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Taschenlampe mit durch Druckhebel betriebener Kleindynamomaschine
Es sind bereits Taschenlampen bekannt, welche von einer durch Handdruck betriebenen
Kleindynamomaschine gespeist werden, wobei die Druckbewegung mittels Zahnstange
und Zahnrad in eine rotierende Bewegung der Dynamo umgewandelt wird. Bei diesen
Taschenlampen hatte der Rotor eine sehr hohe Umdrehungszahl, und insbesondere dann,
wenn der Rotor als Magnet ausgebildet und die Wicklung am Stator angebracht, war.
Bei diesen im allgemeinen als vielpolige Maschinen ausgebildeten Dynamos mußte daher,
um die erforderliche Leistung zu erzielen, ein sehr häufiger bzw. kräftiger Druck
ausgeübt werden, was natürlich für die längere Benutzung der Taschenlampe sehr nachteilig
war. Es sind auch Taschenlampen bekanntgeworden, bei welchen die einzelnen Bestandteile
der Inneneinrichtung in zusammenschraubbaren Hälften des aus Isolierstoff bestehenden
Gehäuses eingepreßt waren. Hierbei trat aber der Übelstand auf, daß etwaige Ungenauigkeiten
bzw. Defekte der Inneneinrichtung bei der Montage bzw. nachher nicht beseitigt werden
konnten. Bei durch Hebeldruck angetriebenen Taschenlampendynamos ist es auch bereits
vorgeschlagen worden, den Krafthebel durch einen Riegel o. dgl. in der Ruhestellung
zu arretieren.
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Die Erfindung betrifft eine Taschenlampe mit Kleindynamo, welch letztere
ebenfalls durch einen Krafthebel von Hand aus in Umdrehung versetzt wird, und besteht
darin, daß eine zweipolige, eine selbständige Einheit bildende Dynamo elastisch
zwischen den Hälften des Preßstoffgehäuses gelagert ist. Gemäß einer weiteren Ausbildung
der Erfindung ist die elastisch gelagerte Dynamo schwenkbar mittels der festen,
gleichzeitig als Haltemittel für die Gehäusehälften dienenden Triebachse im Gehäuse
befestigt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an einer
Taschenlampe, deren allgemeiner Aufbau an sich bekannt ist, dargestellt, und zwar
zeigen die Abb. i und die Dynamomaschine als Einbaueinheit in Vorder- und Seitenansicht
mit teilweisem Schnitt. Die Abb. 3 zeigt die in das Taschenlampengehäuse eingebaute
Dynamo in Seitenansicht und Schnitt durch das Gehäuse, die Abb. q. in Vorderansicht
mit abgenommener Gehäusehälfte.
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Der zweckmäßig aus lamelliertem Eisen bestehende zweipolige Stator
i trägt auf seinem Joch die Wicklung :2 und auf seinen Stirnflächen das Lagergestell
3 für den Rotor 4., welcher als zweipoliger Stabmagnet ausgebildet und in bekannter
Weise durch unmagnetisches Schwermetalls zu einer Vollkreisscheibe ergänzt ist.
Letzteres ist derart um den Magnetstab gespritzt, daß es diesen unter Freilassung
seiner Polflächen von drei Seiten vollständig umgibt, auf der einen Flachseite aber
in schwalbenschwanzartige Vertiefungen 6 des Rotors eingreift, wodurch eine sichere
Verbindung in radialer Richtung hergestellt, trotzdem aber die abträgliche Wirkung
eines Kurzschlusses vermieden ist.
Dia Dynamo ist zweckmäßig als
eine zweipolige Maschine mit rotierendem Magnetanker ausgebildet, wodurch die Möglichkeit
gegeben ist, in dem zur Verfügung stehenden kleinen Raum relativ viel Eisen für
den Stator unterzubringen, so daß auch bei niedriger Umdrehungszahl eine hohe Wattleistung
erreicht werden kann. Die niedrige Umdrehungszahl bietet wiederum ihrerseits den
Vorteil, daß nur wenige Räder für die Übersetzung zwischen -dem Druckhebel und der
Dynamo betätigt werden, daß diese Räder daher kräftig geschaltet werden können und
daß für den Antrieb der Dynamo eine verhältnismäßig kleine Kraft ausreicht.
