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Gemischpumpe. Auf dem für die Erfindung in Frage koinmenden Gebiete
ist es bekannt, ein Gemisch von Brennstoff und Luft herzustellen, indem Luft und
Brennstoff unter dem Druck der Pumpe zusammengeführt werden. Es ist auch bekannt,
die Steuerung, d. 11. den Ein-und Auslaß von Brennstoff und Luft bzw. Ein-
und Auslaß des Gemisches durch Kolben zu bewirken. Die Erfindung besteht darin,
daß der Kompressionsraum der Pumpe veränderlich gemacht wird, indem er mittels einer
-Membran, die zweckmäßig unter Ein-, jall,i C'!?ll'@ I'O'1C'1' "/.t- stellen ist
oder mit 11'gelldeineni anderen flexiblen -fitte- abgeschlossen wird. Pur Bren -isaoff
wird im Komprc'ssionsraum durch den Pumpenkolben bis zu einem gewissen Grade komprimiert,
wobei sich der federnde Abschluß des Kompressionsraumes mehr oder weniger weit durchhiegt.
Erreicht der Pumpenkolben eine gewisse Stellung, so wird plötzlich eine Verbindung
des Kompressionsraumes mit der anderen Zylinderseite hergestellt, d. h. die Kompression
wird plötzlich aufgehoben und das komprimierte Gemisch strömt nach der anderen Zvlinderseite
über, uni sich mit der dort befindlichen Luft zu vereinigen, die in geeigneter Weise
zweckmäßig ebenfalls durch eine -leinbranptnnlie während des Kompressionshubes in
diese Zylinderseite eingebracht wurde. Beim Überströmen des Komprimierten Brennstoffes
nach der entgegengesetzten Zylinder- oder Kolbenseite übt nun die den Kompressionsraum
abschließende -lunibran einen Druck aus und beschletinigrden l'1 ertritt zur anderen
7-yIinderseite.
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Die Membranpnmpe, «-elche die notwendige Luftmenge bzw. auch ein Gemisch
von Brennstoff und Luft zur Veruiischung finit dein komprimierten Brennstoff in
den Zylin-(l0'r einzilbringe i hat, besteht in einem am zweckmäßigsten mit (lern
Pumpenkolben bzw. dessen Kolbenstange zu verbindenden Diaphragnia, (las beim Niedergang
des Pumpen= kolLens, d. h. heim Kompressionshub ebenfalls finit nach unten bewegt,
durchgedrückt wird, den Luftvorratsraum verkleinert und demzufolge Luft auf irgendeine
Weise nach der in Frage kommenden Zylinderseite drückt.
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Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in beispielsweiser
Ausführungsform dargestellt. Die Darstellung ist ini Schnitt geschehen.
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Die Gemischpumpe besteht in der Hauptsache aus dem Zylinder i, dem
Koll:en 2 und dem Diaphragma 16, welches den Kompressionsraum des Zylinders abschließt.
Zweckmäßig ist das Diaphragma 16 dem Einfluß einer Feder 17 zu unterwerfen. Der
Brennstoff gelangt durch die Bewegung des Kolbens 2 in den Zylinder i. Bei dein
hier dargestellten Ausführungsbeispiel käme für die Bremistoffzuführung der Aufwärtsgang
des Kolbens 2 in Frage. Beim Rückwärtsgang, hier also beim Niedergang des Kolbens,
wird der vordem angesaugte Brennstoff kornpriiniert, bis der Kolben schließlich
in eine bestimmte Stellung kommt, wo er die -Mündung eines Verbindungskanals 6 freigibt,
so ilaß der komprimierte Brennstoff aus dein Kornpressionsratim des Pumpenzylinders
nach der anderen Seite des Kolbens und Zvlinders übertreten kann und sich dort mit
Luft verinischt, um ein inniges Gasluftgemisch zu bilden, das durch einen geeigneten
Auslaß seinem bestimmten Zwecke zugeführt wird.
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Die Saugleitung der Pumpe ist mit .l bezeichnet, während mit 5 die
nahe dem Ende des Zylinders einmündende Ableitung bezeichnet ist. Der Verbindungskanal
6 verbindet den Kompressionsraum der Pumpe mit der anderen Zylinderseite an einer
zwischen den Einmündungen der Saugleitung und der Ableitung gelegenen Stelle.
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Die notwendige Luft wird der Pumpe durch eine Art Kompressor zugeführt,
welcher besteht aus dem Luftbehälter 7 mit (lern Lufteinlaßventil 7x und einem Diaphragma
B. Die Kolbenstange 3 durchzieht den Lufthehä lter und ist auf irgendeine Weise
z. B. durch Muttern 9 mit dem Diaphragina fest verbunden. Die Bewegung des Dia-und
der Kolbenstange 3 bzw. des
Kolbens 2 geht von einem Exzenter i
i aus, welches den am oberen Ende der Kolbenstange 3 angeschlossenen Schwinghebel
12 in Bewegung setzt.
