DE427388C - Von unten nach oben schneidende Block- und Barrenschere mit zwei beweglichen Messern - Google Patents

Von unten nach oben schneidende Block- und Barrenschere mit zwei beweglichen Messern

Info

Publication number
DE427388C
DE427388C DEF55749D DEF0055749D DE427388C DE 427388 C DE427388 C DE 427388C DE F55749 D DEF55749 D DE F55749D DE F0055749 D DEF0055749 D DE F0055749D DE 427388 C DE427388 C DE 427388C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
block
workpiece
scissors
cut
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF55749D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEF55749D priority Critical patent/DE427388C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE427388C publication Critical patent/DE427388C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D15/00Shearing machines or shearing devices cutting by blades which move parallel to themselves
    • B23D15/02Shearing machines or shearing devices cutting by blades which move parallel to themselves having both upper and lower moving blades

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Scissors And Nippers (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
8. APRIL 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 427388 KLASSE 49 c GRUPPE
(F 55749 1149?)
August Friedend in Düsseldorf=
Die bisher bekannten von unten nach oben schneidenden Block- und Barrenscheren mit zwei beweglichen Messern haben verschiedene Nachteile. Hütten- und Walzwerke, bei denen fast allein solche Scheren benötigt werden, müssen großen Wert darauf legen, daß diese Scheren sämtlich ein nach vorn offenes Scherenmaul haben. Die geschnittenen Blöcke und nicht weiter zu verwalzenden
ίο Schopfenden sollen nämlich unmittelbar nach dem Schnitt nach vorn abgezogen werden können, was nur möglich ist, wenn sie nach dieser Seite, also quer zur Blocklängsrichtung, ein vollständig offenes Scherenmaul haben. Eine solche Ausführung hat auch den Vorteil, daß bei Ausbesserungen und beim Messerwechsel, der bei diesen Heißeisenscheren bekanntlich wegen des schnellen Stumpfwerdens der Messer sehr oft stattfinden muß, die Zugänglichkeit am besten gewahrt ist. Es treten aber bei den bekannten Block- und Barrenscheren mit Druckübertragung mittels zweier Hebel, deren je ein Ende im Scherengestell gelagert ist, bei der Ausführung mit offenem Scherenmaul sehr starke Zug- und Biegungsbeanspruchungen in senkrechter Richtung auf; aus diesem Grunde können sie nur für Werkstücke bis j zu gewisser Größe, etwa bis 160 mm im Quadrat, mit offenem Maul ausgeführt werden und müssen von da ab bis zu den vorkommenden Größen von 450 mm im Quadrat , mit von zwei Seiten geschlossenem Gestell ausgeführt werden, so daß hier die A^orteile
427888
des vorne offenen bzw. nach drei Seiten offenen Scherenmaules verlorengehen. Die meisten dieser Scheren haben aber auch noch den Nachteil, daß der Gesamthub der beiden Messer für jede Blockdicke der gleiche ist also auch der Überschnitt des Untermessers über die Unterkante des Obermessers sowohl bei den dicksten als auch bei den dünnsten Werkstücken der gleiche ist. Die Scheren-ίο messer werden aber bekanntlich beim Schneiden dicker rotwarmer Blöcke sehr schnell weich und nutzen sich an den Schneidkanten schneller und stärker nach einem gewissen Radius hin ab, als beim Schneiden entsprechend dünnerer Blöcke. Es ist daher zum vollständigen zusammenhanglosen Durchtrennen der dicksten Blöcke ein größerer Überschnitt der beiden Messer erforderlich wie bei den dünnsten. Ferner befindet sich bei den bekannten von unten nach oben schneidenden Block- und Barrenscheren mit zwei beweglichen Messern und nach vorne bzw. nach drei Seiten offenem Scherenmaul die Führung des Untermesserhalters unmittelbar vinter dem Untermesser bzw. unter der Schnittfläche, wodurch beim Schneiden abfallender Zunder selbst bei kompliziertesten Schutzvorrichtungen in die Führung gerät und zu Betriebsstörungen Anlaß gibt. Der Gegenstand \Orliegender Erfindung stellt eine von unten nach oben schneidende Block- und Barrenschere dar, die von den kleinsten bis zu den vorkommenden größten Blockquerschnitten mit nach vorne bzw. nach drei Seiten offenem Scherenmaul ausführbar ist, ohne daß in senkrechter Richtung Zug- oder Biegungsbeanspruchungen in dem Maschinengestell