DE414240C - Fluessigkeitsbremsvorrichtung fuer die Spindeln von Spinnmaschinen - Google Patents

Fluessigkeitsbremsvorrichtung fuer die Spindeln von Spinnmaschinen

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DE414240C
DE414240C DEC34040D DEC0034040D DE414240C DE 414240 C DE414240 C DE 414240C DE C34040 D DEC34040 D DE C34040D DE C0034040 D DEC0034040 D DE C0034040D DE 414240 C DE414240 C DE 414240C
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  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Flüssigkeitsbremsvorrichtung für die Spindeln von Spinnmaschinen. Es sind bereits Flüssigkeitsbremsen für Spinnmaschinen aller Art bekannt, und zwar läßt man die Spindeln in eine Flüssigkeit tauchen, deren Spiegel durch Bewegen des Behälters für die 'Flüssigkeit entsprechend dem Kätzeraufbau gehoben und gesenkt wird. Hiergegenüber ist bei der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Flüssigkeitsbremsvorrichtung der Tauchbehälter für die Spindeln. in Fortfall gekommen, und dafür sind die Spindeln mit je einer Lagerhülse mit etwas Spiel umgeben, in denen die Standhöhe der Flüssigkeit genauer, jeweils entsprediend der Bewegung der Spindeln, für den Kötzeraufbau verändert werden kann. Hierzu werden die Lagerhülsen durch ein reit den Spindeln auf und ab gehendes. Rohr mit einem Sammelbehälter verbunden, in welchem ein von ihm stellbarer Tauchkolben die Standhöhe der Bremsflüssigkeit in sämtlichen Hülsen gemeinsam regelt, um beim fortschreitenden Niedergange der Spindeln von dem Flüssigkeitsbehälter mitgenommen zu werden. Es können jedoch die Hülsen einzeln mit Stand- oder Tauchbehältern zusammenwirken, die gemeinsam auf einer wagerechten Schiene sitzen, welche durch eine Lenkstange und Hebel von der Hebestange für die Spindeln eine verstärkte Auf- und Abwärtsbeivegung erlangt, utibeeinflul,)t voll dem fortschreitenden Senken der Spindeln. Dabei wird die Dichte der Flüssigkeit einerseits und die von ihr benetzte Umfläche der Spindeln anderseits so gewählt, daß sie der bestimmten, jeweils zti erzeugenden Garnart entspricht.
  • Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und zwar -zeigt Abb. i eine teilweise Vorderansicht einer Spinnmaschine, zum Teil im Schnitt, Abb. 2 einen zugehörigen Schnitt durch das untere Ende einer Spindel und Abb.3 einen Längsschnitt durch das obere Spindelende. Abb. 4. ist ein Querschnitt zu Abb. i und Abb. 5 die zugehörige Oberansicht, während Abb.6 die teilweise Vorderansicht einer abgeänderten Ausführungsform der Maschine ist. A ist eine Seitenwand des Gestelles, I3 die untere Längsschiene und C die Ringschiene. Jede Spindel e wird von einer Hülse ; zeit einem gewissen Spiel umgeben, deren oberes Ende den mittleren Spindelteil h als Lager umschließt, während sich das untere Ende bis nahe an das Spindelende bzw. die Ringe t' erstreckt. Der zwischen der Hülse 3 und der Achse 2 verbleibende Raum c ist mit einer geeigneten Bremsflüssigkeit gefüllt, deren Bremswirkung um so größer ist, je kleiner der in der Hülse verbleibende leere Raum ist. Zur Herstellung von feinen Baumwollgarben lagert man Spindeln von etwa 8 mm Durchmesser in Hülsen von etwa i o mm lichter Weite, die mit Bremsflüssigkeit von 0,82 spezifischem Gewicht gefüllt werden. Die Spinde12 ist am unteren Ende als ein sich verjüngender Spurzapfen ausgebildet, der im Spurlager 4. (Abb. 2) läuft, während das mittlere Halslager bei b (Abb.3) von einem die Spindel lose umgebenden Ring 5 gebildet wird, der in einer Ausnehmung des oberen Hülsenendes ruht und auftretende Schwingungen aufnimmt, gleichzeitig aber der Spindel eine größere Bewegungsfreiheit sichert. Jede Hülse ; ist mittels -zweier Muttern tv, 1v' an einem wagerechten Rohr 6 befestigt, das sich längs des Maschinenrahmens erstreckt und so die ganze Reihe von Spindeln trägt. Dieses Längsrohr wirkt als Hubrohr, so daß bei Verwendung von Führstangen 7 als Rohrstützen deren Bewegung zum allmählichen Senken der Spindeln bei fortschreitendem Kötzeraufbau von d bis f (vgl. Abb. i) dient.
