DE576008C - Generator, insbesondere zur Vergasung von feinkoernigem Brennstoff, wie Schwelkoks - Google Patents
Generator, insbesondere zur Vergasung von feinkoernigem Brennstoff, wie SchwelkoksInfo
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Description
- Generator, insbesondere zur Vergasung von feinkörnigem Brennstoff, wie Schwelkoks Die Vergasung von feinkörnigem Brennstoff, insbesondere von Schwelkoks, macht in den bisher bekannten Generatoren erhebliche Schwierigkeiten bzw. ist in den meisten Fällen überhaupt unmöglich. Jedenfalls wurde eine nennenswerte Leistung bei der Vergasung von Schwelkoks in solchen Generatoren nicht erzielt, weil neben anderen Mängeln die Verschlackung, welche nach kurzer Zeit auftrat, eine geregelte Luftzuführung unmöglich machte.
- Die Erfindung betrifft einen Gaserzeuger mit aufwärts gerichtetem Zug, bei dem die Vergasungsmittel von oben in die Brennstoffschicht geleitet werden, und der mit Schwelkoks oder anderen feinkörnigen Brennstoffen betrieben werden kann, ohne daß Nachteile der bekannten Generatoren auftreten. Der Erfindungsgegenstand unterscheidet sich von den bisherigen Bauarten im wesentlichen dadurch, daß die zur Vergasung notwendigen Vergasungsmittel von oben durch die Decke des Generators in getrennten, über den ganzen Querschnitt verteilten Rohren dem Brennstoffbett zugeführt werden, so daß eine gleichmäßigeLuftverteilung erzielt wird und außerdem die Luft in stark vorgewärtntem Zustand in das Brennstoffbett gelangt.
- Man hat bereits die gleichmäßige Verteilung der Vergasungsmittel durch Düsen in Hohlrosten angestrebt, doch eignen sich solche Roste wegen der Verschlackungsmöglichkeit nicht zur Vergasung von feinkörnigen Brennstoffen, insbesondere von Schwelkoks. Man hat ferner die Vergasungsmittel von oben in den Generator eingeführt, doch nicht durch mehrere über den Querschnitt verteilte-Zuführungsrohre, so daß man eine gleichmäßige Zuführung und die damit verbundene gleichmäßige Vergasung nicht erzielte.
- Die Zeichnungen zeigen eine beispielsweise Ausführungsform, und zwar ist in Abb. i ein Gaserzeuger im Schnitt, in Abb. z eine Ansicht von oben dargestellt, und die Abb. 3 undq. zeigenAusführungsmöglichkeiten für die Rohre, die zum Zuführen der Vergasungsmittel dienen.
- Der Generator besteht aus einem Mantel a, der zylindrisch oder rechteckig ausgeführt werden kann. Der Mantel ist innen durch feuerfestes Mauerwerk b =geschützt; der Schutz kann aber auch auf jede bekannte andere Art und Weise, z. B. durch Wasserkühlung, erfolgen. Der Aschenausfall c ist nach unten hin konisch ausgebildet und mündet zwecks luftdichten Abschlusses in einer Wassertasse d. Einen Rost besitzt der Gaserzeuger nicht, vielmehr wird die Brennstoffschicht teils durch die konische Ausbildung des Aschensackes, teils durch den Kegel e, der sich im inneren Teil der Wassertasse d befindet, getragen. Die anfallende Asche wird unten aus dem Wasserbad entsprechend dem Abbrand abgezogen, wobei dann der Brennstoff im Generator von selbst nachrutscht. Die Entaschung kann von Hand oder mechanisch auf bekannte Art vorgenommen werden, indem beispielsweise die Wassertasse d drehbar angeordnet und der Kegel e unter dem Aschensack mit Rührflügeln ausgerüstet wird, so daß bei Drehung der Wassertasse die Asche unter dem Aschensack entfernt und nach der Außenseite der Wassertasse gebracht wird.
