DE4338940C2 - Behälter für Kleingeräte - Google Patents

Behälter für Kleingeräte

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälter zur Aufbewahrung von Kleingeräten des persönlichen Bedarfs mit Zubehör nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Die meisten Kleingeräte werden mit zahlreichen, zum Teil auch voluminösen Zubehörteilen angeboten und betrieben. Zum Rasierer beispielsweise werden Kabel oder Netzteil, Reinigungsbürsten und verschiedene Schneidaufsätze verkauft, Haartrockner werden mit verschiedenen Düsenaufsätzen und Netzadaptern angeboten. Diese Teile werden in der Regel in einem Behälter zusammen mit dem Hauptgerät aufbewahrt, damit sie bei Bedarf sofort zur Hand sind.
An einen solchen Behälter oder ein solches Etui wird vor allem der Anspruch gestellt, daß die Aufbewahrung platzsparend erfolgt. Bekannte Etuis weisen daher ein Trägerelement auf, das in durch Umlenkvorrichtungen miteinander verbundene Abschnitte geteilt ist, wobei die Abschnitte entlang der Umlenkvorrichtung übereinander faltbar und das Trägerelement gegebenenfalls verschließbar ist. Weiter wird gefordert, daß die verschiedenen Teile an festgelegten Stellen geordnet aufbewahrt werden, um zu verhindern, daß die verschiedenen Teile beim Öffnen des Etuis aus dem Etui herausfallen.
Das Trägerelement kann als flexibles flächiges Gebilde, also als Weichetui oder als starrer Behälter, das heißt als Hartschalenetui, ausgebildet sein.
Aus der DE 79 00 213 U1 ist ein Etui bekannt, dessen Trägerelement in zwei Abschnitte unterteilt ist, wobei die Abschnitte über eine Umlenkvorrichtung einander angelenkt sind. Ein erster Abschnitt, der Boden des Etuis, nimmt in mehreren Vertiefungen ein Gerät und Zubehörteile auf, ein weiterer Abschnitt deckt als Deckel den ersten Abschnitt ab, indem er über den ersten Abschnitt schwenkbar ist. Meist ist ein derartiger Deckelabschnitt durch eine lösbare Befestigungsvorrichtung mit dem ersten Abschnitt verbindbar, so daß das Etui geschlossen werden kann.
Um das Etui platzsparend auszubilden, werden Gerät und Zubehörteile möglichst dicht nebeneinander auf dem ersten Abschnitt lose in Vertiefungen angeordnet, wobei die Form der jeweiligen Vertiefungen teilweise der äußeren Form des aufzunehmenden Gerätes und Zubehörteils angepaßt ist. Soll ein Teil aus der Vertiefung entnommen werden, so ergibt sich zum einen das Problem, daß aufgrund der engen Anordnung das jeweilige Teil nur schwer zu greifen ist. Zum anderen werden die Teile, um Platz zu sparen, derart eng aneinanderliegend aufbewahrt, so daß beim Entnehmen eines Teils andere Teile aus ihrer Vertiefung herausgestoßen und danach wieder verstaut werden müssen.
Eine ebenfalls eng verschachtelte Anordnung von Geräten in einem faltbaren Behälter sind Kosmetik-Necessaires. Auf den beiden Innenflächen eines aus der US-A-2804969 bekannten Necessaires sind Scheren und Feilen etc. dicht nebeneinander angeordnet und es entstehen dadurch zwei Schichten von Geräten, die nach Zusammenfaltung der Behälterseiten übereinander zu liegen kommen. Derartige Behälter sind für Geräte, wie Rasierer, Zahnputzvorrichtungen, Haartrockner und dergleichen nicht geeignet, da diese Geräte und ihre Zubehörteile zu voluminös sind, um in mehreren Lagen übereinander aufbewahrt zu werden.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein möglichst klein dimensioniertes Etui bereitzustellen, in dem die verschiedenen aufzubewahrenden Gegenstände so angeordnet sind, daß sie ungehindert einzeln entnehmbar sind.
Diese Aufgabe wird durch einen gattungsgemäßen Behälter mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß sind verschiedene Halterungen für Gerät und Zubehörteil oder -teile auf verschiedenen Abschnitten des Trägerelementes angeordnet. Mindestens zwei benachbarte Abschnitte, die durch eine Umlenkvorrichtung aneinander angelenkt sind, weisen mindestens je eine Halterung auf. Die mindestens zwei Halterungen sind, bezogen auf die Umlenkvorrichtung, so angeordnet, daß in übereinandergelegtem Zustand die Halterungen - und damit die in ihnen aufbewahrten Geräte oder Zubehörteile, insbesondere voluminöse Gegenstände - in eine nebeneinander befindliche Position bringbar sind.
