AT156131B - Verfahren und Einrichtung an ein- oder mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen zum Entlüften der von diesen anzutreibenden Kreiselpumpe. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung an ein- oder mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen zum Entlüften der von diesen anzutreibenden Kreiselpumpe.

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AT156131B
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  • Lubrication Details And Ventilation Of Internal Combustion Engines (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Einrichtung an ein-oder mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen zum Entlüften der von diesen anzutreibenden Kreiselpumpe. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, die Explosions-oder Verbrennungsgase von Viertakt-oder Zweitaktmotoren, die, wie dies bei   Automobilfeuerlöschgeräten   der Fall ist, Kreiselpumpen antreiben sollen, zum Betrieb eines Strahlsaugers zu verwenden, der zum Entlüften der Kreiselpumpen dient. Zu praktisch brauchbaren Einrichtungen hat dieser Vorschlag bisher aber noch nicht geführt, weil angenommen wurde, dass die dem Strahlsauger zuzuführenden Verbrennungsgase dem Einfluss einer zwangläufigen Steuerung unterworfen werden müssten, durch die der Verbrennungsraum des Motors nur während eines verhältnismässig kleinen Teiles des sich im Motorzylinder abspielenden Arbeitsprozesses mit dem Strahlsauger in Verbindung gebracht werden sollte, nämlich nur während der Verbrennung selbst, wogegen diese Verbindung im übrigen unterbrochen werden sollte. 



   Diese zusätzliche Steuerung macht den Motor aber sehr umständlich und überdies wird die Saugwirkung des Strahlsaugers dadurch beeinträchtigt, dass die ihn betreibenden Gase in verhältnismässig kleinen Mengen absatzweise und stossartig zuströmen, so dass die   Strömungsenergie   in dem Spalt zwischen Saug-und Fangdüse sehr starke Schwankungen aufweist. Daran ändert sich auch nichts wesentliches, wenn der Strahlsauger an eine mehrzylindrige Verbrennungsmaschine angeschlossen ist. 



   Dieser Nachteil wird gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch beseitigt, dass dem Strahlsauger während der Zeit der Entlüftung der Kreiselpumpe wiederholt aufeinanderfolgend ein Teil des in die Verbrennungsmaschine eingesaugte, noch unverbrannten   Gasluftgemisches   und ein Teil der Verbrennungsgase aus dem Arbeitsraum des oder der Zylinder zugeführt wird. Dies kann in einfacher Weise dadurch erreicht werden, dass die Verbindung zwischen dem oder den Zylinderköpfen und dem Strahlsauger während der ganzen Dauer des Entliiftungsbetriebes offen gehalten wird. 



  Während des Verdichtungshubes des Kolbens wird dann zunächst ein Teil des vorher in den Zylinder eingesaugte frischen Gasgemisches der Strahlsaugerdüse zugeführt und nach erfolgter Zündung fliesst auch ein Teil der Verbrennungsgase zu der Strahlsaugerdiise. Dabei kann es geschehen, dass die den Verbrennungsgasen voraneilenden Frischgase gezündet werden, wodurch aber in der Regel nur eine langsame Verbrennung der Frisehgase vor, in oder hinter der Strahlsaugerdüse eintreten kann, was nur eine Erhöhung der   Strömungsgeschwindigkeit   zur Folge hat. Beim folgenden Arbeitsprozess des Kolbens des gleichen Zylinders wiederholt sieh derselbe Vorgang, u. zw. so lange, als die Verbindung zwischen dem Zylinderkopf und dem Strahlsauger nicht unterbrochen wird.

   Jedenfalls wird bei einem Entlüftungsbetrieb dieser Art der Zeitzwisehenraum zwischen den dem Strahlsauger absatzweise zuströmenden Gasmengen bedeutend herabgesetzt und schon dies hat den Vorteil, dass die Saugwirkung verbessert wird. 



   Zwischen jedem Motorzylinder und dem Strahlsauger muss ein Rückschlagventil angeordnet werden, durch das verhindert wird, dass die zu dem Strahlsauger hinströmenden Gase während des Saughubes   zurückgesaugt   werden. 



   Es ist vorteilhaft, in die Leitung zwischen dem Verbrennungsraum des Zylinders und dem Strahlsauger einen Raum von einer Grösse einzuschalten, die geeignet ist, die Druckwellen der Verbrennungsgase mehr oder minder stark zu verflachen, wodurch die Strömungsenergie im Strahlsauger noch mehr vergleichmässigt wird. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Eine Ausführungsform einer Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung ist in der Zeichnung in einem Axialschnitt dargestellt. 



