DE436247C - Schaltungsanordnung fuer elektrische Fernmeldeanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer elektrische Fernmeldeanlagen

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DE436247C
DE436247C DE1922W0060910 DEW0060910D DE436247C DE 436247 C DE436247 C DE 436247C DE 1922W0060910 DE1922W0060910 DE 1922W0060910 DE W0060910 D DEW0060910 D DE W0060910D DE 436247 C DE436247 C DE 436247C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
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    • H04M7/16Arrangements for interconnection between switching centres in systems employing carrier frequencies
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q1/00Details of selecting apparatus or arrangements
    • H04Q1/18Electrical details
    • H04Q1/30Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents
    • H04Q1/44Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents using alternate current
    • H04Q1/444Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents using alternate current with voice-band signalling frequencies
    • H04Q1/45Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents using alternate current with voice-band signalling frequencies using multi-frequency signalling

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Description

(W60910
In dem Patent 377922 ist eine Ruf- und Signaleinrichtung für mit Verstärkern ausgerüstete Fernsprechleitungen beschrieben, bei welcher die Frequenz des Ruf- und Signalstromes, um einer zu starken Dämpfung vorzubeugen, innerhalb der Sprechfrequenz liegt. Es werden Stromstöße zweier verschiedener Frequenzen nacheinander über die Leitung geschickt, die in je einer Resonanzschaltung nach Gleichrichtung abwechselnd ein polarisiertes Relais umlegen und dadurch den Anruf bewirken. An der Sendestelle erfolgt die Änderung der Frequenz periodisch durch abwechselndes An- und Abschalten eines zusätzlichen Kondensators in dem Schwingungskreis eines Generators.
Die Empfangsschaltung bleibt unbeeinflußt durch die Sprechströme, weil diese die beiden Resonanzschaltungen bzw. die beiden Relaiswicklungen des polarisierten Relais in gleicher oder annähernd gleicher Weise beeinflussen, so daß ein Ansprechen des Relais nicht stattfindet.
Eine derartige Anordnung ist nicht auf
as mit Verstärkern ausgerüstete Leitungen beschränkt, sondern findet gleichfalls vorteilhaft Verwendung bei gewöhnlichen Leitungen und insbesondere bei Leitungen von Mehrfachtelegraphie und -telephonie, bei denen Trägerfrequenzen benutzt werden. Diese Leitungen eignen sich wegen ihres hohen Widerstandes schlecht für Batterieanruf. Man verwendet in solchen Fällen zweckmäßig einen Rufstrom, dessen Frequenz innerhalb des Frequenzbereichs liegt, in dem die Sprache übermittelt wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft im Grunde genommen eine Schaltung, die in ganz gleicher Weise wie die nach dem Hauptpatent angeordnet ist und deren Wirkungsweise auch auf demselben Grundsatze beruht. Gemäß der Erfindung soll aber nicht nur der Anruf bewirkt, sondern auch die erforderlichen Schaltvorgänge ausgelöst werden, um eine gewünschte Verbindung herzustellen. Um dieses zu erreichen, werden erfindungsgemäß nacheinander Wechselströme verschiedener Frequenz benutzt, welche an der Empfangsstelle auf entsprechende Resonanzschaltungen einwirken zur Betätigung verschiedener polarisierter Relais, von denen die einen zum Anruf, die anderen zu Schaltzwecken dienen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schaltungsmäßig veranschaulicht, und zwar ist die Erfindung in den Abb. 2 und 3 veranschaulicht, während die Abb. 1 und 4 Stromkreisanordnungen darstellen, die an sich bekannt sind und nur zur Erläuterung der Erfindung dienen sollen.
