DE4300027A1 - Flachstrickmaschine - Google Patents
FlachstrickmaschineInfo
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- D04B7/00—Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
- D04B7/24—Flat-bed knitting machines with independently-movable needles for producing patterned fabrics
- D04B7/26—Flat-bed knitting machines with independently-movable needles for producing patterned fabrics with colour patterns
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Description
Die Erfindung betrifft eine Flachstrickmaschine mit wenig
stens einem Fadenführerkasten, der einen in Längsrichtung
der Flachstrickmaschine aus seiner Arbeitsstellung heraus
bewegbaren Fadenführer mit einem Fadenführerarm und einem
Nüßchen aufweist.
Flachstrickmaschinen dieser Art sind beispielsweise aus der
DE-A-25 55 750, der DE-C-27 30 306 oder der DE-C-33 10 723
bekannt und in vielfältigen Ausführungsformen im Einsatz.
Allen diesen Anordnungen ist jedoch gemeinsam, daß der Fa
denführerarm am Fadenführerkasten über einen Bolzen oder
eine Welle drehbar gelagert ist, wobei die Steuerung der
Drehbewegung des Fadenführerarms mit dem Teil des Fadenfüh
rerarms erfolgt, der sich auf der anderen Seite der Welle
befindet. Durch eine derartige Schwenk-Steuerung des Faden
führers ist jedoch der Schwenkweg aufgrund der begrenzten
Größe des Fadenführerkastens begrenzt. Der Fadenführer kann
daher nicht ausreichend weit verschwenkt werden, um
beispielsweise beim Intarsien-Stricken sicher zu sein, daß
kein unerwünschter Faden im Grenzbereich zwischen zwei In
tarsienflächen von der strickenden Nadel erfaßt und ge
strickt wird.
Darüberhinaus treten beim Erfassen des Fadenführerkastens
und beim Verschwenken des Fadenführers durch das plötzliche
Angreifen eines Mitnehmerbolzens sehr hohe Beschleu
nigungskräfte in der Größenordnung von 500 g und damit hohe
Belastungen am Fadenfüherkasten auf, die bewirken, daß die
einwandfreie Funktionsweise des Fadenführerkastens bei den
modernen, schnell laufenden Strickautomaten nicht immer
gewährleistet ist. Dazu trägt auch bei, daß die mechani
schen Teile, die bei der Verschwenkung des Fadenführers be
wegt werden müssen, aufgrund der starken Belastungen sehr
kompakt und schwer sein müssen, wodurch wegen der größeren
Masse höhere Kräfte für die Verschwenkung erforderlich
sind.
Ein Nachteil eines Schwenkvorgangs besteht darin, daß das
Fadenführernüßchen und der Fadenführerarm während des
Schwenkvorgangs nicht in einer Ebene verbleiben, sondern
auch eine Bewegung in Richtung senkrecht zur Laufrichtung
des Fadenführerkastens und zur Aufwärts- und Abwärtsbewe
gung erfahren. Dadurch besteht die Gefahr, daß sich die Fa
denführerarme, und/oder die Nüßchen gegenseitig behindern,
was im Extremfall zu Brüchen führen kann. Dies ist deshalb
der Fall, weil die Fadenführerarme üblicherweise nicht ge
rade, sondern quer zur Schlittenlaufrichtung nach innen ge
bogen sind.
Aus der nicht vorveröffentlichten DE-OS 42 22 934 ist eine
Flachstrickmaschine mit einem Fadenfüherkasten bekannt, bei
dem bewegliche Elemente parallelogrammäßig miteinander ge
lenkig verbunden sind, wobei die Verschwenkung durch Ändern
des Parallelogramm-Winkels erfolgt. Diese Anordnung weist
zwar Vorteile insofern auf, als eine großwinklige Ver
schwenkbarkeit bei einfachem Aufbau möglich ist. Dennoch
verbleiben Einschränkungen hinsichtlich der Hubhöhe und des
Schwenkvorgangs.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Flach
strickmaschine mit Fadenführerkästen zu schaffen, die auch
bei hohen Strickgeschwindigkeiten ein zuverlässiges und si
cheres Intarsienstricken ermöglicht, wobei der Fadenfüher
kasten und der Mechanismus zum Herausführen des Nüßchens aus
dem jeweiligen Strick- bzw. Intarsienflächenbereich einfach
sein soll.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der Fadenführerarm mit wenigstens einer Steuerkurve be
züglich des Fadenführer-Körpers verschiebbar ist.
