DE418221C - Sandstreuer fuer Fahrzeuge - Google Patents
Sandstreuer fuer FahrzeugeInfo
- Publication number
- DE418221C DE418221C DEA43513D DEA0043513D DE418221C DE 418221 C DE418221 C DE 418221C DE A43513 D DEA43513 D DE A43513D DE A0043513 D DEA0043513 D DE A0043513D DE 418221 C DE418221 C DE 418221C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sand spreader
- solenoid
- sand
- movements
- iron core
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000004576 sand Substances 0.000 title claims description 30
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical group [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- 230000003534 oscillatory effect Effects 0.000 claims 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 2
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 230000010358 mechanical oscillation Effects 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
- 230000010363 phase shift Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C15/00—Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels
- B61C15/08—Preventing wheel slippage
- B61C15/10—Preventing wheel slippage by depositing sand or like friction increasing materials
- B61C15/107—Preventing wheel slippage by depositing sand or like friction increasing materials with electrically or electromagnetically controlled sanding equipment
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
Das Anfahren und Bremsen eines Fahrzeuges ist im wesentlichen von der Reibung
abhängig, die zwischen den angetriebenen bzw. gebremsten Rädern und der Lauffläche auftritt.
Um diese Reibung zu vermehren, wird bekanntlich durch die Sandstreuer Sand vor die
Triebräder gestreut. Diese Sandstreuer können verschiedener Art sein. Am gebrauch
lichsten ist, z. B. bei Straßenbahnwagen und . ίο Kleinbahnen, der von Hand betätigte Sandstreuer,
der aber den Nachteil hat, -daß --er -umständlich
zu bedienen ist. Man kann die Bedienung aber vereinfachen, wenn . man den
Sandstreuer elektrisch steuert, z. B. den Sandkasten durch einen Elektromagneten öffnet
und schließt, wobei man als Speisestrom bei elektrischen Fahrzeugen beim Anfahren den
Oberleitungsstrom und beim Bremsen den Bremsstrom benutzen kann. Bei den meisten
bekannten Streuvorrichtungen kommt es aber häufig vor, daß der Sand nicht ausfließt, da
er die unangenehme Eigenschaft besitzt, sich leicht zusammenzuballen. Der Fahrer hatte
dann nur die Möglichkeit, dem Übelstand durch mehrmaliges öffnen und Schließen des
Sandkastens zu begegnen. Dies ist aber, nur ein unzulängliches Mittel, da dadurch einerseits
die Streuvorrichtung unnötig beansprucht wird, anderseits aber das Auflockern des Sandes keineswegs gewährleistet ist.
Es ist bekannt geworden, die bei den hier in Frage kommenden Fährzeugen fast stets
vorhandene Druckluft für den Antrieb des Sandstreuers und für die Aufrüttelung des
Sandes heranzuziehen. Derartige Einrichtungen machen jedoch das Verlegen besonderer
Drucklufteinrichtungen erforderlich, wobei mit besonderer Sorgfalt auf Abdichtung der
Drucklufteinrichtung gesehen werden muß, da die geringste Verschmutzung, die durch den
Sandstreuer bzw. den aus dem Saiidbehiälter heraustretenden Sand sehr leicht eintreten
kann, nicht nur die Drucklufteinrichtung verstopft, sondern auch die zur Durchrüttelung
des Sandes vorgesehenen Organe oder ihre Antriebsvorrichtungen stillgesetzt, in ihrer
Wirksamkeit beeinträchtigt oder gar zerstört werden können.
Die Erfindung beseitigt die Übelstände durch die Verwendung einer mechanischen
Schwingvorrichtung, welche durch Vermittlung eines Elektromagneten o. dgl. durch abwechselndes
Vonhand- oder selbsttätiges Schließen des Stromkreises Schwingbewegungen ausführt,
welche mittelbar oder unmittelbar als Rüttelbewegungen auf den Sandstreuer übertragen
werden. Das mechanische Schwingsystem kann aus .einem System von Federn,
Pendeln 0. ägl. ^bestehen, welche mit beispielsweise
einem Solenoid so verbunden. sind, daß bei Schließen des die Solenoidspule enthaltenen Stromkreises und dem darauf
erfolgenden Wiederöffnen Schwingungen auftreten, welche den Sandstreuer selbst betätigen
oder den in dem Sandbehälter befindliehen Streusand aufrütteln.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an einer elektrischen
Bahn dargestellt.
