-
Maximumzähler. Bei Masimumzählern treibt der Zähleranker über eine
ausrückbare Kupplung einen Mitnehmer an, der einen Schleppzeiger, den Maximumzeiger.
vor sich her schiebt. Er spannt dabei eine Feder, die den DvIitnehmer in die Ausgangsstellung
zu drehen sucht. Der -Innehmer wird durch eine Uhr oder einen kleinen Motor periodisch,
beispielsweise am Ende jeder Viertelstunde, vom Zählerantrieb abgekuppelt und durch
die Feder in die Ausgangsstellung zurückgebracht. Die Welle des Mitnehmers kann
mit einer Schreibvorrichtung gekuppelt sein, die auf einer Papierbahn den jeweiligen
Verbrauch aufzeichnet.
-
Bei anderen Ausführungen wird der Mitnehmer über eine Reibungskupplung
vom Zähleranker angetrieben und durch einen periodisch eingeschalteten Hilfsm"t()r
in die Ausgangsstellung zurückgedreht. Die Einrichtung, welche die Kraft zum Zurücksteilen
des Mitnehmers auslöst oder einschaltet, muß besonders sorgfältig bearbeitet und
eingestellt werden, damit Abweichungen in der Dauer der Registrierperioden nicht
auftreten. Diese Abweichungen fälschen die Angaben des Masimumzeigers.
-
Eine solche Einrichtung. besteht im einfachsten Fall aus einem von
der Uhr in Umlauf versetzten Finger und einem Daumen, der an irgendeiner Stelle
widerstrebend nachgiebig in die Bahn des Fingers hineinragt und mit dem Rückstellwerk
verbunden ist. Durch den umlaufenden Finger wird der Daumen periodisch abgedrängt
und bewirkt dabei das Auslösen oder Einschalten der Rückstellkraft.
-
Eine besondere Sorgfalt bei der Bearbeitung und Einstellung dieser
Einrichtung ist entbehrlich, wenn sich der Finger mit verhältnistnäl>ig großer Geschwindigkeit
bewegt. In diesem Fall machen sich kleine Abweichungen in der Einstellung und Abmessung
des Fingers bei der Dauer der Registrierperioden kaum bemerkbar. Bei den bekannten
Ausführungen kann man die Geschwindigkeit des Fingers durch Vergrößerung seines
Abstandes
vom Drehpunkt erhöhen. Man erhält aber dann einen sperrigen
Aufbau.
-
Durch die Erfindung wird unter Vermeidung eines sperrigen Aufbaues
eine verhältnismäßig große Unempfindlichkeit der Einrichtung gegen Abweichungen
in der Abmessung und Stellung des umlaufenden Fingers erzielt. Erfindungsgemäß ist
die Geschwindigkeit des Fingers wenigstens in der Nähe des Daumens größer als das
Verhältnis des Weges, den der Finger bei einem Umlauf zurücklegt, zu der Dauer einer
Registrierperiode. llan kann statt eines Fingers auch mehrere anwenden, die um gleiche
Strecken gegeneinander versetzt sind und periodisch in gleicher Reihenfolge an dem
Daumen vorbeib--wegt werden. In diesem allgemeineren Fall kennzeichnet sich die
Erfindung dadurch, daß die Geschwindigkeit jedes Fingers wenigstens in der Nähe
des Daumens gröber ist als das Verhältnis der Weglänge zwischen aufeinanderfolgenden
Fingern und der Dauer einer Registrierperiode.
-
Für das Wesen der Erfindung ist es belanglos, wenn die Finger durch
eine Scheibe mit Rasten o. dgl. ersetzt werden, auf deren Umfang der Daumen schleift.
-
Eine einfache Ausführung der Erfindung ist schematisch in Abb. i dargestellt.
