DE413595C - Elektromagnetisches Alarmrelais, das zugleich als Wecker dient - Google Patents

Elektromagnetisches Alarmrelais, das zugleich als Wecker dient

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DE413595C DEB111822D DEB0111822D DE413595C DE 413595 C DE413595 C DE 413595C DE B111822 D DEB111822 D DE B111822D DE B0111822 D DEB0111822 D DE B0111822D DE 413595 C DE413595 C DE 413595C
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    • GPHYSICS
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    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B3/00Audible signalling systems; Audible personal calling systems
    • G08B3/10Audible signalling systems; Audible personal calling systems using electric transmission; using electromagnetic transmission

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Description

Walter Blut in Berlin.
Gegenstand der Erfindung ist ein elektromagnetisches Relais, welches zugleich als Alarmwecker dient.
Von bereits bekannt gewordenen, gleichfalls beiden Zwecken dienenden Vorrichtungen unterscheidet sich die vorliegende durch größere Einfachheit, Betriebssicherheit und wesentlich geringeren Verbrauch an Haltestrom, erreicht durch die Benutzung von Vormagnetisierung ίο zur Verstärkung der Relaishaltewirkung und Anwendung je einer besonderen, aber auf ein und dasselbe Elektromagnetsystem einwirkenden und dem Zwecke entsprechend bemessenen Wicklung für Relais- und Weckerfunktion. Die neue Anordnung ist in einem Ausführungsbeispiel in der Zeichnung veranschaulicht.
An Hand der Darstellung sei die neue Einrichtung hier erläutert:
Dieselbe besteht aus dem Elektromagneten 1 mit den beiden Wicklungen, 2 und 3, dem Anker 4 mit den Kontaktfedern 5 und 6, dem Haltekontakt 7, Weckerkontakt 8 und der Vormagnetisierungs- bzw. Rückstelltaste 9. Mit einer Batterie ι ο und über eine Verbindungsleitung 13-14 mit einem Überwachungskontakt 11 nebst Vorschaltwiderstand 12 verbunden stellt das neue Alarmrelais eine fertige, keines besonderen Weckers bedürfende Alarmanlage dar.
Die Wirkungsweise des Alarmrelais, und zwar in Verbindung mit Überwachungskontakten, wie eben erwähnt, ist die folgende: Befindet sich das Alarmrelais 1 unter Ruhestrom bzw. die Alarmanlage in Überwachungsstellung, so fließt Strom vom -[--Pol der Batterie 10 über Anker 4, Kontaktfeder 6 und Haltekontakt 7 in die Haltewicklung 3 und über Leitung 13, Widerstand 12, Überwachungskontakt 11, Leitung 14 zurück zum —Pol der Batterie 10. Wird der Über- I wachungskontakt 11 geöffnet, so wird die j Haltewicklung 3 stromlos, der Anker 4 wird j durch die Blattfeder 6 abgerissen, Haltekon- takt 6-7 geöffnet und Selbstunterbrechungskontakt 8 geschlossen. Infolge Schließung des Kontaktes 8 fließt nun sofort Strom vom -J-Pol der Batterie 10 über Anker 4, Kontaktfeder 5, Kontakt 8 und Wicklung 2 zurück zum —Pol der Batterie 10, und der Anker 4 ■ beginnt als Weckeranker zu arbeiten. Bei 1 seinem Hin- und Herschwingen schließt und ι öffnet der Anker auch fortwährend wieder den , Haltekontakt 6-7 mit, kann aber infolge des | ; hierbei in der Haltewicklung 3 zustande korn- : menden Stromflusses bzw. des durch diesen er- : zeugten Elektromagnetismus nicht festgehalten werden, weil durch entsprechend hohe Bemessung der im Überwachungsstromkreis liegenden Widerstände (Wicklung 3 und Vorsehaltwiderstand 12) nur ein Minimum an Stromfluß auftreten kann, dessen elektromagnetische Wirkung in Wicklung 3 allein niemals aus- ; reichen würde, den Anker 4 festzuhalten. Demgemäß arbeitet der Anker nach einmal erfolgter Öffnung des Kontaktes 6-7 und erfolgtem Abreißen so lange ungehindert als Wekkeranker weiter, bis entweder durch Abschalten bzw. Erschöpfung der Batterie 10 die erforderliche Stromzufuhr unterbrochen wird oder aber durch Druck auf eine Taste 9 und über diese auf Anker 4 einmal der Anker am weiteren Schließen des Selbstunterbrechungskontaktes 5-8 behindert und an die Kerne des Elektromagneten 1 angepreßt wird, zum andern aber auch durch die elektrische Verbindung zwischen Taste 9 und Anker 4 ein Dauerstromkreis über die Wicklung 2 geschlossen wird, mittels dessen die Kerne des Elektromagneten 1 nun kräftig und in solj chem Sinne durchmagnetisiert werden, daß der nach Wiederrückkehr der Taste 9 in Ruhelage und Abschaltung der Wicklung 2 nun allein in Wicklung 3 noch fließende minimale Haltestrom infolge dieser Vormagnetisierung den Anker 4 wieder festzuhalten vermag.
Naturgemäß ist es in bezug auf die Erfindung gleichgültig, ob die Wicklungen 2 und 3 in der Anordnung nach der Zeichnung oder in anderer Weise auf den Kernen des Elektromagneten ι verteilt sind, sofern dieselben nur so bemessen sind, daß Wicklung 3 mit Sicherheit nach erfolgter Vormagnetisierung den Anker 4 festzuhalten, Wicklung 2 dagegen nach Öffnung des Haltekontaktes 6-7 den Anker 4 in genügend kräftige Bewegung zu setzen vermag.
