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Rohrreiniger, insbesondere für Rohrpostanlagen. Die Erfindung betrilit
Rohrreiniger zum Entfernen von in Rohren festsitzenden Ablagerungen, insbesondere
für Rohrpostanlagen, und zwar bezieht sie sich auf solche Rohrreiniger, die, mit
schwingenden Schabemessern ausgerüstet, durch Überdruck oder Unterdruck durch die
betreffenden zu reinigenden Leitun-"en hindurchbewegt werden.
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Zweck der Erfindung ist, in bezug auf die Verbindung der schwingenden
Schabemesser mit dem Rohrreinigungskörper Verbesserungen zu schaffen. durch welche
der ganze Aufbau vereinfacht wird und vor allen Dingen das Auswechseln schadhaft
gewordener Teile außerordentlich einfach vor sich gehen kann. Dies wird dadurch
erreicht, daß die Messerträger mit einem gemeinsamen, auf den unteren Teil des Rohrreinigers
aufgeschrumpften oder mit ihm in anderer Weise verbundenen Ring offene Scharniere
bilden, indem sie mit ihren hakenartigen Nasen hinter den Ring greifen. Um dem Rohrreiniger
den nötigen Zusammenhalt auch außerhalb der Rohrleitungen zu geben, ist die Schwingbewegung
der Messer dadurch begrenzt, daß die Messerträger nach oben verlängert sind und
gegen den vorspringenden Rand einer mit dem Rohrreiniger leicht lösbar verbundenen
Scheibe stoßen. Gleichzeitig dienen die Verlängerungen der Messerträger nach oben
dazu, ihnen auf Vorsprüngen des Rohrreinigerkörpers eine zweite Führung zu geben.
wobei die Vorsprünge gleichzeitig Federn tragen, die die Messerträger radial nach
außen zu verschwenken bestrebt sind.
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Die Verbindung der Messerträger mit dem Rohrreinigerkörper durch offene
Scharniere ermöglicht es, einzelne Messer durch einen Handgriff herauszunehmen und
durch neue zu ersetzen bzw. nach Herausnahme eines oder mehrerer :Messer eine gründliche
Reinigung des Apparates vorzunehmen, um ihn ebenfalls durch einen einzigen Handgriff
wieder gebrauchsfertig zu machen. Infolgedessen eignet sich der Reiniger besonders
für Rohrpostanlagen, bei welchen er mittels Saugluft durch die Leitungen getrieben
wird. Hierbei ist es im Gegensatz zu solchen Anlagen, bei denen der Rohrreiniger
mit Hilfe eines Druckmittels die Leitungen durchläuft, nicht möglich, das Druckmittel
durch kleine öftnungen in das Innere des Rohrreinigers eintreten und hier eine Spülwirkung
ausüben zu lassen, durch die der Rohrreiniger selbst nach Möglichkeit sauber gehalten
wird. Es wird also bei Saugluftbetrieb der Rohrreiniger eher verschmutzen als bei
Betrieb mit einem Druckmittel. Dementsprechend muß er öfter gereinigt werden. In
dieser Erfindung bietet nun der Erfindungsgegenstand den besonderen Vorteil, daß
durch Lösen einer einzigen Schraube, nämlich der die obere Scheibe festhaltenden,
der ganze Apparat auseinandergenommen werden kann. Die doppelte Führung der Messerträger
bietet außerdem Gewähr gegen jedes Verkanten und jedes Beschädigen der Messer nebst
ihren Trägern aus diesem Grunde.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i -einen Rohrreiniger von der Seite gesehen,
Abb. a ;einen achsialen Schnitt durch den Rohrreiniger, Abb. 3 den Schnitt gemäß
III-III der Abb. z, Abb. q. den Schnitt gemäß IV-IV der Abb. a und Abb. 5 und 6
eine Einzelheit in zwei verschiedenen Ansichten.
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Der Rohrreiniger besteht aus einem bolzenartigen Mittelteil 7 mit
unterem tellerförmigen Ansatz 8 und oberem kopfförmigen Ansatz g.