   Im Kopf des Motorzylinder 1 ist eine   Öffnung. 3 angebracht,   in der ein Ventil angeordnet ist, durch das der Kanal 4 gegen den Verbrennungsraum 5 des Zylinders hin gesperrt oder geöffnet werden kann. Das Ventil. 3 ist durch eine Feder 6 derart belastet, dass es in der Ruhelage den   Kanal-   sperrt. Die Ventilspindel 7 steht unter dem Einfluss eines Daumens   8,   durch dessen Verdrehung das
Ventil. 3 entgegen der Kraft der Feder 6 geöffnet wird. Der Kanal 4 mündet in einen Sammelraum 9 und an der Einmündungsstelle ist ein   Rückschlagventil   10 angeordnet, das unter einer Belastung steht, die es gegen seinen Sitz an der Einmündungsstelle des Kanals 4 drückt.

   An den Sammel- raum 9 ist die Düse 11 des Strahlsaugers 12 angeschlossen, vor dessen Fangdüse   lui   ein Rohr 14 ein- mündet, das von der zu entlüftenden Kreiselpumpe herkommt. 



   Soll die Kreiselpumpe in Betrieb gesetzt werden, so muss sie, um die von ihr zu fördernde
Flüssigkeit auf eine grössere Höhe ansaugen zu können, zunächst entlüftet werden. Zu diesem Zweck   wird ein Absperrorgan geöffnet, das an der Kreiselpumpe an der Abzweigstelle des Rohres 14 angeordnet ist, und gleichzeitig wird auch das Ventil 7 durch Verstellung des Daumens 8 geöffnet. Der  
Verbrennungsmotor kann vor oder nach dem Öffnen des Ventils. 3 in Gang gesetzt werden, wobei der
Gashebel so eingestellt wird, dass der Motor nicht bloss die Leerlaufarbeit zu leisten vermag, sondern nebenbei auch einen Teil seiner Arbeitsgas zum Betrieb des Strahlsaugers abgeben kann.

   Das Ventil wird während der ganzen Dauer des Entlüftungsbetriebes offen gehalten, so dass bei jedem Arbeitsprozess ein Teil des in den Zylinder eingesaugte Frischgases in den Kanal 4 strömt und darauffolgend die im Verbrennungsraum   5   gebildeten Verbrennungsgase den Kolben 15 treibt und ein anderer Teil in den Kanal 4 strömt. Die in den Kanal 4 strömenden Gase öffnen das Rückschlagventil 10 unter Überwindung seiner Belastung und gelangen in die Kammer 9 und strömen von hier aus in die Strahl- saugerdüse   11,   wodurch in dem Spalt zwischen den beiden Düsen 11 und   l")'eine Saligwirkung   ent- steht, die sich durch das Rohr 14 in die daran angeschlossene Kreiselpumpe fortpflanzt. 



   Durch die in den Kanal   J   strömenden Gase wird das Rückschlagventil 10 aufgestossen und ein
Teil der Gase gelangt durch die Kanäle 16 in den Zylinderraum 17, in den ein kolbenartiger, vorzugs- weise hohler Schaft 18 des Rückschlagventiles 10 hineinragt. Das   Rückschlagventil 10 ist   daher an seiner Rückseite durch einen Gasdruck belastet, der ungefähr gleich ist dem Druck, mit dem die Gase in den Kanal 4 einströmen. Nimmt im weiteren Verlaufe des Arbeitsprozesses im Verbrennungsraum 5 des Motors der Druck ab, so nimmt der Druck im Kanal 4 in gleichem Masse ab und das Rückschlag- ventil 10 wird unter dem im Zylinder   j ! 7 herrschenden Gasdruck geschlossen.   Die Druckabnahme im
Zylinder 1 kann sich daher nicht bis zu der Kammer 9 fortpflanzen. 



   Die Kammer 9 wirkt als Sammel-oder Ausgleichsraum für die aus dem Zylinder absatzweise kommenden Gasmengen und, ist der Raum 9 genügend gross, so werden die Druckwellen der Gase in hohem Masse abgeflacht, so dass der Druck der in den Strahlsauger gelangenden Gase mehr oder minder auf gleicher Höhe gehalten werden kann. 



   In jedem Falle kann erreicht werden, dass die Strömungsenergie der in den Strahlsauger gelangen- den Gase genügend gross und genügend gleichmässig ist, um die zum Entlüftungsbetrieb erforderliche
Saugwirkung zu gewährleisten. Praktische Versuche haben ergeben, dass nahezu die theoretisch mög-   liche Saughöhe erreicht   werden kann. Ist der Entlüftungsbetrieb beendet, so wird das Absperrorgan der Rohrleitung 14 an der Kreiselpumpe und ferner auch das Ventil 13 geschlossen und der Motor auf den Betrieb der nunmehr saugfähigen Kreiselpumpe eingestellt. 



