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Vorrichtung zum selbsttätigen Aufziehen von Spielzeuglokomotiven u.
dgl. auf Schienenbahnen Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Aufziehen
des Federtriebwerkes für Gleisbahnspielzeuge ohne Anwendung eines Aufzugschlüssels;
eines Handgriffes oder anderer bisher bekannter Vorrichtungen. Bisher mußte man
das Spielzeug in die Hand nehmen, wenn das Federtriebwerk abgelaufen war, um es
wieder aufzuziehen. Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß das Spielzeug ohne
Berührung mit der Hand aufgezogen werden und dann seine Bewegung fortsetzen kann.
Durch diese Vorrichtung wird das Spielzeug der Wirklichkeit sehr nachgeahmt.
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Die Erfindung besteht darin, daß ein profiliertes endloses Laufband
verwendet wird, das das Gleisbahnspielzeug aufnimmt, und während das Spielzeug auf
dem Laufband stillsteht, sein Triebwerk im umgekehrten Sinne des normalen Antriebs
aufgezogen wird.
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Fig. i stellt die Erfindung zum Aufziehen einer Spielzeuglokomotive
auf der Gleisbahn in Ansicht und Schnitt dar.
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Fig. 2 ist eine Aufsicht der Einrichtung ohne Lokomotive.
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Fig. 3 ist ein Schnitt der Fig. 2 bei A-B. . Fig. q. stellt schematisch
eine Aufsicht der Einrichtung dar, mit einer selbsttätigen Haltevorrichtung für
die Lokomotive, und Fig. 5 und 6 sind An- und Aufsichten eines Zubehörteiles für
die Spielzeuglokomotive zum Anhalten auf dem Laufband. Fig.7 ist ein Teilschnitt
eines Nebenteiles des Erfindungsgegenstandes nach Fig. q..
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Auf den Rollen i und 2 ist ein Laufband 3, beispielsweise aus Kautschuk,
angeordnet, welches das Gleisprofil des Fahrzeuges besitzt. Im Beispiel ist das
Profil des Laufbandes in Fig. 3 dargestellt. Um das Laufband 3 zwischen den beiden
Rollen i und 2 straff zu halten, werden Rollen q. und 5 angeordnet. Das Spielzeug,
dessen Feder fast abgelaufen ist, kommt von dem Gleis 6 auf das Laufband 3. Dieses
kann etwas tiefer liegen als das Gleis 6 oder kann eine etwas kleinere Gleisspur
als die Normalspur habeih, um den Lauf der Lokomotive etwas abzubremsen, die dann
beim Berühren des Prellbockes 7 zum Stillstand kommt.
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Um das Triebwerk aufziehen zu können, genügt es, die Räder der Lokomotive
im Sinne der Pfeile y, d. h. im umgekehrten Sinne der normalen Fahrtrichtung, zu
drehen. Dies wird dadurch erreicht, daß durch Verschieben des Laufbandes 3 im Sinne
der Pfeile z die Laufräder der Lokomotive gedreht werden.
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Die Bewegung des endlosen Laufbandes 3 wird durch die Drehung einer
oder der beiden Trommeln i und 2 hervorgerufen. Diese Drehung kann von Hand oder
besser von einem Elektromotor o. dgl. erfolgen.
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Nachdem das Triebwerk aufgezogen igt, wird der Prellbock 7 zurückklappen
und das Spielzeug kann seine Fahrt fortsetzen.
In dem dargestellten
Beispiel dreht sich der Prellbock 7 um die Achse g und wird durch eine Feder io
gehalten, welche in die Einkerbung ii eingreift. Man kann den Prellbock mittels
des Hebels 13 zurückklappen, der in einer Entfernung an einer biegsamen Welle 12
angebracht ist, oder die Lokomotive kann den Prellbock 7 zurückklappen, wenn die
Feder aufgezogen ist.
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Indem der Prellbock 7 nach hinten klappt, wird erfindungsgemäß ein
elektrischer Kontakt betätigt, welcher den Stromkreis des die Rollen i und 2 antreibenden
Motors abschaltet.
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Nach Fig. q. wird das Laufband mit 3 und das ankommende Gleis mit
6 bezeichnet. Zwei Winkelschienen 15 und 16 sind etwas oberhalb des Laufbandes 3
angeordnet und durch Isolatoren 17 und 18 in geeigneter Weise befestigt und isoliert,
wobei die Schienen leicht auseinandergehend parallel mit dem Gleis verlaufen. Der
Abstand bei der Befestigung 17 auf der Seite des Anlaufes der Lokomotive ist erfindungsgemäß
etwas größer als der Abstand bei der Befestigung 18 auf der Seite des Auslaufes
der Lokomotive.
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Die Schiene 15 ist elektrisch mit einer der Klemmen des Elektromotors
verbunden, der die Trommeln i und 2 antreibt, während die Schiene 16 mit der freien
Leitung in Verbindung steht.
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Fig. 5 und 6 stellen in An- oder Aufsicht eine V-förmige Feder ig
dar, die an der Spielzeuglokomotive mittels eines Halters 2o befestigt ist und parallel
zu der Mittelachse der beiden Schienen 15 und 16 durch das Eisenbahngleis geführt
werden kann.
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Der Abstand der beiden V-förmigen Äste der Feder 1g ist etwa gleich
dem größten Abstand der Schienen 15 und 16.
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Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Wenn die Lokomotive das Gleis
6 verläßt, fährt sie auf das Laufband 3 auf, und die V-förmige Feder 1g klemmt sich
zwischen die Schienen 15 und 16.
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Dadurch wird der das Laufband 3 antreibende Elektromotor in Gang gesetzt
und die Fahrt der Lokomotive abgebremst. Indem sich die Feder 1g dem Abstande der
Schienen 15 und 16 angleicht, wird die Lokomotive selbsttätig auf dem Laufband 3
zum Aufziehen ihrer Feder festgehalten und kann dann selbsttätig wieder anfahren,
wenn die Feder aufgezogen worden ist. Erfindungsgemäß steht kein Teil.des Spielzeugs
mit der elektrischen Leitung in Verbindung, so daß für Kinder die Anordnung ungefährlich
ist; denn der Federteil 1g ist von der Lokomotive elektrisch isoliert. Einzig und
allein sind die Schienen 15 und 16 mit der elektrischen Leitung in Verbindung.
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An Stelle der Schienen 15 und 16 könnten erfindungsgemäß Elektromagnete
angeordnet werden, wobei diese parallel oder in Serie mit dem Elektromotor geschaltet
werden, welcher die Trommeln i und 2 antreibt. Ein kleiner Kontakt unter der Lokomotive
schaltet beim Vorbeifahren die Magnete ein, so daß durch die Anziehungskraft, welche
von der Erregung der Magnete herrührt, die Lokomotive angehalten wird.