α ist ein Solenoid, welches in die Erdleitung
der Bahnmotoren eingeschaltet ist, somit also nur eine geringe Spannung gegen Erde hat. Man kann das Solenoid aber auch
von einer unabhängigen Stromquelle aus speisen, b ist eine Kontaktvorrichtung, die
beim Öffnen des Stromes die direkte Erdleitung der Motore unterbricht, so daß der
Strom durch die Solenoidwindungen fließen muß. Diese Kontaktvorrichtung kann man
durch einen besonderen Kraftspeicher, ζ. B. einen Elektromagneten, geschlossen halten
und sie mechanisch oder elektrisch öffnen. Bei elektrischen Fahrzeugen bringt man die
Kontaktvorrichtung zweckmäßig am Fahrschalter an und speist den Elektromagneten durch den Fahrstrom oder schließt ihn an
den Bremsstromkreis an. Um die erförderlichen Rüttelbewegungen zu erzielen, ist der
Sandstreuer mit einem selbsttätig wirkenden Kurzschließer versehen, der beispielsweise go
nach den Schiefersteinschen Schwingungstheorien arbeitet, e ist ein um einen festen
Punkt drehbar gelagerter Schwingungshebel, auf dem das Gewicht / verstellbar befestigt
ist. Das eine Ende des Hebels trägt einen. Kontakt a, der je nach der Stellung . des
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Joh. Alexander in Zehlendorf und Bernhard Jürgens in Charlottenbiirg.
Hebels e über den Kontaktfinger i einen
Stromkreis schließt, der das Solenoid überbrückt. An dem anderen Ende des Hebels
ist die Feder d befestigt, die mit dem Eisenkern
c des Solendides mechanisch verbunden ist. g ist eine an demselben Ende des
Hebels, wie die Feder d, befestigte Rückholfeder. / ist die Welle des Sandstreuers,
die von dem Eisenkern c gesteuert wird.
ίο Wird der Druckknopf b niedergedrückt
und damit die direkte Motorerdung unterbrochen, so fließt der Strom durch die Windungen
des Solenoides a. Der Eisenkern c wird angezogen und spannt zunächst die Fe- j
der d so weit, bis die Federspannung ausreicht, das Gewicht / zu beschleunigen. Erst dann
wird auch der Hebele bewegt und die Feder g gespannt. Diese Bewegung setzt sich so weit
fort, bis der am Schwinghebel angebrachte Kontakt H den Kontaktfinger i berührt. Dadurch
wird die Solenoidspule elektrisch überbrückt, so daß durch die Spannung der Feder d zuerst der Eisenkern α allein in der
der Anzugsrichtung des Kernes c entgegengesetzten Richtung beschleunigt wird. Dann
wird der Schwinghebel e nebst Gewicht / durch die Feder g rückläufig bewegt, so daß
der Kontakt zwischen h und / unterbrochen
wird. Infolgedessen beginnt das Spiel wieder von neuem, und zwar so lange, wie der
Druckknopf b gedrückt wird und ein genügend starker Strom durch das Solenoid
fließt.
Durch die Einschaltung der Feder d zwischen den beiden Massen, Schwinghebelgewicht
/ und Eisenkern c, erhält der letztere beim Anziehen des Solenoides eine zeitlich
voreilende Bewegung gegenüber dem Schwinghebel e, während beim Rückgang des
Schwinghebels seine Bewegung gegenüber dem Eisenkern nacneilend ist. Man verhindert
durch diese Phasenverschiebung, daß die Vorrichtung zur Ruhe kommt, so lange die Kontaktvorrichtung
b geöffnet ist.
In Abb. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung dargestellt.
Das Solenoid α wird in gleicher Weise wie
in Abb. 1 gesteuert. Sein Eisenkern c ist mit
' der Welle / des Sandstreuers durch die
g0 Stange k starr verbunden. Diese durchdringt
die Feder o, die an der Stange so befestigt ist, daß sie bei einer Bewegung des Eisenkernes
c zusammengedrückt bzw. auseinandergezogen wird.
Öffnet man die Kontaktvorrichtung b, so fließt der Strom durch die Solenoidspule a
zur Erde. Diese wird erregt und zieht den Eisenkern c an, der die Sandstreuerwelle /
bewegt. Die Feder ο wird zusammengedrückt, und zwar bewegt sich der Eisenkern infolge
seiner lebendigen Kraft etwas weiter, als es der Gleichgewichtslage zwischen Solenoidzugkraft
und Federspannung entspricht. Hat der Kern seine Endlage erreicht, so wird er durch
die Feder ο ein Stück zurückgetrieben und bewegt sich jetzt ebenfalls über die rückwärtige
Gleichgewichtslage hinaus. Er gerät also in Schwingungen. Diese Schwingungsarbeit
wird benutzt, um die Rückbewegungen des Sandstreuers zu erzeugen. Das Schwingungs-_
system kommt also nach _ einigen Schwingungen zur Ruhe. Durch mehrmaliges Betätigen
des Druckknopfes kann man nach Bedarf Sand streuen.
Claims (5)
1. Sandstreuer für Fahrzeuge, gekennzeichnet durch eine mechanische Schwingvorrichtung,
welche durch Vermittlung eines Elektromagneten o. dgl. durch abwechselndes
Vonhand- oder selbsttätig erfolgendes Schließen des Stromkreises Schwingbewegungen ausführt, welche mittelbar
oder unmittelbar als Rüttelbewegungen auf den Sandstreuer übertragen werden.
