DE42148C - Elektricitäts-Mefsapparat - Google Patents
Elektricitäts-MefsapparatInfo
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- DE42148C DE42148C DENDAT42148D DE42148DA DE42148C DE 42148 C DE42148 C DE 42148C DE NDAT42148 D DENDAT42148 D DE NDAT42148D DE 42148D A DE42148D A DE 42148DA DE 42148 C DE42148 C DE 42148C
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat zum Messen der in einer gewissen Zeit verbrauchten
Elektricitätsmenge.
In der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht Fig. ι eine Seitenansicht des Apparates
und Fig. 2 einen Querschnitt desselben. Fig. 3 und 4 sind Oberansicht und Seitenansicht einer
Modificirung desselben.
Der Apparat, Fig. 1 und 2, besteht:
1. aus einem Uhrwerk, welches mittelst einer Kurbel m dem Hebel / zwischen den
Punkten χ und y eine schwingende Bewegung überträgt;
2. aus einem vertical gestellten Galvanometer, welches so construirt ist, dafs die Abweichungen
der Nadel der Intensität eines elektrischen Stromes, welcher durch die Spirale geht, proportional sind.
Auf die Welle d dieses Galvanometers ist ein feingezahntes Sperrrad c gekeilt. Letzteres
ist mit einem Anschlag i versehen, welcher so gestellt ist, dafs, wenn das Galvanometer sich
im Ruhezustande befindet, d. h. wenn also kein Strom durch dasselbe geht, der Hebel /
diesen Anschlag i in seiner schwingenden Bewegung nur leicht berührt, ohne dem Sperrrad
die geringste Bewegung zu übertragen. In der Verlängerung der Galvanometerwelle liegt
eine feste Welle k, welche mittelst einer Schraube ν am Gestell des Galvanometers festgestellt
ist. Auf Welle k ist ein fein gezahntes Sperrrad c' lose drehbar. Zwischen den Sperrrädern
c c' schwingt auf Welle k ein Hebel /', dessen Bewegung von derjenigen des Sperrrades
c' unabhängig ist. Dieser Hebel hat an seinem Ende zwei Sperrklinken r und r", von
welchen die eine (r) das Rad c und die andere (r") das Rad c' aufhält. Sperrklinke r
hat einen kleinen Stift b, an welchen der Hebel / in seiner Schwingung von \ nach χ anstöfst
und dadurch die Sperrklinke r aushebt, wodurch dem Galvanometer gestattet wird, denjenigen Winkel bezw. diejenige Abweichung
einzunehmen, welche der Intensität des durchgehenden elektrischen Stromes entspricht,
wobei aber beim Zurückgehen des Hebels I von χ nach ^ die Sperrklinke r wieder aufs
Neue eingreift, ehe der Hebel I wieder an den Anstofs i schlägt, s ist eine Stütze, auf welche
sich Hebel /' im Ruhestande auflagert, und r' ist eine Sperrklinke, welche in Rad c' eingreift.
Wenn kein Strom durch das Galvanometer geht und der Anstofs i nur leicht vom
Hebel / berührt wird, befindet sich der Apparat im Ruhestande. Wird nun aber ein elektrischer
Strom durch das Galvanometer geschickt, so nimmt der Anstofs i, da die Abweichungen
der Nadel der Stärke des Stromes proportional sind, eine dieser Stärke entsprechende Stellung
ein, wonach dann Hebel / den Anschlag i beim Zurückgehen von χ nach \ wieder nach
dem Ruhepunkt ρ zurückfuhrt. Durch diese Bewegung wird gleichzeitig Hebel /' durch die
Klinke r und das Sperrrad c auf seiner Welle nach oben schwingen, wobei dann die Klinke r"
das Sperrrad c' in derselben Richtung verstellt. Nun wird aber bei einer neuen Schwingung
des Hebels / von \ nach χ der Anstofs i, sowie auch Hebel /' wieder in seine
freie Stellung nach links gebracht, während die an der Stütze s feste Klinke r' das Sperrrad
c' in der nach rechts geschobenen Stel-
lung erhält. Dieses Sperrrad c' hat also die Elektricitätsmenge registrirt, welche während
der Dauer einer Schwingung des Hebels / das Galvanometer durchströmt hat.
Wenn also z. B. Hebel / seine Schwingungen in je 5 Minuten wiederholt, so wird das
Sperrrad c' jedesmal die während der 5 Minuten durchgeströmte Elektricitätsmenge registriren,
und wenn dabei Sperrrad c' mit irgend einem Zeiger bezw. Zifferblatt combinirt
ist, so kann die durchgeströmte Menge leicht direct abgelesen werden.
Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen eine' Modificirung des Apparates, in welchem die
Sperrräder durch Frictionsräder ersetzt sind. Auf die Galvanometerwelle d ist eine Scheibe c
und ein Hebel V aufgekeilt; letzterer hat an seinem Ende einen Anschlag i, welcher so gestellt
ist, dafs, wenn das Galvanometer auf Null steht, der Hebel Z den Anschlag nur
leicht berührt, ohne ihm eine Bewegung zu übertragen.
