DE4313740C2 - Reinigungsvorrichtung zur Anordnung an einem Abscheider mit wenigstens zwei durch einen Überlauf miteinander verbundenen Kammern, wie bspw. Leicht- oder Schwerflüssigkeitsabscheider - Google Patents
Reinigungsvorrichtung zur Anordnung an einem Abscheider mit wenigstens zwei durch einen Überlauf miteinander verbundenen Kammern, wie bspw. Leicht- oder SchwerflüssigkeitsabscheiderInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reinigungsvorrichtung zur
Anordnung an einem Abscheider mit wenigstens zwei durch einen
Überlauf verbundenen Kammern, wie bspw. Leicht- oder
Schwerflüssigkeitsabscheider, mit wenigstens einer in einer
Ebene parallel zum Flüssigkeitsspiegel des Abscheiders
verfahrbaren Düse.
Bei Abscheidern, wie bspw. Fett- oder Ölabscheidern, besteht
häufig das Problem, daß die Leichtflüssigkeiten erhärten und an
den Wänden des Abscheiders anbacken, wobei auch die Fettschicht
selbst aushärten kann. Neben der regelmäßigen Entsorgung des
Abscheiders müssen daher auch die abgeschiedenen, erhärteten
und angebackenen Fettrückstände entfernt werden, damit nach der
Entsorgung das volle Speichervolumen des Abscheiders wieder zur
Verfügung steht und eine Verschlechterung des abfließenden
Abwassers durch Umsetzungsvorgänge mit den noch verbliebenen
Fettrückständen vermieden wird. Bei Abscheidern aus Stahl oder
Edelstahl können die Anbackungen zusätzlich zu Korrosionen und
zu einem Anlösen oder Auflösen der Beschichtung durch
punktuelle und/oder flächige Dauerbelastungen führen, was
auch bei Abscheidern aus Beton der Fall sein kann. Es
ist daher erforderlich, daß die Abscheider bei der Entsorgung
von Rückständen möglichst restlos gereinigt werden.
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist bereits aus der
DE 25 55 136 B2 bekannt mit einer bis zur Höhe der erhärteten
Fettschicht erreichenden Leitung für die Zufuhr einer ggf. dem
Behälter entnommenen Flüssigkeit, wobei die Mündung der Leitung
als Düse zur Erzeugung von horizontal gerichteten Strahlen
ausgebildet ist. Zusätzlich ist die Düse in einer horizontalen
Ebene mittels eines Gelenkarmes verschiebbar. Durch die
verschiebbare Düse mit horizontal gerichtetem Strahl ist zwar
ein Aufreißen bzw. Aufbrechen und Verwirbeln der erhärteten
Leichtflüssigkeitsschicht möglich, jedoch keine Reinigung des
Behälterinnenraumes, der Einbauteile und der durch die
Einbauteile bedingten Hohlräume. Auch ist es aus der DE-AS 20
03 565 bekannt, das in dem Abscheider befindliche Abwasser
mittels einer Pumpe und/oder eines Rührwerkes umzuwälzen, um
die Anbackungen von den Wänden abzulösen, um die abgeschiedenen
Stoffe pumpfähig zu machen und schließlich abzuziehen.
Weiterhin ist es aus der DE 28 00 036 C2 bekannt, bei einem im
Querschnitt kreisförmigen Abscheiderbecken das am
Abscheiderboden abgezogene Abwasser umzuwälzen, indem es über
ein Zuführungsrohr einem um die Behälterachse rotierenden
Rohrarm mit mindestens einer tangential zur Behälterachse
angeordneten Strahlaustrittsdüse zugeführt wird. Hierdurch soll
eine Rotationsströmung des Abwassers im Abscheider erreicht
werden, um die Schwimmschicht aufzubrechen und die Sinkstoffe
aufzuwirbeln. Die bekannten Verfahren und Vorrichtungen dienen
jedoch vornehmlich dazu, den Abscheiderinhalt pumpfähig zu
machen und maschinell zu entsorgen. Eine vollständige Reinigung
der Abscheiderwände von Fettrückständen und sonstigen
Ablagerungen ist nicht möglich.
