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Webschützen mit seitlichem Bremsansatz. Um den Webschützen im Webstuhl
möglichst schnell durch das Fach zu bringen, sieht man bereits für seinen Flug eine
Führung vor, und zwar zweckmäßig derart, daß zeitweilig Führungsteile in die Flugbahn
eingeschaltet werden. Das reicht aber nicht aus, wenn man Schützen gewöhnlicher
Bauart verwendet, da die Massenverteilung bei diesen ungünstig ist. Diesem Übelstand
wird bei dem Webschützc-n mit hoher Laufgeschwindigkeit nach der Erfindung dadurch
abgeholfen, daß der Schützen je mit einer oberen und einer unteren, zur Führung
bestimmten Rille versehen ist, und daß auf der einen Seite ein verhältnismäßig langer,
bei der Ankunft des Sc'hützens am Ende der Flugbahn zur Bremsung benutzter Ansatz
angeordnet ist und auf der anderen Seite, d. h. auf der Vorderseite, die Spulenlagerung
liegt. Dadurch wird die Masse verhältnismäßig gleich zu einer durch
die
Rillen gelegten Mittelebene verteilt, und es ist der mit hoher Geschwindigkeit durch
das Fach getriebene Schützen gegen Ausbrechen aus der geradlinigen, von der Führung
bestimmten Flughälin gesichert. An sich ist es bekannt, auf einer Seite eines Schützens
einen Ansatz vorzusehen. der bei der Ankunft im Schützenkasten einer gewissen Bremswirkung
unterliegt und das Rücktreiben des Schützens dadurch verhütet, daß sich ein Anschlag
vor diesen Ansatz legt.
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Bei dem Gegenstand der Erfindung ist der einseitige Ansatz verhältnismäßig
lang, damit er den nötigen Massenausgleich liefert, aber auch am Ende der Flugbahn
in der Lage ist, durch oben und unten am Ansatz angreifende Bremsmittel die lebendige
Kraft stoßfrei aufzuzehren.
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Bei einem schnell fliegenden Schü:zen muß die Spindellagerung stärker
als bei anderen Schützen gesichert werden. An sich ist es bc°kannt, die Spindellagerung,
um einen Stoß aufzunehmrn, einseitig abzufedern. Das reicht aber bei den hohen Beschleunigungen
und Verzögerungen, die bei einem Schnellflugschützen nach der Erfindung auftreten,
nicht aus. Es wird erfindungsgemäß die Spindellagerung nicht nur gegen eine Flugrichtung,
sondern gegen beide abgefedert. Dadurch ist die Lockerungsgefahr beseitigt.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Abb. i
ist eine Aufsicht mit Teilschnitt, Abb. 2 eine Seitenansicht unter go° zu Abb. z.
Abb. 3 ist eine Ansieht auf die Gegenseite und Abb..l ein Schnitt nach Linie A-B
von Abb. i. Abb. 5 zeigt die Ausbildung eines Auffangmittels am Ende des Schützenfluges.
Der Schützenkörper ist möglichst leicht aus Holz, gepreßtem Papier, leichtem Metall
o. dgl. hergestellt und hat oben eine Führungsrille L' und unten eine Führungsrille
h. Diese arbeiten mit Führungsteilen an der Weblade zusammen und halten den Schützen
bei seinem schnellen Fluge in seiner Bahn. Auf der einen Seite einer durch die Führungsrillen
L' und l= gelegten Längsmittelebene sitzt am Schützen ein Ansatz a, der mit besonders
widerstandsfähigem Metall umkleidet oder aus ihm im ganzen hergestellt ist und zwei
Bremsflächen b' und b= hat. Auf der Gegenseite des Schützens ist die Einrichtung
zur Aufnahme der Spule vorgesehen. Sie besteht aus einem am Schützen h abnehmbar
angesetzten Kasten s, dessen eine Wand s' im Sinne des Pfeiles p in Abb. 4. gegenüber
einer Feder f abklappbar ist. Der Kasten s ist am Schützenkörper k dadurch nachgiebig
federnd gehalten, daß er in einer Führung schlittenförmig sitzt und mit einem Zapfen
z in eine Ausnehmung y des Schützenkörpers k eingreift. In dieser Ausnehmung y des
Schützenkörpers h sitzen vor und hinter dem Zapfen z nachgiebig federnde Einlagen
e', ei', beispielsweise Gummipuffer; es können aber auch Federn in Ein- oder Mehrzahl
vorgesehen sein. Die Spule x auf ihrer Hülse lt wird auf eine Spindelt aufgeschoben,
die an einem Ende in einem kräftigen Vierkant v endet. Dieser ist mit Stiften tv
ausgerüstet, die in entsprechende Löcher des Kastens s eingreifen. Man braucht nur
die Kastenwand s' gegenüber der Wirkung der Feder abzuklappen und den Vierkant v
einzulegen sowie in die üffnung der festen Kastenwand mit seinen Stiften ti° einzusetzen
und dann die Abklappwands' wieder aufspringen zu lassen, um die Spule ganz sicher
einzusetzen.
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Kommt der Schützen am Ende seiner Flugbahn an, so gerät er zwischen
zwei Klemmbacken i und j, die teils durch Gewicht, teils unter Federwirkung einen
kleineren Raum freilassen, als der Breite des Ansa:z.-s a entspricht. Diese Klemmbacken
reiben am Ansatz a und zehren hierdurch die lebendige Kraft des Schützens auf. Die
Backen sind zweckmäßig mit Steueranschlüssen o', o= versehen, um siv beim Abschlagen
des Schützens reclitz--itig abzuheben.
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Wird somit die lebendige Kraft des Schützens allmählich aufgezehrt,
so ist es doch wünschenswert, daß die Spule sowohl beim Abschlagen des Schützens
als auch beim Auffangen unbeeinflußt bleibt. Die beschriebene Verbindung über den
Zapfen z im Verein mit den federnd nachgiebigen Teilen e', e= vermeidet jede Härte.
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Aus den Abb. i und 4. ist ersichtlich, wie der verhältnismäßig lange
Bremsansatz a einen Massenausgleich gegenüber der Spulenlagerung darstellt.