DE61796C - Schüttfeuerung mit Rauchverzehrung - Google Patents
Schüttfeuerung mit RauchverzehrungInfo
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- DE61796C DE61796C DENDAT61796D DE61796DA DE61796C DE 61796 C DE61796 C DE 61796C DE NDAT61796 D DENDAT61796 D DE NDAT61796D DE 61796D A DE61796D A DE 61796DA DE 61796 C DE61796 C DE 61796C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23B—METHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING ONLY SOLID FUEL
- F23B1/00—Combustion apparatus using only lump fuel
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASES 24: Feuerungsanlagen.
C. H. L. GARTMANN in ALTONA. Schüttfeuerung mit Rauchverzelining.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Mai 1891 ab.
Vollkommene Rauchverbrennung kann nur dann stattfinden, wenn die mit Rauch erfüllten
Gase eine Stelle passiren müssen, wo das Brennmaterial in Weifsgluth sich befindet, unter
der Voraussetzung, dafs der zum Verbrennen nöthige Sauerstoff vorhanden ist.
Die horizontale Planrostfeuerung ist für diesen Zweck nicht zu gebrauchen, weil durch das
Schüren schwarze Kohle, Weifsgluth, Schlacken und Asche stets durch einander gerührt werden.
Es befindet sich deshalb im Hinterraum solcher Feuerung selten die nöthige constante
intensive Weifsgluth und kann deshalb auch bei genügender Luftzufuhr keine Rauchverbrennung
stattfinden, weil die erforderliche Temperatur fehlt. Bei der Vorfeuerung hingegen
lagern die im unteren Theil des Feuerraumes in höchster Weifsgluth sich befindenden
Feuermassen fortwährend. Diese Zone wird durch Schüren nie gestört, da die Beschickung
der Feuerung nur einfaches Nachschütten der Kohle verlangt, welche allmählich der Verbrennung
entsprechend durch Nachrutschen sich der Weifsgluthzone nähert und darin übergeht.
Weiter ist zur vollkommenen Rauchverbrennung das genau bemessene Quantum Luft
erforderlich. Dieses Luftquantum mufs, um rationell und sicher zu wirken, während der
Beschickung des Rostes mit neuem Brennmaterial vergröfsert werden, und die Dauer
der Luftzuführung mufs genau so' regulirt werden, dafs in dem Mafse, wie die Rauchbildung
sich vermindert, auch die Luftzuführung nachläfst und schliefslich nur noch durch die
Roststäbe selbst stattfindet. Der Vorgang der oberen Luftzuführung dauert vom Maximum
bis zum Minimum 1Y2 bis 2 Minuten.. Die
selbstthätige Regulirung der Oberluftzuführung macht jede Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit
des Heizers entbehrlich und ist auch deshalb von grofser Wichtigkeit, weil sie verhindert,
dafs zu grofse Luftmengen durch die Feuerung streichen, welche durch Abkühlung der Heizgase die allgemein bekannten schädlichen
Wirkungen im Gefolge haben.
Eine Feuerung, welche allen vorgenannten Erfordernissen entsprechen soll, ist in beiliegender
Zeichnung dargestellt. Fig. 1 ist eine Seitenansicht im Schnitt, Fig. 2 Grundrifs in
Richtung der Linie a-a der Fig. 1, und
Fig. 3 ist eine Detaildarstellung der Luftregulirung.
Die Vorfeuerung M hat eine vordere, um ca. 60 ° schräg aufwärts gerichtete vordere Rostfläche
e, deren einzelne Stäbe durch Eintauchen der unteren Enden in Wasser gekühlt
werden. B ist der Schüttkanal für die Zuführung des Brennmaterials und D ist der die
Heizgase von der Feuerung fortleitende Kanal.
