DE41570C - Chronometerhemmung - Google Patents

Chronometerhemmung

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DE41570C
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fork
rocker
unrest
tooth
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B15/00Escapements
    • G04B15/06Free escapements

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Chronometerhemmung hat die Eigenschaft, dafs die Mittheilung der Kraftimpulse vom Steigrad an die Unruhe nach der einen Seite hin direct mittelst der Gangradzähne auf einem Finger an der Welle der Unruhe und nach der anderen Seite hin indirect mittelst des Druckes, welchen die Gangradzähne auf die schiefe Ebene der Cylinderwand einer Cylindergabelwippe ausüben, die den erhaltenen Antrieb auf einen Stift der Unruhe überträgt.
An der Cylindergabelwippe ist ein sich zwischen zwei Zahnspitzen des Gangrades bewegender Cylinder angebracht, so dafs die Zahnspitzen auf der äufseren und inneren Cylinderwand einen kürzesten Weg bei der Drehung dieser Wippe machen, womit bei dem kleinen Durchmesser des Cylinders und bei dem sehr geringen Gewicht der kurzen Cylindergabelwippe der Aufwand zur Ueberwindung des Trägheitsmomentes und der Reibung bei der Auslösung auf ein Geringes herabgesetzt wird.
Die Bestandtheile der Hemmung sind: das Gangrad, die Cylindergabelwippe und die Unruhe,
Das Gangrad A A, Fig. 1, 3, 5, 7 und 10, hat einfache Zähne α ax a2 a3 . . . Wird eine Cylindergabelwippe B Ba B,, Fig. 1, 2, 10 und 11, mit vollständigem Cylinder und Spunden angewendet, so hat die vordere Fläche der Gangradzähne eine Abneigung vom Radius rrf von 70. Dieser Winkel ^1Tr11 genügt zur sicheren Auflage der Zahnspitzen auf der äufseren wie inneren Wand c C1, Fig. 1 und 10, des Cylinders Ba. Die hintere Fläche der Gangradzähne bildet vom Radkranz i i ab bis zum punktirten Kreis i, I1 eine beliebig gebogene Linie, die aber vom Kreis I1 if bis zum Kreis r r eine schmale, spitz zulaufende Zahnspitze, wie es die Zeichnungen Fig. 7 und 10 angeben, erhalten mufs.
Das Gangrad AA, Fig. 3, 4 und 7, hat bei Anwendung eines Cylinders Ba mit der durch die Mitte laufenden Welle d, Fig. 7 und 8, ganz gleichartig begrenzte Zahnenden, nur mufs die vordere Fläche von r bis i in einem Winkel von 170 (statt 70) zum Radius r r, stehen. Dieser Abstand erhöht sich auf 200 bei der Cylindergabelwippe, Fig. 5 und 6, welche in gegebener Construction durch Prägung gemacht werden kann. In den Fig. 1, 3 und 5 erscheinen diese Winkel punktirt.
Die Cylindergabelwippe (B Ba Bj) kann eine solche sein, bei welcher in der Mitte des Cylinders sich keine Welle befindet, Fig. 1, 2, 10 und 11, oder eine solche, bei welcher durch die Mitte des Cylinders eine Welle d läuft, Fig. 3, 4, 7 und 8.
Die erstere besteht aus zwei Stücken, nämlich aus der Gabelwippe, die in der Mitte um die Cylinderhöhe dicker ist und deren Cylinder durch Bohren und Drehen hergestellt wird, und aus einem Spund B1n welcher in den Cylinder eingesetzt wird, wie Fig. 10 und 11 zeigen. Die Gabelwippe kann jedoch einen angedrehten Spundansatz haben, wie Fig. 11, B/f. Dann wird der Cylinder auch ein Stück für sich, an dessen beiden Seiten die Andrehung Ba und der Spund B11 mit ihren Zapfen eingepafst werden, und besteht aus drei Stücken.
