DE42389C - Neuerung an Luftdruckbremsen mit von der Wagenachse betriebenem Pumpwerk - Google Patents

Neuerung an Luftdruckbremsen mit von der Wagenachse betriebenem Pumpwerk

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DE42389C
DE42389C DENDAT42389D DE42389DA DE42389C DE 42389 C DE42389 C DE 42389C DE NDAT42389 D DENDAT42389 D DE NDAT42389D DE 42389D A DE42389D A DE 42389DA DE 42389 C DE42389 C DE 42389C
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DE
Germany
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air pressure
air
piston
innovation
pumping station
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT42389D
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English (en)
Original Assignee
A. BAAR, Stations-Assistent der preufs. Staatsbahn in Vossowska, Reg.-Bez. Oppeln
Publication of DE42389C publication Critical patent/DE42389C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T1/00Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles
    • B60T1/02Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles acting by retarding wheels
    • B60T1/10Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles acting by retarding wheels by utilising wheel movement for accumulating energy, e.g. driving air compressors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. April 1887 ab.
Das Frictionsrad α hängt mittelst beweglichen Gliedes b an der unter dem Fahrzeug fest angebrachten Stange c und wird im anfänglichen Zustande, so lange noch nicht der erforderliche Druck im Luftbehälter ο vorhanden ist, durch das Gewicht g mittelst Hebel f und fl gegen die auf der Achse d fest angebrachte Scheibe e gedrückt, wodurch bei Bewegung des Wagenrades h das Frictionsrad a in bekannter Weise mitgenommen wird. Während also bei anderen Bremsen das Frictionsrad erst durch die Zugleine oder durch eine andere entsprechende Einrichtung mit dem Wagenrad in Verbindung gebracht werden mufs, um das Pumpwerk zu bewegen, liegt dasselbe bei der vorliegenden Einrichtung, so lange nicht genügend Luft in ο vorhanden ist, sofort am Wagenrad h an.
Mit der Welle w des Frictionsrades α ist der Krummzapfen k, an welchem in bekannter Weise die Kurbelstange / angebrächt ist, verbunden, so dafs bei Bewegung von a die an I befestigte Kolbenstange m mit Kolben η bewegt und Luft in den Hauptbehälter 0 gepumpt wird.
Mit dem Luftbehälter 0 steht der Cylinder ρ in steter Verbindung, so dafs beim Einströmen der Luft nach ρ die Kolbenstange 5 allmälig vorgestofsen wird.
.Sobald der höchste erforderliche Druck erreicht ist, drückt der rechtwinklig abgebogene Theil t der Kolbenstange s gegen die Nase ν des Schiebers v1, welcher in der auf dem Pumpcylinder m1 fest angebrachten Stange \ geführt wird.
Am oberen Ende dieser Stange \ ist der Winkelhebel X derart angebracht, dafs er beim Vorstofs des Schiebers vl von letzterem an seinem rechtwinklig nach unten abgebogenen Arm erfafst, gedreht wird, wobei sein anderer Arm gegen den mit Gewicht g beschwerten Hebel f drückt, hierdurch mittelst f ! das Frictionsrad α aus seiner Berührung mit der Scheibe e bezw. dem Rad h bringt, Fig. 2, und das Pumpwerk ausschaltet.
Erst nachdem die Luft aus dem Behälter 0 nach wiederholtem Bremsen so weit entwichen ist, dafs der Luftdruck im Ventilcylinder ρ auf ein bestimmtes Minimum· herabgesunken ist, fällt das Gewicht g zurück, drückt das Frictionsrad λ mittelst f und fl wiederum gegen die Scheibe e, und das Pumpwerk tritt wiederum in Thätigkeit.
Es erfolgt mithin ohne jedes weitere Hülfsmittel bezw. ohne jede Handhabung die Aus- und Einschaltung des Pumpwerkes vollständig selbstthätig.
