DE22715C - Kontroiapparat mit Zählwerk und Uhr zum selbstthätigen Registriren vorgenommener Wägungen - Google Patents

Kontroiapparat mit Zählwerk und Uhr zum selbstthätigen Registriren vorgenommener Wägungen

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DE22715C
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Germany
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Application number
DENDAT22715D
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Original Assignee
H. MOHR in Mannheim
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
HERMANN MOHR in MANNHEIM.
Wägungen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 18. November 1882 ab.
Der nachfolgend beschriebene Apparat wird in der Regel auf dem Kopf der Hängestänge einer beliebigen Brückenwaage angebracht und dient dem Zweck, durch Schaltung eines Zählwerkes oder durch Markirung auf dem Streifen einer Controluhr oder durch beides zugleich alle Wägungen, welche mit der betreffenden Waage vorgenommen werden, selbsttätig zu registriren.
Eventuell kann der Apparat auch so eingestellt werden, dafs erst eine gewisse Belastung der Waagenbrücke die Registrirung hervorbringt, so dafs z. B. leere Eisenbahn waggons keine Zählung bewirken, wohl aber beladene νόΐί einem gewissen Gewicht ab.
α ist die Hängestange, welche den Communicator einer Waage mit dem Waagebalken verbindet; deren Pfanne b ruht jedoch nicht, wie gewöhnlich, direct auf der Schneide c des Waagebalkens, sondern auf der Schneide d eines Winkelhebels e, dessen Drehpunkt die Schneide c bildet.
Dieser eingeschaltete Winkelhebel e trägt auf seinem horizontalen Arm ein Gewicht / mit Stellschraube g, mit deren Hülfe der Ausschlag des Hebels regulirt werden kann, und zwar in der Weise, dafs dessen Bewegung nicht allein begrenzt wird, sondern auch mehr oben oder unten stattzufinden hat.
Durch diese Regulirung ist es möglich, die Schneide d so weit aus der Verticalen der Schneide c zu bringen, dafs entweder die leere Waagebrücke gerade genügt, den Winkelhebel e im Gleichgewicht zu halten oder erst eine gewisse Belastung der Brücke eine Bewegung desselben hervorzubringen vermag.
Eine merkliche Verlängerung oder Verkürzung der Hängestange α geschieht nicht hierdurch, indem die Schneide d sich selbst in der horizontalen Tangente des Kreises bewegt.
Der ganze Apparat ist von einem verschliefsbaren Blechkasten umgeben, der mit der Hängestange fest verbunden ist; auch ist derselbe durch ein Gegengewicht h genau ausbalancirl, so dafs keine einseitige Belastung auf die Hängestange ausgeübt wird.
Mit dem Gewicht f ist durch das Hebelchen i ein gewöhnliches Zählwerk k verbunden, das jeden Ausschlag des Winkelhebels durch Fortschalten einer Zahl markirt.
Ein zweites Hebelchen /, gegen welches das Gewicht / bei seiner Bewegung schlägt, drückt auf die Nadel der Controluhr m, wodurch auf dem Papierstreifen nicht allein die Anzahl Wägungen durch die Punktirung nachzuweisen ist, sondern auch die Zeit, wann die Wägungen stattgefunden haben, was die Controle beim Berg- und Hüttenbetrieb etc. verschärft.
Der Winkelhebelapparat kann ohne wesentliche Aenderung an jeder anderen Schneide einer Waage angebracht, ebenso in die Hängestange selbst eingeschaltet werden und bedarf dieses wohl keiner näheren Beschreibung.
Die Controluhr m besteht aus einem gewöhnlichen Uhrwerk n, Fig. 1 und 2, dessen Zeigerachse 0 jedoch eine viereckige Verlängerung
trägt, auf welche eine Papiertrommel p gesteckt wird.
Diese Papiertrommel trägt sowohl auf ihrer äufseren Mantelfläche q als auf ihrer hohlen Achse r ein Gewinde von gleicher Steigung; das Gewinde der Achse greift in eine Mutter s, welche mit dem Deckel w des Apparates fest verbunden ist. Die Drehung des grofsen Zeigers der Uhr wird durch die viereckige Achse auf die Papiertrommel übertragen, zu gleicher Zeit wird letztere aber auch fortgeschraubt, so dafs die Nadel t immer auf einer anderen Stelle des Papiers ihre Marke sticht.
Der Mantel der Trommel p wird, wie schon erwähnt, mit einem Papierstreifen ti überzogen, welcher in der Weise vorgedruckt ist, wie Fig. 3 zeigt.
Die Stunden markiren sich quer über dem Papier, während die Minuten in der Längsrichtung sich ablesen lassen.
Die Linien sind schief aufgetragen, so dafs solche beim Auflegen des Papiers auf die Trommel einen Schraubengang bilden, genau in Uebereinstimmung mit dem Gewinde auf der Trommel.
Nach Ablauf von 24 Stunden hat sich die Trommel vollständig durch die Mutter geschraubt und dreht sich dieselbe nunmehr nur noch auf dem glatten hinteren Theil ν der Achse, ohne eine weitere Vorwärtsbewegung zu erlangen.
Der Deckel w des Apparates wird abgenommen und mit ihm die Trommel von der Zeigerachse abgezogen. Die Mutter ί ist aufsen cylindrisch gedreht und trägt parallele Linien auf ihrem Umfang, und zwar in Abständen, welche genau der Gewindesteigung entsprechen.
Diese Linien entsprechen den Zeitstunden und sind mit Zahlen markirt. In der Längsrichtung sind vier Linien gezogen, welche die Unterabtheilungen der einzelnen Stunden bedeuten.
Diese Eintheilung ist nöthig, um den Papiercylinder richtig in die Uhr einsetzen zu können, was dadurch geschieht, dafs man die Trommel p so weit in die Mutter einschraubt, dafs der Zeiger χ auf der Muttereintbeilung genau dieselbe Zeit zeigt, wie die beiden Zeiger der Uhr.
Die Nadel /, welche durch das Papier eine Marke stechen soll, wird durch ein Federchen z, Fig. i, nach unten gehalten und durch Stange α des Winkelhebels β in die Höhe gedrückt. Der kleine Schnapphebel γ verhindert, dafs die Nadel zu hoch gehoben wird und bewirkt, dafs dieselbe zurückgehen kann, auch wenn die Stange a noch in ihrer höchsten Lage sich befindet.
Die Stange α ist mit dem Hebel / in Verbindung und markirt dadurch auf dem Papier der Controluhr alle Bewegungen, welche der Winkelhebel e bei den Wägungen macht.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Einschaltung eines Winkelhebels e zwischen einer Schneide c und Pfanne b einer beliebigen Waage, welcher durch ein Gewicht f und Stellschraube g in der Weise zu justiren ist, dafs er bei einer gewissen Belastung der auf ihm ruhenden Pfanne l> eine Winkelbewegung macht, welche auf ein Zählwerk k oder auf eine Controluhr wirkt, um die Anzahl dieser Winkelbewegungen selbstthätig zu registriren.
2. Die Anwendung einer Controluhr m, wie oben beschrieben, bestehend aus einer gewöhnlichen Uhr η mit Papiertrommel /, welch letztere sich dreht und dabei fortgeschraubt wird, so dafs die Markirung eines Stiftes t auf das Papier während 24 Stunden nach Stunden, Minuten, sogar Unterabtheilungen von Minuten genau zu unterscheiden ist. Hierbei die Anwendung eines Papierstreifens, Fig. 3, mit schraubenförmig vorgedrucktem Netz zur Unterscheidung der Nadeleindrücke nach Stunden und Minuten.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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