DE428131C - Verfahren zum Pressen von Formstuecken aus keramischen Massen, besonders aus Porzellanmasse - Google Patents
Verfahren zum Pressen von Formstuecken aus keramischen Massen, besonders aus PorzellanmasseInfo
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Description
- Verfahren zum Pressen von Formstücken aus. keramischen Nassen, besonders aus' Porzellanmasse.
- Zusatz zum Patent 397=g8. Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des durch das Patent 39;i98 geschützten Verfahrens zum Pressen von Formstücken aus keramischen Massen, nach welchem die auf geeignete Bildsamkeit gebrachte Masse aus einem Vorratsbehälter durch eine Verbindungsleitung in den im übrigen umschlossenen Formhohlraum gedrückt wird. Der hierfür erforderliche Druck steigt bei größeren und verwickelten Formstücken ganz bedeutend, so daß die in dem eigentlichen Formleasten untergebrachte Form, wenn sie aus Gips oder ähnlichen saugfähigen Massen hergestellt ist,' häufig dem Druck nicht standhält und zertrümmert wird.
- Der Erfindung gemäß wird dieser C,`belstand dadurch vermieden, daß bei Formen aus Gips oder ähnlichen, Wasser aufsaugenden Stoffen ein Druckausgleich durch Einbringen der keramischen Masse gleichzeitig sowohl in den eigentlichen Formhohlraum als auch in den die Form umgebenden Hohlraum geschaffen wird. Einen Druckausgleich beim Pressen zu verwenden, ist an sich nicht neu, doch handelt es sich bei den bekannten Verfahren nicht um die Herstellung von Körpern aus keramischen Massen in einem Arbeitsgang, sondern um das Umformen fertiger Metallkörper.
- Die Verwendung von reinen Metallformen, die insofern Schwierigkeiten bietet, als die Feuchtigkeit der in die Form eingepreßten keramischen 'Masse nicht oder nur sehr langsam entweichen kann und die '-Masse daher in der Form festklebt, so daß das Formstück sich schwer aus der Form lösen läßt, wird der Erfindung gemäß dadurch ermöglicht, daß in den Formkasten gleichzeitig mit dein Einpressen der Formmasse flüssige Luft o. dgl. eingeführt wird; hierdurch wird auch bei Metallformen der erforderliche Druckausgleich geschaffen.
- Diese Durchführung des Verfahrens ergibt eine bedeutende Verbesserung des im Hauptpatent gekennzeichneten Verfahrens und gestattet eine ungestörte Arbeitsweise.
- In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele von Einrichtungen dargestellt, mit denen die neuen Verfahren ausgeübt werden sollen.
- Abb. i zeigt beispielsweise eine hydraulische Presse a, welche als Vorratsbehälter für die keramische Masse dient und in welcher der Kolben b bewegt wird. Der Vorratsbehälter a steht mit dem Formhohlraum c durch eine Verbindungsleitung c in Verbindung. Die Form i aus Gips oder ähnlichem Stoff ist in dem Formkasten d untergebracht; sie ist mehrteilig, damit nach dem Fertigpressen der gepreßte Gegenstand herausgenommen werden kann. Um ein Springen der Form i bei sehr starkem Druck zu verhüten, muß dafür gesorgt werden, daß während des Pressens ein möglichst gleicher Druck innerhalb und außerhalb der Form herrscht, d. h. man muß in dem die Fonn i aufnehiiienden Formkasten d einen Druck erzeugen, welcher bleich od:r nahezu gleich dem in der Form i selbst ist. Man erreicht dies dadurch, daß die aus dem Vorratsbehälter a durch die Verbindungsleitung c gedrückte keramische Masse beispielsweise nicht nur durch den Kanal h in den Hohlraum der Form! gepreßt wird, sondern gleichzeitig auch durch die Abzweigleitungen 1 (Abb. i) in den eigentlich"ii Formkasten d. Auf diese Weise wird die FDrm i sowohl innen als auch außen von einer unter gleichem Druck stehenden Masse vollkommen umgeben und somit ein Druckausgleich geschaffen. Anstatt in den Fornikasten d durch die Abzweibleiiung Z die keramische 'Masse zu drükken, kann man auch z. B. durch eine Öffnung nt komprimierte Gase, flüssige Luft o. dgl. in den die eigentliche Form aufnehmenden Hohlraum einleiten. In diesem Falle versieht man die Form, wenn sie aus Gips oder einem ähnlichen saugfähigen Stoff besteht, mit einem dünnwandigen Metallmantel iz (Abb. z) oder einem ähnlichen Schutz.
- Um Metall- oder ähnliche Formen benutzen zu können, kann man z. B. in den Formkasten im Augenblick des Einpressens der Formmasse flüssige Luft einströmen lassen. Die flüssige Luft, welche eine Temperatur von --200'C- hat, wird sofort die Feuchtigkeit in dem Formstück zum Erstarren bringen. Das Formstück wird sich leicht aus der Form herausnehmen lassen, und seine Feuchtigkeit wird dann allmählich verdunsten. Vorteilhaft wird man in dem Formkasten um die eigentliche Form einen Hohlraum v (,1bb. 3) schaffen, in welchen durch eine besondere Verbindungsleitung die flüssige Luft einströmen kann.
Claims (1)
- PATENT-AN SPRÜCHE: i. Verfahren zum Pressen von Formstücken aus keramischen Massen, besonders aus Porzellanmasse, nach Patent _397198, dadurch gekennzeichnet, daß bei Formen aus Gips oder ähnlichen, Wasser aufsaugenden Stoffen ein Druckausgleich dadurch beschaffen wird, daß die keramische Masse gleichzeitig sowohl in den eigentlichen Formhohlraum als auch in den die Form umgebenden Hohlraum gepreßt wird. z. Verfahren zum -Pressen von Formstücken aus keramischen Massen, besonders aus Porzellanmasse, nach Patent 397198, dadurch gekennzeichnet, daß bei Metallformen ein Druckausgleich dadurch geschaffen wird, daß in den Formkasten gleichzeitig mit dein Einpressen der Formmasse flüssige Luft o. dgl. eingeführt wird. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Druckausgleich dienende Mittel mit der Aufhebung des Preßdruckes -aus dem die Form umgebenden Hohlraum entfernt wird. 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch a und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Aufnahme der keramischen Masse dienende Form aus einem Metallmantel mit innerer Gipsausfütterung besteht.
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Also Published As
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