DE430649C - Schmiedefeuer - Google Patents

Schmiedefeuer

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DE430649C
DE430649C DEG58443D DEG0058443D DE430649C DE 430649 C DE430649 C DE 430649C DE G58443 D DEG58443 D DE G58443D DE G0058443 D DEG0058443 D DE G0058443D DE 430649 C DE430649 C DE 430649C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J19/00Blacksmiths requisites not otherwise provided for
    • B21J19/02Hearths; Air supply arrangements specially adapted therefor

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

  • Schmiedefeuer. Patentiers im Deutschen Reiche vom 4. Februar 1923 ab. Die Erfindung betrifft ein Schmiedefeuer mit feuerfestem Aufsatz auf einer Feuerschale und mit seitlichen Einhaltekanälen. Von den bekannten Schmiedefeuern dieser Art unterscheidet sich der Gegenstand der Erfindung dadurch, daß der feuerfeste Aufsatz mit sich kreuzenden senkrechten Kanälen versehen ist, die einen über der Winddüse liegenden gemeinsamen Mittelschacht und zusammen mit der Feuerschale schräg nach unten und nach deren Mitte verlaufende Einhaltekanä le bilden. Dadurch wird einerseits ein cerliä ltnismä Big geringer Brennstoffverbrauch erzielt, anderseits bilden die in die Feuerschale von oben hineinragenden Aufsatzteile wirksame Wärmespeicher, die den von den senkrechten Kanälen gebildeten Feuerraum umgeben. Die schrägen Einhaltekanäle ermöglichen, die zu glühenden Werkstücke ohne Schwierigkeit in die heißeste Feuerzone zu führen und den Glühvorgang zu beschleunigen.
  • Um bei dieser Anordnung der Außenluft einen unmittelbaren Zutritt zur Feuerschale längs der schrägen Kanäle während der Arbeit nach Möglichkeit zu verwehren und dadurch einen erhöhten Brennstoffverbrauch sowie eine unerwünschte Abkühlung des feuerfesten Aufsatzkörpers zu vermeiden, «-erden die Einhaltekanäle finit Verschlüssen -ersehen, deren jeder aus drei zusammenwirkenden Türen gebildet wird, von denen zwei seitlich in entgegengesetzter Richtung beweglich sind, während die dritte Tür vor den beiden anderen Türen in senkrechter Richtung beweglich ist. Dadurch ist es ermöglicht, die zum Einhalten des Werkstückes erforderliche Öffnung dem Durchmesser des jeweils eingehaltenen Werkstückes anzupasseil, so daß größere Luftmengen neben dem Werkstück nicht in den Einhaltekanal eindringen können.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Abb. r zeigt den Schmiedeofen im Aufriß, Abb.2 im Längsschnitt, Abb. 3 im Querschnitt, Abb.4. in einer Seitenansicht, Ab-b. 5 im Grundriß. Abb.6 veranschaulicht die Wasserkühlung der in Abb. 4 dargestellten Türen.
  • Unter einer Herdplatte 7 befindet sich eine Feuerschale 8 mit Winddüse 9 und einer Wasserkühlung io. Auf der Herdplatte 7 ist ein aus feuerfesten Steinen bestehender viereckiger Aufsatz ii angeordnet, der auf jeder Seite einen Einhaltekanal 12, 13, 14., 15 hat. In der oberen Abdeckung des Aufbaues ist ein trichterförmiger Schacht 16 zum Beschikken des Feuerraumes mit Brennstoff vorgesehen.
  • Die vier Seitenwände des Aufsatzes sind finit Metallplatten 17 bekleidet, auf denen von Wasser durchflossene Kühlmäntel 18, i9 angebracht sind. Für den Fall der Nichtbenutzung kann die Öffnung der Einhaltekanäle durch eine Tür 2o verschließbar sein, die mittels einer Stange 21, eines doppelarmigen Hebels 22 und einer mit Handgriff versehenen Zugstange :23 heb- und senkbar ist. Die Tür ist hohl und mit einem Ablauf 24. für das Kühlwasser versehen, das durch ein an die Oberseite des Kühlmantels 18 angesetztes Rohr 25, in einen Stutzen 26 der Tür hineinragend, zugeführt wird. Die Kühlmäntel 18, i 9 sind unten durch einen Kanal 27 miteinander verbunden, und der Kühlmantel i9 ist durch ein Rohr 28 an ein für alle Kühlmäntel und Türen gemeinsames Verteilungsrohr 29 angeschlossen, dem das Kühlwasser durch ein Rohr 30 zugeführt wird. Das Kühlwasser läuft durch das Rohr 24 in den darunter befindlichen Ablöschtrog 3 i ab.