Hier ist F1 der umlaufende Finger, D@ der Daumen. Der Finger F1 sitzt auf dein 1lalteserkranz
i, das bei 2 drehbar an dem Uhrgehäuse 3 gelagert ist. Es wird durch die Uhr mittels
des Triebes -. ruckweise fortbewegt. Der Daumen D ist bei 5 drehbar an dem Gehäuse
3 gelagert und liegt für gewöhnlich auf dem Anschlag A auf. Der Daumen ragt an .einer
der Stellen in den Weg des Fingers F1, wo sich dieser mit der größten Geschwindigkeit
bewegt. Sobald der Daumen durch den Finger F1 angehoben wird, bewirkt er in an sich
bekannter Weise die Einschaltung oder Auslösung der Rückstellkraft.
-
Bei dieser Ausführung bewegt sich der Finger ungleichmäßig schnell.
Er greift den Daumen mit einer Geschwindigkeit an, die größer ist als seine durchschnittliche
Geschwindigkeit während eines ganzen Umlaufs.
-
Zwei andere Ausführungen der Erfindung, bei denen der Finger mit gleichmäßiger
Geschwindigkeit bewegt wird, sind in Abb. 2 und 3 beispielsweise dargestellt. Hier
wird der Daumen durch einen weiteren Finger, der aber mit einer anderen Drehzahl
umläuft als der erste, periodisch in und aus der Bäh'n des ersten Fingers gerückt.
Das Auslösen oder Einschalten der Rückstellkraft erfolgt nur dann, wenn zugleich
der zweite Finger den Daumen in den Weg des ersten gerückt hat und der erste Finger
sich durch den Bereich des Daumens bewegt. In Abb. 2 und 3 ist wieder D, der Daumen
F, der erste Finger, F. der zweite Finger, der mit einer anderen Drehzahl umläuft
als der erste. A ist der Anschlag für den Dauincn D@.
-
Die Schnecke 6 (Abb.2j wird von einer Uhr oder einem Hilfsmotor' angetrieben.
Sie greift in das Schneckenrad 7, das durch die Welle 8, das Zahnradpaar 9, die
Welle io mit dem Ritzel i i und dem Fingerrad 12 gekuppelt ist. Das Ritzel treibt
das Fingerrad 13. Der Daumen D sitzt auf der Welle 141 die mit ihrem einen Ende
an dem doppelarmigen Hebel 15 gelagert ist. Der Hebel 15 ist mit der Nase 16 versehen
und liegt gewöhnlich an dem Anschlag 17 an. An der Welle 1.1 ist der Teil 18 befestigt,
der auf dem einen Arm 19 des doppelarmigen Hebels 19, 2o aufliegt. An dem anderen
Arm ist die Welle 21 gelagert. Sie wird mittels der Schnecke 22 und des Schneckenrades
23 vom Zähler angetrieben. Auf der Welle 21 sitzt das Ritzel 2.1, das mit dem Zahnrad
25 in Eingriff steht und durch Niederdrücken des Hebelarmes 19 davon entkuppelt
werden kann. Das Rad 25 treibt über das Zahnradpaar 26 die Mitnehmerwelle 27 an.
Auf dieser Welle sitzt der Mitnehmer 28, der Teil 29 und das Ritzel 3o, das mit
dem Zahnsegment 31 in Eingriff= steht. Das Zahnsegment sucht unter dem Einfluß der
Feder 32 den Mitnehmer in die Ausgangsstellung zu drehen, in der der Teil 29 an
dem Anschlag 33 anliegt. Der Mitnehmer hat die Gestalt eines Zeigers und greift
den Schleppzeiger 34 an, der an einer selbsttätigen Drehung durch Reibung gehindert
ist.
-
Die Einrichtung arbeitet auf folgende Weise: Angenommen, das Fingerrad
12 mache in jeder Viertelstunde vier Umdrehungen., das Fingerrad 13 eine Umdrehung.