In der Reihenfolge nach Abb. 5 zeigen die Abb. i, 2, 3 und 4 die zur Herstellung einer Verbindung zwischen zwei Teilnehmerstationen 100 und 400 dienenden Stromkreise,
deren Leitungen in verschiedenen Städten in Ämter einmünden können, welche durch die Fernleitung L miteinander verbunden sind. Die Leitung der Sprechstelle ioo endigt in eine Klinke 103, welche vermittels einer Verbindungsleitung A mit einem Amt verbunden werden kann, in welchem sich ein Schnurkreis B mit Stöpsel 101 und 102 befindet. Von diesem Amt kann durch Stöpseln der Klinke 104 durch den Stöpsel 101 und der Klinke 200 (Abb. 2) durch den Stöpsel 102 über die Kontakte des Relais 246 an und über die Leitung L die Verbindung weiter hergestellt werden (Abb. 2 und 3). Die Fernleitung L endigt in dem entfernten Amt in einem Stöpsel 300, mit dem eine Klinke 401 einer Verbindungsleitung C gestöpselt werden kann. Diese endigt in einem Stöpsel 402 des Amtes der Sprechstelle 400, welche an einer Leitung liegt, die in einer Klinke 403 endigt. Die Relais 246 und 328 werden, wie nachher beschrieben, selbsttätig erregt, um die Sprechverbindung herzustellen.
In Abb. 2 ist eine aus zwei Verstärkerröhren 205 und 206 bestehende Sendeschaltung S1 veranschaulicht, durch welche Wechselströme verschiedener Frequenz über die Leitung L zur wahlweisen Betätigung von Relais 301, 302 und 303 einer Empfangsschaltung Ra in Abb. 3 erzeugt werden können. Durch diese Relais werden die erforderlichen Schaltmaßnahmen bewirkt, um in dem angerufenen Amt die Rufrichtung 329 abzuschalten, dje Sprechstelle 400 anzurufen und vorbestimmte Zeichen zu der rufenden Stelle zurückzusenden.
Will der Teilnehmer an der Sprechstelle 100 sich mit dem Teilnehmer 400 verbinden, so wird die Beamtin in dem Amt, zu welchem die Teilnehmer station 100 gehört, beim Aufleuchten der Lampe 107 in üblicher Weise die Teilnehmerleitung über die Verbindungsleitung A an das Amt anschließen, in welchem sich der Schnurkreis B befindet. Die Beamtin am Schntirstromkreis B stöpselt die Klinke 104 mittels des Stöpsels 101, wodurch die Teilnehmerleitung an die Leitung L in der nachher beschriebenen Weise angeschlossen wird. Dann wird über eine nicht dargestellte Dienstleitung eine Verbindung hergestellt mit der Beamtin, welche sieh in dem Amt an der Empfangsseite an dem anderen Ende der Fernleitung L befindet, Sobald der Beamtin mitgeteilt worden ist, daß eine Verbindung mit der Teilnehmerleitung 4Q0 gewünscht wird, teilt sie der Beamtin an der Ausgangsseite mit, daß die Verbindung über die Leitung!, hergestellt werden kann, welche eine von mehreren Leitungen zwischen den beiden voneinander entfernten Stationen sein kann.