Mit dem Luftbehälter ο steht der Bremsr cylinder 2 durch die Leitung 1 derart in Verbindung , dafs durch irgend ein geeignetes (nicht dargestelltes) Ventil, z. B. durch ein Lippenventil, die Luft zwar stets nach 2 eintreten, niemals aber aus dem Bremscylinder 2 nach 0 zurücktreten kann.
Die Luft tritt, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, aus ο durch 1 zunächst hinter den Kolben 3 und wird von hier durch die Leitungsrohre 4, 5, 6, 7 und 8 vor den Kolben 3 geführt.
Da nunmehr vor dem Kolben 3 derselbe Luftdruck vorhanden ist als hinter demselben, so kann eine Aenderung der Kolbenstellung, mithin ein Bremsen nicht stattfinden.
An den Verbindungspurikten der Rohre 6 mit den Rohren 5 und 7 sind Hähne 9 und 10 für den betreffenden Beamten (Schaffner und Maschinenführer) handlich derart angebracht, dafs der Luftzutritt von Rohr 5 zu Rohr 6 abgeschlossen, gleichzeitig aber auch Rohr 7 geöffnet oder Rohr 7 durch Hahn 9 geschlossen und gleichzeitig Rohr 5 geöffnet werden kann. ?
Soll gebremst werden, so wird Rohr 5 geschlossen und gleichzeitig Rohr 7 geöffnet, so dafs die vor dem Kolben 3 befindliche Luft durch Rohr 8 und .7 entweichen kann, während der hinter dem Kolben 3 angesammelte Luftdruck keinerlei Gegendruck findet, daher den Kolben 3 mit dem an ihm befestigten Bremsgestänge . 11 nach links drücken und hierdurch die Bremse 12 anziehen kann.
Soll die Bremse wieder gelöst werden, so wird Rohr 7 geschlossen und der Zutritt von Rohr 5 durch 6 nach 7 gleichzeitig geöffnet, so dafs die Luft wiederum vor den Kolben 3 treten und letzteren mit dem Bremsgestänge in seine erste Lage, Fig. 1, zurückführen kann.
Die Rohre 5 und 7 sind Metallrohre und fest unter jedem Wagen und an der Maschine angebracht, während die Verbindungsrohre selbstverständlich (in bekannter Weise) bewegliche Schläuche sind. Beim Zerreifsen des Zuges bezw. beim Entkuppeln der Wagen schliefst sich die Leitung 5 selbstthätig (während die Leitung 7 geöffnet wird), und zwar dadurch, dafs an den Verbindungsstellen der Schläuche je eine Kugel in bekannter Weise lose derart angeordnet ist, dafs jede derselben beim Zerreifsen der Schläuche von dem Luftdruck aus der Röhre 5 vorgestofsen wird und diese hierdurch absperrt; beim Zusammenkuppeln treten diese Kugeln (in der Zeichnung nicht dargestellt) in den für sie erweiterten Schlauchraum zurück.
Es liegen also wesentliche Aenderungen gegenüber den in den Patentschriften No. 9752, 19099 und 40671 beschriebenen Bremseinrichtungen vor.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Luftdruckbremsen, bei welchen jeder Bremswagen mit einer eigenen, von der Wagenachse betriebenen, sich selbstthätig ein- und ausschaltenden Luftpumpe ausgerüstet ist, die gleichzeitige Anordnung des Winkelhebels X, welcher von dem Schieber v1 und Kolben ρ bei einem gewissen Luftdruck im Behälter ο gedreht wird und hierdurch den Gewichtshebel g, welcher das Frictionsrad α an das' Rad e der Achse d anpreist, aufhebt, so dafs das Pumpwerk sich selbstthätig ausschaltet, und der zwei Leitungen 5 und 7, durch weiche die Luft von beiden Seiten des Bremskolbens 3 bezw. von dem Hauptbehälter ο durch die Hähne 9 und 10 nach jedem mit dieser Bremsvorrichtung versehenen Wagen geleitet wird, so dafs eine beliebige Anzahl von Wagen als Bremsgruppe behandelt und mit anderen Bremseinrichtungen in einen Zug eingestellt werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT42389D Neuerung an Luftdruckbremsen mit von der Wagenachse betriebenem Pumpwerk Expired - Lifetime DE42389C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4442516A1 (de) * 1994-11-30 1996-06-05 Beilhack Maschf Martin Vorzugsweise selbstfahrender Eisenbahnwagon, insbesondere Güterwagon

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