Entgegen den herkömmlichen Flachstrickmaschinen wird der
Fadenführerarm also erfindungsgemäß nicht verschwenkt, son
dern mittels einer Steuerkurve bezüglich des Fadenführerka
sten-Körper verschoben. Dadurch ist eine größere Variabili
tät und Bewegungsvielfalt beim Entfernen und Einbringen des
Nüßchens aus den bzw. in dem Strick- bzw. Intarsienflächen
bereich möglich. Da bei der erfindungsgemäßen Strickma
schine der Fadenführerarm nicht verschwenkt wird, ist auch
sichergestellt, daß bei einer Lageänderung des Fadenführer
arms bzw. des Nüßchens dieser bzw. dieses nicht quer zur
Schlittenlaufrichtung versetzt wird, sodaß die Gefahr einer
gegenseitigen Beeinflussung oder Störung der Nüßchen ge
bannt ist.
Der Fadenführerarm wird bezüglich des Fadenführerkastens in
dessen Lauf- bzw. Gegenlaufrichtung verschoben. Das heißt,
der Fadenführerarm wird nicht aus dem jeweiligen Intarsien
bereich hinausgeschwenkt, sondern durch Verschieben in
Lauf- bzw. Gegenlaufrichtung des Fadenführerkastens in den
Strickbereich gebracht, oder aus ihm entfernt.
Vorzugsweise erfolgt die Verschiebung des Fadenführerarms
mit einem Fadenführerbolzen, der am Schloßschlitten bzw. am
Schlittenbügel steuerbar vorgesehen ist.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Er
findung verschiebt die Steuerkurve den Fadenführerarm bei
seinem Verschieben in Lauf- bzw. Gegenlaufrichtung des Fa
denführerkastens zusätzlich in senkrechter Richtung. Dadurch
ergibt sich eine überlagerte, kombinierte Bewegung des Fa
denführerarms und damit des Nüßchens in einer durch den Fa
denführerkasten definierten Ebene, die durch eine senkrech
te Richtung und in Längsrichtung der Strickmaschine aufge
spannt ist. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird
der Fadenführerarm nicht nur in Lauf- bzw. Gegenlaufrich
tung des Fadenführerkastens, sondern auch in senkrechter
Richtung zur Laufrichtung des Fadenführerkastens bewegt.
Das heißt, der Fadenführerarm wird zusätzlich nach oben be
wegt und aus dem Strickbereich entfernt, oder, wenn er in
dem Strickbereich zurückgeführt werden soll, nach unten
verschoben.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht
darin, daß die Steuerkurve eine Form aufweist, derart, daß
sich der Fadenführerarm mit einem Nüßchen in seiner unteren
Strickstellung befindet, wenn der Fadenfüherkasten zum
Stricken ausgewählt ist. Wenn dagegen der Fadenfüherkasten
nicht zum Stricken ausgewählt, also abgestellt ist, befin
det sich der Fadenführerarm bzw. das Nüßchen durch die Form
der Steuerkurve vorzugsweise in seiner oberen inaktiven
Stellung. Die Steuerkurve hat dabei vorzugsweise die Form
eines V.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß auch dadurch ge
löst, daß sich der Fadenführerarm vor Einnahme seiner
Strickstellung in einer tieferen Stellung als die Strick
stellung befindet.