Diese Beamtin stöpselt dann die Klinke 200 durch einen Stöpsel 102, wodurch ein Relais 207 erregt wird über Erde, Batterie, Wicklung eines Relais 106, Stöpsel 102, Klinke 200, Wicklung des Relais 207 zur Erde zurück. Das Ansprechen des Relais 207 verursacht die Erregung des Relais 227 in einem Stromkreis, welcher von Erde über Batterie, Kontakt des Relais 209, Wicklung des Relais 227, rechter Weehselkontakt des Relais 207 zur Erde verläuft. Das Ansprechen des Relais 227 hat die Erregung des Relais 210 in einem Stromkreis zur Folge, welcher von Erde über Batterie, Wicklung des Relais 210 zum innen gelegenen Kontakt des Relais 227 zur Erde zurück verläuft. Das Relais 210 schaltet die Batterie über seinen rechts gelegenen Kontakt an den Verbindungspunkt 215 an und veranlaßt die Erzeugung von Schwingungen im Sende-Stromkreis Sx. Das polarisierte Relais 217 wird über den linken Anker des Relais 210 von einer geerdeten Wechselstromquelle 216 aus betätigt, welche z. B., wie üblich, 16 Perioden besitzen kann. Durch öffnen und Schließen seines Kontaktes in Übereinstimmung mit den wechselnden Halbperioden wird die Abstimmung des Sendestromkreises S1 ungefähr wechselweise annähernd ißmal in der Sekunde geändert. Das Relais 211 wird gleichfalls über den äußeren Anker des Relais 237 erregt, wodurch im Sendestromkreis S1 zwei Wechselströme verschiedener Frequenz ausgesandt werften. Die Frequenzen der Wellenzüge hängen von dem An- und Abschalten des Kondensators 212 in dem Sendestromkreis S1 ab. Der Kondensator 214 wird durch den Weehselkontakt des Relais 211 dauernd eingeschaltet und der Kondensator 212 über den Ruhekontakt des Relais 245 durch den Anker des polarisierten Relais 217 . abwechselnd an- und abgeschaltet. Die Wechselströme werden über einen Übertrager 204 geleitet, an dem eine Kunstleitung NL liegt von einer derartigen Impedanz, daß im Ausgangsstromkreis kein Spannungsunterschied zwischen den Punkten 236 und 235 vorhanden ist, an welchen die zum Empfangsstromkreis R1 führenden Leitungen liegen. Der Stromkreis R1 wird demgemäß nicht durch den ausgesandten Strom beeinflußt. Der Sendestrom fließt über die Fernleitung L zu dem entfernten Amt und gelangt über einen Übertrager 304 in die Empfangsschaltung i?a. Über den Übertrager 318 wird durch den Empfangsstrom dem Gitterstromkreis eine Ver$tärker röhre 319, eine entsprechende Spannung aufgedrückt. Der Verstärkerstrom gelangt in abgestimmte Filter 321 und 323, wodurch Ströme in den Sekundärwicklungen der Transformatoren 331 und 333 hervorgerufen werden. Dieses hat zur Folge, daß
die Gitterstromkreise der Röhren 341 und 343 beeinflußt werden, wodurch ein gerichteter Strom in den Windungen der polarisierten Relais 324 und 326 hervorgerufen wird. Die beiden Wicklungen des Relais 324 werden erregt. Der Anker des Relais führt eine Schwingbewegung aus von ungefähr 16 Schwingungen in der Sekunde, entsprechend der .Frequenz der Wechselstromquelle. Das Relais 301, das vorher erregt war, erhält unter diesen Bedingungen nicht genügend Strom über den schwingenden Kontakt des Relais 324, um seinen Anker angezogen zu halten. Dieser fällt ab und schließt einen Stromkreis über Erde, Batterie, Wicklung des Relais 327, Kontakt des Relais 30 χ zurück zur Erde. Das Relais 327 spricht an und schließt einen Stromkreis von Erde, Batterie über den Kontakt eines Relais 328, rechtsseitigen Kontakt des Relais 327, Lampe 329 zur Erde zurück. Die Lampe leuchtet auf, wodurch der Beamtin angezeigt wird, daß die den Schnurkreis B bedienende Beamtin die Klinke 200 der betreffenden Leitung richtig gestöpselt hat. Das Relais 327 schließt bei seiner Erregung einen Haltestromkreis für sich selbst, der von der geerdeten Batterie über die Wicklung des Relais 327, den linksseitigen inneren Kontakt dieses Relais und einen rechtsseitigen Kontakt eines Relais 324 zurück zur Erde verläuft. Beide Adern der Fernleitung L werden überbrückt. In der Überbrückung liegt die Drosselspule 335 und die Wicklung des Relais 336 über dem linken Außenkontakt des Relais 327.