Bei übereinandergelegten Abschnitten nehmen Gerät und Zubehörteile daher Positionen in einer Lage nebeneinander ein.
Die Anordnung von Gerät und Zubehörteil(en) in verschiedenen Halterungen hat jedoch nicht nur den Vorteil, daß die Teile gezielt einzeln entnommen werden können, sondern die Anordnung der Halterungen auf verschiedenen Abschnitten des Trägerelementes hat überdies den Vorteil, daß die Teile bei geöffnetem Etui weit voneinander beabstandet angeordnet sind, so daß beim Herausnehmen eines einzelnen Teiles ein ungestörter Zugriff möglich ist.
Diese Art der Anordnung hat sich als überraschend geeignet erwiesen, obwohl es zunächst unzweckmäßig erscheint, aufzubewahrende Teile im Deckel des Etuis unterzubringen. Eine Anordnung aller Teile im Boden des Etuis bedingt, daß alle Teile sowohl bei geschlossenem Etui als auch bei geöffnetem Etui unmittelbar neben- oder sogar aneinander aufbewahrt werden müssen, um das Etui möglichst klein zu halten. Bei der erfindungsgemäßen Lösung sind die verschiedenen Teile im geschlossenen Etui genauso kompakt verstaut wie bei den konventionellen Etuis, doch im geöffneten Zustand sind sie weit voneinander beabstandet und daher weitaus einfacher zugänglich. Die Anordnung der verschienenen Teile kann insgesamt variabler erfolgen und je nach den besonderen Erfordernissen von Gerät und Zubehörteilen optimiert werden.
Zum Aufbewahren mehrerer Gegenstände können auf einem oder mehreren Abschnitten des Trägerelementes auch mehrere Halterungen angeordnet sein. Diese Halterungen sind dann jeweils so angeordnet, daß Halterungen und darin aufbewahrte Geräte oder Zubehörteile bei übereinandergelegten Abschnitten nebeneinanderliegende Positionen einnehmen. Im übereinandergelegten Zustand ragen die Halterungen und die gegebenenfalls darin aufgenommenen Teile des ersten Abschnittes des Trägerelementes daher zwischen die Halterungen des zweiten Abschnittes, so daß wiederum alle Teile in einer Reihe nebeneinanderliegen.
Häufig ist es der Fall, daß neben verschiedenen voluminösen Gegenständen verschiedene Zubehörteile besonders flache Formen aufweisen. Um das Etui möglichst klein zu halten, ist es daher möglich, für mindestens zwei solcher flachen Teile jeweils auf aneinander angrenzenden Abschnitten des Trägerelementes Halterungen vorzusehen, die gleich weit von der Umlenkvorrichtung beabstandet sind. Im übereinandergelegten Zustand des Etuis liegen dann diese beiden flachen Teile übereinander, doch wird dabei die Stärke des höchsten Gerätes oder Zubehörteiles nicht überschritten.
In ihrer einfachsten Form besteht die Erfindung aus einem Trägerelement mit mindestens zwei Abschnitten, die entlang einer Umlenkvorrichtung aneinander angelenkt sind, wobei jeder Abschnitt mindestens eine Halterung entweder für ein voluminöses Gerät oder für ein Zubehörteil aufweist. Vorzugsweise sind die Abschnitte des Trägerelementes durch eine Vorrichtung zum Fixieren miteinander verbindbar. Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise einseitig an einen Abschnitt angeordnet und an dem jeweils anderen Abschnitt als Druckverschluß, zum Beispiel in der Art eines Klipp- oder Klettverschlusses, zu befestigen. Die Befestigung der beiden Abschnitte aneinander kann jedoch auch durch einen an den Außenkanten des Trägerelementes angeordneten Reißverschluß oder durch einen Rastverschluß erfolgen, wobei dann jeweils eine Rast­ nase an einem der Abschnitte angeordnet ist.