Beim herkömmlichem Stricken von Intarsienware mußte der Fa
den, der in einem Intarsienbereich verstrickt werden
sollte, während des Strickens im benachbarten Intarsienbe
reich immer wieder in eine Nadel eingelegt werden, damit
der Faden in dem Intarsienbereich, in dem dann dieser Faden
gestrickt werden soll, in einem kleinen Winkel zum Nüßchen
verläuft, damit sichergestellt bleibt, daß die erste Nadel
in dem zu strickenden Intarsienbereich den Faden auch si
cher wieder ergreifen kann. Dies hat jedoch den Nachteil,
daß dieser in Maschen des vorausgegangenen Intarsienbe
reichs eingelegte Faden nachträglich wieder herausgezogen
werden muß, was zeitaufwendig ist und auch nicht vollstän
dig durchgeführt werden kann, weil immer noch Restfäden in
den jeweiligen Intarsienbereichen, in denen dieser Faden
nicht gestrickt wird, zurückbleiben.
Zum sicheren Ergreifen des Fadens nach einem längeren Be
reich ohne Strickvorgang ist auch bereits vorgeschlagen
worden, den Faden mit aus einer Düse austretendem Luftdruck
nach unten zu drücken. Der Aufwand dafür ist jedoch sowohl
hinsichtlich dem technischen Aufwand, als auch der Wartung
und Betriebskosten erheblich und dennoch nicht sicher. Ein
weiterer Vorschlag, das Erfassen des Fadens nach einem Be
reich, in dem der Faden nicht gestrickt wurde, zu verbes
sern, besteht darin, eine Bürste vorzusehen, die zusammen
mit dem Schlitten über die Flachstrickmaschine geführt wird
und den Faden zu diesem Zwecke nach unten drückt. Dieses
Verfahren ist jedoch ebenfalls nicht zuverlässig und sicher
und weist insbesondere den Nachteil auf, daß sich Störungen
dadurch ergeben, daß sich Fäden in den Bürsten verfangen
können.
Diese Nachteile herkömmlicher Maßnahmen und Einrichtungen
zur besseren Erfassung eines Fadens, der über einen Bereich
hinweg nicht gestrickt wurde, lassen sich auf einfache
Weise durch das erfindungsgemäße Merkmal umgehen, daß sich
der Fadenführerarm vor Einnahme seiner Stellung in einer
tieferen als die Strickstellung befindet.
Mit der erfindungsgemäßen Maßnahme, den Fadenführer in eine
tiefere Stellung als die Strickstellung zu bringen, bevor
der Strickvorgang aufgenommen wird, können die Schwierig
keiten der herkömmlichen Anordnungen umgangen werden, da
der Winkel zum Nüßchen auch bei einem großen Abstand zwi
schen der zuletzt gestrickten Nadel und der neuen Nüßchen
stellung so klein gehalten wird, daß die erste Nadel in dem
zu strickenden Intarsienbereich den Faden sicher wieder er
greifen kann. Durch das kurzzeitige Eintauchen kurz vor dem
neuaufzunehmenden Strickvorgang eines Intarsienbereichs
wird also der Faden in die unmittelbare Nähe der ersten Na
del gebracht, sodaß die Nadel den Faden ergreifen kann,
ohne daß der Faden innerhalb des vorausgegangenen Intar
sienbereichs in Nadel eingelegt werden muß. Dadurch können
die zuvor geschilderten Nachteile bekannter Vorrichtungen,
nämlich das zeitaufwendige und gegebenenfalls auch nicht
vollständige Entfernen der Restfäden umgangen werden.
Vorzugsweise verbleibt der Fadenführerarm in der Eintauch
stellung solange, bis die erste Nadel eines Intarsienberei
ches voll ausgetrieben ist.
Das beschriebene Eintauchen des Fadenführerarms bzw. des
Fadenführers vor Einnahme seiner Strickstellung in eine
tiefere als die Strickstellung ist mit den zuvor angegebe
nen Maßnahmen und Merkmalen besonders einfach ausführbar.
Vorzugsweise weist die Steuerkurve dafür die Form eines um
gekehrten W auf.
