DE42614C - Selbstthätige Wasserhebemaschine - Google Patents

Selbstthätige Wasserhebemaschine

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DE42614C
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Germany
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cylinder
water
container
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air
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT42614D
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English (en)
Original Assignee
P. A. KÜHNE in Dresden, Papiermühlengasse 8
Publication of DE42614C publication Critical patent/DE42614C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F3/00Pumps using negative pressure acting directly on the liquid to be pumped

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S9: Pumpen.
Das wirksame Mittel dieses in Fig. 1 als Längsschnitt und in Fig. 2 als Draufsicht dargestellten Apparates ist ein Volumen Luft, welches sich durch abwechselnde Erwärmung bezw. Abkühlung ausdehnt bezw. zusammenzieht.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus dem Cylinder A, welcher auf der einen Seite geschlossen ist, während die andere Seite durch das Rohr r mit dem Behälter B in Verbindung steht. Im Cylinder A gleitet auf Röllchen der vollständig luftdicht geschlossene kleinere Cylinder C, welcher je nach der Stel lung des Apparates entweder die eine oder die andere Hälfte des Cylinders A nahezu ausfüllt. Hierdurch wird die Luft entweder nach der einen Seite des Cylinders, welche durch Wasserkühlung K stets auf niedriger Temperatur gehalten wird, oder nach der anderen Seite, welche ihrerseits durch eine auf der Platte T angeordnete Wärmequelle erhitzt wird, getrieben.
Der Apparat ist nach Art einer Waage zwischen den zwei Ständern S1 S2 angeordnet und dreht sich in den zwei mit Spitzen versehenen Spindeln W1 n2. Das Gegengewicht G hat den Zweck, das Gleichgewicht herzustellen. Der ganze Apparat mufs so construirt sein, dafs der Schwerpunkt desselben stets in der Mitte zwischen den beiden Spindeln nlni zu liegen kommt. Die Röhren \ und α vermitteln den Zu- bezw. Abflufs des Wassers nach bezw. aus dem Behälter B. Das Wasserzuflufsrohr \ ist mit einem Klappenventil V1, welches sich nur nach dem Behälter B zu öffnet, versehen, während das Wasserabflufsrohr α ebenfalls mit einem Klappenventil v.2 versehen ist, welches das Wasser aus dem Behälter B wohl heraus-, aber nicht in denselben zurückläfst. Das Rohr w, welches dem Kühlcylinder K frisches Wasser zuführt, sowie das Rohr a, welches das Wasser aus dem Behälter B nach der Verbrauchsstelle abführt, sind mit elastischen Gummischläuchen versehen.
Findet der Apparat beispielsweise Verwendung zum Betriebe eines Springbrunnens, so wird zwischen demselben und dem Rohr a ein Windkessel eingeschaltet, welcher den stofsförmigen Wasserstrahl in einen continuirlichen verwandelt.
Die Stellung des Apparates, wie sie die Zeichnung veranschaulicht, nimmt derselbe ein, wenn die Wärmequelle entfernt ist.
Der Apparat wirkt folgendermafsen:
Zum Ingangsetzen setzt man eine Gas-, Petroleum- oder Spiritusflamme auf die Platte T unter den Flammenmantel F. Derselbe ist unten behufs Eintritts der Feuergase offen, sowie oben behufs Austritts der Verbrennungsproducte mit Schlitzen ο versehen. Die Feuergase erhitzen also den rechten Theil des Cylinders A, wodurch die in demselben befindliche Luftmenge durch das enge Rohr r nach dem Behälter B unter die in denselben eingedichtete, aus dehnbarem Material, als Gummi etc., bestehende Scheibe χ geprefst wird und so dieselbe nach aufwärts hebt. Es wird nun die im oberen Theile des Behälters B befindliche Wassermenge in das Abflufsrohr a, nach dem Springbrunnen oder der sonstigen Verbrauchsstelle getrieben. Dadurch wird der ganze linke Theil des Apparates leichter, so dafs das Gegengewicht G nach unten sinkt. Infolge dessen
gleitet auch der kleine Cylinder C nach der rechten Seite des Cylinders A. Die Spiralfedern fl /2 an beiden Seiten des Cylinders A heben den dadurch bedingten Stofs bis" auf ein Minimum auf. Sobald also der Cylinder C auf die rechte Seite des Cylinders A gleitet, wird die erhitzte Luft in den linken, durch die Wasserkühlung K abgekühlten Theil des Cylinders getrieben, woselbst sie sich fast unmittelbar zusammenzieht und dadurch die im Behälter B befindliche Gümmischeibe χ nach abwärts zieht, infolge dessen das Wasser aus dem Kühlmantel K nach dem Behälter B gesaugt wird. Hierdurch wird der linke Theil des Apparates wieder schwerer, senkt sich' und hebt das Gegengewicht G. Dadurch aber gleitet der kleine Cylinder C abermals nach dem linken Theile des Cylinders A und treibt die kalte Luft nach dem rechten Theile desselben. Hier erhitzt sie sich von neuem und treibt das Wasser aus dem Behälter B nach dem Springbrunnen oder der sonstigen Verbrauchsstelle; der linke Theil wird wiederum leichter, das Gegengewicht G fällt, und so beginnt das Spiel von neuem.
Auf diese Weise arbeitet der Apparat selbstthätig und bewegt sich, je nach der Construction, 30 bis 60 Mal in der Minute auf und ab.
Durch die in den Behälter B eingeschaltete und gut abgedichtete, aus Gummi oder anderem dehnbaren Material bestehende Scheibe x, auf welche der Luftstrom einwirkt, um das Wasser in das Abflufsrohr α zu pressen, erreicht man den Zweck, ein Mitfortreifsen von Luft in diese Abzugsröhre und eine dadurch bedingte Störung in dem Wasserabflufs zu vermeiden. Bei directer Einmündung des Luftrohres r in die Wassermenge des Behälters ist ein Mitfortreifsen von Luft nicht zu verhüten.
Der Cylinder A kann an den Stellen, an welchen er frei liegt, behufs guter Wärmehaltung mit Asbest oder sonstigem die Wärme schlecht leitenden Material umkleidet werden. Für gröfsere Apparate, welche Gartenfontainen oder dergleichen treiben sollen, werden die Constructionsdetails etwas anders, in der Hauptsache bleibt jedoch der Apparat derselbe. So kann namentlich der Apparat für gröfsere Krafterzielung doppeltwirkend construirt werden, so dafs an Stelle des Gegengewichts G ein zweiter, gleich construirter Apparat tritt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine in der beschriebenen Weise selbstthätig arbeitende Wasserhebemaschine, bestehend aus dem um Zapfen schwingenden und den Verdränger (C) enthaltenden Luftbehälter (A), dessen einer Theil erwärmt wird, während der andere Theil mit einem Kühlmantel und einer Membranpumpe versehen ist, deren Saugrohr durch den Kühlmantel geht.
    Hierzu ί Blatt Zeichnungen.
DENDAT42614D Selbstthätige Wasserhebemaschine Expired - Lifetime DE42614C (de)

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