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Zwischen der Kolbenstange und der Kolbenstangenbohrung des Pumpenzylinders
i besteht ein gewisses Spiel, so daß das Diapliragma beim Kompressionshub in der
Lage ist, Luft in den oberen Zylinderraum zu drücken.
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Der Kompressionsraum wird, wie schon einmal hervorgehoben wurde, veränderlich
gemacht und zu diesem Zweck durch ein federbelastetes Diaphragma 16 abgeschlossen,
das nach der Zeichnung in der Kammer i g liegt und sich unter der Kompression von
selbst mehr oder weniger ausbiegt. Die Spannung der Feder 17 läßt sich mittels einer
Schraube 2o regulieren. Die Schraube sitzt verstellbar in einem Teil 18 und ist
zweckmäßig durch eine Gegenmutter zu sichern. Wenn die Kompression des Kollmtis
a beendet ist, dadurch, daß er die Mün-,lting (les Verbindungskanales 6 in dein
oberen Zvlinderratim plötzlich freigibt, drückt die- Feder i 7 das Diaphragma 16
wieder nach oben und übt einen Druck auf den Brennstoff aus, der demzufolge in beschleunigtem
:Maße durch den Verbindungskanal 6 zur anderen Zylinderseite übertreten muß. Statt
des Diaphragmas 16 kann auch jedes andere geeignete Mittel in Anwendung kommen,
das Betlügende Elastizität aufweist.
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Der Brennstoff kann auf seinem Wege zum Zvlindereinlaß der Maschine
zunächst einem Vergaser zugeführt werden, wo er einen weiteren Luftzusatz in bekannter
Weise erhalten mag. Welchem Verwendungszweck :las Gemisch ini übrigen zugeführt
wird, dürfte an sich gleichgültig sein.
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Kommt die Erfindung bei einer Verbrennungskraftmaschine in Anwendung,
so wird die Brennstoffabgabe der Gemischpumpe so geregelt, daß sie sich mit der
Brennstoffaufnahme der Maschine im großen und ganzen deckt.
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Um -der unteren Zylinderhälfte, d. Il. dem honipressionsrauni gegebenenfalls
auch Luft zuführen zu können, ist ein Rückschlagventil 21 in Verbindung finit einem
gewöhnlichen Absperrventil 22 vorgesehen worden, so daß mit dein Brennstoff unter
Umständen auch eine gewisse Menge Luft mit abgesaugt «-erden kann. Die Luft vermischt-
sich mit dem abgesaugten Brennstoff im Kompressionsraum und wird gemeinsam finit
ihm komprimiert. Am Ende der Kompression, d. h. wenn der Kolben 2 die Ausmündung
des Verbindungskanales 6 freilegt, tritt dann ein komprimiertes Brentistoffluftgemisch
in die obere Zylinderhälfte, wo dann eine weitere Vermischung mit der dort befindlichen
Luft stattfinden wird. Zu bemerken ist, daß durch den Lufteinlaß eine gewisse Regelung
des Vakuums beim Saughub des Kolbens im Kompressionsraum stattfinden kann. Mit solchen
Mitteln läßt sich sonach die Menge des dem Zylinder zutretenden Brennstoffes regeln,
was gleichbedeutend ist mit einer Regelung der von der Gemischpumpe zu liefernden
Gemischmenge. Erwähnt sei, daß Brennstoff und Luft, die einerseits durch die Leitung
.4 und anderseits über das Rückschlagv entil 21 in den Zylinder eintreten, in einem
fast vollständig zerstäubten Zustande komprimiert werden.
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Des weiteren ist ein Rückschlagventil 23 in die Ableitung 5 der Pumpe
eingebaut. Ein Rohr 24., in dem ebenfalls ein Rückschlagventil 2@ liegt, verbindet
den Luftbehälter 7 mit dem oberen Zylinderraum, so daß Luft, welche vom Diaphragma
8 in den Behälter 7 durch ein Ventil 711 eingesaugt wird sowie auch durch Undichtheit
längs der Kolbenstange 3 austretendes Gemisch beim Abwärtshub des Diaphragmas komprimiert
und in den oberen Zylinderraum gedrückt werden, solange sich der Pumpenkolben nach
abwärts bewegt und letzten Endes jenen Punkt erreicht, wo die T@Zündung des Verbindungskanales
6 zum oberen Zylinderraum freigelegt wird.