Die Beamtin stöpselt dann die Klinke 401 der Verbindungsleitung C durch einen Stöpsel 300. Dadurch wird ein Stromkreis geschlossen, in welchem die Wicklung des Relais 328 liegt und der wie folgt verläuft: Erde, Batterie, Wicklung des Relais 328, Kontakte an dem Stöpsel 300 und der Klinke 401 zur Erde zurück. Das Relais 328 spricht an. Dadurch kommt dieLampe32ozutnErlöschen und ein Stromkreis für die Wicklung desRelais 336 über Erde, Batterie, rechtsseitige Wicklung des Relais 404, Außenkontakt des Relais 405, untere Wicklung der Spule 40ό, Kontakte der Klinke 401 und der Stöpsel 300, Außenkontakt des Relais 327, Wicklung des Relais 336, Wicklung der Drosselspule 335, oberer Kontakt des Relais 328, Kontakte von Stöpsel 300 und Klinke 401, obere linksseitige Wicklung der Spule 406, innerer Ruhekontakt des Relais 405 zurück zur Erde über die linksseitige Wicklung des Relais 404 zustande, welches anspricht. Das Relais 336 wird erregt und bringt die Relais 337 und 338 in einem Stromkreis zum Ansprechen, welcher von der geerdeten Batterie über die Wicklungen der Relais 338 und 337, über den Kontakt des Relais 336 zurück zur Erde verläuft. Durch das Ansprechen dieser Relais wird das Relais 339 in einem Stromkreis zum Ansprechen gebracht, welcher von Erde über Batterie, Wicklung des Relais 339, Wechselkontakt des Relais 338 und Kontakt des Relais 337 zurück zur Erde verläuft. Das Ansprechen des Relais 339 verursacht die Erregung des Relais 344, durch welches die geerdete Batterie über den linksseitigen Kontakt des Relais 344 an den Verbindungspunkt 315 des Sendestromkreises S2 angelegt wird, wodurch dieser zu schwingen beginnt. Das Relais 344 schließt gleichfalls einen Stromkreis, welcher von Erde über eine iöperiodige Wechselstromquelle verläuft, durch die das polarisierte Relais 317 betätigt wird. Durch das Relais 339 werden gleichfalls die Relais
311 und 345 erregt. Diese Relais dienen dazu, die Kondensatoren 312 und 313 an den Schwingungskreis anzuschließen, wodurch wechselweise Wellenzüge verschiedener Frequenz von dem Sendestromkreis in die Primärwicklung des Transformators 304 übermittelt werden. Eine Kunstleitung N2 von geeigneter Impedanz ist an die Wicklungen des Transformators 304 angelegt, derart, daß kein Strom aus dem Sendestromkreis S2 in den Empfangsstromkreis R2 übergeht. Der Strom aus dem Sendestromkreis Sz wird der Fernleitung L übermittelt und tritt an dem anderen Fernamt in den Empfangsstromkreis R1 über. Ströme von einer Frequenz, welche der Einschaltung der Kondensatoren
312 und 313 entsprechen, gehen in die Siebkreise 221 und 222 über, und in gleicher Weise, wie vorhin die Empfangsschaltung R2 beschrieben, gelangen sie zu den Röhren 241 und 242, in welchen ein gerichteter Strom zur Betätigung des Relais 225 und Auslösung des Relais 202 erzeugt wird.
Durch die Aberregung des Relais 202 wird das Relais 229 zum Ansprechen gebracht, welches einen Widerstand 208 an die Wicklung des Relais 207 legt, wodurch der Widerstand im Stromkreis des Relais 106 genügend herabgesetzt wird, um es zum Ansprechen zu bringen. Durch die Parallelschaltung des Widerstandes 208 fällt Relais 207 und infolgedessen auch Relais 227 und 210 ab. Das ansprechende Relais bringt die Überwachungslampe 105 zum Aufleuchten, wodurch die Beamtin in dem rufenden Amt weiß, daß die Verbindung bis zu der Verbindungsleitung G hergestellt ist. Die Erregung des Relais 229 hat gleichfalls das Ansprechen des Relais 247 zur Folge, das seinerseits das Relais 228 zum Ansprechen bringt. Das Relais 209 spricht gleichfalls über den Außenkontakt des Relais 229 an. Das Relais
228 liegt in einem Stromkreis, der von Erde über Batterie, Wicklung und linksseitigen Kontakt des Relais 228 und linksseitigen Kontakt des Relais 207 zurück zur Erde geht. Das Relais 209 liegt in einem Stromkreis, welcher von Erde über Batterie, Wicklung und rechtsseitigen Kontakt des Relais 209 und Kontakt des Relais 220 zur Erde verläuft. Der Zweck der Relais 209, 228 und 247 geht aus der nachfolgenden Beschreibung hervor.