  • Sollen Werkstücke geglüht werden, die einen geringeren Querschnitt haben als die Einhalteöffnung, so kann Außenluft unmittelbar in die schrägen Einhaltekanäle eindringen, die den Betrieb des Schmiedefeuers nachteilig beeinflußt. Um dies zu vermeiden, sind statt der einfachen Türen vor der Kanalöffnung drei wassergekühlte Türen vorgesehen, wie besonders aus Abb. 3, 4 und 6 ersichtlich ist. Unmittelbar vor dem Kanal 13 liegen zwei zusammenstoßende hohle Türen 32 und 33, die zwischen Rollen 34 und Führungsleisten 35, 36 wagerecht verschiebbar sind. Beide Türen stoßen etwa in der Mitte der Kanalöffnung aneinander. Vor diesen beiden Türen liegt eine dritte, senkrecht verschiebbare Tür 37, die in senkrechten Führungen 38, 39 heb-und senkbar ist. Sie hängt mittels einer Kette 4o an einem doppelarmigen Hebel 41, mit dem auch durch Ketten 42, 43 und dreiarmige Hebel 44, 45 die Türen 32, 33 verbunden sind. Auf den wagerechten Armen dieser Hebel sitzen Gewichte 46, 47, mittels deren die Türen für gewöhnlich geschlossen gehalten werden. Durch Ziehen an einer mit dem Hebel 41 verbundenen Zugstange 48 werden die Türen geöffnet. Dabei bewegen sich zwei Türen in entgegengesetzten Richtungen seitlich, die dritte, davorliegende Tür nach oben, und auf diese Weise entsteht eine mit kleinstem Querschnitt sich allmählich vergrößernde TSffnung, die es ermöglicht, beim Einsetzen kleinerer Werkstücke die entstehende Öffnung aiif das dein Werkstück entsprechende kleinste Maß zu beschränken. Durch Wahl der Kett.-nlänge kann die Einrichtung so getroffen werden, daß alle drei Türen sich gleichmäßig bewegen, oder auch so, daß die eine Tür den anderen vor- oder nachläuft.
  • Liegt die Tür 37 vor den beiden Türen 32, 33, so kann in der Ebene dieser beiden Türen über dem Kanal 13 eine Kühlkammer 49 angeordnet «-erden, die durch ein Rohr 5o mit dein Verteilerrohr 29 in Verbindung steht. Von der Oberseite der Kammer ragt ein Rohr 51 in die vordere Tür 37 hinein, über dein sich die Tür beim Heben Lind Senken verschiebt. Durch ein seitlich abgebogenes Rohr 52 fließt (las Wasser aus der Tür ab. Die leiden Türen 32, 33 sind auf der Oberseite in der Be«,egungsriclltung geschlitzt, und in den Schlitz der Tür 32 ragt ein vom Verteilerrohr 29 ausgehendes Zulaufrohr 53, in den Schlitz der Tür 33 ein Zulaufrohr 54 hinein. Zum Abfluß des Wassers dienen die Rohre 55, 56. Auf diese Weise dienen die Türen zugleich als Kühlkammern . für den Herdaufsatz, ohne daß sie dadurch in ihrer Beweglichkeit gehindert sind. Die Ablöschtröge 3 i sind durch gekrümmte Rohre 57 untereinander verbunden, so daß sich das hineinfließende Wasser über alle Tröge gleichmäßig verteilen kann.
  • Wenn alle drei Türen von einem gemeinsamen Antriebshebel 41 verstellt werden, so ist zu beachten, daß die beiden seitlich verschiebbaren Türen 32, 33 sich in entgegengesetzten Richtungen bewegen und sich zueinander doppelt so schnell bewegen als die senkrecht verschiebbare Tür 37 zur Kanalöffnung. Infolgedessen würde eine seitlich stets doppelt so große Öffnung des Kanals gebildet werden. Um dies zu verhüten, sind die mit den Türen verbundenen unteren Arme der dreiarmigen Hebel 44, 45 nur halb so lang ausgeführt wie die übrigen Antriebshebelarme. Infolgedessen bewegt sich jede der seitlich verschiebbaren Türen nur halb so schnell wie die senkrecht verschiebbare Tür, so daß beim Öffnen beide Türen zusammen stets nur so viel Kanalquerschnitt freigeben wie die senkrecht bewegte Tür.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: i. Schmiedefeuer mit feuerfestem Aufsatz auf einer Feuerschale und mit seitlichen Einhaltekanälen, dadurch gekeilnzeichnet, daß der feuerfeste Aufsatz (ii) mit sich kreuzenden senkrechten Kanälen (12, 13, 14, 15) versehen ist, die einen über der Winddüse (9) liegenden gemeinsamen Mittelschacht--(16) und zusammen mit der Feuerschale (8) schräg nach unten und nach deren Mitte verlaufende Einllaltekanäle bilden.
  2. 2. Aufsatz für das Schmiedefeuer nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anordnung dreier zusammenwirkender Türen (32, 33, 37), von denen zwei (32, 33) seitlich in entgegengesetzten Richtungen beweglich sind, während die dritte Tür (37) vor den beiden anderen Türen in senkrechter Richtung beweglich ist.
  3. 3. Schmiedefeueraufsatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die drei Türen (32, 33, 37) mit gemeinsamem Antrieb (41, 42, 43, 44, 45, 46) versehen und derartig angeordnet sind, daß die in entgegengesetzten Richtungen verschiebbaren Türen (32, 33) gegenüber der senkrecht verschiebbaren Tür (37) mit etwa halber Eigengeschwindigkeit bewegt werden.
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