   Wie man sieht, ist die Bauart der ganzen Einrichtung und auch ihre Handhabung sehr ein- fach und es ist auch die praktisch denkbar grösste Betriebssicherheit gewährleistet. 



   In baulicher Beziehung kann die Einrichtung gegenüber der geschilderten   Ausführungsform   selbstverständlich in mannigfache Weise geändert werden. So kann z. B. die Einrichtung zum Öffnen und Schliessen des Absperrorgans 3 auch durch ein anderes Organ als der Daumen 8 ersetzt werden, etwa durch einen Hebel od. dgl. und man kann auch, wenn man eine Federbelastung des Absperr- organs 5 vermeiden will, eine Einrichtung anwenden, die nicht nur das Öffnen, sondern auch das
Schliessen dieses Absperrorgans zwangläufig ausführt. 



   Das Rückschlagventil könnte auch durch eine Feder belastet werden. 



   Die Kammer 9 könnte durch eine längere Verbindungsleitung zwischen dem   Absperrorgane-3   und dem Strahlsauger 12 ersetzt werden. Die Einrichtung zum Öffnen und Schliessen des Absperr- organs 3 könnte auch mit dem Absperrorgan verbunden werden, das zum Öffnen und Schliessen der
Rohrleitung 14 dient, so dass beide Absperrorgane am Beginn des Entlüftungsbetriebes gleichzeitig geöffnet und am Ende des Entlüftungsbetriebes gleichzeitig geschlossen werden. 



   Die Erfindung kann sowohl bei Viertakt-als auch bei   Zweitaktverbrennungskraftmasehinen   und sowohl bei mehrzylindrigen als auch bei einzylindrigen Maschinen angewendet werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Entlüften von Kreiselpumpen mittels eines Strahlsaugers, der durch die Gase der die Pumpe treibenden ein-oder mehrzylindrigen, im Vier-oder Zweitakt arbeitenden Brenn- <Desc/Clms Page number 3> kraftmaschine betrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass dem Strahlsauger während der Dauer des Entlüftungsbetriebes wiederholt aufeinanderfolgend ein Teil des in die Verbrennungsmaschine eingesaugten frischen Gasluftgemisehes und ein Teil der Verbrennungsgase zugeführt wird, wobei die dem Strahlsauger zuströmenden Frischgasmengen durch die jeweils folgenden Verbrennungsgase einer Verbrennung unterworfen werden können und hiedurch die Strömungsenergie in der Strahlsaugerdüse und damit die Saugwirkung in hohem Masse vergleichmässigt wird.
    2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Verbrennungsraum des oder der Zylinder ein Absperrorgan (8) angeordnet ist, das über die ganze Dauer des Entlüftungsbetriebes offen gehalten wird.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Weg der Gase zwischen dem Absperrorgan (3) und dem Strahlsauger (12) ein Rückschlagventil (10) angeordnet ist, das auf Schliessung gegen den Verbrennungsraum hin belastet ist, u. zw. entweder durch eine Feder oder durch den Druck der Gase selbst, die durch einen oder mehrere Abzweigkanäle (16) in einen Zylinder (17) gelangen, dessen Kolben (18) mit dem Rückschlagventil (10) verbunden ist.
    4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Absperrorgan (3) am Verbrennungsraum des oder der Motorzylinder und dem Strahlsauger (12) ein Raum (9) von einer Grösse eingeschaltet ist, die geeignet ist, die Druckwellen der aus dem oder den Zylindern kommenden Gase, bevor diese zu dem Strahlsauger gelangen, mehr oder minder stark zu verflachen.
    5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgleichsraum (9) durch eine entsprechend lange Rohrleitung ersetzt ist.
    6. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Öffnen und Schliessen des an dem Verbrennungsraum des oder der Zylinder angeordneten Absperrorgans (3) mit der Einrichtung zum'Öffnen und Schliessen des Absperrorgans verbunden ist, das in der Verbindungsleitung (14) der zu entlüftenden Pumpe mit dem Strahlsauger (12) liegt, so dass das Öffnen und Schliessen beider Absperrorgane am Beginn bzw. am Ende des Entlüftungsbetriebes gleichzeitig ausgeführt werden kann. EMI3.1
AT156131D 1938-03-28 1938-03-28 Verfahren und Einrichtung an ein- oder mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen zum Entlüften der von diesen anzutreibenden Kreiselpumpe. AT156131B (de)

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