  • Das Aufwickeln des Garnfadens g erfolgt durch. den rotierenden Ring 8, der seine Drehung durch Schnur 9 erlangt, und den Fadenführer 8«.
  • All einer geeigneten Stelle ist auf dem Längsrohr 6 ein Behälter io für die klebrige Flüssigkeit angeordnet, dessen oberer Rand sich annähernd in gleicher Höhe mit dem höchsten Stande des Flüssigkeitsspiegels in der Hülse 3 befindet. Der Behälter io ist finit dem Rohr 6 durch ein Zufuhrrohr i i verbunden.
  • In diesem Behälter io arbeitet ein Kolben 12, der an dem wagerechten Arm i ;« eines verstellbaren Halters 13 unter Vermittlung der Schraubenspindel 12,1 verstellbar aufgehängt ist. Der Halter 13 ist mittels eines Bolzens 14 liebst Mutter 14- in einem Schlitz i 5a einer senkrechten feststehenden Schiene 15 befestigt, und zwar vorteilhaft unter Zwischenschaltung einer Unterlagsscheibe 141' und einer den Bolzen umschließenden Druckfeder i -c-.
  • Wenn das Spinnen beginnt, müssen sich die Spindeln mit dem Hubrohr 6 in der höchsten Stellung befinden, so daß beim Fortgang des AufwlckeInsS sich beide um eine Strecke hin und her bewegen, welche gleich ist dem Abstand zwischen dem oberen Ende des Zylinderteiles, des Kötzers bei fi und seiner Spitze f, und zwar bis unter allmählichem Senken von Hubrohr und Spindeln der Kötzer vollständig gebildet ist.
  • Während des Aufwickelns der Fäden zur Bildung der Schulter lt des Kötzers, wo dieser seinen größten Durchmesser hat, wird das. Hubrohr 6 den Behälter i o mit in eine solche Stellung anheben, daß der Kolbenteil 12 die Flüssigkeit bis zum höchsten Stande in dem Sammelbehälter io und den Hülsen 3 ansteigen läßt, so daß gleichzeitig die größte Bremswirkung auf die Spindeln ausgeübt wird. Sobald das Hubrohr 6 nach abwärts geht, um die Spitzen/ der Kötzer zu bilden, wird auch der Behälter io sich senken und von dein Kolben 12 entfernen, wodurch die Flüssigkeit im Behälter i o und folglich auch in den Hülsen 3 sinkt, so daß die Spindeln, von der Bremsflüssigkeit befreit, schneller laufen werden, wie dies die Spitzenbildung bei kleinstem Kötzerdurchmessererfordert.
  • Da das Hubrohr 6 außer seiner beständig hin und her gehenden Bewegung eine allmähliche Abwärtsbewegung ausführen soll, so kommt nach einem entsprechenden Arbeitsschnitt die Bodenplatte des Behälters io mit dem unteren vorstehenden Arm 13U des Halters i z in Berührung, so daß letzterer, dank seiner, gleitbaren Befestigung durch Bolzen 14., auf der Schiene 1 5 nach abwärts verschoben wird. Die Sicherung des Armes 13 durch Bolzen 14, Mutter i 4a und Feder 14, ist eben nur gerade eine genügende, um den Kolben 12 in Stellung zu halten, damit er nicht durch die im Behälter io ansteigende Flüssigkeit mit angehoben wird.
  • Anstatt des Behälters io können unabhängige Rohre 16 für die einzelnen Hülsen verwendet werden (s. Abb.6).