auftreten. Die Erfindung besteht darin, daß durch Anordnung des Untermessers unmittelbar am Ende eines frei schwingenden Hebels, dessen Übersetzungsverhältnis kleiner ist als bei dem mit ihm verbundenen, das Obermesser erfassenden Hebel, beim Schneiden des Werkstückes ein der Dicke des letzteren sich selbsttätig anpassender Überhub erreicht wird. Im Gegensatz zu den bisherigen Ausführungen ist die Führung des Untermessers seitlich im Gestell angeordnet, so daß das Scherenmaul von vorn frei zugänglich ist und der Schnittzunder frei abfallen kann. Das Obermesser wiederum kann gemäß vorliegender' Erfindung nach Entfernung eines Drucksteines o. dgl. über seine höchste Arbeitsstellung hinaus soweit gehoben werden, daß der Durchgang nicht zu schneidender Werkstücke durch die Schere erleichtert wird.
In den Abbildungen 1 und 2 der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsformen dargestellt, die sich im wesentlichen nur in der Art des Antriebes unterscheiden, und zwar zeigt Abb. 1 einen Antrieb mit Ritzel und Zahnstange und Abb. 2 einen Kettenantrieb.
Das Werkstück α wird auf das feste Teil b des Maschinenständers gebracht und sodann der Scherenantrieb in der Pfeilrichtung in Bewegung gesetzt. Dabei wird durch das Ritzel c und Zahnstange d beim Antrieb nach Abb. ι oder durch die Kette e beim Antrieb nach Abb. 2 das freie Ende des oberen Hebels f gehoben. Das andere Ende dieses Hebels ist mit dem Gelenk g an den Messerhalter h angelenkt, der an seinem unteren Ende das Obermesser i trägt. Der Hebel / wirkt zu Beginn dieses Arbeitshubes als doppelarmiger Hebel, dessen Drehpunkt k durch das den oberen Hebel f mit dem unteren Hebel I verbindende Gelenkstück in gestützt wird, während sich der untere Hebel I seinerseits mit seinem freien Ende auf einen abgefederten Stein 0 o. dgl. stützt.
Der erste Teil des Arbeitsganges ist beendet, sobald sich das Obermesser i auf das Werkstück α aufgesetzt hat. Von dann ab wirkt das Gelenk g als fester Drehpunkt für den Hebel f, der nunmehr beim weiteren Hub seines freien Endes durch das Verbindungsgelenk m den um einen festen Drehpunkt p freischwingenden unteren Hebel I so lange anhebt, bis das an dem freien Hebelende sitzende Untermesser η das Werkstück a von unten nach oben durchschnitten und noch einen der Werkstückdicke angepaßten Überhub ausgeführt hat.
Wie nämlich aus der Zeichnung ersichtlich ist, hat der das Untermesser tragende Hebel /, da sein Drehpunkt in p liegt, ein kleineres Übersetzungsverhältnis als der das Obermesser erfassende Hebel /. Auf diese Weise wird es erreicht, daß beim zweiten Teil des Arbeitshubes das freie Hebelende mit dem Untermesser η einen größeren Weg beschreibt, als wenn die Übersetzung dieselbe wäre wie die des Oberhebels, und zwar wird dieser Weg um so größer, je früher der erste Teil des Arbeitshubes, nämlich das Aufsetzen des Obermessers i auf das Werkstück, beendet ist, also je dicker das Werkstück α ist. Aus denselben Gründen wächst der erzielte Überhub des Untermessers proportional init der Dicke des Werkstückes, so daß also jeder beliebige. Werkstückquer schnitt mit derselben Schere vollständig abgetrennt werden kann, ohne den Überhub bei dünnsten Blöcken zu groß zu machen. Der Überhub paßt sich dabei selbsttätig der Werkstückdicke an.
Der Erfindungsgegenstand bringt noch weitere Vorteile. Während das Obermesser i mit seinem Messerhalter h senkrecht geführt st, was bekanntlich für das Schneiden dicker Werkstücke besonders wichtig ist, hat das
427B88
Untermesser η, das an dem freien Ende des Hebels I befestigt ist, keine Führung unterhalb der Schnittzone, sondern die Führung liegt seitlich vom Gestell, wo der Hebel I durch die Führung ν geführt wird. Durch die neue Anordnung eines nach vorne offenen Maules bei jeder Scherengröße wird der Vorteil erreicht, daß man die geschnittenen Stücke nach vorne abziehen kann, wodurch ίο Arbeit und Zeit gespart wird. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß der Schnittzunder frei abfallen kann, während er bisher in die senkrecht unter dem Werkstück gelegene Führung des Untermessers fiel und zu Störungen des Maschinenganges Anlaß gab. Zug- und Biegungsbeanspruchungen im Gestell treten nicht auf, da alle Beanspruchungen nur von den Hebeln der Schere aufgenommen werden, die ihren einzigen Drehpunkt auf der Antriebsachse p hat.