Schließlich ist aus der DE-OS 20 31 766 eine automatisch
umlaufende Waschvorrichtung bekannt, welche insbesondere zum
Waschen der inneren zylindrischen oder kugelförmigen
Oberflächen vieler Arten von Tanks und Rohren dienen soll. Die
bekannte Waschvorrichtung weist ein sich in vertikaler Richtung
in das Behälterinneren erstreckendes Rohrstück auf, an dessen
Ende ein Düsenhalter mit zwei diametral gegenüberliegenden
Düsen angeordnet ist. Der Düsenhalter mit Düsen ist um eine
Achse parallel zum Flüssigkeitsspiegel verdrehbar. Mit dieser
Waschvorrichtung ist jedoch eine Reinigung von Abscheidern
nicht möglich.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Reinigungsvorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben,
welche nicht nur ein Aufbrechen der Leichtflüssigkeitsschicht
an der Oberfläche ermöglicht, sondern auch eine möglichst
vollständige Reinigung der Behälterinnenwände und Einbauteile
gewährleistet.
Zur Lösung der Aufgabe ist es nach der Erfindung vorgesehen,
daß die wenigstens eine Düse an einem Sprühkopf angeordnet ist,
welcher um eine Achse parallel zum Flüssigkeitsspiegel
rotiert und mittels einer Antriebseinheit in Längsrichtung parallel zum
Flüssigkeitsspiegel des Behälters verfahrbar ist, wobei
die Antriebseinheit in einem oberhalb des Behälters
angeordneten und gegen Eindringen von Spritzwasser, Partikeln
o. dgl. i. w. abgedichteten Raum aufgenommen ist.
Bei der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung fräst sich der
Sprühkopf, bspw. in Falle eines Fettabscheiders in die
Fettschicht ein, bricht sie auf und wirbelt auch unterhalb der
Fettschicht die einzelnen Partikeln und Abwasserphasen auf.
Durch die Energie des Flüssigkeitsstrahles kommt es
aber auch zu einem Ablösen von Anbackungen und Ablagerungen an
den Behälterinnenwänden. Durch die Drehung des Strahles in
einer Ebene senkrecht zum Flüssigkeitsspiegel werden auch die
Einbauteile, wie bspw. Tauchwände, Überlaufwände und bei
Abscheidern mit Mehrkammersystem die Verbindungskanäle zwischen
den einzelnen Kammern sowie die zwischen Einbauteile und
Beckenwandung sich ergebenden Hohlräume, gereinigt. Durch die
Verfahrbarkeit des Sprühkopfes parallel zum Flüssigkeitsspiegel
des Behälters, lassen sich vorbestimmte Positionen im
Abscheider anfahren. Der Raum oberhalb des Behälters zur
Aufnahme der Antriebseinheit kann von einer den Behälter
abdeckenden, etwa plattenförmigen Abdeckung und einer darüber
angeordneten Haube gebildet sein.
In einer ersten besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist es
vorgesehen, daß der Sprühkopf um eine bzgl. des
Flüssigkeitsspiegels des Abscheiders vertikale Achse verdrehbar
ist. Durch die Rotation des Stahles um zwei aufeinander
senkrecht stehenden Achsen kommt es zu einer vollständigen
Reinigung des Behälterinneren. Hierdurch ergibt sich ein
sphärisches Sprühbild.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist der Sprühkopf
wenigstens zwei in entgegengesetzter Richtung weisende Düsen
auf, was die Reinigungswirkung der Einrichtung nochmals
verbessert.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es
vorgesehen, daß der Sprühkopf mittels einer Absenkeinrichtung
in das Behälterinnere absenkbar ist.
Hierdurch läßt sich der gesamte Sprühkopf, bspw. im Falle eines
Fettabscheiders durch die Fettschicht, vertikal nach unten
durch die einzelnen Wasserphasen bewegen, wobei die wenigstens
eine Düse um eine horizontale, d. h. parallel zum
Flüssigkeitsspiegel gerichtete und gleichzeitig um eine
vertikale Achse rotieren kann, so daß das Sprühbild einer in
einer vertikalen Ebene sich bewegenden Sprühkugel gleicht. Bei
einem Fettabscheider kann der Arbeitsablauf der
Reinigungseinrichtung bspw. so gewählt werden, daß der
Sprühkopf oberhalb der eigentlichen Fettschicht zu laufen und
zu sprühen beginnt, um die Fettschicht bereits an- bzw.
aufzulösen und auch zu durchmischen. Danach kann der Sprühkopf
in die Fettschicht eintauchen, sie durchstoßen und die
unterhalb der Fettschicht befindlichen Partikeln und
Abwasserphasen aufmischen. Durch das Absenken des Sprühkopfes
ist es auch möglich, in den Bodenbereich, insbesondere in den
Schlammbereich des Abscheiders vorzudringen, um auch dort die
Sedimente bzw. den abgesetzten Feinschlamm aufzuwirbeln und
saugfähig zu machen. Gleichzeitig oder mit etwas
Zeitverzögerung sollte dann der Absaugprozeß einsetzen, wobei
der gesamte Inhalt des Behälters bspw. von einem Saugwagen
abgezogen werden kann. Danach erfolgt die eigentliche Reinigung
des Behälters mit einem freien Sprühstrahl zur vollständigen
Reinigung der Innenwände und Einbauteile.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, daß
die Absenkeinrichtung als Teleskoparm ausgebildet ist.