Am Ende jeder Viertelstunde trifft dann der Finger F@ auf die Nase 16 des Hebels,
drückt sie nach abwärts und hebt dadurch auf der anderen Seite den Daumen D in den
Weg des Fingers F, Große Genauigkeit ist dabei nicht notwendig. Es genügt vollkommen,
wenn der Finger F. ungefähr gegen das Ende der Viertelstunde den Daumen gehoben
hat. Der genaue Zeitpunkt für die Entkupplung des Mitnehmers vom Zählerantrieb wird
durch das Auftreffen des schnell bewegten Fingers F1 auf den Daumen bestimmt. Der
Finger F1 dreht dann den Daumen nach links und hebt mittels des Teils 18 und des
Hebels 19, 2o das Ritzel 24 vom Zahnrad 25 ab. Nach kurzer Zeit gleitet der Finger
F, an dem Daumen vorbei, der Daumen dreht sich nach rechts, und das Ritzel 24 kann
wieder in das Zahnrad 2 5 greifen. Schließlich gleitet auch die Nase 16 von dem
Finger F. ab. Der Hebel
15 legt sich gegen den Anschlag 17. Der
Daumen wird unter dem Einfluß der Schwerkraft aus dem Weg des Fingers F, gerückt.
In der darauffolgenden Viertelstunde wandert der Finger F, dreimal an dem Daumen
vorüber, ohne ihn erreichen zu können. Erst wenn am Ende der Viertelstunde der Finger
F., wieder auf die Nase 16 trifft, erfolgt in der angegebenen Weise die Entkupplung
des Mitnehmers.
-
In Abb.2 ist die Drehzahl des ersten Fingers ein ganzes Vielfaches
von der Drehzahl des zweiten Fingers. Der langsam umlaufende zweite Finger stellt
ungefähr zur Zeit der Entkupplung den Daumen in die Bahnen des schnell umlaufenden
ersten Fingers, der den genauen Zeitpunkt der Entkupplung bestimmt.
-
Etwas anders arbeitet die Einrichtung der Abb.3. Der Unterschied der
Drehzahlen der Finger F, und F. ist hier gering. Der Finger F. macht beispielsweise
zwölf Umdrehungen, der Finger F, elf Umdrehungen in der Viertelstunde. Der Finger
F. sitzt auf dem Rad 35, der Finger F, auf dem Rad 36. Die Räder werden durch je
ein Ritzel 37, 38 auf der Welle 39 von dem Schneckenrad 7 angetrieben. Der Daumen
D sitzt auf der Welle 4.o, auf der auch die Nase ¢ 1 angebracht ist. i9, 2o ist
wieder der doppelarmige Hebel wie in Abb. 2. Alle übrigen Teile stimmen mit der
Anordnung der Abb.2 überein und sind der Einfachheit halber weggelassen. Während
einer Viertelstunde rückt der Finger F. mittels der Nase ¢ 1 den Daumen D zwölfmal
in die Bahn des Fingers Fi. Der Daumen wird, aber nur am Ende der Viertelstunde,
also beim zwölften Mal, von dem Finger F, getroffen. Bei den vorhergehenden elf
Einrückungen des Daumens befindet sich der Finger F, stets außerhalb des Daumenbereiches.
Der Finger F, wandert während einer Viertelstunde elfmal an dem Daumen vorbei, kann
ihn aber nur beim elften Mal erreichen.
-
Damit nicht schon die durch den Finger F. hervorgerufene Einrückbewegung
des Daumens D, eine Entkupplung des Mitnehmers bewirkt, ist ein entsprechend großer
Leergang zwischen dem Daumen und dem Arm i9 des Hebels i9, 2o vorgesehen. Dieser
Hebel liegt nicht an dem Daumen, sondern an dem Anschlag .42 an.
-
Wird der Mitnehmer durch einen kleinen Elektromotor zurückgestellt,
so kann man den Schalter für den Elektromotor an Stelle des Hebels i9, 2o setzen.
Der Schalter wird dann periodisch durch den Daumen geschlossen. Eine einfache Ausführung
kann man auch durch Anwendung zweier in Reihe geschalteter Schalter erhalten. In
diesem Fall wird der eine Schalter in dem Angriffsbereich des ersten Fingers, der
andere in dem Angriffsbereich des zweiten Fingers angeordnet. Das Einschalten des
Elektromotors erfolgt nur dann, wenn beide Schalter gleichzeitig geschlossen sind.