Die Form der Steuerkurve bzw. die Höhen der Teilstriche des
W können dabei entsprechend den vorhandenen Gegebenheiten
so ausgebildet sein, daß sich dadurch eine optimale Strick
stellung und/oder Eintauchtiefe für das Nüßchen ergibt.
Die Kraftübertragung zwischen dem Fadenführerbolzen und dem
Fadenführerarm kann auf verschiedene Weise erfolgen. Eine
Möglichkeit besteht darin, daß dafür ein Hebelwerk vorgese
hen ist. Die Kraftübertragung kann jedoch auch mit einer
Seilzugeinrichtung erfolgen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsge
mäßen Fadenführerkastens ist der Fadenführerarm an einem
Element starr befestigt, da bezüglich des Fadenführerka
stens beispielsweise mittels eines Hebelwerk, oder einer
Seilzueinrichtung verschiebbar ist. Das verschiebbare Ele
ment ist vorzugsweise eine Platte, in die die Steuerkurve
eingefräst ist. Das verschiebbare Element gleitet dann auf
der Platte, wobei die Führung durch einen Stift erfolgt,
der am Fadenführerkasten befestigt ist und in die Steuer
kurve des verschiebbaren Elements ragt.
Alternativ zu der vorausgegangenen Ausführungsform ist es
auch möglich, daß im Fadenführerkasten die Steuerkurve aus
gebildet ist, und das verschiebbare Element den in die
Steuerkurve hineinragenden Stift aufweist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die Figuren erläutert. Es zei
gen:
Fig. 1 eine schematisch dargestellt Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Fadenführerkastens in Strick
stellung,
Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform in ab
gestellter Stellung,
Fig. 3 die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Ausfüh
rungsform des Fadenführerkasten beim Übergang aus
der abgestellten Stellung in die Strickstellung,
Fig. 4 eine weitere, schematisch dargestellte Ausführungs
form des erfindungsgemäßen Fadenführerkasten in
Strickstellung,
Fig. 5 die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform in Ein
tauchstellung,
Fig. 6 die in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsfor
men in abgestellter Stellung,
Fig. 7 eine dritte schematisch dargestellte Ausführungs
form der Erfindung in Strickstellung,
Fig. 8 die in Fig. 7 dargestellte Ausführungsform in Ein
tauchstellung, und
Fig. 9 die in den Fig. 7 und 8 dargestellte Ausfüh
rungsform in abgestellter Stellung.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Fadenführerkastens befindet sich auf dem Faden
führerkasten-Körper (2) ein in Bewegungsrichtung bzw. Ge
genbewegungsrichtung verschiebbares Element (3), welches in
einer senkrechten Nut (4) einen in dieser Nut (4) ver
schiebbaren Fadenführerarm (5) mit einem Nüßchen (6) auf
weist. Der Fadenführerarm (5) besitzt ein zum Fadenführer
kasten-Körper (2) hin gerichteten Stift (7), der in eine
Steuerkurve (8) hineinragt, die bei dem dargestellten Aus
führungsbeispiels V-förmig ausgebildet ist. Auf beiden Sei
ten des verschiebbaren Elements (3) befindet sich jeweils
ein Hebel (9a) der jeweils über eine Welle (10a, 10b) am
Fadenführerkasten-Körper (2) angelenkt ist, und dessen nach
unten ragender Hebelarm (11a, 11b) mit dem verschiebbaren
Element (3) in Verbindung steht.
In der in Fig. 1 dargestellten Strickstellung befindet
sich der Stift (7) und damit der Fadenführerarm (5) mit dem
Nüßchen (6) in der unteren Strickstellung, in der eine
nicht dargestellte Nadel in einem Nadelbett (12) den vom
Nüßchen (6) angebotenen Faden ergreifen kann. In der in Fig.
1 dargestellten Strickstellung ist der Abstand zwischen
dem Nüßchen (6) und dem Nadelbett (12) mit a bezeichnet.
Bei einer Bewegung des Fadenführerkastens (1) von links nach
rechts in der durch den Pfeil 13 angedeuteten Richtung
greift ein Mitnehmerbolzen (14) an einer Kante (15) des Fa
denführerkastens (1) an und führt ihn mit sich, sodaß das
Nüßchen (6) sich jeweils immer in der entsprechenden
Strickstellung befindet.