Ein weiterer Xachteil der bisher bekannten Scheren besteht darin, daß die Möglichkeit fehlt, das Maul über die größte Arbeitsöffnung hinaus zu öffnen. Das letztere wird aber als vorteilhaft erkannt, wenn Material, welches nicht geschnitten werden soll, die Schere durchläuft. Der Durchgang des Materials durch die Schere wird dann erleichtert, und der ganze Werkstattbetrieb ist übersichtlicher. In der vorliegenden Erfindung ist diesem Zweck Rechnung getragen. Der Druckstein q kann, z. B. mittels eines in seine Gewindebohrung r einzuschraubenden Schraubschaftes o. dgl., aus dem Messerhalter h seitlich herausgenommen und darauf der letztere mittels der Spindel s und Niederschrauben der Mutter t oder anderer geeigneter Mittel soweit, als es der Schlitz u zuläßt, angehoben werden, so daß der Durchgang der nicht zu schneidenden Werkstücke durch die Schere weitgehend erleichtert wird. Der Antrieb für die Block- und Barrenschere gemäß vorliegender Erfindung muß dem freien Ende des Hebels f die beschriebene Aufwärtsbewegung und nach erfolgtem Schnitt eine dementsprechende Abwärtsbewegung erteilen, damit die Scherenmesser wieder in ihre Anfangsstellung zurückkehren. Dies läßt sich erreichen durch eines der bekannten Wendegetriebe, wobei Kontakte für die Umsteuerung des elektrischen (oder sonstigen) Motors an den Hebeln der Schere angebracht werden können. Der Motor muß in diesem Falle "reversierbar'< sein. Der Antrieb kann ferner auch kontinuierlich unter Zuhilfenahme eines Schwungrades er- !
folgen, wobei eine Momentkupplung beispielsweise das Zahnrad c nach erfolgtem Schnitt auskuppelt und sodann die Rückführung des Hebelgetriebes in die Ausgangsstellung durch Federn, Gegengewichte, Luftzylinder o. dgl. geschieht.
Erfolgt die Aufwärtsbewegung des freien Endes des Hebels f in der in Abb. 1 dargestellten Weise durch eine von einem Zahnrad c bewegte Zahnstange d, so muß die letztere eine freibewegliche Führung erhalten. Eine solche kann gemäß vorliegender Erfindung darin bestehen, daß in dem Drehpunkt p des Zahnrades c zwei untereinander gelenkig verbundene Führungsrollen w und χ angelenkt sind, derart, daß die Zahnstange d zwischen diesen Führungsrollen und dem Zahnrad vollkommen freibeweglich geführt wird und trotzdem der richtige Zahneingriff stets erhalten bleibt.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Von unten nach oben schneidende Block- und Barrenschere mit beweglichen Messern, dadurch gekennzeichnet, daß durch Anordnung des Untermessers unmittelbar am Ende eines freischwingenden Hebels (/), dessen Übersetzungsverhältnis kleiner ist als bei dem mit ihm verbundenen, das Obermesser (i) erfassenden Hebel (/), beim Schneiden des Werkstückes (σ) ein der Dicke des letzteren sich selbsttätig anpassender Überhub erreicht wird.
2. Block- und Barrenschere nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Obermesser (/) nach Entfernung eines Drucksteines (q) o. dgl. über seine höchste Arbeitsstellung hinaus so weit gehoben werden kann, daß der Durchgang nicht zu schneidender Werkstücke durch die Schere erleichtert wird.
3. Block- und Barrenschere nach Anspruch i, bei welcher das freie Ende des oberen Hebels (/) durch eine an diesem angelenkte Zahnstange (d) bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß am Rücken der Zahnstange zwei Führungsrollen (w und x') anliegen, deren Mittelpunkte miteinander und mit dem Drehpunkt des die Zahnstange antreibenden Zahnrades (c) ein starres, um den Drehpunkt des Zahnrades schwingendes Dreieck bilden, so daß bei jedem Winkelausschlag der Zahnstange der genaue Zahneingriff erhalten bleibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEF55749D 1924-03-23 1924-03-23 Von unten nach oben schneidende Block- und Barrenschere mit zwei beweglichen Messern Expired DE427388C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF55749D DE427388C (de) 1924-03-23 1924-03-23 Von unten nach oben schneidende Block- und Barrenschere mit zwei beweglichen Messern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF55749D DE427388C (de) 1924-03-23 1924-03-23 Von unten nach oben schneidende Block- und Barrenschere mit zwei beweglichen Messern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE427388C true DE427388C (de) 1926-04-08

