DE416626C - Ofen zur Beheizung und Kohlensaeureduengung von Warmhaeusern u. dgl. - Google Patents
Ofen zur Beheizung und Kohlensaeureduengung von Warmhaeusern u. dgl.Info
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- DE416626C DE416626C DEK89505D DEK0089505D DE416626C DE 416626 C DE416626 C DE 416626C DE K89505 D DEK89505 D DE K89505D DE K0089505 D DEK0089505 D DE K0089505D DE 416626 C DE416626 C DE 416626C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G7/00—Botany in general
- A01G7/02—Treatment of plants with carbon dioxide
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Description
Die Erfindung betrifft das bekannte Verfahren,
die Luft von Warmhäusern u. dg]. zwecks Steigerung des Pflanzenwuchses mit
Kohlensäure anzureichern, welche aus den Abgasen einer Feuerung gewonnen wird, und bezieht
sich im besonderen auf eine Einrichtung, welche es ermöglicht, diese Düngung und
gleichzeitig die Beheizung von Warmhäusern u. dgl. mittels einer gemeinsamen Feuerung
ο so zu betreiben, daß trotz der gegensätzlichen Anforderungen, welche durch die Heizung und
Düngung an diese Feuerung im Betriebe gestellt werden, eine wirtschaftlich und düngetechnisch
günstigere Arbeitsweise erreicht wird als bisher.
Bei Nacht ist der Bedarf an Heizwärme für das Warmhaus naturgemäß größer als bei
Ta,ge, so daß ein lebhaftes Feuer unterhalten werden muß, welches entsprechend große
ο Mengen von Abgasen, mithin auch von Kohlensäure ergibt. Da die Düngung mittels Kohlensäure bei Nacht zwecklos ist, vielmehr erfahrungsgemäß
nur bei Tage, am besten bei Sonnenlicht, wirkt, so wird die während der Nacht erzeugte Kohlensäure zur Deckung
eines Teiles des Tagesbedarfs aufgespeichert. Man führt zu diesem Zwecke die Abgase
stetig der bei solchen Anlagen vorhandenen Karbonatlösung zu, welche die in ihnen ent-
o haltene Kohlensäure aufnimmt; die so entstehende Bikarbonatlösung wird dann erhitzt,
so daß sie die Kohlensäure wieder abgibt, und letztere wird dem Warmhause stetig zugeführt.
Anders liegen die Verhältnisse während des Tagesbetriebes. Am Tage ist wegen der höheren
Außentemperatur der Bedarf an Heizwärme für das Warmhaus gering, der Bedarf an
Kohlensäure jedoch zu Zeiten so hoch, daß —■ je nach Art des Brennstoffes — die Ausbeute
der Nacht nicht hinreicht, um in genügendem Grade düngen zu können. Bei dem
erwähnten geringen Heizbedarf muß natürlich die Feuerung niedriggehalten werden, um.
eine Überheizung des Warmhauses zu vermeiden; das niedrige Feuer ergibt jedoch einmal
nur eine geringe Menge von Abgasen und ferner, was besonders unwirtschaftlich ist,
einen verhältnismäßig geringeren Gehalt dieser Abgase an Kohlensäure als bei hohem
Feuer, weil bei niedrigem Feuer eine unvollkommene Verbrennung und Ausnutzung des
Brennstoffes stattfindet. Die Heizung bei Tage nutzt also weder den Brennstoff aus,
noch trägt sie in gehörigem Maße zur Gesamtkohlensäureerzeugung der Anlage bei.
Die Erfindung gibt nun ein Mittel an die Hand, den geschilderten Tagesbetrieb und somit
die Gesamtwirtschaftlichkeit solcher Anlagen zu verbessern, indem sie es ermöglicht,
trotz der geringeren Beheizung während des Tages die gleiche vollständige Ausnutzung
des Brennstoffes und den gleichen hohen Kohlensäuregehalt der Abgase zu erzielen wie
bei dem im Nachtbetrieb unterhaltenen lebhaften Feuer. Dies wird erfindungsgemäß dadurch
erreicht, daß die gemeinsame Feuerung mit einem an sich bekannten, teilweise still-
legbaren Rost versehen ist, so daß bei geringem Heizbedarf die Feuerung in einem diesem
Bedarf entsprechenden Teil stillgelegt werden, in ihrem verbleibenden Teile jedoch
ebenso lebhaft unterhalten werden kann wie bei hohem Heizbedarf. Ihre Heizwirkung wird
infolgedessen, wie gewünscht, geringer, der anteilige Kohlensäuregehalt der Abgase bleibt
jedoch ebenso hoch wie bei lebhaftem Gesamtfeuer.