Der Durchmesser des Cylinders ist beinahe gleich der Entfernung zweier Zahnspitzen des Gangrades; die Dicke der Cylinderwand gleich Y8 des Durchmessers. An der einen Seite des Cylinders beginnt seine Oeffnung für das Gangrad bei s, und diese endet auf der anderen Seite mit der schiefen Ebene S1 an der Cylinderwand. Die Verlängerungen B und B1 der Gabelwippe befinden sich im Gleichgewicht. Von bisher bekannten Cylindern unterscheidet sich dieser dadurch, dafs er eine dicke Wand mit einer schiefen Ebene S1 hat, die sich den Gangradzähnen entgegenstellt und den indirecten Antrieb auf den Stift g, Fig. ίο, veranlafst, während die Wand 5 sich zum directen Antrieb öffnet. Es fallen daher 7/8 des Durchmessers für den directen und Y8 für den indirecten Antrieb. Fig. 12 zeigt jenen Theil des Cylinders punktirt, welcher herausgenommen werden mufs.
Die Cylindergabelwippe, bei welcher durch die Mitte eine Welle d läuft, ist in gleicher . Weise wie die erstere constrain, nur ist das Loch 0 so grofs, dafs die Welle d, Fig. 9, hineinpafst. Die Cylinderwände sind von q bis ψ/, Fig. 7, und von s bis sf herausgenommen, und die Cylindergabelwippe hat dann die Gestalt Fig. 7 und 8.
Die Cylindergabelwippe B Ba B1, Fig. 5 und 6, wird durch Prägung hergestellt und besitzt dieselbe Construction wie die schon beschriebene. Der Weg der Gabel wird durch die Stifteyy begrenzt.
Von diesen drei Arten von Cylindergabelwippen hat die erstere unbedingt den Vorzug vor den beiden anderen, weil der Mittelpunkt des Cylinders auf die Kreislinie rr, ja selbst innerhalb derselben gesetzt werden kann. Man kann daher die Auflage der Gangradzähne auf den Cylinderwänden ohne Nachtheil für den guten Gang verkürzen, oder verlängern, weil der Cylinderdurchmesser plus der nöthigen Zahnluft von Y2 0 gleich der Entfernung zweier Zahnspitzen von einander ist. Annäherung oder Entfernung ist daher innerhalb bestimmter Grenzen bedeutungslos, wenn sie zwischen den. Linien e e und ef et , Fig. ι ο, erfolgt. Aus diesem Grunde wird Plantage und Reparatur des Ganges am leichtesten ausführbar.
Da die Durchmesser der Cylinder der beiden letzteren Arten der Cylindergabelwippe gröfser sein müssen als die Entfernung zweier Gangradzahnspitzen von einander, so ist die Annäherung dieser Cylinder in Richtung der Linien e e und e, e, sehr beschränkt, denn sie führt zur Störung des Ganges, und bei Entfernung derselben ergiebt sich ein starker Anschlag infolge eines Falles, mithin ein Kraftverlust für den Antrieb.
Die Unruhe HH, Fig. 1, ist eine gewöhn-/iche, die leichter als jene des Ankerganges sein kann, weil die Auslösung gar keine lebendige Kraft der Unruhe in Anspruch nimmt, daher keine Gangesstörungen vorkommen können.
Am Schenkel \ der Unruhe, möglichst nahe der Welle derselben, befindet sich der Stift g, welcher in die Gabelzinken eingreift, jedoch ohne den darunterliegenden dritten Gabelzinken mit seinem Kopf zu berühren. Unter dem Ende dieses Stiftes g befindet sich am Wellbaum /2 der Unruhe die Rolle n>, die ebenso gtofs. ist .wie.der Kreis, den der Mittelpunkt des Stiftes g beschreibt. An der Stelle dieses Stiftes hat diese Rolle eine kreisrunde Oeffnung M, wohinein sich der Kopf der dritten Gabelzinke bei der Drehung der Unruhe ohne Hindernifs versenkt, wie Fig. 7 und 10 es ersichtlich machen. Nach erfolgtem Antrieb steht der Kopf neben der Rolle tv. und verhindert die Rückkehr der Cylindergabelwippe, bevor der Stift g die Gabelzinken verlassen hat. Da ferner die Drehung der Cylindergabelwippe nach aufsen hin durch die Wegstifteyy begrenzt wird, so mufs der zurückkehrende Stift g sicher in die Gabelzinken einfallen. An der Welle h der Unruhe befindet sich noch der Finger x, Fig. 1, 3, 7, 8 und ro, welcher von den nach einander folgenden Gangradzähnen direct angetrieben wird.