Wird der Fadenführerkasten (1) abgestellt, wird also der
Mitnehmerbolzen (14) angehoben und in seine nicht aktive
Stellung gebracht, bleibt der Fadenführerkasten (1) stehen.
Der Mitnehmerbolzen (14) wird jedoch nach Freigabe der
Kante (15) wieder abgesenkt und ergreift den oberen Hebel
arm (16a) des Hebels (9a), sodaß das mit ihm in Verbindung
stehende verschiebbare Element (3) bezüglich des Faden
führerkasten-Körpers (2) in die der Bewegungsrichtung des
Mitnehmerbolzens (4) entgegengesetzte Richtung verschoben
wird, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist. Aufgrund der
Steuerkurve (8), in die der mit dem Fadenführerarm (5) ver
bunde Stift (7) hineinragt, verschiebt sich der Fadenfüh
rerarm (5) und damit das Nüßchen (6) nicht nur in die der
Bewegungsrichtung des Mitnehmerbolzens (14) entgegenge
setzte Richtung, sondern aufgrund der schrägen Richtung der
Steuerkurve auch nach oben, sodaß das Nüßchen (6) nicht nur
aus dem fertiggestrickten Intarsienbereich heraus
verschoben, sondern auch um einen Abstand b angehoben wird,
wordurch der Abstand zwischen dem Nüßchen (6) und dem Na
delbett (12) nunmehr a + b = c beträgt.
Nachdem der Mitnehmerbolzen (14) über den oberen Hebelarm
(16a) des Hebels (9a) hinweggelaufen ist, wird der Hebel (9a)
wiederum durch sein Eigengewicht oder durch eine zusätzli
che Feder im Gegenurzeigersinn gedreht, sodaß das obere
Ende des oberen Hebelarms (9a) wieder in den Angriffsbe
reichs des Mitnehmerbolzens (14) kommt, wenn sich die
Schlittenbewegung umkehrt.
Bei einem nächsten Hub in entgegengesetzter Bewegungsrich
tung des Schlittens wird der obere Hebelarm 16a des Hebels
(9a) von der anderen Seite des Mitnehmerbolzens (14) er
griffen (vgl. Fig. 3), sodaß das verschiebbare Element (3)
gegenüber dem Fadenführerkasten (2) nunmehr in entgegenge
setzter Richtung verschoben wird. Wie aus Fig. 3 weiter
ersichtlich ist, gelangt der Fadenführerarm (5) und damit
das Nüßchen. (6) wieder in die Strickstellung, d. h. er bzw.
es werden in die Mittellage des Fadenführerkastens (2) ge
bracht und gleichzeitig abgesenkt.
In den Fig. 4 bis 6 ist eine Ausführungsform schematisch
dargestellt, bei der eine Verschiebung des verschiebbaren
Elements (21) gegenüber dem Fadenführerkasten-Körper (22)
mittels einen Zahnrads (23), sowie einer oberen Zahnstange
(24) und einer unteren Zahnstange (25) erfolgt. Bauteile
und Elemente in den Fig. 4 bis 6, die denen in den Fig.
1 bis 3 entsprechen, sind mit denselben Bezugszeichen
versehen und werden nicht nochmals erläutert.
Gegenüber der V-förmigen Steuerkurve (8) des Ausführungs
beispiels der Fig. 1 bis 3 ist beim Ausführungsbeispiel
der Fig. 4 bis 6 eine Steuerkurve (26) in Form eines W
vorgesehen, deren Funktion nachfolgend anhand der Fig. 5
erläutert werden wird.