Die Zeichnung veranschaulicht den für die Erfindung in Betracht kommenden Teil einer
zur Ausführung des vorstehend gekennzeichneten Verfahrens bestimmten Anlage, d. h. den
gemeinsamen Ofen im senkrechten Schnitt. Der Ofen ist in seinem zur Heizung bestimmten
Teile als Warmwasserheizofen ausgebildet und besitzt den üblichen Wasserraum a
mit Heizrohr b und Zuflußrohr c für das erhitzte abfließende und kühle zufließende Was- ;
ser. Die unterhalb des in den Wasserraum a hineinragenden Verbrennungsraumes d angeordnete
Feuerung besteht aus zwei Kam- ; mern e und /, welche durch eine bis an den
Füllschacht g reichende Querwand h vonein- 1
ander vollständig getrennt sind und je einen \ Schrägrost / bzw. k aufweisen. / und m be- 1
zeichnen die zugehörigen Feuertüren, η und ο j
die Aschenklappen. Unter dem oberen Ende . der Roste / und k ist je eine Klappe s ange- :
lenkt. Diese Klappen besitzen dieselbe Breite, aber nur die halbe Länge wie der zugehörige 1
Rost und können, wie bei dem Rost I punk- j tiert angedeutet ist, von unten gegen den Rost j
geklappt werden, so daß sie den darüber- ! liegenden Rostteil von unten absperren. |
Die Verbrennungsgase umspülen, in dem
Räume d aufsteigend, den Wasserbehälter a,
treten durch die Querkanäle ρ in den Abzugsschacht q und werden durch die Leitung r
der Kohlensäuregewinnungsanlage zugeführt, welche in der oben angedeuteten Weise
arbeitet. Die Einrichtung zur Regelung des Zuges kann beliebiger Art sein und ist nicht
mit dargestellt.
Die Arbeitsweise des beschriebenen Ofens bei Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung
ist die folgende:
Bei starkem Heizbedarf bei Nacht wird auf beiden Rosten / und k lebhaftes Feuer unterhalten.
Ist der Heizbedarf bei Tage geringer ! und beträgt vielleicht drei Viertel des Bedarfs |
bei Nacht, so wird die Klappe 5 des einen ! Rostes an denselben herangelegt. Die Glut i
auf dem darüber. befindlichen Rostteil wird 1 infolge der Absperrung der Zugluft in kurzer
Zeit ersticken, und die Heizwirkung wird um den Betrag dieses abgedeckten Rostteiles geringer.
Fällt der Bedarf an Heizung weiter, etwa bis auf die Hälfte des Nachtbedarfs, so
wird durch Schließen der zu dem bereits teilweise abgedeckten Rost gehörigen Aschentür η
bzw. ο das Feuer der ganzen Hälfte des Gesamtrostes zum Ersticken gebracht. Bei noch
geringerem Heizbedarf kann sodann noch die Klappe s der anderen Rosthälfte an diese geklappt
werden, so daß nur noch ein Viertel der Gesamtrostfläche arbeitet. Durch Zurücklegen
der Klappen s und Öffnen der Aschentüren η bzw. ο kann das Feuer in kurzer Zeit
wieder gesteigert werden. Ist vorher ein ganzer Rost i oder k stillgelegt worden, so wird
sein Feuer dadurch wieder angefacht, daß das Feuer des im Betrieb befindlichen Rostteiles
durch den Schüttkegel am unteren Ende des Füüschachtes g auf den bisher stilliegenden
Rost übergreift.
Da bei den geschilderten Regelungen der Rostfläche die Zugverhältnisse bei gleichem
Brennstoff stets die gleichen bleiben können, so ergibt sich, wie ohne weiteres erkennbar,
auch bei verkleinerter Rostfläche stets dieselbe Verbrennung, d.h. der Brennstoff wird
stets voll ausgenutzt, und der Gehalt der Abgase an Kohlensäure bleibt trotz verschieden
starker Heizwirkung des Ofens gleich hoch. Statt der Unterteilung des Gesamtrostes in
zwei voneinander unabhängige Teile können natürlich, falls besondere Verhältnisse es
fordern, auch drei oder mehr solcher Teile vorgesehen werden, auch können die Klappen
5 noch unterteilt werden, derart, daß z. B. statt des halben Rostes zwei oder drei einzelne
Viertel seiner Fläche für sich abgesperrt werden können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Ofen zur Beheizung und Kohlensäuredüngung von Warmhäusern u. dgl. mittels ic gemeinsamer Feuerung, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Feuerung mit einem an sich bekannten, teilweise stillegbaren Rost ausgerüstet ist, so daß die Heizwirkung der Einrichtung nach Be- κ darf durch teilweises Stillegen des Rostes vermindert, die anteilige Kohlensäureausbeute aus der Feuerung jedoch durch lebhaftes Feuer in ihrem weiterbrennenden Teile aufrechterhalten werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK89505D DE416626C (de) | 1924-05-10 | 1924-05-10 | Ofen zur Beheizung und Kohlensaeureduengung von Warmhaeusern u. dgl. |
| AT102757D AT102757B (de) | 1924-05-10 | 1925-03-19 | Ofen zur Beheizung und Kohlensäuredüngung von Warmhäusern u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK89505D DE416626C (de) | 1924-05-10 | 1924-05-10 | Ofen zur Beheizung und Kohlensaeureduengung von Warmhaeusern u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE416626C true DE416626C (de) | 1925-07-21 |
Family
ID=7236551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK89505D Expired DE416626C (de) | 1924-05-10 | 1924-05-10 | Ofen zur Beheizung und Kohlensaeureduengung von Warmhaeusern u. dgl. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT102757B (de) |
| DE (1) | DE416626C (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2729379C2 (de) * | 1976-07-07 | 1987-03-26 | Gernot Dr.rer.nat. Donnerskirchen Graefe | Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels aus Traubentrester |
-
1924
- 1924-05-10 DE DEK89505D patent/DE416626C/de not_active Expired
-
1925
- 1925-03-19 AT AT102757D patent/AT102757B/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT102757B (de) | 1926-03-10 |
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