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Lösbare Befestigung von Gehäuseteilen gekapselter elektrischer Kleinmaschinen.
Zum Schutz gegen Staub und Witterungseinflüsse kapselt man elektrische Kleinmaschinen,
besonders die magnetelektrischen Stromerzeuger für die Fahrradbeleuchtung, in ein
Gehäuse ein, dessen eine Stirnwand nach Fertigstellung des Stromerzeugers im übrigen
zuletzt mit dem Gehäuse verbunden wird.
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Die Stirnwand soll daher staubdicht gut befestigt sein, wobei nicht
nur die Befestigung, sondern auch im Bedarfsfalle, z. B. zur Reinigung und Ausbesserung
des Stromerzeugers, die Lösung der Stirnwand schnell und leicht vor sich gehen soll.
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Nach der Erfindung sind zu diesem Zweck die miteinander zu verbindenden
Gehäuseteile mit Nuten versehen, die in der Verbindungslage einander gegenüberliegen,
und in die durch eine zu dem Hohlraum beider Nuten führende öffnung hindurch ein
wieder entfernbarer Füllkörper von außen einführbar ist. Der Fü:lkörper sichert
die unverrückbare Verbindung der beiden Gehäuseteile, die nach Entfernung des Füllkörpers
ohne weiteres voneinander getrennt werden können. Vorteilhaft besteht der Füllkörper
aus einem durch die zu den Nuten führende öffnung einführbaren und wieder teerausziehbaren
Draht o. dgl. Die Fest_'gkeit z. B. eines Stahldrahtes gibt die Gewähr sowohl für
die Unverrückbarkeit der Verbindung der beiden Gehäuseteile als auch dafür, daß
der Hohlraum nach dem Herausziehen des Drahtes für das Einziehen wieder völlig frei
ist. Der Draht kann dann durch die öffnung in den Hohlraum eingeschoben und wieder
herausgezogen werden.
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Bei gegeneinander verdrehbaren Gehäuseteilen, also bei zylindrischen
Gehäusen, ist das Einführen des Drahtes nach der Erfindung dadurch wesentlich erleichtert,
daß der Draht durch Drehung des einen Teiles gegen den anderen eingezogen und teerausgeschoben
wird. Zu diesem Zweck ist in der Nut eines Teiles eine ,Aussparung vorgesehen, in
die bei ihrer Lage unter der zum Hohlraum beider Nuten führenden öffnung der einzuziehende
Draht mit einem Haken zum Eingriff gebracht werden kann. Je nach dem Drehsinn der
Gehäuseteile wird der Draht in den Hohlraum hineingezogen oder teerausgeschoben.
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Da der Draht stramm eingezogen werden muß, erfordert das Einziehen
immerhin eine gewisse Kraft. Um das Einziehen zu erleichtern, sind erfindungsgemäß
an einem der gegeneinander verdrehbaren Gehäuseteile öffnungen oder Vorsprünge vorgesehen,
die zum Eingriff eines Schlüssels dienen, der eine größere Hebelwirkung 'hat.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform nach der Erfindung dargestellt.
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Abb. i zeigt die zu verbindenden Teile in teilweisem Schnitt vor der
Verbindung; Abb. 2 ist eine Stirnansicht der elektrischen Kleinmaschine in teilweisem
Schnitt und veranschaulicht die Befestigungsart; Abb.3 ist eine Draufsicht auf Abb.2.
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Bei dem dargestellten, zur Erzeugung des Stromes auf eine Fa:hrrad:ampe
dienenden magnetelektrischen Stromerzeuger sitzt der umlaufende Dauermagnet
a auf einer Welle b,
während der ruhende Anker sich aus dem Jochring
c und den die Wicklungen d tragenden Polen e zusammensetzt. Die eine Stirnwand f
ist mit dem Jochring c des Gehäuses beim dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem
Stück hergestellt und mit einer Nabe g versehen, in welcher das eine Ende der Welle
b zweckmäßig mittels eines Kugellagers gelagert ist. Die andere Stirnwand 7t wird
erst nach Fertigstellung des Stromerzeugers mit ihrer Nabe i über die Welle
b geschoben und mit dem Gehäuse c, f fest und staubdicht verbunden.