Bei Verschiebung des Schlitten in der durch den Pfeil 13
angedeuteten Richtung greift der in seiner aktiven Stellung
befindliche Mitnehmerbolzen (15) an einem Hebel (27a) ei
bes Hebelarmpaares (27b) an. Die Hebel (27a, 27b) sind mit
der oberen Zahnstange (24) verbunden, sodaß bei dieser Be
wegung die obere Zahnstange (24) in die Richtung des Pfeils
(13) verschoben wird. Dadurch wird das Zahnrad (23) im Ur
zeigersinn gedreht und verschiebt die untere Zahnstange
(25) in die zum Pfeil 13 entgegengesetzte Richtung (vgl.
Fig. 5). Nach entsprechender Drehung des Hebels (27a)
kommt dieser vom Mitnehmerbolzen (14) frei, sodaß dieser an
einen Anschlag (28) der oberen Zahnstange (4) angreift und
diese weiter in Richtung des Pfeils (13) verschiebt, nach
dem sich der Fadenführerkasten in abgestellter Stellung be
findet. Über das Zahnrad (23) und die untere Zahnstange
(25) wird dann das verschiebbare Element (3) entsprechend
Fig. 6 so verschoben, daß sich der Stift (7) am oberen
linken Ende der W-förmigen Steuerkurve (8) befindet, in der
das Nüßchen (6) aus dem gestrickten Intarsienbereich her
ausgehoben und gegenüber dem Nadelbett (12) angehoben ist.
Die Stellung des Fadenführerarmes (5) mit dem Nüßchen (6)
von Fig. 4 entspricht der Stellung von Fig. 3.
Bei Hubumkehr wird die obere Zahnstange (24) über ihren An
schlag (28) vom Mitnehmerbolzen (14) in die gegenüber dem
Pfeil (13) entgegengesetzte Richtung geschoben, sodaß der
Stift (7) an die unterste Stellung des W, entsprechend der
Stellung von Fig. 5, jedoch nur auf der anderen Seite ge
langt. Somit wird das Nüßchen (6) unmittelbar vor Beginn
des Strickvorgangs in eine Eintauchtiefe gebracht, die tie
fer ist, als die Strickstellung. Dadurch ist es der ersten
Nadel des nunmehr zu strickenden Intarsienbereichs möglich,
den Faden sicher zu ergreifen. Der Mitnehmerbolzen (14)
gibt daraufhin die obere Zahnstange (24) frei und ergreift
den linken Hebel (27b) des Hebelpaares (27a, 27b) weil, wie
Fig. 5 und 6 anhand des anderen Hebel (27b) zeigt, der He
bel (27a) ohne Einwirkung auf die obere Zahnstange (24) in
der dargestellten Richtung umklappbar ist, sodaß der Mit
nehmerbolzen (14) die Kante (29b) ergreift und das ver
schiebbare Element (3) in die Strickstellung bringt, in der
der Stift (7) sich in der zentralen Lage der W-förmigen
Steuerkurve (8) befindet. In dieser Stellung ist das Nüß
chen (6) aufgrund der Form der Steuerkurve (8) gegenüber
der Eintauchtiefe wieder etwas angehoben, sodaß es sich
nunmehr in der optimalen Strickstellung befindet.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des erfindungs
gemäßen Fadenführerkastens ist in den Fig. 7 bis 9 dar
gestellt. Wie Fig. 7 zeigt ist auch in diesem Ausführungs
beispiel ein gegenüber dem Fadenführerkastenkörper (2) ver
schiebbares Element (3) vorgesehen. Im Gegensatz zu den in
Fig. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispielen sind
bei den in Fig. 7 bis 9 dargestellten Ausführungsform 2
Steuerkurven (8a, 8b) vorgesehen, die nicht im Fadenführer
kasten-Körper (2), sondern im verschiebbaren Element (3)
symmetrisch zum starr mit dem verschiebbaren Element (3)
verbundenen Fadenführerarm (5) ausgebildet sind. Am oberen
Ende des Fadenführerarms (5) ist ein über zwei Rollen (31,
32) laufendes Seil starr befestigt, das auf der anderen
Seite der Rolle an einem Riegel fest angebracht ist.
Am Fadenführerkasten (2) sind zwei Stifte (7a, 7b) vorgese
hen, die in die Steuerkurve (8a bzw. 8b) ragen.