Um die Abdeckung der aufzubewahrenden Geräte und Zubehörteile zu verbessern, kann das Etui Seitenwände aufweisen, die sich zwischen Bodenwand und Deckel, das heißt zwischen den beiden Abschnitten des Trägerelementes, erstrecken.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters oder Etuis weist das Trägerelement drei Abschnitte auf, die jeweils durch Umlenkvorrichtungen in Reihe aneinandergelenkt sind, und die mindestens je eine Halterung aufweisen. Das Etui wird in der Weise zusammengefaltet, daß die beiden endständigen Abschnitte des Trägerelementes zum mittleren Abschnitt hin gefaltet werden. Ein endständiger Abschnitt überdeckt dabei den mittleren Abschnitt nur teilweise, erst nach Falten beider endständiger Abschnitte ist der mittlere Abschnitt vollständig überdeckt. Diese Halterungen sind auf den drei Teilabschnitten jeweils so angeordnet, daß in übereinandergelegtem Zustand die Halterungen und die gegebenenfalls darin befindlichen Teile nebeneinanderliegen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist einer der endständigen Abschnitte des Trägerelementes eine Befestigungsvorrichtung auf, die einen anderen endständigen Abschnitt in zusammengefaltetem Zustand mindestens teilweise überdeckt und an diesem lösbar, bespielsweise als Klipp- oder Klettverschluß, befestigt werden kann.
Die Halterungen für das Gerät und die Zubehörteile können entsprechend den Anforderungen an den Behälter ausgestaltet sein. Sie können beispielsweise als paarweise angeordnete Rastklammern das aufzubewahrende Teil teilweise übergreifen und damit den freien Zugriff auf das Teil ermöglichen. Als Halterungen können auch behälterartige starre Bauteile dienen, die zum Beispiel wannenartige ausgebildet sind. Flexible ein- oder mehrteilige Laschen sind als Halterungen geeignet. Mehrteilige Laschen sind dabei vorteilhafterweise miteinander verbindbar, bespielsweise durch einen Druck- oder Klettverschluß. Die Halterungen sind je nach Verwendungszweck fest oder lösbar mit dem Trägerelement verbunden.
Unter einer Umlenkvorrichtung wird hier eine Gerade verstanden, die in ihrer einfachsten Form lediglich eine gedachte Linie zwischen den beiden Abschnitten des Trägerelementes ist. Sie kann aber auch als vorgeprägte Faltlinie oder als Gelenk beziehungsweise Scharnier, gegebenenfalls auch als Getriebe ausgebildet sein.
Bei besonders voluminösen Geräten oder Zubehörteilen kann die Umlenkvorrichtung zu einem Umlenkbereich, der durch zwei Linien begrenzt wird, erweitert sein, so daß die Abschnitte des Trägerelementes in übereinandergelegtem Zustand weiter voneinander beabstandet sind. Die beiden Linien, die den Umlenkbereich begrenzen, sind gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung als Scharnier ausgebildet.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des aufklappbaren Etuis, ist eine Halterung auf einem Abschnitt des Trägerelements unmittelbar angrenzend an die Umlenkvorrichtung angeordnet, so daß sie im geschlossenen Zustand des Etuis an den unmittelbar an die Umlenkvorrichtung angrenzenden Wandflächen des Etuis anliegt. Dabei ist gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die Halterung so ausgebildet, daß sie eine vorbestimmte Form, beispielsweise eine gerundete Form, aufweist, die bei geschlossenem Etui mit einem wesentlichen Teil ihres Umfangs am Trägerelement anliegt. Dadurch wird der meist abgerundete Endbereich des Etuis in vorteilhafter Weise genutzt. Außerdem ergibt sich eine gute Gewichtsverteilung des Etuis, wenn in dieser an der Umlenkvorrichtung angeordneten Halterung ein schweres Zubehörteil angeordnet wird.
Weist das Etui einen breiteren Umlenkbereich auf, so wird die Ausnutzung des Etui-Innenraums dadurch verbessert, daß eine Halterung, die in diesem Fall auch einen rechteckigen Querschnitt aufweisen kann, unmittelbar an einer den Umlenkbereich begrenzenden Umlenkvorrichtung angeordnet ist.