Nachdem die Beamtin in dem rufenden Amt durch das Aufleuchten der Überwachungslampe 105 erfahren hat, daß das Ende der Fernleitung an die Verbindungsleitung C angeschlossen ist, betätigt sie die Ruf taste 108, wodurch ein Relais 234 in einem Stromkreis erregt wird, welcher von der geerdeten Rufstromquelle 110 über den unteren Wechselkontakt der Ruf taste 108, die Ringkontakte des Stöpsels 102 und der Klinke 200, Wicklung des Relais 234, Kondensator 250, Drosselspule 251, Kontakte an der Klinke 200 und den Stöpsel 102 und oberen Wechselkontakt der Ruftaste zur Erde verläuft. Das Ansprechen des Relais 234 hat die Erregung des Relais 210 zur Folge, welches den Schwingungserzeuger in Betrieb setzt und .den Anker des Relais 217 in Schwingung versetzt mit einer Frequenz, die gleich der Wechselstromfrequenz der Stromquelle 216 ist. Durch An- und Abschalten des Kondensators 212 in dem Schwingungskreis werden zwei Wechselströme verschiedener Frequenz erzeugt, welche über die Fernleitung L fließen und die Erregung des Relais 326 und Aberregung des Relais 303 in der Empfangsschaltung R2 zur Folge haben. Durch die Aberregung des Relais 303 gelangt das Relais 346 zum Ansprechen. Durch dieses wird Rufstrom von der geerdeten Rufstromquelle 347 über die Wechselkontakte des Relais 346, oberen Kontakt des Relais 328; Leiter der Verbindungsleitung L, Kontakte des Stöpsels 300 und der Klinke 401, Wicklungen der Spule 406, Kondensator 407 und Wicklung des Relais 408 geschickt, wodurch das Relais 409 zum Ansprechen gelangt. Dieses Relais schickt über seine Wechselkontakte Rufstrom von der Stromquelle 410 zu der Teilnehmerstation 400 über den Stöpsel 402 und die Klinke 403. Dieser Rufstrom in der Teilnehmerstation 400 dauert so lange an, wie die Beamtin im Schnur Stromkreis B die Ruftaste 108 in Arbeitsstellung hält.
Wird der Hörer an der Teilnehmerstation abgehoben, so wird ein Stromkreis geschlossen über Batterie, Wicklung des Relais 411, Verbindungsleitung C, Teilnehmerleitung und Teilnehmerstation 400. Das Relais 411 spricht an und schließt folgenden Stromkreis:
Erde, Batterie, linksseitige Wicklung des Relais 405, Kontakt des Relais 411, rechtsseitige Wicklung des Relais 405, zur Erde zurück über den Wechselkontakt des Relais 404. Das Relais 405 spricht an und schließt einen Stromkreis, welcher von der Batterie über die rechtsseitige Wicklung des Relais 404, Wechselkontakt des Relais 405 zur Erde verläuft und durch welchen das Relais 404 erregt gehalten wird. Das Relais 405 unterbricht beim Ansprechen an seinen Kontakten die vorhin beschriebenen Stromkreise für das Relais 336. Dieses wird aberregt und führt seinerseits die Aberregung des Relais 337, 338 und 339 herbei. Durch die Aberregung des Relais 339 erfolgt gleichfalls die Aberregung des Relais 344, wodurch die Batterie von dem Anschlußpunkt 315 abgeschaltet wird und der Sendestromkreis S2 infolgedesssen abklingt. Der Stromkreis, in welchem das Relais 317 liegt, wird gleichfalls unterbrochen, und die Relais 345 und 311 werden aberregt. Da kein Strom mehr aus der Sendeschaltung S2 übermittelt wird, gelangt das Relais 202 der Empfangsschaltung R1 zum. Ansprechen, wodurch die Aberregung des Relais 229 erfolgt. Dieses schaltet den die Wicklung des Relais 207 kurzschließenden Widerstand 208 ab, wodurch das Relais 106 nicht mehr genügend Strom erhält, und die Lampe 105 erlischt. Das Relais 247 wird gleichfalls aberregt, wodurch ein Stromkreis für das Relais 246 hergestellt wird, welcher von der geerdeten Batterie über die Wicklung des Relais 246, rechtsseitigen Kontakt des Relais 228 und Kontakt des Relais 247 zurück zur Erde verläuft. Durch das Ansprechen des Relais 246 wird der Sprechstromkreis zwischen den beiden Teilnehmerstationen über die Leitungen A, B, L und C geschlossen.