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. Auf der Achse des Rotors ¢ ist ein Zahnrad 7 befestigt, welches
durch das zweckmäßig aus Preßstoff bestehende Zahnrad 8 angetrieben wird, welch
letzteres in dem Lagergestell 3 auf der feststehenden Achse g gelagert und unter
dem Druck der Feder io über die nur in einer Richtung wirkende Kupplung i i mit
dem auf der gleichen Achse lose gelagerten Triebrad 12 in Verbindung steht. Das
Lagergestell ist nun gemäß der Erfindung elastisch gelagert, ünd zwar ist es in
dem dargestellten Ausführungsbeispiel an den Einbauflächen mit einer Gummiumkleidung
13 versehen, die zweckmäßig aus einem Gummischlauch von entsprechender Länge
besteht.
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Wie aus den Abb. 3 und 4 ersichtlich, ist in dem aus zwei gepreßten
Isolierstoff schalen 14 bestehenden Taschenlampengehäuse in üblicher Weise eine
Glühlampe 15 mit ihren an die Wicklung :2 angeschlossenen Anschlüssen 16 und 17
vorgesehen. In einer der Lagerschalen ist der einarmige Krafthebel 18 um die Achse
1g schwenkbar, gelagert, der unter der Wirkung der Feder 2o sich selbsttätig nach
außen bewegt und an seinem Ende mit einer kreisförmig gestalteten Zahnstange 2,1
versehen ist, die mit dem Triebrad 12 der Dynamo kämmt. In der Zahnstange 21 ist
eine Aussparung 22 vorgesehen, in welche eine Klinke 23 eingreift, die unter dem
Druck der Feder 24 bei einem Druck auf den in Ruhestellung befindlichen Hebel 18
diesen freigibt und mit einem nicht dargestellten, das Gehäuse durchdringenden Sperrknopf
versehen ist.
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Die Verbindung der Dynamo mit dem Gehäuse erfolgt lediglich über die
Triebachse g, die entweder direkt als Verbindungsschraube für die Gehäusehälften
oder auch als Hohlachse ausgebildet werden kann, durch welche eine Verbindungsschraube
für die Gehäuseschalen hindurchgeführt wird. Weitere Verbindungsschrauben für das
Gehäuse können z. B. in der Achse ig: bzw. in dem Punkt 25 am oberen Ende der Taschenlampe
vorgesehen sein. Infolge dieser Einbauart ist die Dynamo um die Achse g schwenkbar
gelagert und wird durch die Gummihülle 13 elastisch gehalten. In den Gehäuseschalen
sind an den Bodenflächen zu diesem Zweck etwa kreisförmige Aussparungen vorgesehen,
in welche Teilflächen der Gummihülle bei der Montage eingedrückt werden, wodurch
die Schwenkbewegung der Dynamo gehemmt wird, was noch durch an den Schmalseiten
des Gehäuses angebrachte Vorsprünge 26 unterstützt werden kann. Etwaige Ungleichheiten
in der Tiefe der Gehäuseschalen bzw. in der Bauhöhe der Dynamo werden durch die
elastische Lagerung der letzteren in einer den Zusammenbau des ganzen wesentlich
vereinfachenden Weise ausgeglichen.
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Für die Inbetriebnahme der Taschenlampe wird der in der Ruhestellung
von Hand durch die Klinke 23 gesperrte Hebel 18 noch etwas mehr an das Gehäuse
14 angedrückt. Dadurch wird seine Sperrung unter der Wirkung der Feder 24 gelöst,
und der Hebel springt unter der Wirkung der Feder 2o nach außen. Wird er nun wieder
an das Gehäuse herangedrückt, so wird durch die mit ihm verbundene Zahnstange 21
über das Triebrad 12, Kupplung i i und die Zahnräder 8 und 7 der Rotor 4 der Dynamo
gedreht und damit die erforderliche Wattleistung erzeugt. Bei Aufhören des Druckes
wird der Hebel wieder durch die Feder 2o nach außen bewegt, wobei das Rad 12 sich
rückwärts bewegt. Da aber die Kupplung i i in dieser Richtung unwirksam ist, so
wird der durch die Schwungmassc.-bedingte weitere Umlauf des Rotors nicht beeinträchtigt.