Nachstehend wird die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Weichetui für einen Rasierer mit Geräte- und Kabelhalterung,
Fig. 1a einen Schnitt durch ein Weichetui mit drei Halterungen,
Fig. 1b einen Schnitt durch ein Weichetui mit vier Halterungen,
Fig. 2 eine Ansicht eines Weichetuis,
Fig. 3 einen Schnitt durch ein Weichetui für einen Rasierer gemäß einer zweiten Ausführungsform mit drei Halterungen,
Fig. 4 einen Schnitt durch ein Hartschalenetui für einen Rasierer mit Geräte-, Bürsten- und Kabelhalterung gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 5 einen Schnitt durch ein Hartschalenetui für einen Rasierer mit Geräte- und Kabelhalterung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 6 einen Schnitt durch ein Weichetui gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 7 eine Aufsicht auf den Behälter nach Fig. 6,
Fig. 8 einen Schnitt durch ein Hartetui gemäß einer vorteilhaften Ausführungsanordnung der Erfindung.
Der in Fig. 1 abgebildete Behälter 2 für einen Rasierapparat zeigt die wesentlichen erfindungsgemäßen Merkmale. Ein flexibles flächiges Trägerelement 4, beispielsweise aus Leder, Kunstleder oder einem Gewebe ist durch eine in das Material des Trägerele­ mentes 4 geprägte Linie in zwei Abschnitte 8 und 10 unterteilt. Mittels der in das Material geprägten Linie wird eine Umlenkvorrichtung 6 gebildet, so daß, wie die gestrichelte Darstellung zeigt, die beiden Abschnitte 8 und 10 entlang der Prägelinie übereinander faltbar sind.
Auf jedem Abschnitt 8, 10 ist eine Halterung angeordnet; die Halterung 12 auf dem Abschnitt 8 ist für das Kabel des Rasierers (nicht dargestellt) gedacht, die Halterung 14 auf dem Abschnitt 10 ist für den Rasierer (nicht dargestellt) selbst bestimmt. Die Halterungen 12 und 14 sind flexible einteilige Laschen, die auf dem Trägerelement fest verbunden, das heißt verklebt oder vernäht sind. Sie sind in ihren Abmessungen auf das aufzunehmende Teil abgestimmt.
Die Halterung 12 ist so von der Umlenkvorrichtung 6 beabstandet, daß sie, wenn der Abschnitt 8 den Abschnitt 10 überdeckt, eine Stellung neben der Halterung 14 einnimmt. Die Halterung 14 ist weiter von der Umlenkvorrichtung 6 beabstandet, so daß bei übereinanderliegenden Abschnitten 8 und 10 die Halterung 12 in den zwischen der Halterung 14 und der Umlenkvorrichtung 6 befindlichen Raum hineinragen kann. Das freie Ende des Abschnittes 8 überdeckt in diesem geschlossenen Zustand die Halterung.
In geschlossenem Zustand liegen die Halterungen mit den darin befindlichen Teilen in einer Lage unmittelbar nebeneinander. Der Abstand der beiden Abschnitte 8 und 10 zueinander wird dabei durch das stärkste Teil, hier den Rasierapparat, bestimmt. In geöffnetem Zustand sind die als Laschen ausgebildeten Halterungen weit voneinander entfernt, so daß Rasierer und Kabel ungehindert einzeln entnehmbar sind. Die Laschen können als schmale Streifen oder als breite Gurte ausgebildet sein, die das aufzunehmende Teil nahezu völlig überdecken. Es ist auch denkbar, daß eine Lasche mit einer dritten Kante am Trägerelement befestigt ist, so daß eine Tasche entsteht. Fig. 2 zeigt ein Weichetui, bei dem zusätzlich zu den als Laschen ausgebildeten Halterungen 12 und 14 eine weitere als Lasche ausgebildete Halterung 13 für ein flaches Zubehörteil neben der Halterung 12 angeordnet ist. In geschlossenem Zustand des Etuis sind die Halterungen 12 und 13 übereinander angeordnet.