2. Sandstreuer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch «η Solenoid, dessen Eisenkern
mit dem Sandstreuer und einem go mechanischen Schwingsystem verbunden ist, welch letzteres den die Solenoidspule
enthaltenen Stromkreis selbsttätig öffnet und schließt.
3. Sandstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit einem mechanischen
Schwingungssystem \"erbundenes Solenoid ο. dgl. durch wiederholte kurzzeitige
Betätigung eines Überbrückungsschalter in schwingende Bewegungen versetzt
wird, die sich als Rüttelbewegungen auf den Sandstreuer übertragen.
4. Sandstreuer nach Anspruch 1 oder ι u. ff.j dadurch gekennzeichnet, daß der
Eisenkern des Solenoids und der Schwingungshebel des mechanischen Schwingsystems
derart gekuppelt sind, daß ihre Bewegungen phasenverschoben sind.
5. Sandstreuer nach Anspruch 1 oder
ι u. ff., dadurch gekennzeichnet, daß das Solenoid in den Fahrstrom- oder Bremsstromkreis.
eingeschaltet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA43513D DE418221C (de) | Sandstreuer fuer Fahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA43513D DE418221C (de) | Sandstreuer fuer Fahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE418221C true DE418221C (de) | 1925-08-29 |
Family
ID=6933685
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA43513D Expired DE418221C (de) | Sandstreuer fuer Fahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE418221C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2010031831A1 (de) | 2008-09-22 | 2010-03-25 | Nowe Gmbh | Sanddosier- und absperreinrichtung |
-
0
- DE DEA43513D patent/DE418221C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2010031831A1 (de) | 2008-09-22 | 2010-03-25 | Nowe Gmbh | Sanddosier- und absperreinrichtung |
| US8517432B2 (en) | 2008-09-22 | 2013-08-27 | Nowe Gmbh | Sand dosing and blocking device |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE4034219A1 (de) | Antrieb | |
| DE1410146A1 (de) | Vorrichtung zum schrittweisen Drehen einer,das Waschprogramm schaltenden Nockenscheibe durch einen Antriebsmotor | |
| DE690175C (de) | Fahrzeug fuer elektrische Spielzeugeisenbahnen mit Fernsteuerung mittels eines durch Stromstoesse beeinflussten Schaltmagneten | |
| DE2154719A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Ver besserung der Haftung der Rader eines Fahrzeuges auf einer Fahrbahn | |
| DE665595C (de) | Resonanzschaltrelais | |
| DE473771C (de) | Sicherheitseinrichtung fuer einmaennig bediente Fahrzeuge | |
| DE527243C (de) | Sicherheitsvorrichtung bei Ohnmacht des Fahrzeugfuehrers in Einmannwagen elektrischer Bahnen | |
| DE715714C (de) | Elektrisch betriebenes Spielfahrzeug, insbesondere elektrische Spielzeugeisenbahnen | |
| DE654539C (de) | Selbstfahrendes, fernsteuerbares Spielfahrzeug | |
| DE811781C (de) | Schaltvorrichtung fuer durch Elektromotoren angetriebene Scheibenwischer an Kraftfahrzeugen | |
| DE466455C (de) | Schaltanordnung fuer elektrodynamisch und luftgebremste Zuege | |
| DE276079C (de) | ||
| DE487793C (de) | Sandstreuer fuer Schienenfahrzeuge | |
| DE941893C (de) | Elektrischer Scheibenwischerantrieb fuer Kraftfahrzeuge | |
| AT111289B (de) | Notbrems- und Signaleinrichtung für Personenautos. | |
| DE550677C (de) | Vorrichtung zum selbsttaetigen Aufziehen von Spielzeuglokomotiven u. dgl. auf Schienenbahnen | |
| DE2527507A1 (de) | Einrichtung zur verbesserung des haftwertes fuer schienenfahrzeuge | |
| DE560720C (de) | Vorrichtung zum OEffnen und Schliessen von Aufzugstueren | |
| DE420476C (de) | Mechanisches Relais | |
| DE929175C (de) | Vorrichtung zum Erzeugen von Pfeiftoenen fuer Spielzeug- und Modelleisenbahnen | |
| DE245273C (de) | ||
| DE412946C (de) | Vorrichtung zur Erzeugung einer schwingenden Bewegung fuer Rechenmaschinen u. dgl. | |
| DE1940021U (de) | Trennvorrichtung fuer duenne, laengliche gebilde. | |
| DE691678C (de) | Elektrisches Eisenbahnspielzeug mit Entkupplungsvorrichtung | |
| DE577282C (de) | Sandstreuer fuer fahrbare Krane |