendung einer derartigen Anrufschaltung kann der transportable Fernsprechapparat äußerst einfach ausgebildet «-erden. Er braucht dann nur aus einem Handapparat, einem Gleichstromwecker oder einer Schnarre und einer Ruftaste zu bestehen.
  • Ein in gleicher Weise ausgebildetes, einfaches Zusatzgerät kann auch jeder fest angeschlossenen Station zugeordnet werden, um im Störungsfall (Ausfall der Netzspeisung oder Erschöpfung der Ortsbatterie) einen Anruf zur Hauptstelle von jeder Abzweigstelle aus zu ermöglichen.
  • Wie sich aus -der vorstehenden Beschreibung ergibt, ist mit der Ausbildung der Anrufempfangseinrichtungen nach der Erfindung ein äußerst einfaches System für Gesellschaftsleitungen geschaffen worden, das den wahlweisen Anruf einer großen Zahl von Abzweigstellen ermöglicht, ohne komplizierte mechanische oder elektromechanische Schalteinrichtungen an den einzelnen Abzweigstellen zu benötigen. Hierfür sind vielmehr höchstens zwei W io der Station S io benutzt, dessen Stromkreis weiterhin über den Kontakt r i i verläuft. Die Überbrückung des Kontaktes r 12 durch den Kondensator C io ist lediglich zur Aufrechterhaltung der Symmetrie für die Sprechströme erforderlich. Durch die hohe positive Spannung an der b-Ader werden auch die Relais R io und R 22 an den Stationen S 9 bzw. S 15 erregt, was jedoch ohne Wirkung ist, da das Relais R 9 nur durch eine gleichzeitig an der a-Ader liegende hohe positive Spannung und das Relais R zi nur durch eine gleichzeitig an der a-Ader liegende hohe negative Spannung betätigt werden kann. In gleichartiger Weise erfolgt der Anruf der übrigen in Fig. 3 dargestellten Stationen durch Anlegen von Spannungen verschiedener Höhe und unterschiedlicher Richtungen an beide Sprechadern der gemeinsamen Leitung. Welche Rufspannungen dazu erforderlich sind, geht aus der nachfolgenden Tabelle hervor: Relais und eine oder zwei kleine Glimmlampen für jede Abzweigstelle erforderlich.

Claims (7)

  1. PATENTANSPROCHE: i. Schaltungsanordnung zum wahlweise erfolgenden Anruf von Abzweigstellen einer Gesellschaftsleitung durch Anlegen von Spannungen verschiedener Höhe in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet daß jeder Abzweigstelle (S) ein oder zwei polarisierte Anrufempfangsrelais (R) zugeordnet sind, welche teils über vorgeschaltete Glimmlampen (G), teils unmittelbar mit einer oder beiden Sprechadern (a, b) der gemeinsamen Leitung in für jede Abzweigstelle unterschiedlicher Weise in Verbindung stehen.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, .daß den mit hoher Spannung anzurufenden Abzweigstellen (S i bis S 6, Fig. i) nur je ein über eine Glimmlampe (G 1 bis G 6) an einer Ader (a oder b) der gemeinsamen Leitung liegendes polarisiertes Relais (R i bis R 6), den mit geringer Spannung anzurufenden Abzweigstellen (S 7 bis S io) dagegen je zwei polarisierte Relais (R 7 bis R 14) zugeordnet sind, von denen jedes unmittelbar mit einer Ader der Leitung verbunden ist.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mit hoher Spannung anzurufenden Abzweigstellen (S i bis S 8, Fig. 2) teils mit zwei polarisierten Relais (z. B. (R 51 bis R 52), von denen je eines über eine Glimmlampe (G 51 bzw. G 52) mit einer Ader der Leitung verbunden ist, teils mit nur einem über eine Glimmlampe (G L bis G 4) an einer Ader der Leitung liegenden polarisierten Relais (R i bis R 4) und einem unmittelbar an die andere Leitungsader angeschalteten neutralen Relais (N i bis N 4) ausgerüstet sind.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß den mit geringer Spannung anzurufenden Abzweigstellen (S 9 bis S 16, Fig. 2) außer den unmittelbar an einer Ader der gemeinsamen Leitung liegenden polarisierten Relais (R 9 bis R 2o) ein mit einer oder zwei Wicklungen über je eine Glimmlampe (G 9 bis G 20) mit einer oder beiden Adern (a, b) der Leitung verbundenes Hilfsrelais (H 9 bis H 16) zugeordnet ist, welches beim Anlegen einer hohen Spannung an die eine oder beide Leitungsadern das polarisierte Empfangsrelais (R 9 bis R 2o) der betreffenden Abzweigstelle abschaltet.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den nur über eine Ader der gemeinsamen Leitung mit geringer Spannung anzurufenden Abzweigstellen (S 9 bis S 12) eine Wicklung des neutralen Hilfsrelais (H 9 11 bis H 12 11) unmittelbar mit der anderen Ader der Leitung verbunden ist, so daß das Hilfsrelais beim Anlegen sowohl einer hohen als auch einer geringen Spannung anspricht und das polarisierte Empfangsrelais von der anderen Ader abschaltet.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Abzweigstellen (S 9 bis S 16, Fig. 3) mit zwei polarisierten Empfangsrelais (R 9 bis R 24) ausgerüstet ist, von denen das eine unmittelbar mit der einen (z. B. a) und das andere über eine vorgeschaltete Glimmlampe (G 9 bis G 16) mit der anderen Ader (z. B. b) der gemeinsamen Leitung verbunden ist.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in den Stromkreis des einen der polarisierten Relais (z. B. R 9) ein Arbeitskontakt (r io) des anderen polarisierten Relais (z. B. R io) angeordnet ist, welcher den Stromkreis für das erstgenannte Relais (R9) erst beim Ansprechen des letztgenannten Relais (R io) vorbereitet. B. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anrufsignaleinrichtungen (W) der mit zwei polarisierten Empfangsrelais (R 7 bis R 1.4) versehenen Abzweigstellen (S 7 bis S 1o) über in Reihe liegende Kontakte (z. B. r 7, r 8) beider Relais eingeschaltet werdeli. 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anrufsignalvorrichtung (W 9 bis W 16, Fig. 3) der Abzweigstellen (S 9 bis S 16) über den den Stromkreis für das eine Relais (z. B. R 9) vorbereitenden Kontakt (r io) und über einen Arbeitskontakt (r 9) dieses Relais (R 9) eingeschaltet wird. io. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anruf der Hauptstelle (ZS, Fig. 3) von einem an beliebiger Stelle der Gesellschaftsleitung anschaltbaren transportablen Fernsprecher oder von jeder Abzweigstelle aus im Notbetrieb über eine Ruftaste (RT) Erde an die eine Ader (d) der Leitung angelegt wird, wodurch eine mit dieser Ader an der Hauptstelle (ZS) verbundene Anrufeinrichtung (Relais Z) betätigt wird.
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2802902A (en) * 1954-09-29 1957-08-13 Gen Dynamics Corp Ringing control circuit for telephone systems
DE1042667B (de) * 1952-10-07 1958-11-06 Fuji Electric Co Ltd Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen
US2863952A (en) * 1954-09-28 1958-12-09 Gen Electric Co Ltd Electric selective signalling systems

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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