In weiterer Ausgestaltung der anhand von Fig. 1 erläuterten Maßnahme der Anordnung von zwei Halterungen in einem Behälter ist in Fig. 1a und Fig. 1b jeweils beispielsweise eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Anordnung von Halterungen unter Berück­ sichtigung einer platzsparenden Anordnung bei leichter Entnehmbarkeit von in den Halterungen untergebrachten Gegenständen aufgezeigt. Bei der Ausführungsform eines Behälters 2 nach Fig. 1a sind auf dem mittels einer Umlenkvorrichtung 6 in zwei Abschnitte 8 und 10 unterteilten Trägerelementes 4 insgesamt drei Haltevorrichtungen 12, 14.1 und 14.2 befestigt. Auf dem Abschnitt 10 sind zwei Halterungen 14.1 und 14.2 in einem vorgegebenen Abstand voneinander angeordnet, wobei dieser Abstand durch die vorgesehene Breite der auf dem Abschnitt 8 angeordneten Halterung 12 bestimmt ist. Die Positionierung der auf dem Abschnitt 8 angeordneten Halterung 12 ist derart getroffen, daß bei übereinandergelegten und sonach parallel zueinander verlaufenden Abschnitten 8 und 10 die Halterung 12 in dem durch den Abstand der Halterungen 14.1 und 14.2 gebildeten Zwischenraum aufgenommen ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1b sind auf dem Abschnitt 8 zwei Halterungen 12.1 und 12.2 und auf dem Abschnitt 10 zwei Halterungen 14.1 und 14.2 derart befestigt, daß bei übereinandergelegten Abschnitten 8 und 10 die Halterungen 12.1, 12.2 des Abschnittes 8 von der einen der Halterungen 14.1, 14.2 des Abschnittes 10 von­ einander getrennt sind. Dies hat eine ineinander verschachtelte Anordnung der in einer Reihe nebeneinander zu liegen kommenden Halterungen 14.1, 12.2, 14.2 und 12.1 zur Folge, wie dies beispielsweise in Fig. 1b dargestellt ist.
In Fig. 3 wird eine weitere Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Das Weichschalenetui (Behälter 20) besteht aus einem Trägerelement 22, das in drei hintereinanderliegende Abschnitte 24, 26 und 28 gegliedert ist. Die Abschnitte 24 und 26 sind durch die Umlenkvorrichtung 30 und die Abschnitte 26 und 28 durch die Umlenkvorrichtung 32 miteinander verbunden. Die endständigen Abschnitte 24 und 28 sind entlang der durch Prägelinien gebildeten Umlenkvorrichtungen zur Mitte hin über den zentralen Abschnitt 26 faltbar, wie die gestrichelte Darstellung zeigt.
Auf jedem der Abschnitte 24, 26 und 28 ist eine aus einer Lasche gebildete Haltevorrichtung befestigt. Die Haltevorrichtungen dienen ebenfalls zur Aufnahme eines Rasierers und eines Kabels sowie einer Bürste zum Reinigen des Rasierers (die Gegenstände sind nicht dargestellt). Die Haltevorrichtung 34 auf dem Abschnitt 24 ist so angeordnet, daß, wenn der Abschnitt 24 über dem Abschnitt 26 liegt, die Haltevorrichtung 34 in einer Lage neben der Haltevorrichtung 36 auf dem Abschnitt 26 liegt. Die Haltevorrichtung 38 auf dem Abschnitt 28 ist so angeordnet, daß, wenn der Abschnitt 28 über dem Abschnitt 26 liegt, die Haltevorrichtung 38 so neben der Haltevorrichtung 36 liegt, daß die Haltevorrichtung 36 in der Mitte zwischen den beiden Haltevorrichtungen 34 und 38 liegt.
In geschlossenem Zustand liegen also auch bei dieser Ausführungsform alle Haltevorrichtungen und die darin befindlichen Geräte oder Zubehörteile in einer Reihe nebeneinander. Bei geöffnetem Behälter sind die Haltevorrichtungen 34, 36 und 38 dagegen weit voneinander beabstandet so daß die darin befindlichen Gegenstände einzeln ungehindert entnehmbar sind.
Wenn der Behälter 20 geschlossen ist, überdecken die Abschnitte 24 und 28 den Abschnitt 26 jeweils nur zum Teil. Die Enden der Abschnitte 24 und 28 weisen dabei über der Haltevorrichtung 36 gegeneinander. Um sicherzustellen, daß sich der Behälter 20 nicht von selbst öffnet, ist an dem endständigen Abschnitt 28 eine Klappe (Vorrichtung 40) angeformt, die bei geschlossenem Behälter 20 über dem Abschnitt 24 liegt und an diesem mittels eines Druckverschlusses befestigt wird.