Nach Beendigung des Gespräches und Aufhängung des Hörers auf der Station A wird in an sich bekannter Weise über die Leitung A das Überwachungsrelais 109 erregt, und die Lampe 111 leuchtet auf. Das Anhängen des Hörers auf der Sprechstelle 400 verursacht die Aberregung des Relais 411 und die Unterbrechung des vorhin besprochenen, über die Wicklungen des Relais 405 verlaufenden Stromkreises. Durch die Aberregung dieses Relais wird der Stromkreis des Relais 336 geschlossen, wodurch ein über die Relais 337 und 338 verlaufender Stromkreis vervollständigt wird. Das Ansprechen des Relais verursacht die Erregung des Relais 339, wodurch dieselbe Schaltung S2 in Schwingung versetzt und durch Ansprechen der Relais 311 und 345 die Übermittlung von Wechselströmen herbeigeführt wird, durch welche das Relais 202 des Empfangskreises R1 aberregt wird, während das Relais 229 den
Widerstand 208 wieder in Nebenschluß schal· tet, so daß Relais 106 und auch das Relais 247 zum Ansprechen kommen. Dieses unterbricht an seinem Kontakt den Stromkreis des Relais 246, wodurch wieder der Stromkreis der Fernleitung L unterbrochen wird.
Wenn die Beamtin an dem Schnurstromkreis B wahrnimmt, daß die Lampe 105 aufleuchtet, so zieht sie den Stöpsel 102 aus der Klinke 200 zurück, so daß die Relais 106 und 207 aberregt werden. Die Lampe 105 erlischt, und durch Unterbrechung des Haltestromkreises an dem linksseitigen Kontakt des Relais 207 wird auch das Relais 228 aberregt. Die Aberregung des Relais 207 hat die Schließung eines Stromkreises zur Folge, welcher von der geerdeten Batterie über Ruhekontakt des Relais 207, Wicklung des Relais 227, linksseitiger Wechselkontakt des Relais 209 und Wicklung des Relais 239 zurück zur Erde verläuft. Das Relais 227 arbeitet nicht in Reihe mit dem Relais 239, welches seinerseits jedoch anspricht und den Sendestromkreis .S1, wie vorhin beschrieben, in Schwingung versetzt.