Der Riegel (34) ist bezüglich des Fadenführerkasten-Körpers
(2) in Bewegungsrichtung bzw. Gegenbewegungsrichtung des
selben verschiebbar an ihm angebracht.
Fig. 7 zeigt den Fadenführerarm (5) und damit das nicht
dargestellte Nüßchen (6) in Strickstellung. Der Mitnehmer
bolzen (14), der sowohl an der Kante (35a) des am Faden
führerkasten (2) vorgesehenen Anschlags (36a), als auch an
der mit der Kante (35a) des Anschlag (36a) fluchtenden An
schlag (37a) des am Riegel (34) vorgesehen Anschlags (38a)
anliegt verschiebt den Fadenführerkasten (1) in Richtung
des Pfeils (13) ohne daß das verschiebbare Element (3)
seine Strickstellung verläßt.
Wird der Fadenführerkasten (1) abgestellt, kommt der
Mitnehmerbolzen (14) von den Kanten (35a) und (37a) frei,
greift an einem zweiten Anschlag (39a) an und verschiebt
den Riegel (34) bezüglich des Fadenführerkasten-Körpers (3)
in seiner Bewegungsrichtung, sodaß das verschiebbare Ele
ment (3) über das umlaufende Seil (33) in entgegengesetzter
Richtung zur Bewegungsrichtung des Mitnehmerbolzens (14)
verschoben wird, (vgl. Fig. 8). Der Fadenführerarm (5) und
damit sein Nüßchen (6) befinden sich damit in der aus dem
gerade gestrickten Intarsienbereich herausgeführten Lage
und zusätzlich noch in einer angehobenen Stellung.
Während des Schlittenhubs in entgegengesetzter Richtung
gleitet der aktivierte Mitnehmerbolzen (14) über die
Schräge (14a) - wie in Fig. 8 dargestellt ist - über den
Anschlag (39a) des Riegels (34) hinweg und greift an der
rechten Kante des Anschlags (38a) des Riegels (34) an, so
daß dieser gegenüber dem Fadenführerkasten-Körper (2) so
weit nach links verschoben wird, bis der Mitnehmerbolzen 14
über eine Schräge (41a) des Anschlags (36a) des Faden
führerkasten-Körpers (2) hinweggleitet. In dieser Stellung
ist das verschiebbare Element (2) in eine Stellung gebracht
worden, an der sich der Fadenführerarm (5) und das nicht
dargestellte Nüßchen (6) an der tiefsten Stelle, d. h. in
der Eintauchtiefe befinden. In dieser Stellung kann die er
ste Nadel des nunmehr zu strickenden Intarsienbereichs den
Faden sicher aufnehmen. Bei Weiterbewegung des Mitnehmer
bolzens (14) entgegen der durch den Pfeil (13) angedeuteten
Bewegungsrichtung greift er an der rechten Kante des An
schlags (39a) des Riegels (34) an und verschiebt den Riegel
(34) bezüglich des Fadenführerkasten-Körpers (2) soweit,
bis die rechte Kante des Anschlags (39a) mit der rechten
Kante des Anschlags (36b) des Fadenführerkasten-Körpers (2)
fluchtet. Dabei wird das verschiebbare Element aus der Ein
tauchstellung des Fadenführerarms (5) in die Strickstellung
gebracht, in der der Fadenführerarm dann bei Weiterbewegung
des gesamten Fadenführerkastens (1) verharrt, wie dies zu
vor bereits anhand von Fig. 7 erläutert wurde.
Die Erfindung, sowie deren Vorteile und Einzelheiten wurden
anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen erläutert. Dem
Fachmann sind jedoch zahlreiche Abwandlungen und Ausgestal
tung möglich, ohne daß dadurch der Erfindungsgedanke ver
lassen wird.