Der
tellerförmige Teil 8 besitzt radiale Schlitze i o, in die die zapfenartig verjüngten
unteren Teile i i der Messerträger 12 passen. Jeder Messerträger 12 besitzt ein
schaufelartiges Schabemesser 13 und ein Kreismesser 14, welch letzteres um den Zapfen
15 im gabelförmigen Ansatz 16 des Messerträgers 12 drehbar gelagert ist. Die Gabel
16 umgreift gleichzeitig bolzenartige Ansätze 17, die sich am Kopf 9 befinden und
auf die Schraubenfedern 18 aufgesetzt sind. Die letzteren sind bestrebt, die Messerträger
12 radial nach außen zu schwingen. Hierbei findet die Bewegung ihre Eegrenzung dadurch,
daß die Messerträger 12 an ihrem oberen Ende mit Nasen i 9 gegen den vorspringenden
Rand 2o einer auf dem Kopf o sitzenden Scheibe 21 stoßen. Die Scheibe 21 ist leicht
lösbar durch eine Schraube 22 mit dem Rohrreinigerkopf 9 verbunden, die gleichzeitig
zur Befestigung eines elastischen Puffers 23 dient.
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Der tellerförmige Teil 8 trägt einen Ring 2.1, der in Ausnehmungen
des Tellers 8 liegt und durch Aufschrumpfen oder in anderer @Veise "o mit ihm verbunden
ist. daß er seine Stellung unverändert beibehält. Die zapfenartigen Ansätze i i
der Messerträger 12 besitzen dein Querschnitt des Ringes 24. entsprechende Ausnehmungen
25 und Nasen 26.
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Die Zusammensetzung des Rohrreinigers erfolgt in einfacher Weise so,
daß die Messerträger 12 mit ihren zapfenartigen Ansätzen i i in die radialen Schlitze
io der Scheibe 8 schräg eingeführt werden, so daß die Nasen 26 hinter den Ring 24.
greifen und die Ausnehmungen 25 sich von innen gegen den Ring legen. Werden nunmehr
die Messerträger mit ihren entgegengesetzten gegabelten Enden 16 radial nach innen
verschwenkt, so fassen die Nasen 26 um den Ring 24. herum, und es werden auf diese
Weise nach außen offene Scharniere gebildet. Durch Aufsetzen der Scheibe 21 werden
die Messerträger 12 in der Gebrauchsstellung festgehalten.
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Der Rohrreiniger, der in der dargestellten Ausführungsform für Rohrpostanlagen
bestimmt ist, wird durch Saugluft mittels eines normalen, nicht dargestellten Treibers
durch die Rohrpostleitung a7 bewegt. Hierbei schaben die :Messer 13 die auf der
Rohrwand festsitzenden Ablagerungen 28 ab, nachdem sie durch die umlaufenden Messer
14 in der Längsrichtung geschnitten sind. Die Federn 18 bewirken hierbei eine elastische
Anlage der Messer 13 gegen die Rohrwand, während die Ansätze 17 jedem Messerträger
12 als zweite Führung dienen, so daß dadurch der Zapfen i i entlastet wird und Beschädigungen
dieses sowie des Messerträgers und der Messer 5o _gut wie ausgeschlossen sind.
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Die Auswechselung eines oder mehrerer Messerträger 12 erfolgt in einfacher
Weise dadurch, daß die Schraube 22 gelöst und die Scheibe 21 angehoben wird. Hierauf
kann jeder Messerträger nach außen geschwungen werden, so daß die Nase 26 um den
Ring 2¢ herumtritt und die Verbindung zwischen Messerträger 12 und Scheibe 8 gelöst
ist. Das Einsetzen eines neuen Messerträgers oder, falls @es sich nur um die Reinigung
des Apparates handelt, der herausgenommenen erfolgt in einfacher Weise, wie bereits
oben beschrieben, so daß das Auseinandernehmen wie das Zusammensetzen in wenigen
Augenblicken durchgeführt werden kann.
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Obwohl sich der neue Rohrreiniger besonders gut für Rohrpostanlagen
und andere lange Rohrleitungen eignet, ist er doch hierauf nicht beschränkt, vielmehr
läßt sich dieselbe Anordnung auch bei Rohrreinigern treffen, die durch ein Druckmittel
vorwärts bewegt werden, nur muß in diesem Falle mit der Scheibe 8 noch eine abdichtende
Manschette o. dgl. verbunden sein, gegen die das Druckmittel zur Wirkung kommen
kann. In diesem Falle wird man dann auch sogenannte Spüllöcher vorsehen, die Druckmittel,
vorzugsweise Wässer, in `das Innere des Rohrreinigers treten lassen und eine Spülwirkung
hervorrufen, die einesteils die abgeschabten Ablagerungen fortspült, andernteils
den Rohrreiniger stets sauber hält.