In Fig. 4 ist ein Hartschalenbehälter (Behälter 42) abgebildet, bei dem das Trägerelement 41 aus zwei in Schalenhälften unterteilte Abschnitte 44 und 46 besteht, die als ein Scharnier (Umlenkvorrichtung 48) aneinander angelenkt sind. In der Schale ist eine als Lasche ausgebildete Halterung 50 befestigt, in der Schale sind eine als flache Lasche ausgebildete Halterung 52 für ein flaches Zubehörteil, wie eine Bürste, und die starren, an ihren oberen Enden 56 zueinandergebogenen Rastklammern, die als Halterung 54 den Rasierer halten, angeordnet. Die Halterung 52 in der Schale ist gleich weit von der Umlenkvorrichtung 48 beabstandet wie die Halterung 50 in der Schale. Die Rastklammern der Halterung 54 sind weiter von der Umlenkvorrichtung 48 beabstandet als die Halterung 52. Die Halterungen 50 und 52 und Rastklammern der Halterung 54 sind fest mit dem Behälter 42 verbunden. Die Rastklammern sind im Gegensatz zu den Laschen starr, können zum Einsetzen oder Herausnehmen des Rasierers in den Behälter 42 etwas auseinandergebogen werden. Die Halterung 50 ist niedriger als die Rastklammern der Halterung 54 und die Halterung 52 ist niedriger als die Lasche der Halterung 50.
Wenn der Behälter 42 geschlossen ist, liegen die Halterungen 50 und 52 übereinander. Die Halterungen 50 und 52 sind so bemessen, daß sie, wenn sie bei geschlossenem Behälter 42 übereinanderliegen, nicht höher sind als die Rastklammern der Halterung 54. Durch diese komprimierte Anordnung wird der Platzbedarf des Behälters klein gehalten und die einzelnen Teile sind bei geöffnetem Behälter trotzdem gut zugänglich, weil voneinander beabstandet. Der geschlossene Behälter 42 wird durch die Rastnasen 58 und 60 gesichert. Die Rastnase 58 ist an dem dem Scharnier der Umlenkvorrichtung 48 entgegengesetzten Ende der Schale 44 an­ geformt, die Rastnase 60 ist an dem dem Scharnier der Umlenkvorrichtung 48 entgegengesetzten Ende der Schale 46 angeordnet. Der Behälter 42 wird geöffnet, indem die beiden Rastnasen (Vorrichtung 58 und 60) durch Druck voneinander getrennt und die Schalen jeweils um 90° gedreht werden, so daß sie in einer Ebene liegen.
Dabei entfernt sich die Halterung 50 von der Halterung 52 und der Halterung 54, so daß die in den Laschen oder Rastklammern dieser Haltevorrichtung befindlichen Teile ungehindert einzeln aus dem Behälter entnehmbar sind.
Fig. 5 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines Behälters 62, bei dem das Trägerelement 61 ebenfalls aus zwei in Schalenhälften unterteilte Abschnitte 64 und 66 besteht, die durch eine als Scharnier ausgebildete Umlenkvorrichtung 68 gelenkig miteinander verbunden sind. In der Schale 54 ist eine starre, wannenartige Aufnahme als Halterung 70 für ein Zubehörteil eines Rasierers befestigt und in der Schale sind eine aus Rastklammern bestehende Halterung 72 für einen Rasierer angeordnet. Die Halterung 70 ist in dem Bereich der Schale angeordnet, der unmittelbar an der Umlenkvorrichtung 68 angrenzt. Bei geöffnetem Behälter ist die wannenartige Aufnahme an der vom Scharnier (Umlenkvorrichtung 68) abgewandten Seite offen, so daß das Rasiererkabel einfach zu entnehmen ist. Die Rastklammern der Halterung 72 sind so weit von der Umlenkvorrichtung 68 entfernt angeordnet, daß in geschlossenem Zustand des Behälters die wannenartige Aufnahme zwischen der Halterung 72 und der Umlenkvorrichtung 68 aufgenommen wird.
Bei geschlossenem Behälter 62 liegt die in unmittelbarer Nähe der Umlenkvorrichtung 68 angeordnete Halterung 70 mit ihrer gesamten Außenfläche an den Schalen (Abschnitte 64 und 66) an. Durch diese Anordnung der Haltevorrichtung wird bei dem Behälter 62 der gesamte Behälterinnenraum optimal genutzt.
Der Behälter nach Fig. 5 hat überdies den Vorteil, daß der Behälter wegen des optimal genutzten Innenraumes noch kleiner gehalten werden kann als das Hartschalenetui gemäß Fig. 4. Die in Fig. 5 dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behäl­ ters ist daher eine optimierte Ausführungsform des Behälters, wobei die Wahl der Ausführungsform des Etuis davon bestimmt wird, welche Gegenstände in dem Etui aufzubewahren sind.
