DE423341C - Leisten fuer Schuhwerk - Google Patents

Leisten fuer Schuhwerk

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DE423341C
DE423341C DES65148D DES0065148D DE423341C DE 423341 C DE423341 C DE 423341C DE S65148 D DES65148 D DE S65148D DE S0065148 D DES0065148 D DE S0065148D DE 423341 C DE423341 C DE 423341C
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DES65148D
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EMMA SIEBERT GEB RUEPRICH
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EMMA SIEBERT GEB RUEPRICH
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D3/00Lasts
    • A43D3/02Lasts for making or repairing shoes
    • A43D3/021Lasts for making or repairing shoes for orthopaedic footwear

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Leisten für Schuhwerk. Das über den üblichen Leisten hergestellte Schuhwerk zeigt den Nachteil, daß es sich vielfach nach außen hin übertritt, indem der Fuß das Streben hat, sich über die Sohlenkante hinaus zu bewegen. Da der Fuß hinten durch die steife Fersenkappe gehalten wird, ist dieses (')ertreten ein Beweis für unrichtige Leistenform. Die Mittellinie der Fußsohle fällt im getragenen Schuh der Regel nach nicht mehr mit der Mittellinie der Leistensohle zusammen. Daraus ergibt sich ungleichmäßiges Abnutzen der Schuhsohle und auch des Absatzes.
  • Man hat versucht, diese Erscheinung durch eine besondere Gestaltung des Leistens zu beseitigen, derart, daß die ;Mittellinie des Leistens am hinteren Teil einen Winkel mit der Mittellinie des vorderen Teiles bildet. Bei den bekannten Einrichtungen lag aber der Schnittpunkt zwischen der Mittellinie des hinteren Teiles unrichtig, und zwar zu weit nach vorn in der Ballengegend. Teilweise war auch der Winkel zwischen den Mittellinien zu klein.
  • Vorliegende Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß der Schnittpunkt der Mittellinie des hinteren Leistenteiles mit der Mittellinie des vorderen Leistenteiles etwa im letzten hinteren Drittel des Leistens liegen muß und daß der von beiden Mittellinien eingeschlossene Winkel etwa io= betragen muß. Außerdem ist es erforderlich, am hinteren Leistenteil den Ouerschnitt anders zu wählen als es üblich ist, indem die Holzmasse beiderseits der Mittellinie gleichmäßiger verteilt werden muß.
  • Die beiliegende Zeichnung gibt nun in Abb. i und 2 die theoretische Grundlage für die Wahl dieses Schnittpunktes an Hand des im Grundriß gezeigten Fußskelettes.
  • Abb. 3 zeigt einen Querschnitt durch den hinteren Leistenteil, et«#a längs der Linie a-a der Abb. s, wobei die übliche Leistenform mit punktierten Linien und die gemäß der Erfindung veränderte L eistenforin voll gezeichnet ist.
  • Abb.4 zeigt einen gemäß der Erfindung ausgebildeten Leisten.
  • Die bisherige Theorie betrachtet das Fußgerüst als Gewölbe, «-elches sich an der Ferse und (lein Ballen auf den Boden aufstützt, wobei angenommen wird,- @a13 der Fuß sich längs einer Linie abwälzt, cäfe etwa die Mitte der Großzehe mit dem Mittelpunkt der Ferse verbindet. Diese Meyersche Gehlinie ist die Grundlage der theoretischen Schuhkonstruktion geworden. Tatsächlich ist aber die Wirkung des Fußgerüstes nicht so einfach, vielmehr sind hebelartige Wirkungen vorhanden.
  • Der eine dieser Hebel ist in Abb. i, der andere in Abb. 2 angedeutet.
  • Das Schienbein stützt sich auf (las Sprungbein i, und zwar an der in Abb. i rechtsliegenden Seite. Das Sprungbein stützt sich Null einerseits gegen das Schiftchenbein 2, die drei Keilbeine 3 und die drei Mittelfußknochen .I der nach innenliegenden Fußhälfte. An die Mittelfußknochen reihen sich (lie drei Zehen, deren Knochen aber für die Aufnahme des Körpergewichtes wenig mitwirken. Die drei Keilheroe 3 und die drei Mittelfußknochen 4. bilden ein Quergewölbe, und dieses wird nun durch den zweiten Hebel (Abb. 2) gestützt.