Hierdurch ist es möglich, die Reinigungsvorrichtung in Zeiten
ihres Nichtgebrauches in eine zurückgezogene Stellung zu
fahren, ohne die gesamte Vorrichtung aus dem Abscheider
herausnehmen zu müssen. Auch können insbesondere bei
Abscheidern mit mehreren Kammern bspw. nach oben gezogene
Trennwände oder Verbindungskanäle über- bzw. durchfahren
werden, was andernfalls entsprechende Bauhöhen oder gar eine
mehrzählige Anordnung von Reinigungsvorrichtungen zur Folge
hätte.
Die Rotationsbewegungen des Sprühkopfes bzw. der wenigstens
einen Düse und/oder die Hubbewegungen der Absenkeinrichtung
können durch Beaufschlagung mittels Wasserkraft
erfolgen, wie selbstverständlich auch ein motorischer Antrieb
für eine definierte Drehbewegung von Sprühkopf, Düsen und/oder
Absenkeinrichtung möglich ist.
Bevorzugt weist die Abdeckung einen, vorzugsweise in Längsrichtung des
Behälters verlaufenden Durchbruch auf, durch welchen sich die
Absenkeinrichtung mit Sprühkopf erstreckt.
Der Durchbruch der Abdeckung ist nach einer Ausführungsform
der Erfindung durch zwei sich überlappende Dichtlippen
verschlossen, durch welche sich die Absenkeinrichtung
unter seitlichem Anliegen der Dichtlippen erstreckt. Hierdurch
ist ein Eindringen von Spritzwasser oder im Abwasser
enthaltenen Partikeln in den durch die Haube eingeschlossenen
Raum vermieden und damit einer Verschmutzungsgefahr der
Reinigungsvorrichtung und deren Antriebseinheiten
entgegengewirkt.
Zusätzlich kann an der
Absenkeinrichtung oder dem Teleskoparm ein unterhalb der
Dichtlippen zu liegen kommender umlaufender Spritzschutz
vorgesehen sein.
Bei einem mit einer erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
ausgerüsteten Abscheider ist ein Nachspülen des Behälters wie
bei den bekannten Spüleinrichtungen nicht mehr erforderlich.
Die Entsorgungszeiten sind damit wesentlich kürzer. Darüber
hinaus wird eine erhebliche Menge an Spülwasser gespart.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Fettabscheider mit
einer möglichen Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 1 und
Fig. 3 eine Detaildarstellung einer Absenkeinrichtung für
eine Reinigungsvorrichtung, in einem Längsschnitt.
Der bei dem hier gewählten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1
und 2 dargestellte Fettabscheider weist einen Behälter 1 mit
durch Trennwände 2 voneinander getrennter Vorabscheidekammer 3
und Abscheidekammer 4 auf. Der Behälter 1 ist mit einem Zulauf
5 und einem Ablauf 6 versehen. Oberhalb des Behälters 1
befindet sich eine Reinigungsvorrichtung 7, welche mittels
eines Linearantriebes 8 in Längsrichtung des Behälters 1
verfahrbar ist.
Der Linearantrieb 8 kann bspw. als ein auf zwei Führungsstangen
laufende Wagen mit daran angeordnetem Antriebsmotor ausgebildet
sein, wobei der Motor über ein zwischengeschaltetes Getriebe in
eine parallel zu den Führungsstangen verlaufende Zahnstange
eingreift. An dem in Längsrichtung verfahrenbaren Wagen ist
dann die Reinigungseinrichtung 7 gehalten.
Die Reinigungseinrichtung 7 weist bei dem hier gewählten
Ausführungsbeispiel eine Absenkeinrichtung 9 in Form eines
Teleskoparmes auf, welcher an seinem unteren Ende ein Sprühkopf
10 trägt. Der Sprühkopf 10 weist zwei diametral
gegenüberstehende Düsen 11 auf, welche um eine senkrecht zur
Zeichenebene gemäß Fig. 1 stehende Achse 12 rotieren.
Zusätzlich ist der Sprühkopf 10, wie durch den
halbkreisförmigen Pfeil angedeutet, um eine vertikale Achse
verdrehbar.