Eine Umsetzung dieser Regel zeigt Fig. 6. Ein Trägerelement 81 eines Weichetuis (Behälter 80) besteht aus drei Teilen, einem ersten Abschnitt 82, der über eine durch eine Prägelinie gebildete Umlenkvorrichtung 84 an einen als Umlenkbereich wirkenden Abschnitt 86 angelenkt ist. Auf der entgegengesetzten Seite des Abschnitts 86 ist über eine zur vorgenannten Prägelinie parallele Prägelinie eine weitere Umlenkvorrichtung 88 gebildet, über die ein zweiter Abschnitt 90 angelenkt ist.
Auf dem ersten Abschnitt 82 ist in unmittelbarer Nähe zur Umlenkvorrichtung 84 eine erste Halterung 92 in Form einer Lasche teilweise lösbar am Trägerelement befestigt, indem eine Kante 94 über einen Druck- oder Klettverschluß am ersten Abschnitt 82 gesichert wird. Eine zweite Halterung 96 in Form einer Lasche ist am zweiten Abschnitt 90 in einem solchen Abstand von der zweiten Umlenkvorrichtung 88 befestigt, daß, wenn die Abschnitte 92 und 90 übereinanderliegen, die Haltevorrichtungen 92 und 96 nebeneinanderliegen.
Zum Verschließen des Behälters ist an den Außenkanten des Trägerelementes ein Reißverschluß (Vorrichtung 98) angeordnet, der die beiden Abschnitte 82 und 90 miteinander verbindet.
Bei geschlossenem Behälter 80 ist der Abschnitt 86 senkrecht zu den beiden Abschnitten 82 und 90 ausgerichtet. Dabei nimmt die lösbare Haltevorrichtung 92 eine unmittelbar an den Abschnitt 86 anliegende Stellung ein. Fig. 7 zeigt den Behälter aus Fig. 6 in der Aufsicht. Dieser Darstellung ist besonders deutlich zu entnehmen, daß die beiden Laschen der Haltevorrichtung bei offenem Behälter weit und damit zu­ griffsfreundlich voneinander beabstandet sind.
Abweichend von der Ausführungsform nach den Fig. 6 und 7 kann im Abschnitt 86 eine Lasche oder Halterung 92 vorgesehen werden, wie dies beispielsweise in Fig. 8 dargestellt ist. Ein Etui mit einer Lasche oder Haltevorrichtung 100 im Umlenkbereich eignet sich besonders für eine starr ausgebildete Lasche oder Haltevorrichtung. Als besonders vorteilhaft erweist sich, daß diese starre Haltevorrichtung bei geöffnetem Etui nach oben offen und mithin besonders gut zugänglich ist. Es ist ersichtlich, daß zwei oder mehrere Halterungen erfindungsgemäß auf vielfältige Weise auf dem Trägerelement angeordnet werden können.

Claims (20)

1. Behälter (2, 20, 42, 62, 80) zur Aufbewahrung von Kleingeräten des persönlichen Bedarfs mit Zubehör, wie zum Beispiel Rasierer mit Netzkabel, und Zahnputzvorrichtungen mit Adapter, mit einem Trägerelement (4, 22, 41,61, 81), an dem Halterungen (12, 12.1, 12.2, 14, 14.1, 14.2, 34, 36, 38, 50, 52, 54, 70, 72, 92, 96, 100) für wenigstens ein Kleingerät und wenigstens ein Zubehörteil vorge­ sehen sind und wenigstens einer, das Trägerelement (4, 22, 41, 61, 81) in Abschnitte (8, 10, 24, 26, 28, 44, 46, 64, 66, 82, 86, 90) un­ terteilenden Umlenkvorrichtung (6, 30, 32, 48, 68, 84, 88) derart, daß diese Abschnitte (8, 10, 24, 26, 28, 44, 46, 64, 66, 82, 86, 90) durch Schwenken um die Umlenkvorrichtung (6, 30, 32, 48, 68, 84, 88) behälterartig übereinanderbringbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens zwei Abschnitten (8, 10, 24, 26, 28, 44, 46, 64, 66, 82, 86, 90) jeweils mindestens eine Halterung (12, 14, 34, 36, 38, 50, 52, 54, 70, 72, 92, 96, 100) vorgesehen ist, derart, daß die Halterungen (12, 14, 34, 36, 38, 50, 52, 54, 70, 72, 92, 96, 100) bei übereinandergelegten Abschnitten (8, 10, 24, 26, 28, 44, 46, 64, 66, 82, 86, 90) nebeneinander positioniert sind.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf mindestens einem Abschnitt (10) des Trägerelementes (4) mindestens zwei Halterungen (14.1, 14.2) für ein Gerät oder Zubehörteile angeordnet sind, und daß diese mindestens zwei auf einem Abschnitt (10) angeordneten Halterungen (14.1, 14.2) so voneinander beabstandet sind, daß die mindestens eine Halterung (12) des angrenzenden Abschnittes (8) zwischen die mindestens zwei Halterungen (14.1, 14.2) des Abschnittes (10) bringbar ist.