Der Gang der Hemmung.
Die Gabel der Cylindergabelwippe B Ba B1, Fig. ι und 7, befindet sich links der Oeffnung u der Rolle w. Die Winkelgeschwindigkeit des Stiftes g ist zunächst der Welle h der Unruhe eine möglichst ermäfsigte. Bei der Schwingung der Unruhe HH nach Pfeil m m, Fig. 1 und 7, ist der Stift g zwischen die beiden Gabelstifte getreten und für den Kopf der unteren Gabelzinke ist der kreisrunde Raum u der Rolle w offen. Der Stift g erfafst die rechte Gabelzinke tangirend und führt sie in abnehmend schiefer Richtung; daher findet bei Auslösung, welche beim Vorschreiten der Cylindergabelwippe im Bogen von 20 erfolgt, kein Stofs, sondern nur ein Schub, und zwar ein langsam beschleunigter Schub statt.
Da nun die Auslösung in den Zeitraum fällt, wo die Spiralfeder um Y6 des Kreisbogens gespannt ist und diese Spannung eine gröfsere Kraft besitzt, als zur Auslösung (zur Ueberwindung der Trägheit und Reibung) erforderlich ist, so wird die lebendige Kraft der Unruhe nicht im Geringsten geschmälert und die Uhr kann nicht stehen bleiben.
Hat die Cylindergabelwippe die Drehung von 2° gemacht, so ist dem Zahn at die Unterlage auf der äufseren Cylinderwand entflohen, das Gangrad AA ist frei geworden, der Finger χ an der Welle h ist vor den Zahn a3 des Gangrades getreten und in demselben Augenblick erfolgt der directe Antrieb durch
den Zahn aB auf diesen Finger. Nach diesem Antrieb liegt der Zahn at auf der inneren Cylinderwand, Fig. 3 und punktirt Fig. 7 und 10, und die Gabel befindet sich rechts vor der Rolle w. Bei der rückkehrenden Schwingung der Unruhe ,in Pfeilrichtung nn, Fig. 3, ergreift der Stift g die Gabel der Cylindergabelwippe und führt sie ab Ruhe mit langsamer Beschleunigung nach links. Nach der Drehung der Wippe um 20 gelangt der auf der inneren Cylinderwand gelegene Gangradzahn auf die schiefe Ebene Sn Fig. 10, der Cylinderwand, drückt darauf und treibt die Gabel nach links, wodurch auf den Stift g an dem Unruheschenkel % der indirecte Antrieb in einer Bogenlänge von 12° ertheilt wird.
Nun ist der folgende Gangradzahn α auf die äufsere Cylinderwand zu liegen gekommen,
die Unruhe kehrt nach Pfeil m m zurück und die Hemmung befindet sich wieder in derselben Stellung, wie sie die Fig. 1 und 7 darstellen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Eine Chronometerhemmung, bei welcher die Mittheilung der Kraftimpulse vom Ankerrade an die Unruhe in dem einen Drehungssinne derselben nur direct durch den Angriff eines Steigradzahnes gegen einen Zahn (x) der Unruhe und im anderen Drehungssinne nur indirect durch den Angriff eines Steigradzahnes gegen die schräge Fläche (sf) eines ausgeschnittenen Hohlcylinders erfolgt, der mit dem gegabelten Zwischenhebel (»Cylindergabelwippe BBaBj«) fest verbunden ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT41570D Chronometerhemmung Expired - Lifetime DE41570C (de)

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DENDAT41570D Expired - Lifetime DE41570C (de) Chronometerhemmung

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DE (1) DE41570C (de)

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