In der Verlängerung der Galvanometerächse liegt eine feste Welle k, auf welcher sich ein
Rad bezw. eine Scheibe c' lose dreht. Die vordere Fläche derselben, d. h. diejenige,
welche der Galvanometerscheibe c gegenüberliegt, ist mit Kautschuk oder einer sonstigen
passenden Substanz, welche einen grofsen Reibungscoefficienten hat, überzogen. Diese
Scheibe bewegt sich auf Welle k in der Längsrichtung und wird durch eine Feder r
iri der Richtung des Pfeiles f an die Gatvanometerscheibe
c angedrückt, wogegen Hebel Z die beiden Scheiben cc' dadurch von einander
zu trennen strebt, dafs er auf einen entsprechend gestalteten Hebel M, welcher auf
einem Scharnier c" schwingt und in einer Kreisnuth die Nabe der Scheibe c' mittelst
einer Gabel g' g' umfafst, periodisch eine reibende bezw. abdrückende Wirkung ausübt.
Ist Hebel Z in seiner periodisch oscillirenden Bewegung am äufsersten Schwingungspunkt y
angelangt, so ist Hebel M durch den auf seinen schräg abweichenden Arm durch Hebel Z ausgeübten
Druck nach der Richtung des Pfeiles/' hingedrückt und die Scheibe c' von Scheibe c
getrennt, wodurch nun Galvanometer α und Hebel V mit Anschlag i frei geworden und daher
eine der Stromstärke entsprechende Abweichung einnehmen können. Bei der Zurückschwingung
des Hebels Z drückt letzterer nicht mehr auf Hebel M, wodurch dem Andrücken
der Scheibe c an c' durch Feder r nichts mehr im Wege steht. Die Scheiben c und c'
sind nun solidarisch mit einander verbunden und werden durch Einwirken des Hebels Z
auf Anschlag i um die Abweichung bezw. den Ausschlag des Galvanometers zurückgeführt.
Hebel Z drückt bei der nächsten Schwingung wieder auf M und trennt c von c', wodurch
c' mit dem Galvanometer wieder ausschlägt, während c' am Platz stehen bleibt, wodurch
der Ausschlagwinkel des Galvanometers während der Dauer einer Schwingung des Hebels Z
registrirt wird und daher, wenn Scheibe c' mit einem entsprechenden Zeiger in Verbindung
gebracht ist, der Elektricitätsconsum direct abgelesen werden kann.
Claims (2)
1. Ein Elektricitäts-Mefsapparat, bestehend aus
dem mit einem Galvanometer α verbundenen Sperrrad c und dem auf der festen
Welle 0 lose drehbaren Sperrrad c', zwischen welchen der Hebel /' auf Welle 0
lose schwingt und durch Sperrklinken rr" auf die Sperrscheiben c c' einwirkt, so dafs
beim Ausschlagen1· des Galvanometers a
bezw. des Sperrrades c das Sperrrad c' durch die an Stütze s befestigte Klinke
fest stehen bleibt und erst durch Klinke r" um die Länge des Ausschlages auf seiner
Welle ο verschoben wird, durch Combinirung
mit Hebel Z, welcher durch ein Uhrwerk in periodische Schwingungen versetzt und dadurch den Anschlag i bezw.
das Sperrrad c und das Galvanometer a in die normale Stellung bringt.
2. Die Constructionsänderung des unter 1. beanspruchten Apparates in solcher Weise,
dafs derselbe besteht: aus dem mit dem Galvanometer α verbundenen Hebel V und
der Scheibe c und der auf der festen Welle k drehbaren, an der vorderen Fläche
mit Kautschuk bekleideten Scheibe c', welche durch den Hebel M auf Welle k
axial verstellbar ist und durch Andrücken mittelst der Feder r mit Scheibe c solidarisch
verbunden wird, so dafs sich beim Ausschlagen des Galvanometers die beiden
Scheiben cc' im Verhältnifs zur Stärke des Stromes verstellen, in Combinirung mit
dem durch ein Uhrwerk periodisch schwingenden Hebel Z, welcher durch seitlichen Druck auf Hebel M die Scheibe c' ablöst
und in der verschobenen Stellung hält und dadurch die durchgeströmte Quantität registrirt,
während er durch Einwirkung auf Anschlag i des Hebels Z' das Galvanometer
wieder in normale Stellung bringt, wonach derselbe Vorgang aufs Neue beginnt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42148C true DE42148C (de) |
Family
ID=317571
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42148D Expired - Lifetime DE42148C (de) | Elektricitäts-Mefsapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42148C (de) |
-
0
- DE DENDAT42148D patent/DE42148C/de not_active Expired - Lifetime
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