Das Eigenthüfnliche der gegenwärtigen Einrichtung besteht darin, dafs durch Benutzung
des Gewölbebogens des Schüttkanals B oder durch einen getrennten Kanal ein Luftzuführungsweg
s zur Weifsgluthzone geschaffen wird, der nur während einer kurzen, genau
regulirbaren Zeit nach Aufschüttung von frischem Brennmaterial frische Luft zur Weifsgluthzone
eintreten läfst. Erreicht wird dies dadurch, dafs der Kanal s durch eine Klappe k geschlossen
wird, die sich öffnet, sobald die Klappe P des Schüttkanals B zur Zufuhr frischer
(2. Auflage, ausgegeben am 28. Juni iSgg.)
Kohlen geöffnet wird, die aber weiter, durch ein Uhrwerk regulirt, sich nach dem Oeffnen
erst in einer gewissen, durch Versuche feststellbaren Zeit wieder schliefst, während die
Klappe P nach dem Aufwerfen sofort geschlossen wird.
Die Klappe k kann, wie Fig. ι und 2 zeigen,
auf dem Rand der geschlossenen Klappe P aufliegen, wenn beide geschlossen sind. Es mufs
sich dann k öffnen, sobald P gehoben wird. Die Regulirung für den allmählichen Schlufs
der Klappe k kann erfolgen durch die Schnur v, welche von der Klappe k aus über eine
Rolle i geht und durch ein Gegengewicht g gespannt wird.
Die Rolle i ist fest verbunden mit einem Sperrrad ■{, sitzt aber mit letzterem lose auf
einer Welle w, die ein Zahnrad 0 trägt, welches in einer Drehrichtung durch die Sperrkegel
ff mit dem Sperrrad gekuppelt und von letzterem mitgenommen wird. Durch Uebersetzung
ist dann das Zahnrad c mit einem Wind flügelrad t verbunden, dessen Flügel eingestellt
werden können, um je nach Bedarf geringeren oder gröfseren Luftwiderstand zu
bilden.
Wird die Klappe k gehoben beim Oeffnen der Klappe P, so sinkt das Gewicht g und
dreht die Rolle i auf der zugehörigen Welle n>. Schliefst sich darauf die Klappe k wieder infolge
eines Uebergewichtes über das Gegengewicht g, so drehen sich i und ^ im entgegengesetzten
Sinne und das Zahnrad 0 wird mitgenommen. Infolge dessen wird das Flügelrad
t in Drehung gebracht, und es läfst sich durch Veränderungen in der Gröfse oder in
der Stellung der Flügel genau feststellen, in welcher Zeit der völlige Schlufs der Klappe k
erfolgt. Werden nach Regulirung des Uhrwerks stets einigermafsen gleichmäfsige Mengen
Brennmaterial neu aufgeschüttet, so ermöglicht die vorerwähnte Einrichtung vollständige Rauchverzehrung,
wie Versuche bestätigt haben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Schüttfeuerung mit Rauchverzehrung, gekennzeichnet durch das gleichzeitige Vorhandensein der geneigt liegenden Roststäbe fe), die am unteren Ende in Wasser tauchen und von oben mit Brennmaterial beschickt werden, des zur Verbrennungszone führenden Luftkanals fs), der entweder durch das über dem Rost befindliche Gewölbe gebildet wird oder auch getrennt angelegt sein kann, der jedoch einen besonderen Einlafs für die frische Luft hat, der durch eine Klappe fk) oder Schieber geschlossen ist, die sich selbsttätig öffnet, sobald der Abschlufsdeckel (P) der Feuerung behufs Aufgabe frischen Brennstoffes geöffnet wird, sich aber nicht zugleich mit diesem Abschlufsdeckel, sondern durch die Einwirkung eines Uhrwerkes oder einer gleichartig wirkenden Vorrichtung in einem regulirbaren Zeitraum wieder schliefst, um nach der Aufgabe von frischem Brennstoff zeitweilig frische Luft durch den Kanal fs) zur Verbrennungszone zu führen.. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE61796C true DE61796C (de) |
Family
ID=335834
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT61796D Expired - Lifetime DE61796C (de) | Schüttfeuerung mit Rauchverzehrung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE61796C (de) |
-
0
- DE DENDAT61796D patent/DE61796C/de not_active Expired - Lifetime
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