3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf jedem Abschnitt (8, 10) mindestens zwei Halterungen (12.1, 12.2, 14.1, 14.2) für Gerät und Zubehörteile derart angeordnet sind, und daß die Halterungen (12.1, 12.2, 14.1, 14.2) bei übereinandergelegten Abschnitten (8, 10) nebeneinander positioniert sind.
4. Behälter nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Halterungen (50, 52) für flache Geräte oder Zubehörteile auf benachbarten Abschnitten (44, 46) des Trägerelementes (42) so angeordnet sind, daß sie bei übereinandergelegten Abschnitten aufeinanderliegen, wobei beide Halterungen (50, 52) mit den darin befindlichen Geräten oder Zubehörteilen nicht stärker als das stärkste Gerät oder Zubehörteil sind.
5. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Form wenigsten einer Halterung (70) weitgehend an die Form des Behälters (62) angepaßt ist.
6. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Halterungen (100) an dem Trägerelement (81) an einem zwischen zwei Umlenkvorrichtungen (84, 88) vorgesehenen Abschnitt (86) befestigt ist.
7. Behälter nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Trägerelement (20, 42, 80) eine Vorrichtung (40, 58, 60, 98) zum lösbaren Fixieren der übereinandergelegten Abschnitte (24, 26, 28, 44, 46, 64, 66) des Trägerelementes angeordnet ist.
8. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (98) zum Fixieren der übereinandergelegten Abschnitte (82, 90) ein an den Außenkanten des Trägerelementes angeordneter Reißverschluß ist.
9. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (40) zum Fixieren der übereinandergelegten Abschnitte eine an einem Abschnitt (28) des Trägerelementes angelenkte Klappe und einen Druckverschluß umfaßt, mit dem die Klappe auf der Außenseite des zweiten Abschnittes (24) gesichert werden kann.
10. Behälter nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen (12, 14) am Trägerelement (4) als flexible Laschen ausgebildet sind.
11. Behälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen zweiteilig sind, und daß die beiden Teile der Laschen durch einen Druck- oder Klettverschluß verbindbar sind.
12. Behälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (92) lösbar am Trägerelement befestigt ist.
13. Behälter nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (70) als starre behälterartige Aufnahme ausgebildet ist.
14. Behälter nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerelement (4) ein flexibles flächiges Material und daß damit der Behälter (2, 20, 80) ein Weichetui ist.
15. Behälter nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerelement aus starrem Material besteht, und daß damit der Behälter (42, 62) ein Hartschalenetui ist.
16. Behälter nach einem der Ansprüche 1-15, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkvorrichtung (6) eine gedachte Linie vorzugsweise in der Mitte zwischen zwei Abschnitten (8, 10) des Trägerelementes (4) ist.
7. Behälter nach einem der Ansprüche 1-15, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkvorrichtung (30, 32) eine in das Material des Trägerelementes (22) geprägte Linie ist.
18. Behälter nach einem der Ansprüche 1-15, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkvorrichtung (48, 68) ein Gelenk, vorzugsweise ein Scharnier, ist.
19. Behälter nach einem der Ansprüche 1-15, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkvorrichtung (84, 86, 88) durch einen Abschnitt (86) des Trägerelementes (81) und durch zwei den Abschnitt (86) begrenzende Linien oder Gelenke gebildet ist.
20. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerelement (22) mittels Umlenkvorrichtungen (30, 32) in drei Abschnitte (24, 26, 28) unterteilt ist und an den Abschnitten (24, 26, 28) jeweils wenigstens eine Halterung (34, 36, 38) derart angeordnet ist, daß die Halterungen (34, 36, 38) bei übereinander- oder nebeneinander­ gelegten Abschnitten (24, 26, 28) nebeneinanderlegbar sind.
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