DE432889C - Verfahren zur Herstellung von Tabletten fuer arzneiliche und aehnliche Zwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tabletten fuer arzneiliche und aehnliche Zwecke

Info

Publication number
DE432889C
DE432889C DEF56182D DEF0056182D DE432889C DE 432889 C DE432889 C DE 432889C DE F56182 D DEF56182 D DE F56182D DE F0056182 D DEF0056182 D DE F0056182D DE 432889 C DE432889 C DE 432889C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tablets
water
acetamide
medicinal
manufacture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF56182D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinrich Guenzler
Dr Oskar Neubert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JG Farbenindustrie AG
Original Assignee
JG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JG Farbenindustrie AG filed Critical JG Farbenindustrie AG
Priority to DEF56182D priority Critical patent/DE432889C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE432889C publication Critical patent/DE432889C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K47/00Medicinal preparations characterised by the non-active ingredients used, e.g. carriers or inert additives; Targeting or modifying agents chemically bound to the active ingredient
    • A61K47/06Organic compounds, e.g. natural or synthetic hydrocarbons, polyolefins, mineral oil, petrolatum or ozokerite
    • A61K47/16Organic compounds, e.g. natural or synthetic hydrocarbons, polyolefins, mineral oil, petrolatum or ozokerite containing nitrogen, e.g. nitro-, nitroso-, azo-compounds, nitriles, cyanates
    • A61K47/18Amines; Amides; Ureas; Quaternary ammonium compounds; Amino acids; Oligopeptides having up to five amino acids
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/20Pills, tablets, discs, rods
    • A61K9/2004Excipients; Inactive ingredients
    • A61K9/2013Organic compounds, e.g. phospholipids, fats

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Tabletten für arzneiliche und ähnliche Zwecke. Die Tablettierung wasserlöslicher Stoffe bietet bekanntlich große Schwierigkeiten deshalb, weil sich solche Tabletten bedeutend langsamer lösen als die betreffenden Stoffe selbst. Wenn man Tabletten preßt, die nur aus den wasserlöslichen Stoffen bestehen, so brauchen sie zur Lösung meist ro bis 30 Minuten und oft noch länger, was natürlich für den Verbraucher sehr störend ist: Durch Zusätze anderer wasserlöslicher Stoffe, z. B. Zucker, Milchzucker, Kochsalz u. dgl., wird keine Besserung erzielt. Dieser Übelstand läßt oft auch beim Pressen wasserlöslicher Stoffe zum Zusatz von Quellmitteln greifen, wie man sie beim Tablettieren unlöslicher Stoffe anwendet, um die Tabletten rasch zum Zerfallen in Wasser zu bringen. Die Lösung einer solchen Tablette zeigt dann aber naturgemäß einen Bodensatz. Das wirkt auf den Verbraucher, der weiß, daß er einen wasserlöslichen Stoff vor sich hat, befremdend. Ferner ist dieser Umstand auch insofern recht störend, als es dadurch dem Arzt unmöglich ist, einem Patienten die Tabletten unbemerkt in Getränken zu verabreichen.
  • Es wurde nun gefunden, daß durch einen Zusatz von Acetamid solche aus wasserlöslichen Stoffen bestehende Tabletten sich ganz erheblich schneller in Wasser lösen. Das ist insofern überraschend, als nicht ohne weiteres vorausgesehen werden konnte, daß sich das Acetamid anders verhält als die anderen obenerwähnten wasserlöslichen Zusätze. Das Acetamid eignet sich auch insofern gut als lösungsbeschleunigender Zusatz zu Tablettenmassen, als seiner gewerblichen Verwendung als Heilmittel nichts im Wege steht. (Siehe K u n k e 1 , Lehrbuch der Toxikologie, Igor, Seite 568, Zeile 8 von unten; ferner Schultzen und Nencki, Zeitschrift für Biologie, Bd.8, 1872, Seite 124 und besonders Seite 130, Zeile 7 von oben, und E. S a 1 k o w s k i , Hoppe-Seyler I877/78, Bd. 1, Seite 38.) Danach ist Acetamid völlig ungiftig. Es geht unverändert durch den Körper. Entgegen den Angaben in den meisten Lehrbüchern, daß dem Acetamid ein Geruch nach Mäuseexkrementen anhafte, ist das reine Acetamid völlig geruchlos. (Siehe auch B o n z , Zeitschrift für physikalische Chemie, 8d.2, 1888, Seite 867 3. Absatz.) Schließlich ist auch der Geschmack des Acetamids angenehm schwach süßlich-bitter. Man kann damit Tabletten herstellen, die sich völlig klar und doch sehr rasch in Wasser lösen. Da das Acetamid aber etwas hygroskopisch ist, empfiehlt sich ein weiterer kleiner Zusatz eines wasserbindenden Mittels.
  • Man hat schon Drogenauszüge von solchen Substanzen, welche an und für sich unlöslich bzw. schwer löslich sind, mit Hilfe von Acetamid oder Formamid in Lösung gebracht. Auf diese Weise ist es möglich geworden, derartige Produkte dem Arzneischatz in Form von Tinkturen oder Tabletten in äußerst bequerner und handlicher Form zugänglich zu machen.
  • Gemäß vorliegender Erfindung werden gerade an und für sich leicht wasserlösliche Stoffe, wie das Natriumsalz der Diäthylbarbitursäure, Proteinsilberverbindungen (Protargol), benutzt, um sie mit Hilfe von Acetamid in leicht zerfallbare und rasch sich lösende Tabletten überzuführen. Wie die Erfahrung gezeigt hat, lassen sich diese Substanzen in Form von Tabletten ohne Zusatz von Acetamid nur äußerst schwierig und nur sehr langsam in Lösung bringen.
  • Beispiel i.
  • So Gewichtsteile des Natriumsalzes der Diäthylbarbitursäure werden mit 27 Gewichtsteilen Acetamid und 3 Gewichtsteilen trockenen Dinatriumphosphat gemischt, und aus dieser Mischung werden Tabletten zu '9,8 g gepreßt. Diese Tabletten lösen sich klar in ,Wasser in etwa 2 Minuten.
  • Beispiele. 5o Gewichtsteile Proteinsilberverbindung (vgl. Patentschrift io5866) werden mit 63 Gewichtsteilen Acetämid und 7 Gewichtsteilen trockenem Natriumsulfat gemischt, und aus dieser Mischung werden Tabletten zu o,6 g gepreßt. Die Tabletten lösen sich in etwa i Minute klar in Wasser auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Tabletten für arzneiliche und ähnliche Zwecke, darin bestehend, daß man wasserlösliche Stoffe mit Acetamid gegebenenfalls unter Zugabe von wasserbindenden Mitteln vermischt.
DEF56182D 1924-05-22 1924-05-23 Verfahren zur Herstellung von Tabletten fuer arzneiliche und aehnliche Zwecke Expired DE432889C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF56182D DE432889C (de) 1924-05-22 1924-05-23 Verfahren zur Herstellung von Tabletten fuer arzneiliche und aehnliche Zwecke