  • Dieser zweite Hebel, welcher ein Längsgewölbe bildet, besteht aus (lein Fersenbein 5, dem Würfelbein 6 und den beiden äußeren Mittelfußknochen;, an welche wieder die Zehen anschließen. Das Sprungbein i liegt nun, wie aus Abb. 2 ersichtlich, auf dem Fersenbein auf. Der hintere Teil des Fersenbeines stützt sich auf die Sohle und trägt dabei (las Sprungbein. Der äußere Hebel (Abb. 2) verhindert auf diese Weise ein Einknicken des gewölbten inneren Hebels (Abb. i). Um (fiese Stützung zu ermöglichen, inuß der äußere Hebel gegen den inneren gedrückt werden und möglichst gerade auf den Bollen aufsetzen. Die Gestaltung des Schuhes am hinteren Teil muß, um die richtige Stütze zu geben, etwa der Stellung und Funktion des Fersenbeines entsprechen. Das bedeutet, daß die hintere Leistenpartie gegen die vordere tun etwa io° abgewinkelt werden muß, und zwar muß die Abwinkelung um einen Punkt geschehen, der über dem Sprungbein liegt. Die Abwinkelung muß nach außen gerichtet sein.
  • Daraus ergibt sich die in Abb. 4 ersichtliche Grundform der Leistensohle. Die vordere durch Halbieren der Querlinien gewonnene Mittellinie 9 der Sohle 8 ist um den Punkt 1i nach außen abgewinkelt, so daß die Mittellinie io des hinteren Leistenteils mit der Verlängerung der Linie 9 einen Winkel von etwa io° einschließt. Es ergibt sich dann an der Innenseite des Schuhes eine Ausbauchung i i und an der äußeren eine Vertiefung 12, die beim Ausarbeiten des Leistens sichtbar bleiben muß. Abb. 5 zeigt den über dieser Grundforen gebauten Leisten 13 mit dem Leistenkeil 1a. Auch hier erkennt man die Mittellinie 9, die mit der Mittellinie io des hinteren Teiles einen Winkel von io° einschließt. Beide Mittellinien schneiden sich etwa in dein Punkt i1.7 oberhalb des Sprungbeines. Dieser funkt _'1I liegt etwa in zwei Drittel der ganzen Leistenlänge nach hinten.
  • Auch der Querschnitt des Leistens muß etwas anders sein als es bisher üblich ist. Bisher war der Querschnitt, wie in Abb. 3 punktiert gezeichnet ist, innen konvex und außen konkav, so daß also die größere Holzineng° an der Innenseite der Mittellinie io liegt. Tatsächlich muß aber, um eine fußähnliche Stellung der Ferse zu erzielen, (las Holz etwa beiderseits der Mittellinie gleichmäßig verteilt werden, wie in Abb. 3 mit vollen Linien gezeigt ist. An der inneren Seite soll sich eine Höhlung befinden, an der äußeren dagegen eine Wölbung, umgekehrt wie es bei der üblichen Leistenform die Regel ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Leisten für Schuhwerk, bei welchem der hintere Teil gegen den vorderen Teil nach außen schräg gestellt ist, dadurch gekennzeichnet, (laß die Längsmittellinie des hinteren Leistenteiles mit der des Vorderteiles einen Winkel von etwa io° bildet und diese in einem Punkt (1I) schneidet, der annähernd auf einem Drittel rler Leistenlänge nach hinten liegt.
  2. 2. Leisten nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fersenmasse am hinteren Leistenende beiderseits der Mittellinie etwa gleichmäßig verteilt ist und an (ler inneren Seite eine Höhlung vorhanden ist, während außen eine Wölbung liegt.
DES65148D 1924-02-21 1924-02-21 Leisten fuer Schuhwerk Expired DE423341C (de)

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DES65148D DE423341C (de) 1924-02-21 1924-02-21 Leisten fuer Schuhwerk

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DE (1) DE423341C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1155693B (de) * 1955-10-03 1963-10-10 Alfred Stiefel Leistensatz und ueber diese Leisten hergestellte Schuhe und Stiefel jeglicher Art

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1155693B (de) * 1955-10-03 1963-10-10 Alfred Stiefel Leistensatz und ueber diese Leisten hergestellte Schuhe und Stiefel jeglicher Art

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