  • Die Hülsen 3 sind in diesem Falle auf der oberen Hubschiene 1 7 festgemacht, die in bekannter Weise durch senkrechte Hebestangen 17t., angehoben wird, deren obere Enden an der Schiene festgemacht sind, und die frei durch eine untere Schiene B gehen und vom Hebel 17l1, der seine Bewegung in der bekannten Weise von der Aufbauvorrichtung erhält, wie üblich gehoben und gesenkt werden. Die Rohre i 6 sind an der Hilfsschiene 18 befestigt, die von senkrechten Verbindungsstangen ig getragen wird, welche durch Zapfen x an die Schiene i 8 und Zapfen x1 an einem Hebel 2o angelenkt sind. Dieser Hebel 20 ist durch Zapfen x= an einen Arin.21 drehbar angeschlossen, der fest am Maschinengestell A sitzt. Ein mitten auf der Hebestange 17« sitzender Stift 22 greift in einen Schlitz 2oa des Hebels 2o ein. Der Hebel 17" wird in bekannter Weise in Schwingbewegung versetz, um den Aufbau der Kötzer auf den Spindeln 2 zu regeln, und er dient ferner dazu, die Schiene 17 allmählich zu senken, so daß die Kötzer in bekannter Weise auf die gewünschte Länge gebracht werden. Da sich die Rohre 16 in Übereinstimmung mit der Länge des konischen Teiles des Kötzers vom Punkt h bis Punkt f während der Drehung der Spindeln verschieben müssen, ist der Hebel -2o so angeordnet, daß er der Schiene 18 eine doppelt so große ( oder in beliebig anderem Verhältnis stehende) Bewegung mitteilt als diejenige, welche der Schiene 17 durch den Hebel 17l° mitgeteilt wird, sobald die Schiene i; von der in Abb. 6 gezeigten Stellung nach abwärts geht, so daß die Spindeln in eine solche Stellung gebracht werden, daß das obere Ende f des spitzen oder konischen Teiles des Kötzers den Führungsaugen des Fadenführers 8a gegenübersteht. Die Rohre 16 werden auf diese Weise um die doppelte Strecke bewegt werden, so daß also die Flüssigkeit in den Hülsen 3 sich ebenfalls im entsprechenden Verhältnis gesenkt haben wird, wodurch die gewünschten Veränderungen in der Bremswirkung erreicht werden.
  • Zum Spinnen von verhältnismäßig schweren oder starken Garnen müssen die Durchmesser der unteren Enden der Spindeln 2 vergrößert werden, ebenso wie auch die lichte Weite der Hülsen 3, zwecks Verstärkung der Bremswirkung auf die Spindeln.
  • Die Ringe t, il auf den Spindeln 2 dienen dazu, eine Verschiebung der Spindeln mit Bezug auf die Hülsen 3 zu verhindern.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Flüssigkeitsbremsvorrichtung für die Spindeln von Spinnmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeln (2) von je einer die Spindeln mit geringem Spiel umschließenden Lagerhülse (3) umgeben sind, in der die Standhöhe der Bremsflüssigkeit jeweils entsprechend der Bewegung der Spindeln zur Regelung des hötäeraufbaues verändert wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerhülsen (3) durch ein mit den Spindeln sich auf und ab bewegendes Rohr (6) an einen Sammelbehälter (io) angeschlossen sind, in welchem ein Tauchkolben (12) die Standhöhe der Bremsflüssigkeit regelt.
  3. 3. Vorrichtung nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tauchkolben an dem oberen Arm (13a) eines an einer lotrechten Schiene (15) gleitbar befestigten Halters (13) einstellbar sitzt und beim allmählichen Niedergange der Spindeln entsprechend dem fortschreitenden Aufbau der Kötzer unter Vermittlung eines unteren. Armes (13f1) vom Flüssigkeitsbehälter mit abwärts genommen wird. .. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerhülsen (3) in einer gemeinsamen Schiene (17) sitzen und von Standbehältern (16) umschlossen sind, die gemeinsam auf einer parallelen Schiene (18) befestigt sind, welche mittels Lenkstange (i g) und Hebel (2o) von der Hebestange (17a) für die Spindeln eine im Verhältnis zur Spindelbewegung verstärkte Auf- und Abwärtsbewegung erlangt.
DEC34040D 1922-10-03 1923-10-04 Fluessigkeitsbremsvorrichtung fuer die Spindeln von Spinnmaschinen Expired DE414240C (de)

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