Dasselbe betätigt die Relais 211 und 245, wodurch die Kondensatoren 213 und 214 in den Schwingungskreis eingeschaltet werden und die Übermittlung von Wechselströmen herbeigeführt wird, welche die Aberregung des Relais 302 in der Empfangsschaltung R2 zur Folge haben. Die Aberregung dieses Relais verursacht das Ansprechen des Relais 334, welches den Haltestromkreis des Relais 327 unterbricht. Dieses wird aberregt und schließt einen Stromkreis, der von der geerdeten Batterie über den unteren Wechselkontakt des Relais 328 und den rechtsseitigen Ruhekontakt des Relais 327 zurück zur Erde über die Lampe 329 verläuft, die aufleuchtet. Durch Aberregen des Relais 327 werden die Relais 337, 338 und 339 aberregt und durch letzteres Erde von dem Sender S2 genommen, die jedoch bereits durch das Ansprechen des Relais 334 wieder an den Sender S2 gelegt worden ist, so daß, wie vorher beschrieben, das Ansprechen des Relais 334 die weitere Übermittlung von Strömen verursacht, die die Aberregung des Relais 203 der Empfangsschaltung R1 zur Folge haben. Dadurch wird das Relais 220 zum Ansprechen gebracht, das die Aberregung der Relais 209 und 239 zur Folge hat. Die Aberregung des Relais 239 verursacht gleichfalls die Aberregung der Relais 211 und 245 und unterbricht den Sende-Stromkreis S1. Wenn keine weiteren Sendeströme aus dem Stromkreis .S1 an dem anderen Ende der Verbindungsleitung empfangen werden, dann spricht das Relais 302 an, während das Relais 334 aberregt wird. Der Sendestromkreis S2 kommt außer Betrieb, wodurch das Relais 203 anspricht und das Relais 220 aberregt wird.
Die Beamtin an dem Amt ankommenden Ende der Verbindungsleitung C wird, wenn sie die Teilnehmerleitung 400 besetzt findet, den Stöpsel 402 in die Klinke 405 stecken, deren Kontakte in Reihe mit einem Unterbrecher 413 liegen, durch welchen das Relais 411 veranlaßt wird, in Übereinstimmung mit der Unterbrechungsfrequenz abwechselnd anzusprechen und abzufallen. Dadurch wird das Relais 405 in ähnlicher Weise arbeiten, da die Wicklung desselben in einem Stromkreis liegt, welcher gleichfalls einen Kontakt des Relais 411 enthält. Wegen des Relais 405 wird auch das Relais 336 abwechselnd erregt und aberregt und betätigt seinerseits abwechselnd das Relais 337, jedoch nicht das Verzögerungsrelais 338. Hierdurch wird das Relais 340 erregt, welches seinerseits die Schwingungserzeugung im Sendestromkreis S2 veranlaßt und das Relais 345 erregt, durch welches die Kondensatoren 312 und 314 im Sendestromkreis eingeschaltet gehalten bleiben. Die Frequenz der so erzeugten Wechselströme bringt die Aberregung des Relais 201 zustande, wodurch der Nebenschlußwiderstand 208 über einen Unterbrecher 248 an Erde gelegt wird, und zwar zeitweilig. Dadurch wird gleichfalls das Relais 106 periodisch erregt und bringt das Aufflackern der Lampe 105 zustande, welche der Beamtin anzeigt, daß die Sprechstelle 400 besetzt ist.
Wenn die Beamtin an dem ankommenden Ende der Fernleitung L infolge des Aufleuchtens der Auslöselampe 329 den Stöpsel 300 aus der Klinke 401 herauszieht, so wird das Relais 328 aberregt. Die Lampe 329 erlischt, und sämtliche Schaltungsanordnungen und Apparate nehmen wieder ihre Ruhelage, ein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Schaltungsanordnung für elektrische Fernmeldeanlagen nach Patent 377922, bei welcher die Sende- und Empfangseinrichtungen auf den Ämtern so ausgebildet sind, daß eine Anzahl von Stromquellen verschiedener Frequenzen, die an der Empfangsstelle wahlweise (selektiv) emp- n0 fangen werden, zum Zwecke, diese Stelle anzurufen, mit der Leitung in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Sende- und Empfangsapparate auch für die Überwachung und Auslösung der Verbindung dienen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE1922W0060910 1921-02-22 1922-04-06 Schaltungsanordnung fuer elektrische Fernmeldeanlagen Expired DE436247C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE1922W0060910 Expired DE436247C (de) 1921-02-22 1922-04-06 Schaltungsanordnung fuer elektrische Fernmeldeanlagen

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