Anstatt einer Batterie 10 für alle Zwecke gleichzeitig kann die Anordnung auch mit zwei Batterien 10 und 16 benutzt werden, und zwar unter Ersatz der Leitung 14 durch die punktiert angedeu'ete Verbindung 15. In diesem Falle wird der Halte.itrom für Wicklung 3 ausschließlich durch Batterie 16 geliefert, wodurch sich der weitere Vorteil erreichen läßt, daß nicht nur bei Stromunterbrechung etwa infolge Abschneiden^ der Lei-
tungen 13 und 15, sondern auch bei Kurzschließung dieser untereinander der Wicklung 3 der Haltestrom entzogen und damit die Alarmwirkung der Vorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird.
Anstatt mittels der Taste 9 mechanisch und elektromagnetisch gleichzeitig kann der Anker auch aus der Ferne, und zwar nur elektromagnetisch, mittels der mitangedeuteten, durch punktierte Verbindungen angeschlossenen Taste 17 wieder an die Kerne des Elektromagneten, ι bzw. Kontaktfeder 6 an den Haltekontakt 7 angelegt werden.
Wie Versuche erwiesen, läßt sich mit dem neuen Alarmrelais die denkbar einfachste und nur mit einem Minimum — etwa 1 Milliampere — an Haltestrom arbeitende, trotzdem aber präzis wirkende und kräftig alarmierende Sicherheitsanlage herstellen, zu deren monatelangem Betriebe selbst eine Taschenlampenbatterie normaler Größe vollkommen ausreicht.
Selbstverständlich steht auch nichts im Wege, den Anker 4 noch mit einem Weckerklöppel zu versehen und diesen bei den Bewegungen des Ankers gegen eine Weckerschale anschlagen zu lassen. Für viele Zwecke dürfte indessen das kräftige, durch den Anker erzeugte Summer- bzw. Rasselgeräusch bereits genügen.
Zweckmäßig wird man das neue Alarmrelais zusammen mit Batterie 10 durch Einbau in ein gemeinschaftliches Gehäuse mit selbsttätig den Anschluß der Batterie 10 herstellenden Kontaktfedern (etwa nach Art der Taschenlampen-Kontaktfedern) zu einem Ganzen vereinigen, wobei das außerordentlich geringe Raumbedürfnis des neuen Alarmrelais eine Alarmapparatur von. bisher noch nicht
erreichter Handlichkeit und dementsprechen- j der Verwendungsmöglichkeit zu schaffen gestattet, die ebensowohl zur Fern- wie zur Nahüberwachung von Gegenständen — im letzteren Falle z. B. durch einfaches Hinein legen in Geldkassetten unter Verbindung mit einem empfindlichen Ruhekontakt — benutzt werden kann, ohne irgendwelchen nennenswerten Raum zur Unterbringung zu erfordern. Abgesehen von der in der Zeichnung dargestellten Anordnung der Wicklungen 2 und 3 auf den Kernen des Elektromagneten 1 kann auch eine Verteilung beider Wicklungen auf beide Kerne in der Weise erfolgen, daß die Wicklungen neben- oder übereinander auf den Kernen gelagert werden, zweckmäßigerweise aber in jedem Falle so, daß die Haltewicklung immer dem Eisen der Kerne bzw. des Ankers am nächsten liegt bzw. ihre Einwirkung auf Kerne und Anker bestmöglichst unterstützt wird.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Elektromagnetisches Alarmrelais, das zugleich als Wecker dient, dadurch gekennzeichnet, daß ein Elektromagnet (1) mit zwei oder mehreren Wicklungen (2, 3), einem Haltekontakt (7) und einem Wekkerkontakt (8) versehen und daß das eine Ende der einen Wicklung (2) mit dem Weckerkontakt (8), das eine Ende der anderen Wicklung (3) dagegen mit dem Haltekontakt (7) fest verbunden ist, während die anderen Enden beider Wicklungen (2 und 3) für den Anschluß an Überwachungsleitungen (13-14) o. dgl. bzw. den einen Pol (—) einer Stromquelle (10) verfügbar bleiben, deren anderer Pol (-(-) an den Anker (4) des Elektromagneten (1) angeschlossen ist.
2. Alarmrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Wiederanlegung des Ankers (4) an die Kerne des Elektromagneten (1) nach erfolgter Alarmgabe und zwecks Vormagnetisierung der Selbstunterbrechungskontakt (8 bzw. 5 bis 8) mit Hilfe eines Druckkontaktes (9, 17) o. dgl. überbrückt wird und außerdem noch gleichzeitig ein mechanischer Druck auf den Anker (4) ausgeübt werden kann, z.B. mit einer Taste (9).
3. Alarmrelais nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltewicklung (3) entweder nahe dem unteren freien Ende des Ankers (4) auf dem unteren Kerne des Elektromagneten (1) und die Weckerwicklung (2) auf dem oberen, dem Ankerträger nahen Kerne untergebracht ist oder daß beide Wicklungen geteilt derart auf den Kernen verteilt sind, daß die Haltewicklung (3) nahe dem Anker (4), die Weckerwicklung dagegen zwischen dieser und dem Joche oder aber bei Übereinanderwicklung über der Haltewicklung gelagert ist, zu dem Zwecke, die Wirkung des minimalen Haltestromes auf den Anker nach Möglichkeit zu stärken. ■
4. Alarmrelais nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker "» (4} mit je einer besonderen Kontaktfeder (5 und 6) für Haltekontakt (7) und Selbstunterbrechungskontakt (8) versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEB111822D Elektromagnetisches Alarmrelais, das zugleich als Wecker dient Expired DE413595C (de)

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