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1658122X 1924-05-22
DEF56182D DE432889C (de) 1924-05-22 1924-05-23 Verfahren zur Herstellung von Tabletten fuer arzneiliche und aehnliche Zwecke

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE432889C true DE432889C (de) 1926-08-16

Family

ID=25977677

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF56182D Expired DE432889C (de) 1924-05-22 1924-05-23 Verfahren zur Herstellung von Tabletten fuer arzneiliche und aehnliche Zwecke

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE432889C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69310739T2 (de) Biozide zusammensetzung die senfsamenextrakt enthält
DE2417859A1 (de) Verfahren zur herstellung von gemischten heparinsalzen
DE432889C (de) Verfahren zur Herstellung von Tabletten fuer arzneiliche und aehnliche Zwecke
AT148138B (de) Verfahren zur Verbesserung der Backfähigkeit von Mehl.
DE438328C (de) Verfahren zur Herstellung eines Lecithinderivates
Kurokawa Über das Schicksal des infundierten Zuckers mit besonderer Berücksichtigung der Zuckeraufnahmefähigkeit der Gewebezellen I. Mitteilung. Verhalten des Gesamt-C des Blutes nach Glukoseinfusion
AT210567B (de) Verfahren zum Stabilisieren einer wässerigen Lösung von Pflanzenextrakten, insbesondere herzwirksamen Pflanzenextrakten
DE549515C (de) Verfahren zur Herstellung von Saatguttrockenbeizmitteln
DE942534C (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren und gut wirksamen Loesungen oder Suspensionen antibiotischer Mittel
DE737909C (de) Verfahren zur Beseitigung des Wasseranziehungsvermoegens und zur geschmacklichen Verbesserung arzneilich verwendbarer Stoffe
DE646651C (de) Verfahren zur Herstellung eines hochwirksamen Auszuges aus Sennesblaettern
DE436447C (de) Verfahren zur Darstellung von Silberkomplexverbindungen der Anthrachinonglucoside
DE833103C (de) Verfahren zur Herstellung eines Gichtmittels
DE730807C (de) Verfahren zur Darstellung einer reizlosen, fettfreien Salbe
DE459017C (de) Verfahren zur Herstellung elastischer, leicht loeslicher Zubereitungen von Arzneimitteln, wie Staebchen, Kugeln usw
DE501502C (de) Verfahren zur Herstellung therapeutisch verwertbarer OElloesungen von an sich in OElen unloeslichen oder schwerloeslichen Lipoiden
DE490648C (de) Verfahren zur Darstellung eines herzwirksamen kristallisierten Glucosides aus Convallaria majalis
DE570595C (de) Verfahren zur Herstellung eines insbesondere gegen Anaemie anwendbaren Heilmittels
CH225346A (de) Verfahren zur Herstellung von Backwaren.
DE515113C (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer Loesungen von Salzen aromatischer Stibinsaeuren
DE469516C (de) Verfahren zur Herstellung stabiler waessriger Wismutlactatloesungen
AT105093B (de) Verfahren zur Herstellung von leicht resorbierbaren, intern anzuwendenden Arzneimitteln aus Substanzen, welche an sich schwer resorbierbar sind.
AT113334B (de) Verfahren zur Herstellung eines Stäubemittels zur Schädlingsbekämpfung.
DE240407C (de)
DE317509C (de)