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Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß am inneren Umfange des zylindrischen
jochringes c eine umlaufende Nut k und eine über dieser Nut liegende öffnung m vorgesehen.
In einem zylindrischen Rande a der Stirnwand h, mit dem diese in den Jochring c
eingeschoben
werden kann, ist am äußeren Umfange eine umlaufende Nut o_ vorgesehen, und zwar
in so großem Abstande von der Stirnfläche des Randes it, daß bei der Schließlage
der Stirnwand lt die Nut o gegenüber der Nut k des Jochringes c liegt. An einer
Stelle ist in der Nut o ein kleines Loch p vorgesehen, mit welchem das zum Haken
r umgebogene Ende eines S_ahldrahtzs s zum Eingriff gebracht werden kann. Dieser
Draht hat einen so großen Durchmesser, daß er den durch die beiden Nuten k und o
gebildeten Hohlraum gerade ausfüllt. Der Draht s ist zweckmäß'g so lang wie der
mittlere Umfang dieses Hohlraumes. Am anderen Ende ist der Draht s mit einer Öse
t verseh--n, deren Durchmesser etwas kleiner als der Durchmesser der Offnung m des
Jochringes c ist.
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Die Nabe i ist an mehreren Stellen des Umfangs mit Auskerbungen u
für den Eingriff eines nicht dargestellten Schlüssels versehen.
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Zur Befestigung der Stirnwand k wird diese mit dem Rande n so weit
in den Jochring c eingeschoben, bis die Nut o in gleicher Flucht mit der Nut k liegt.
Dabei sorgt man dafür, daß das Loch p unter der Öffnung m freiliegt.
Darauf wird der Stahldraht s mit dem Haken r in das Loch p eingeführt, der
Schüssel mit den Einkerbungen u der Nabe i in Eingriff gebracht (Abb.
z) und unter Festhalten des Gehäuses c, f im Sinne der Uhrzeigerbewegung gedreht.
B;i dieser Drehung wird der Draht s info_'ge seines Eingriffs in das Loch p mitgenommen
und dadurch eingezogen. Ist der von den beiden Nuten o und k gebildete Hohlraum
völlig von dem Draht s ausgefüllt, so liegt dessen Öse t in der Öffnung m (Abb.
3). Diese Öffnung kann noch irgendwie verschlossen werden.
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Muß zur Rein_'gung oder Ausbesserung des Stromerzeugers die Stirnwand
lt- vom Gehäuse c, f abgenommen werden, so wird die Öse t aus der
Öffnung m herausgezogen, der Schüssel wieder in die Einkerbungen t, der Nabe
i eingeführt und unter Festhalten des Gehäuses c, f entgegengesetzt zum Sinne der
Uhrzeigerbewcgung gedreht. Dies hat zur Folge, daß der Draht s durch den Eingriff
seines Hakens r in das Loch p der Nut o mitgenommen und aus dem Hohlraum
der beiden Nuten o, k teerausgeschoben wird. Ist das Loch p wieder
unter die Öffnung m gelangt, so kann der Draht s ganz entfernt und die Stirnwand
ir aus dem Gehäuse c, f herausgezogen werden (Abb. i).
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Der eingezogene Draht s füllt den Hohlraum der beiden Nuten o und
k vollständig aus, so daß es bei eingezogenem Draht unmöglich ist, die Stirnwand
h von dem Gehäuse C, f zu lösen. Zugleich dichtet der Draht das Innere des Gehäuses
c, f gegen den Eintritt von Staub und Feuchtigkeit ab. Sowohl das Einführen des
Drahtes s als auch das Wiederentfernen des Drahtes ist, insbesondere bei Verwendung
eines Schlüssels, leicht und schnell auszuführen, da der Schlüssel als ein Hebel
wirkt, der die Überwindung des beim strammen Einziehen des Drahtes immerhin erheblichen
Reibungswiderstands wesentlich erleichtert.
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Für den Angriff des Schlüssels können anstatt der Einkerbungen auch
Aussparungen vorgesehen sein, wobei es belanglos ist, an welchem der beiden gegeneinander
vierdrehbaren Gehäuseteile diese Mitnehmet angeordnet sind.