- Die Zuführung des Brennstoffs erfolgt in bekannter Weise durch eine Schleuse yt. Die Zuführung der Vergasungsmittel geschieht zum Unterschied von den bekannten Ausführungsformen durch zahlreiche Rohre g, die von oben durch die Decke f des Generators geführt sind, und die durch die Brennstoffschicht hindurch bis zum Aschenbett reichen. In dem Ausführungsbeispiel der Abbildungen sind die Rohre am Austritt trompetenartig ausgebildet und oben an ein Sammelrohr h, durch welches Luft zugeführt wird, angeschlossen. Durch ein zweites Sammelrohr i wird den Rohren g Dampf zugeführt. Die Zuführung der Luft bzw. des Dampfes zu den Sammelrohren wird durch die Ventile p bzw. q geregelt, ferner hat jedes Zuführungsrohr ein Absperrorgan für Luft k und ein Absperrorgan für Dampf 1, so daß man in der Lage ist, die Luftzuführung sowie die Sättigung der Luft mit Dampf genauestens einzustellen oder ganz abzustellen. Infolge der großen Anzahl der Zuführungsrohre und ihrer Ausbildung am unteren Ende wird erreicht, daß das zur Vergasung erforderliche Vergasungsmittel gleichmäßig über das ganze Brennstoffbett verteilt wird, so daß ein geregelter Betrieb möglich ist. Mit der neuen Anordnung ist außerdem der Vorteil verbunden, daß sich das Vergasungsmittel in den stark erhitzten Rohren vorwärmt. Da ein Rost nicht vorhanden und deshalb der Aschenausfall nach unten in keiner Weise behindert ist, so können die sich etwa bildenden Schlacken durch die in der Decke befindlichen Stochöffnungen ist leicht nach unten hindurchgestoßen werden.
- Um ein Verbrennen der Zuführungsrohre zu vermeiden, werden dieselben aus feuerfestem Material, z. B. Chromnickelstahl oder ähnlichen Baustoffen hergestellt oder mit Wasserkühlung versehen. Die letztgenannte Ausführungsmöglichkeit hat den Vorteil, daß sich an den wassergekühlten Mänteln keine Schlacken ansetzen, wobei man allerdings eine geringe Luftvorwärmung in Kauf nehmen muß. Beispiel Es wurde ein Schwelkoks mit 24 % Wasser aus mitteldeutscher Braunkohle durchgesetzt, welcher folgende Siebanalyse aufwies:
Bei einer nutzbaren Vergasungsfläche des Generators von o,72 m2 wurde eine Leistung von 1:äo kg je m2 und Stunde erreicht, wobei das erhaltene Gas einen unteren Heizwert von 1164 kcal/m3 und einen oberen Heizwert von 1284 kcal/m3 aufwies.Körner über io mm.. . . o,2110 - von 5 bis io - . . . . z I,5 0%o - - 3 - 5 - .... 523,701o _ _ 2 _ 3 24,10/0 _ _ 1 - 2 14,7 _ - 0 $ - I 4,5% _ _ 0,25 _ 0,5 I,2 0'10 - unter 0,25 - , . I,I OIO i00,00.10-
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Generator mit aufwärts gerichtetem Zug, bei dem die Vergasungsmittel von oben in die Brennstoffschicht geleitet werden, insbesondere zur Vergasung von feinkörnigem Brennstoff, wie Schwelkoks, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsrohre für die Vergasungsmittel, über den. ganzen Querschnitt verteilt, von oben durch die Decke in das Brennstoffbett reichen.
- 2. Generator nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftrohre am unteren Ende auf solche Weise ausgebildet, z. B. * trompetenartig erweitert, sind, daß die austretende Luft in seitlicher Richtung abgelenkt wird.
- 3. Generator nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsrohre für das Vergasungsmittel, insbesondere ihre in das Brennstoffbett hineinragenden Teile, mit einem Wärmeschutz oder mit einem Kühlmantel umgeben sind.
- 4. Generator nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelrohre und die Zuführungsrohre mit Absperr- bzw. Regulierorganen für Luft und Dampf so versehen sind, daß eine genaue Regulierung der Luft- undioder Dampfzufuhr ermöglicht wird.
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1931
- 1931-02-03 DE DESCH93109D patent/DE576008C/de not_active Expired
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