Der Sprühkopf 10 bzw. seine Düse 11 sind über eine Druckleitung
26 mit einer Pumpe 24 verbunden, welche ihrerseits über einen
Anschluß 25 an eine Wasserleitung angeschlossen ist.
Die Antriebseinheiten für die Reinigungsvorrichtung 7 befinden
sich in einem durch eine plattenförmige Abdeckung 13 auf der
Behälteroberseite und einer auf der Abdeckung 13 vorzugsweise
dichtend zu liegen kommenden Haube 14 festgelegten Raum. Wie
insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, weist die Abdeckung 13
einen Durchbruch 15 auf, durch welchen sich der Teleskoparm 9
mit Sprühkopf 10 streckt. Um ein Eindringen von Spritzwasser
oder Schmutzpartikeln in den durch die Abdeckung 13 und die
Haube 14 gebildeten Raum und damit eine Verschmutzung der
Antriebsaggregate der Reinigungsvorrichtung 7 zu vermeiden,
befinden sich an der Unterseite der Abdeckung 13
gegenüberliegende Dichtlippen 16, welche an Klemmhalterungen 17
auf der Unterseite der Abdeckung 13 befestigt sind und sich
beiderseits des Teleskoparmes 9 anlegen bzw. sich überlappen
und den Durchbruch 15 verschließen. Zusätzlich kann an dem
Teleskoparm 9 noch ein umlaufender Spritzschutz 18 vorgesehen
sein.
Mit der dargestellten Reinigungseinrichtung 7 ist eine
vollständige Reinigung des Behälters 1 zusammen mit seinen
hydraulischen Einbauteilen, wie bspw. Tauchwände 19, 20, 21
ermöglicht.
Die Reinigung des Abscheiders kann bspw. derart vorgenommen
werden, daß der Sprühkopf 10 oberhalb der eigentlichen
Fettschicht zu laufen und zu sprühen beginnt, so daß die
Fettschicht bereits angelöst bzw. aufgelöst wird. Danach kann
der Sprühkopf 10 durch eine Abwärtsbewegung des Teleskoparmes 9
in die Fettschicht eintauchen, sie durchstoßen und die
einzelnen Partikel und Abwasserphasen unterhalb der Fettschicht
aufwirbeln. Durch ein weiteres Absenken des Teleskoparmes 9
gelangt der Sprühkopf 10 auch in den Bodenbereich des Behälters
1 bzw. in den Schlammbereich, um auch dort den abgesetzten
Schlamm bzw. Feinschlamm aufzuwirbeln und saugfähig zu machen.
Gleichzeitig oder etwas zeitverzögert kann dann der Inhalt des
Behälters 1 bzw. bei der Stellung der Reinigungseinrichtung 7
in der linken Position gemäß Fig. 1 die Vorabscheidekammer 3
über die Saugleitung 22 abgezogen werden. Danach erfolgt die
Reinigung der Vorabscheidekammer 3 mit einem freien Sprühstrahl
zur vollständigen Reinigung der Innenwände, wobei
vorteilhafterweise gleichzeitig das Spülwasser abgesaugt werden
sollte.
Zur Reinigung der Abscheidekammer 4 wird der Teleskoparm 9 mit
Sprühkopf 10 angehoben und durch den Linearantrieb 8 in
Längsrichtung über die Trennwand 2 durch einen die
Vorabscheidekammer 3 und Abscheidekammer 4 verbindenden
Überlaufkanal bis zur Abscheidekammer 4 gefahren. Danach wird
der Teleskoparm 9 bei dem hier gewählten Ausführungsbeispiel
bis zu dem gemäß Fig. 1 rechten Ende der Abscheidekammer 4
verfahren, sodann abgesenkt, bis schließlich auch die
Abscheidekammer 4 abgesaugt und gereinigt ist. Mit einer
Spülflüssigkeit erfolgt dann eine vollständige Reinigung der
Innenwände und der Bauteile des Abscheiders, wobei kurz zuvor
ein Abpumpen des Inhaltes des Abscheiderbeckens 4 vorgenommen
wird. Ein Nachspülen des Behälters ist nicht mehr erforderlich.
Selbstverständlich ist auch eine andere Reihenfolge der
angefahrenen Positionen denkbar.
Durch die Verfahrbarkeit des Sprühkopf 10 ist es auch möglich,
in die Räume hinter die Tauchwände 20, 21 zu gelangen und auch
diesen kritischen Bereich zu reinigen. Selbstverständlich ist
es auch denkbar, insbesondere bei nicht absenkbarem Sprühkopf
10 die Prallwand bzw. die Tauchwand 19 klappbar in die
Tauchwand 20 absenkbar auszuführen, um eine Reinigung dieser
Behälterbereiche zu erreichen.