Claims (20)
1. Flachstrickmaschine mit wenigstens einem Fadenführerka
sten, der einen in Längsrichtung der Flachstrickma
schine aus seiner Arbeitsstellung heraus bewegbaren Fa
denführer mit einem Fadenführerarm und einem Nüßchen
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenführer
arm (5) mit wenigstens einer Steuerkurve (8, 8a, 8b)
bezüglich eines Fadenführerkasten-Körpers (2) ver
schiebbar ist.
2. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verschiebung des Fadenführerarms (5)
mit einem Mitnehmerbolzen (14) erfolgt.
3. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Fadenführerarm (5) bezüglich des
Fadenführerkasten-Körpers (2) in dessen Lauf- bzw. Ge
genlaufrichtung verschoben wird.
4. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurve
(8, 8a, 8b) den Fadenführerarm (5) bei seinem Verschie
ben in Lauf- bzw. Gegenlaufrichtung des Fadenführerka
sten-Körpers (2) zusätzlich in senkrechter Richtung
verschiebt.
5. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurve
(8, 8a, 8b) eine Form aufweist, derart, daß sich der
Fadenführerarm (5) mit einem Nüßchen (6) in seiner un
teren Strickstellung befindet, wenn der Fadenführerka
sten (1) zum Stricken ausgewählt ist.
6. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Fadenfüh
rerarm (5) mit einem Nüßchen (6) in seiner oberen
Strickstellung befindet, wenn der Fadenführerkasten (1)
nicht zum Stricken ausgewählt ist.
7. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurve
(8) die Form eines V aufweist.
8. Flachstrickmaschine mit einem Fadenführerkasten, der
einen in Längsrichtung der Flachstrickmaschine aus sei
ner Arbeitsstellung heraus bewegbaren Fadenführer mit
einem Fadenführerarm und einem Nüßchen aufweist, da
durch gekennzeichnet, daß sich der Fadenführerarm (5)
vor Einnahme seiner Strickstellung in einer tieferen
Stellung als die Strickstellung befindet.
9. Flachstrickmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich Fadenführerarm (5) mindestens so
lange in der tieferen Stellung befindet, bis die erste
Nadel des zu strickenden Intarsienbereichs vollständig
ausgetrieben ist.
10. Flachstrickmaschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Steuerkurve (8a, 8b) die Form ei
nes W aufweist.
11. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftübertra
gung zwischen dem Mitnehmerbolzen (14) und dem Faden
führerarm (5) über ein Hebelwerk (91, 9b; 10a, 10b;
16a, 16b) erfolgt.
12. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftübertragung zwi
schen dem Mitnehmerbolzen (14) und dem Fadenführerarm
(5) über (5) über eine Zahnstangenanordnung erfolgt
(25).
13. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftübertragung zwi
schen dem Mitnehmerbolzen (14) und dem Fadenführerarm
(5) über eine Seilzugeinrichtung (31, 32, 33) erfolgt.
14. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenführerarm
(5) an einem bezüglich des Fadenführerkasten-Körpers
(2) verschiebbaren Element (3) starr befestigt ist.
15. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das verschiebbare
Element (3) die Steuerkurve (8, 8a, 8b) aufweist.
16. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das verschiebbare
Element (3) eine Platte ist, in die die Steuerkurve
(8a, 8b) eingefräst ist.
17. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenführerka
sten-Körper (2) wenigstens einen in die Steuerkurve
(8a, 8b) hineinragenden Stift (7a, 7b) aufweist, der
das verschiebbare Element (3) führt.
18. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurve
(8) im bzw. am Fadenführerkasten-Körper (2) vorgesehen
ist.
19. Flachstrickmaschine nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Fadenführerarm (5) in bzw. auf einem
bezüglich des Fadenführerkasten-Körpers (2) verschieb
baren Element (3) in senkrechter Richtung beweglich ge
lagert ist.
20. Flachstrickmaschine nach Anspruch 18 oder 19, dadurch
gekennzeichnet, daß der Fadenführerarm (5) wenigsten
einen in die Steuerkurve (3) hineinragenden Stift (7;
7a, 7b) aufweist, der das verschiebbare Element (3) bei
seiner Verschiebung führt.
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