Family

ID=7107768

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF55749D Expired DE427388C (de) 1924-03-23 1924-03-23 Von unten nach oben schneidende Block- und Barrenschere mit zwei beweglichen Messern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE427388C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE845438C (de) Schrottschere, insbesondere fuer sperriges und/oder voluminoeses Schneidgut
DE1552636C3 (de) Schrottschere
DE1202620B (de) Vorfuehr- und Austragvorrichtung fuer plattenfoermige Werkstuecke
DE427388C (de) Von unten nach oben schneidende Block- und Barrenschere mit zwei beweglichen Messern
DE845004C (de) Tafelschere
DE649127C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schneiden von Drahtglasscheiben
DE258080C (de)
DE819487C (de) Schrottschere
DE568721C (de) Schere zum Schneiden von Walzgut mit in der Laufrichtung des Walzgutes verschiebbaren Messertraegern
DE674015C (de) Schere zum Schneiden von Bloecken und Brammen
DE504537C (de) Von unten nach oben schneidende Schere fuer Knueppel mit feststehendem Obermesser und beweglichem Untermesser
DE459543C (de) Maschine zur Herstellung von Drahtstiften
DE44162C (de) Tabakschneidmaschine für Handbetrieb
DE598612C (de) Messerstern-Teigteilmaschine
DE405891C (de) Blockschere
DE475371C (de) Schere fuer Walzgut, deren Messer zur Ausfuehrung des Schnittes hervortreten
DE533064C (de) Schutzhaube fuer Kreissaegen
DE620940C (de) Zinkenfraesmaschine
DE251492C (de)
AT217277B (de) Knüppelschere
DE375076C (de) Vorrichtung zum Zerschneiden von Geweben und Stoffen in Stapeln
DE591201C (de) Selbsttaetige Maschine zum Schneiden von Glasstreifen
DE689301C (de) Von unten nach oben schneidende Schere fuer Knueppel o. dgl.
DE976667C (de) Kniehebelpresse mit einem Kniehebelsystem, bei dem sich der Systemaufhaengepunkt demSystemfestpunkt waehrend des Arbeitshubes naehert
DE409440C (de) Traegerschere