Bezugszeichenliste
1 Behälter
2 Trennwand
3 Vorabscheidekammer
4 Abscheidekammer
5 Zulauf
6 Ablauf
7 Reinigungseinrichtung
8 Linearantrieb
9 Absenkeinrichtung, Teleskoparm
10 Sprühkopf
11 Düse
12 Achse
13 Abdeckung
14 Haube
15 Durchbruch
16 Dichtlippe
17 Klemmhalterung
18 Spritzschutz
19 Tauchwand
20 Tauchwand
21 Tauchwand
22 Saugleitung
23 Saugleitung
24 Pumpe
25 Anschluß
26 Druckleitung
2 Trennwand
3 Vorabscheidekammer
4 Abscheidekammer
5 Zulauf
6 Ablauf
7 Reinigungseinrichtung
8 Linearantrieb
9 Absenkeinrichtung, Teleskoparm
10 Sprühkopf
11 Düse
12 Achse
13 Abdeckung
14 Haube
15 Durchbruch
16 Dichtlippe
17 Klemmhalterung
18 Spritzschutz
19 Tauchwand
20 Tauchwand
21 Tauchwand
22 Saugleitung
23 Saugleitung
24 Pumpe
25 Anschluß
26 Druckleitung
Claims (11)
1. Reinigungsvorrichtung zur Anordnung an einem Abscheider mit
wenigstens zwei durch einen Überlauf miteinander verbundenen
Kammern, wie bspw. Leicht- oder
Schwerflüssigkeitsabscheider, mit wenigstens einer in einer
Ebene parallel zum Flüssigkeitsspiegel des Abscheiders
verfahrbaren Düse (11), dadurch gekennzeichnet, daß die
wenigstens eine Düse (11) an einem Sprühkopf (10) angeordnet
ist, welcher um eine Achse parallel zum Flüssigkeitsspiegel
rotiert und mittels einer Antriebseinheit (8) in
Längsrichtung parallel zum Flüssigkeitsspiegel des Behälters
(1) verfahrbar ist, wobei die Antriebseinheit (8) in einem
oberhalb des Behälters (1) des Abscheiders angeordneten und
gegen Eindringen von Spritzwasser, Partikeln o. dgl. i. w.
abgedichteten Raum aufgenommen ist.
2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sprühkopf (10) um eine bzgl. des
Flüssigkeitsspiegels des Abscheiders vertikale Achse
verdrehbar ist.
3. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sprühkopf (10) wenigstens zwei in
entgegengesetzter Richtung radial nach außen weisende Düsen
(11) aufweist.
4. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sprühkopf (10)
mittels einer Absenkeinrichtung (9) in das Behälterinnere
absenkbar ist.
5. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Absenkeinrichtung (9) als
Teleskoparm ausgebildet ist.
6. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rotationsbewegungen des Sprühkopfes (10) bzw. der wenigstens
einen Düse (11) und/oder die Hubbewegungen der
Absenkeinrichtung (9) mittels Wasserkraft erfolgen.
7. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsbewegungen des
Sprühkopfes (10) bzw. der wenigstens einen Düse (11)
und/oder die Hubbewegungen der Absenkeinrichtung (9)
motorisch erfolgen.
8. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der die
Antriebseinheiten des Sprühkopfes (10) und der
Absenkeinrichtung (9) aufnehmende Raum von einer den
Behälter (1) des Abscheiders abdeckenden etwa
plattenförmigen Abdeckung (13) und einer, vorzugsweise
dichtend, darüber angeordneten Haube (14) gebildet ist.
9. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abdeckung (13) einen, vorzugsweise
in Längsrichtung des Behälters (1) verlaufenden, Durchbruch
(15) aufweist, durch welchen sich die Absenkeinrichtung (9)
mit Sprühkopf (10) erstreckt.
10. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Durchbruch (15) der Abdeckung (13)
durch zwei sich seitlich überlappende Dichtlippen (16)
verschlossen ist, durch welche sich die Absenkeinrichtung
(9) unter seitlichem Anliegen der Dichtlippen (16)
erstreckt.
11. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Absenkeinrichtung
bzw. der Teleskoparm (9) einen umlaufenden Spritzschutz (18)
aufweist.
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|---|---|---|---|
| DE19934313740 DE4313740C2 (de) | 1993-04-27 | 1993-04-27 | Reinigungsvorrichtung zur Anordnung an einem Abscheider mit wenigstens zwei durch einen Überlauf miteinander verbundenen Kammern, wie bspw. Leicht- oder Schwerflüssigkeitsabscheider |
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1993
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